Januar 15th, 2009 by David Nelles
Was ist denn da los? Eigentlich sollte sich Facebook doch freuen, wenn ein Widget bei den Usern richtig gut ankommt. Das letzte Widget von Burger King wurde innerhalb von einer Woche von mehr als 82.000 Usern genutzt. Diese Nutzer haben dank Burger King weit über 200.000 User aus ihrer Freundesliste gelöscht, um einen Whopper gratis zu bekommen. Aus Marketingsicht war der Ansatz von Burger King ein voller Erfolg. Die Facebook Verantwortlichen fanden die Idee von Burger King allerdings gar nicht lustig, denn sie suspendierten die Applikation von Burger King aus dem Netzwerk mit folgender Begründung:
We encourage creativity from developers and brands using Facebook Platform, but we also must ensure that applications follow users’ expectations of privacy. This application facilitated activity that ran counter to user privacy by notifying people when a user removes a friend. We have reached out to the developer with suggested solutions. In the meantime, we are taking the necessary steps to assure the trust users have established on Facebook is maintained.
Ich frage mich wirklich, was bei dieser Applikation in irgendeiner Art mit dem Datenschutz kollidiert. Bei Beacon war Facebook erst recht nicht so zimperlich. Vielleicht hat Facebook dabei auch ganz andere Absichten. Joe Bubble mutmaßt, dass Zuckerberg einen Weg gefunden hat Geld zu verdienen. Über weitere Meinungen zu diesem Fall würde ich mich freuen. Im unserem Büro gab es schon spannende Diskussionen hierzu.


Man muss Kontakte aus der Kontaktliste löschen umd etwas zu bekommen und annähernd 200000 kontakte wurden aus Kontaktlisten gelöscht? Mir als betreiber einer Plattform, die unter anderem auch auf das Vernetzen via Kontaktlisten baut, würde das auch sauer aufstoßen.
Normalerweise erhalten gelöschte “Freunde” keine Nachricht darüber, dass jemand sie aus seinem “Freundeskreis” geworfen hat. Werden sie über die Burger King Application rausgeschmissen, offensichtlich schon. Das ist der Knackpunkt, denn hier wird gegen die Regeln der Facebook-Intimssphäre verstoßen.
Also ich denke das die Aktion eine super Sache für Facebook war/ist, es entsteht viel Aktivität (Seitenzugriffe, Traffic, Visitors, Zeit die auf facebook verbracht wird, usw.) auf Facebook und die meisten werden warscheinlich anschließend eh ihr Freunde wieder aufnehmen was wieder für traffic sorgt. Also schadet es niemandem, oder?
Haha, auweia das das noch probleme gibt dachte ich mir schon irgentwie.
Obwohl ich Aktion für enorm cool halte.
Ich denke auch, das beide Unternehmen von dem Buzz rund um das besagte defriending widget profitiert haben.
Burger King hat mit einer sehr netten und erfogreichen Kampagen auf wieder einmal gezeigt, wie Social Media Marketing funktionieren kann. Schon mit der Whoppervirgins Kampagne hatte Burger King für jede Menge Buzz gesorgt.
Facebook hat gezeigt, das Ihre Plattform sehr wohl für erfolgreiches Marketing taugt.
Wie David schon sagte, wir hatten das Thema auch sehr hitzig diskutiert, was aber schon mal sehr gut ist! Nur mit derart mutigen Kampagnen wird das Thema Social Media Marketing auch Platz in den Mainstream Kolumnen finden und somit auch den letzten Entscheider erreichen…
[...] mit der Applikation – wie einen Onkel, der sich auf einer Geburtstagsparty daneben benommen hat. Die Begründung von Facebook liest sich lächerlich: Datenschutz. Ja, ist klar. Wenn Burger King sich jetzt so richtig missverstanden fühlt und [...]
Ich verstehe nicht ganz, was Burger King bei dieser ganzen Aktion davon hat. Es ist ja seitens Burger King ein ganz offensichtlicher Schritt gegen Facebook und es ist meiner Meinung nach definitiv gerechtfertigt, dass BK dafür von der Plattform suspendiert wird. Bei den vielen verschenkten Whoppern weiß ich einfach nicht, wo der Profit für Burger King darin liegen soll. Eine sehr seltsame Kampagne ist es auf jeden Fall meiner Meinung nach. Dennoch ärgerlich, dass ich es nicht früher wusste und keinen Burger abstauben konnte