August 18th, 2009 by Sten Franke
Nachdem ich von meinem USA-Aufenthalt zurückgekehrt bin, habe ich mir trotz vielen anstehenden Reisen, Projekten und der täglichen Arbeit als Inhaber und GF bei ethority vorgenommen, im Blog wieder aktiver zu werden. Da kommt die Story aus New York City gerade richtig und mehr als passend, um den Einfluss von Social Media auf das Marketing zu untermauern.
Oftmals werde ich von Kunden gefragt: Ja, wie wirkt denn Social Media Marketing? Kann ich das irgendwie messen? Pay-per-click oder Pay-per-Order? Nein, sage ich dann immer, Social Media geht weit darüber hinaus und ist keine Form von Performance Marketing. Vielmehr avanciert es zu einem essentiellen Bestandteil der Unternehmenskultur eines zukunftsorientierten und auf nachhaltiges Wirtschaften ausgerichteten Unternehmens in transparenten Märkten mit mündigen Verbrauchern – Sapere aude. Somit ist Social Media also auch keine Spezialdisziplin der Kommunikation! Mehr dazu aber in einem meiner nächsten Beiträge.
Dass Wein über Twitter verkauft wird, ist allgemein bekannt. Die ersten Bücher wurden bereits auf Twitter veröffentlicht, aber ein Musical? Wie sollte das gehen? So dachten wahrscheinlich viele der aktuell über 580.000 Follower und abonnierten die Tweets des 3-fachen Tony-Award Gewinner-Musical „Next2Normal“, welches damit populärer als Paris Hilton und andere Celebrities wurde. Dass die Geschichte über das Leben einer an manisch-depressiven Krankheit leidenden, typisch amerikanischen Hausfrau und Mutter so viele Anhänger mit sich bringt, hätten die Macher wohl nicht erwartet, wenn auch gehofft:
Vor Twitter-Marketing: $226,000 – 72 % Platzverkäufe pro Woche
Mit Twitter-Marketing: $363,000 – 99% Platzverkäufe pro Woche, Preis pro Ticket stieg von $51 auf $82
Mr. Bazadona (CEO of Situation Interactive – Marketingfirma von N2N) “They’re selling to 90 percent-plus audiences. I think Twitter has something to do with that”
Was macht hier den Erfolg aus? Keine Insellösung wie „eben mal ein Blog aufmachen“, sondern der ganzheitliche Ansatz, das kontinuierliche „Bespielen“ der relevanten Social-Media-Kanäle wie Facebook, Myspace und Youtube , das Mitwirken der Charaktere, die zum Greifen nah erscheinen und, neben ihrer Rolle auf der Bühne, auch Twittern und sich damit dem Dialog mit dem Kunden stellen und dadurch auch verkaufen!
“I saw the show because of the tweets,” schrieb Janet Aguhob in einer Nachricht an die Twitter-Gemeinde. “I read/heard great things about N2N but was nervous about the subject. Tweets broke the ice.”
Ms. Aguhob aus Astoria, New York, angestellt bei einem Pharmazie-Unternehmen, berichtete in einem Telefon-Interview, dass sie Personen in ähnlichen Situationen wie der Charakter der Ms. Ripley kennt und Angst hatte, dass das Musical schmerzhafte Erinnerung zurückbringen würde. Doch die große Aufmerksamkeit, die die Twitter-Kampagne auslöste, überzeugte sie letztendlich doch vom Kauf der Tickets: “It was like Twitter was the appetizer and then I got the main course, and it was great,” Ms. Aguhob said. “I’m going again when a friend comes to visit in November. On Twitter they’re really nurturing the show — they’re not doing it in a gimmicky way at all.”
Das gesamte Twitterscript gibt es hier: www.nexttonormal.com/twitterperformance.pdf
Gefunden in der New York Times




[...] seinem Blogartikel „Broadway-Musical dank Twitter und Social Media populärer als Paris Hilton” schreibt Sten, dass Social Media keine Art von Performance-Marketing sei und auch keine [...]