April 9th, 2008 by Alexander Becker

Die klassischen Medien stürmen Twitter. Einen Tag nachdem die Welt Kompakt auf ihrer Titelseite ankündigte auch über Twitter erreichbar zu sein, startet jetzt auch die Hamburger Morgenpost ihren eigenen Twitter-Channel. Während sich die Mopo wohl noch in der Findungsphase befindet, jagt die kompakte Weltredaktion schon fleißig eine 140-Zeichen-Nachricht nach der nächsten über den neuen Vertriebsweg. Die Welt verzichtet bei ihren News auf das Posten eines weiterführenden Links. Das ist Schade, denn wenn eine Nachricht interessant erscheint, muss der Leser dann doch wieder Google anschmeißen um mehr zu erfahren. Ob man sich dann via Welt.de informiert ist unklar. So gehen wiederum Leser verloren.

Deutscher Medien-Vorreiter im Twitter-Land ist allerdings der Focus. Seit Mitte 2007 postet die Online-Redaktion regelmäßig eine Kurzversion der eigenen News inklusive eines weiterführenden Links. Doch im Gegensatz zur Welt Kompakt folgt der Focus nicht seinen Lesern.

8 Kommentare
Peter Schink9. April 2008 um 10:29 Uhr

Die Welt bedankt sich für die Erwähnung… freut mich, wenn die Mühe positive Resonanz findet. Auch uns gibt’s übrigens mit Link auf den Artikel :)

Joachim Graf9. April 2008 um 11:01 Uhr

Und nur der Vollständigkeit halber: iBusiness.de twittert auch. http://www.twitter.com/ibusiness_de

Alexander Becker9. April 2008 um 11:07 Uhr

Vielen Dank für den Hinweis. Ich bin heute morgen auch noch auf die NZZ (http://twitter.com/nzz) gestoßen.

Matthias Bauer9. April 2008 um 13:13 Uhr

Ich schätze, der Hauptgrund für das plötzliche Getwittere der MOPO sind die dunklen Wolken, die aus Richtung Berlin heranziehen. Da ist Twitter ein Kanal, der leicht zu bedienen ist und gut vernetzte “Medien 2.0″-Leute erreicht. Wait and see.

westernworld9. April 2008 um 13:46 Uhr

die nadeldrucker haben eindeutig keine ahnung was twitter ist, die halten das für eine art rss-feed oder pr plattform.

für ihre verhältnisse alles noch ganz nett verpackt was sie da machen bis jetzt, aber was wollen die da. bei solchen plattformen gibt es für deren geschäftstsmodell keinen blumentopf zu gewinnen. wer will sich schon auf dauer seine timline mit einer redaktion zumüllen, wenn er seine freunde lesen will.

das ist nicht der sinn der sache das werden sie schon noch begreifen, schlagzeielen tweets sind kein dialog und die mopo erreicht ihre leser eh nicht bei twitter. denn was außer durchklicken zur webseite von welt online können sie schon wollen? es sei den es geht ums nicht völlig in vergessenheit geraten bei den jüngeren. das wäre twittern aus schierer verzweiflung weil sie im netz noch nicht einmal als umsonst angebot so richtig gut ankommen.
weltleser werden nicht jünger und die jungen keine weltleser. dem boulevard geht es nicht viel besser.

die klassischen bildzielgruppen der jüngeren generation lesen noch nicht einmal mehr bild.

twitter ist kein vertriebsweg.

zumindest nicht wie die sich das vorstellen. die user können sie einfach blocken wenn sie nerven.

Alexander Becker9. April 2008 um 14:17 Uhr

Ich frage mal nach, warum die Redaktionen twittern? Dann wissen wir schon ein wenig mehr.

[...] Respekt, den er verdient. Wer meint, nur Blogs monitoren zu müssen, irrt vielleicht. Auf ethority und iBusiness war kürzlich zu lesen, dass die Hamburger Morgenpost (MoPo) nun auch zu den [...]

Die Mopo twittert nicht | ethority blog25. April 2008 um 09:19 Uhr

[...] berichteten wir, dass neben der „Welt Kompakt“ nun auch die „Hamburger Morgenpost“ einen [...]

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