August 30th, 2009 by Alexander Becker

Es ist der Aufreger des Wahlsonntages: Fast 90 Minuten bevor die Wahllokale am gestrigen Sonntag schlossen, zwitscherten zwei Twitterer bereits eine relativ genaue Version der späteren Prognose von 18.00 Uhr. Vorab-Verraten der sogennanten Exit-Polls ist in Deutschland verboten, deshalb handelt es sich bei dem Vorfall auch nicht um ein Kavaliers-Delikt, sondern um eine Ordnungswidrigkeit, die mit bis zu 50.000 Euro bestraft werden kann.

Mittlerweile wurde als einer der beiden Zwitscherer Patrick Rudolph, CDU-Vorsitzender im Stadtverband Radebeul, identiviziert. Doch der Politiker streitet alles ab. Gegenüber Spiegel Online sagte er: “Ich weiß nicht, wer das geschrieben hat.”

Prognose Verrat: Die Macht von Twitter

Spannender als die Frage, ob Rudolph nun die Prognosen verriet und ob es ich um die Prognosen handelte oder nur um einen sehr guten Tipp, ist jedoch etwas ganz anderes:

Aus den Screenshots, die Spiegel Online veröffentlichte geht hervor, dass der eine Twitterer 21 Follower hatte und der andere vier.

Das zeigt: die Macht von Twitter liegt manchmal nicht in der Anzahl der Follower, sondern im setzten des richtigen Schlagworte bzw. in der Suchfunktion des Microblogging-Dienstes begründet. In Verbindung mit der Suche kann der richtige Tag zu einem unglaublichen Multiplikator werden.

1 Kommentar

[...] Zwitscherer, die bereits 1,5 Stunden vor dem Schließen Wahllokale bereits eine fast zutreffende Prognose twitterten. Die Betonung liegt auf [...]

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