September 18th, 2009 by ethority - Social Media Intelligence Team

Am Mittwoch, d. 16.09.2009, lud Dr. Benedikt Köhler, als stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Social Media, in die Räume von ethority zur Mitgliederversammlung 2009 der AG .

Ziel der Mitglieder der AG Social Media ist die Etablierung von Standards für die Vermessung und Erforschung von Weblogs und weiterer Social Software.

Ganz oben auf der Tagesordnung stand die Neuwahl des Vorstands. Die AG Social Media bestätigte ihren bisherigen Vorstand und erweiterte ihn um zwei neue Vorstandsmitglieder: Eric Hofmann und Oliver Berger.

Alles Weitere gibts im Pressecho!

September 17th, 2009 by Sten Franke

Fast täglich erreichen uns Anfragen zum Thema Social Media Monitoring, Webmonitoring und Measurement in Social Media. Wen wundert’s – bildet doch das „Zuhören“ oder „Hineinhören“ in die betroffenen Zielgruppen Grundlage für viele aktive Marketing- und CRM-Maßnahmen. Forrester prognostiziert bis 2012 die Umschichtung eines relevanten Teils der Marktforschungsbudgets von US-Unternehmen in  Social Media Monitoring & Analyse.
Als wir vor über 10 Jahren mit den ersten Webmonitoring-Projekten begonnen haben, waren vor allem Newsgroups, Messageboards, Gästebücher und Webseiten im Fokus unserer Analysen. Mit dem rasanten Wachstum von User Generated Content und dessen Einfluss auf Markensympathie, Empfehlungsverhalten und Kaufentscheidungen der Verbraucher, aber auch auf Reputation von Produkten, Personen, Unternehmen und Organisationen, wächst der Bedarf für professionelle Monitoring-Lösungen.

Besonders wichtig ist die Analyse von Social Media in Echtzeit und das 24/7-Monitoring, denn die Geschwindigkeit mit der Kommunikation heute abläuft, hat sich vervielfacht. Relevante Informationen werden über Twitter, Blogs, Social Networks und Onlineforen in wenigen Sekunden verbreitet, kommentiert, hundertfach multipliziert und millionenfach „gehört“.
So ergeben sich zahlreiche Herausforderungen aufgrund der Komplexität von Social Media und den mannigfaltigen Auswertungsdimensionen und Möglichkeiten:
1.    Welche Social-Media-Plattformen sollten untersucht werden? Twitter und andere Microblogging-Dienste, Blogs, Social Networks, Online-Foren, Bewertungsportale, Video-      Channels, News-und Nachrichten-Seiten, Aggregatoren etc.
2.    Welche Themen sollten untersucht werden?
Marken, Produkte, Social-Media-Kanäle,  Aufbau von Begriffswelten – keine Keywordlisten
3.    Welche Anwendungsmöglichkeiten gibt es? CRM, Marketing, Marktforschung, PR, Recruiting 2.0, Vertriebssteuerung etc.
4.    Welche Webmonitoring-Tools sind am Markt verfügbar? Websearch-Tools, Webclipping-Services, Monitoring-Dashboard-Tools, gridmaster-Monitoring-Technologie
5.    Wer wertet die Daten aus und wie werden diese interpretiert?
Eigenes KnowHow, Research-Team, Referenz-Systeme & Kennzahlen, Social-Media Analysten
6.    Welche Erkenntnisse, ROI, Benefits und KPIs lassen sich ableiten?
z. B. Werbewirkung, Consumer Insights, Kundenbindung und  effektivere Kampagnenplanung

Webclipping-Dienste (Medienbeobachtung)
Die Webclipping-Dienste werden der Vollständigkeit halber hier erwähnt, sind jedoch für jegliche sinnvolle Social-Media-Auswertungen ungeeignet. Zum einen werden häufig nur einige wenige Weblogs  beobachtet, zum anderen wird mit Stichwort- oder Keywordlisten gearbeitet, die keinerlei Insights zulassen.
Social Media Dash-Board-Tools
In aller Munde sind so genannte Dashboard-Monitoring-Tools, da sie aufgrund ihrer niedrigen Einstiegskosten einen groben Eindruck über Blogkommentare und Twitter-Erwähnungen ermöglichen und mit farbigen Charts und Visualisierungen vermeintlich relevante Themen und Keywords hervorheben und deren Relevanz mit diversen Skalierungen suggerieren.
Die Grenzen dieser Tools sind jedoch schnell ausgereizt, da sie nur einen Teil der Social-Media-Plattformen abbilden und aus meiner Erfahrung weniger als 10% der relevanten Beiträge aufzeigen. Zum Beispiel können Online-Foren und Bewertungsplattformen nicht umfänglich berücksichtigt werden, wo diese jedoch mehr als 80% des Social Media Buzz ausmachen.
Zum anderen liefern Dash-Board-Tools eine hohe Ungenauigkeit bei der Trefferzuordnung, da kaum die Möglichkeit besteht, die Tools zu trainieren, Begriffswelten aufzubauen und Themenfilter zu programmieren.

Social Media Monitoring, Analyse, Netnography – Best Practice Teil 1
Vorteil: niedrige Kosten, gute Visualisierung von allgemeinen Informationen ohne Erkenntnistiefe
Nachteil: geringe Trefferanzahl, hohe Fehlerquote, keine individuellen Auswertungen

In Teil 2 möchte ich morgen früh die  komplexeren Monitoring-Technologien und Auswertungsmöglichkeiten näher betrachten.

September 17th, 2009 by ethority - Social Media Intelligence Team

Die Navigation durch das Web 2.0 wird nun erleichtert: Die Fachgruppe Social Media des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) analysiert in dieser Publikation das Feld und erleichtert Vertretern der Online-Branche die Orientierung. Darüber hinaus bietet er Beispiele zur Monetarisierung und warnt vor juristischen Untiefen.

Der Social Media Kompass ist da!

September 17th, 2009 by ethority - Social Media Intelligence Team

Nach “What the f**k is Social Media: One Year Later” im Sommer diesen Jahres als wirklich tolle Slideshow nun eines der eindrucksvollsten Videos 2009 mit zahlreichen Facts, die die sich verändernde Medienlandschaft thematisiert. Im Fokus stehen dabei Konvergenz und Technologie. Lassen Sie es auf sich wirken, lassen Sie sich überzeugen: Die Medienrevolution ist in vollem Gange.

Das Video ist das offizielle Update zu „shift happens“ und entstand in der Zusammenarbeit von The Economist, Karl Fisch, Scott McLeod und Laura Bestler. Für das Design ist XPLANE verantwortlich.

September 16th, 2009 by Alexander Becker

Die bittere Wahrheit ist noch immer: Die wenigsten Unternehmen wissen, wie man erfolgreich Kampagnen in sozialen Netzwerken fährt. Das trifft offenbar auch auf Ikea zu. Doch im Gegensatz zu den meisten anderen Companys machen die Schweden nun aus der Not eine Tugend und fragen ihre Kunden: „How can IKEA use social media to generate a stronger relationship with internet and social media users?“
Vorbildlich 2.0: Ikea bittet Kunden um Hilfe

Um diese Frage zu beantworten sammelt die norwegische Agentur Vizeum nun alle User-Ideen per Blog ein. Die Köpfe hinter der Kampagne glauben, dass sich nur via Crowd Sourcing das „ultimative Produkt“ entwickeln lässt.

Vorbildlich 2.0: Ikea bittet Kunden um Hilfe

Damit sich die Nutzer nicht in grundsätzlichen Debatten verlieren, haben sich die Jungs von Vizeum zu eines smarten Kniffs bedient: Sie stellen ihren Lesern Fragen und bitten direkt um konkrete Antworten.

Die Fragen lauten unter anderem:
- Do you have any other sites, platforms and brands that can inspire us?
- What role should IKEA play in social media and what role would their presence in social media play for you?
- What kind of content would you like to have on the platform?
- In what way would you connect with the IKEA brand and other IKEA fans?

Die bisherige Beteiligung ist akzeptabel, aber nicht überragend. Das beweist: Einfach eine Seite ins Web stellen und glauben, dass jetzt tausende von begeisterten Kunden mitmachen, ist falsch. Online-Kunden-Kommunikation ist ein Marathon. Wenn Ikea in sechs Monaten oder einem Jahr noch immer über diese Seite mit seinen Kunden spricht, dann haben die Schweden wirklich vieles richtig gemacht.

September 15th, 2009 by ethority - Social Media Intelligence Team

Auf dem diesjährigen Colloquium der Trurnit-Gruppe im Siemensforum in München stand am 10. und 11. September 2009 alles unter dem Motto „Reset – Innovationen für neue Kundenbedürfnisse”. Hier ein kleiner Auszug aus dem Seminarprogramm, dessen Inhalt die Teilnehmer, vornehmlich lokale Energieversorger, während des Colloquiums beschäftigten sollte:

„Die Zeit ist reif für einen Perspektivwechsel und neue Umgangsformen mit Energie, Rohstoffen und Kunden. Innovationskraft, Risikobereitschaft und Marketingexzellenz zeichnen dabei die Unternehmen aus, die heute und morgen erfolgreich sind.”

Die Energieversorger wollten die zwei Tage nutzen, um sich über neue Möglichkeiten in der Energieversorgung, aber auch über neue Wege in der Kommunikationen mit ihren Kunden Gedanken zu machen. Unterstützend für dieses Vorhaben wurde u.a. Dr. Benedikt Köhler, Director Digital Strategy & Research bei ethority, eingeladen, um einen Vortrag über „Wenn Kunden mit Kunden (über Sie) reden: Wie Unternehmen im Web 2.0 erfolgreich kommunizieren” zu halten.

 Colloquium 2009 der Trurnit Gruppe: Reset   Innovationen für neue Kundenbedürfnisse

Da dieses Thema durchaus nicht nur für Energieversorger grundlegend und wichtig ist, gibt es die Slides der Präsentation noch diese Woche auf dem ethority Blog!

September 13th, 2009 by Alexander Becker

Stefan Niggemeier erklärt, was sich Samstagnacht in der ProSiebensendung „Schlag den Raab“ abspielte: „Selten hat das Publikum einem Kandidaten seinen Gewinn so sehr missgönnt wie diesem. Hans-Martin Schulze, ein 24-jähriger Pharmazie-Praktikant aus Oldenburg, ist seit dieser Nacht um eine halbe Million Euro reicher. Er musste dafür nicht nur den Raab, sondern auch das Publikum schlagen. Am Ende, als er mit verzerrtem Gesicht und einem Triumphschrei den Geldkoffer in die Höhe streckte, buhten sie ihn hemmungslos aus.“
Blogschau: Hassmartin, Twitter Pöbel und die Blog Reaktionen

Philipp Ostrop beschreibt jedoch, was sich zeitgleich im Web abspielte: „Am Samstagabend konnten deutsche Internetnutzer jedoch beobachten, wie dieser Schwarm über ein einzelnes Opfer herfiel. Man konnte live dabei sein, wie sich die Zuschauer der Pro7-Sendung „Schlag den Raab“ an einem grenzenlosen Massen-Mobbing im Internet beteiligten. Alle gegen den Kandidaten Hans-Martin, der in der Sendung in mehreren Spielen gegen Raab antrat und der Mehrzahl der Zuschauer (auch mir persönlich) höchst unsympathisch war.“ Weiter schreibt er: „Was jedoch in den sozialen Netzwerken abging, glich fast einem virtuellen Pogrom – einer Massenausschreitung, die nicht gegen eine Minderheit, sondern gegen eine einzelne Person gerichtet war. In der Anonymität der Masse schaukelten sich die öffentlichen Demütigungen und Beschimpfungen hoch. Der Schwarm ersann mit den Mitteln des Web 2.0 immer neue Mobbing-Methoden.“

Unter dem Hashtag #Hassmartin wurde der Kandidat via Twitter auf das übelste beleidigt. Das nennen von Beispielen spare ich mir. Die kann jeder selbst nachlesen.

Aber auch andere Sociale Netzwerke musste für die Wut über den Kandidaten herhalten. Sowohl bei StudiVZ, wie auch bei Facebook entstanden eigenen Hassmartin-Gruppen.

Angesichts der Hass-Gruppen fragt Daniel Langwasser völlig zurecht: „Wo war bzw. wo ist eigentlich das Community Management? Ich vermute im mehr oder weniger wohlverdienten Wochenende… Wie kann es sein, dass bis zum jetzigen Zeitpunk die beiden genannten Gruppen immer noch existieren? Garniert mit beleidigenden Kommentaren der übelsten Sorte und natürlich auch mit wenig schmeichelhaften Fotos des Kandidaten Hans-Martin.“

Richard Gutjahr betrachtet die Diskussion aus einem anderen Winkel: „Raab teilt mehr Eigenschaften mit dem Kandidaten, als gestern rüberkam. Eigenschaften, ohne die er nicht die TV-Karriere hingelegt hätte, die er gemacht hat: Raabs ungebremster Ehrgeiz und seine fehlende Scheu, sich öffentlich auch immer wieder zum Affen zu machen. Raab hatte, wie schon Stefan Niggemeier bei faz.net schreibt einen entscheidenden Vorteil: er weiß, wann er sich zu bremsen hat. Er kennt die Gesetze des Fernsehens und versteht, wie das Publikum tickt. Der Moderator hat an den richtigen Stellen die Klappe gehalten, den Kandidaten damit ins offene Messer laufen lassen. Was wiederum viel über den Erfinder der Show aussagt.“

September 11th, 2009 by ethority - Social Media Intelligence Team

TOP 4 TWITTERLINKS

1. Social Media-Vermarktung: Werben in der Zielgruppe – Möglichkeiten und Trends für 2009 und 2010 auf der dmexco

www.bvdw.org

Ein Interview mit dem Managing Director von ethority, Sten Franke, was großen Anklang gefunden hat. Im Mittelpunkt stehen hierbei die Vermarktung und das  Marketing im Bereich Social Media

2.  Wie angekündigt, jetzt da: Facebook Lite, wenn auch erst für U.S. Users

www.mashable.com

Wie bereits vor ein paar Wochen angekündigt, ist Facebook Lite nun online gegangen. Allerdings erst nur für User aus den USA. Hier findet man eine Kurzbeschreibung und Screenshots.

Breaking News: immer mehr europäische Länder sind in der Lage, Facebook lite zu nutzen: www.mashable.com

3. 100 Years of Social Media – It is not a phenomenon, it has a long tradition

www.inventorspot.com

Eine nette Aufbereitung der Geschichte von Social Media und der Beweis, das Social Media kein neuer Trend ist!

4.  Die Social-Media-Strategie von Ford

www.socialmediaonline.com

Dieser Artikel beschreibt kurz und knapp einige Social-Media-Initiativen von Ford. Vielleicht ein Anwärter auf Best Case?!

Der Blogartikel der Woche
Google hat leise, still und heimlich eine neuen Service gelauncht: Die Google Internet Stats. Wie gewohnt im minimalistischen Layout und mit sehr schnellem Interface. Die Seite verspricht nach eigener Aussage „[that the service] brings together the latest industry facts and insights together in one place”. Google bündelt hier also Daten und Statistiken aus dem Netz in kurze und prägnante Aussagen und stellt diese zur allgemeinen Verfügung, klassifiziert in fünf Schwerpunktbereiche.

Weekender KW 37

www.ethority.de

Social-Media-Fundstück der Woche

In der aktuellen Studie vom Web Ecology Project wurde ermittelt, wie viel Einfluss vermeintlich einflussreiche Twitterati wirklich haben. Zum Beispiel ergaben die Einzelauswertungen, das mashable einflussreicher ist als CNN. Die gesamte Studie gibt es hier:

Weekender KW 37

Gefunden über www.t3n.de

September 11th, 2009 by ethority - Social Media Intelligence Team

Google hat leise, still und heimlich eine neuen Service gelauncht: Die Google Internet Stats. Wie gewohnt im minimalistischen Layout und mit sehr schnellem Interface. Google ist durch den User Generated Content, u.a. in Form von 77 Milliarden Suchanfragen im Monat, zu einer „Datenbank der Wünsche” geworden.

Nun bietet die Suchmaschine auch expertengenerierte Daten und Statistiken.

Google Internet Stats: das neue „Statistisches Bundesamt für das Web?!

Die Seite verspricht nach eigener Aussage „[that the service] brings together the latest industry facts and insights together in one place”. Google bündelt hier also Daten und Statistiken aus dem Netz in kurze und prägnante Aussagen und stellt diese zur allgemeinen Verfügung, klassifiziert in fünf Schwerpunktbereiche:

Macro Economic Trends

Technology

Consumer Trends

Media Consumption

Media Landscape

Die einzelnen Schwerpunkte sind jeweils eingeteilt in Unterkategorien: So kann man unter dem Punkt “Technology” statistische Zahlen  und Fakten aus den Bereichen Broadband, Devices, Mobile und Speed einsehen.

Grundlage und Input gibt es unter anderem von B2Bonline.com, BusinessWeek, Commission of the European Communities, Comscore, The Economist, eMarketer, Enders Analysis, Eurostat, Financial Times, Forrester, Google Insights for Search (natürlich!), HarvardBusiness.org, Hitwise, Internetworldstats.com, KMPG, Mindshare, New York Magazine und PriceWaterhouseCoopers.

Hier stellen sich nun die Fragen: Was sind Googles Ziele? Möchte Google eine Art von „Statistischem Bundesamt” auf der Online-Ebene werden? Zu beachten ist, dass die Auswahl der Zahlen und der Statistiken es Google ermöglichen, die eigene subjektive Sicht als Realität darzustellen, die auch noch durch Zahlen und Daten belegt werden kann. Der Knackpunkt ist: Sind wohl auch Google-kritische Zahlen dabei?!

Der unauffällige Launch der Seite wirft außerdem die Frage auf, ob sich diese Angebot in einer (ausbaufähigen) Testphase befindet. Darauf könnte auch die Verwendung der UK-Domain hindeuten?!

Auf jeden Fall ist es wert, Google Internet Stats weiterhin zu beobachten.

September 10th, 2009 by ethority - Social Media Intelligence Team

Etwa 174.000 aktive Twitternutzer gibt es in Deutschland. Nur wenige dürften sich allerdings bisher Gedanken über mögliche rechtliche Folgen der Nutzung dieser Microblogging-Plattform gemacht haben. Besonders  Unternehmensvertreter, die Twitter als externen Kommunikationskanal für den Kundenkontakt nutzen wollen, sollten dieser Frage aber durchaus Beachtung schenken. Zu diesem Schluss kommt auch der Anwalt Henning Krieg. Um Unternehmen die Möglichkeit zu bieten, eventuelle rechtliche Folgen der Twitter-Nutzung besser abschätzen zu können, hat er  eine Zusammenfassung über die rechtlichen Rahmenbedingungen beim Twittern erstellt.
Dabei kommt er eindeutig zu der Schlussfolgerung:

Twitter ist für Unternehmen in vielerlei Hinsicht rechtlich relevant!

Es muss davon ausgegangen werden, dass Corporate Twitter Streams im Vergleich zu den meisten privaten Accounts unter besonderer Beobachtung stehen. Und zwar vor allem durch die Mitbewerber. Somit werden „Bagatell-“Rechtsverstöße wie die Verletzung von Urheberrechten (dazu gehören auch Bildrechte etc.) unter Umständen schneller relevant, als es den Unternehmen lieb sein kann. Außerdem fallen beispielsweise Tweets, die falsche Preisangaben etc. enthalten unter Umständen unter den Punkt “Wettbewerbsvorteil durch Rechtsbruch” des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb, wie Thomas Schwenke auf dem Blog advisign.de klar stellt.
Ebenfalls interessant ist in diesem Zusammenhang die Impressumspflicht von nicht-privaten Telemedien. Zwar gibt es laut Krieg noch kein rechtlich verbindliches Urteil darüber inwiefern Twitter Profile zu den Telemedien gezählt werden können, trotzdem wird empfohlen, zur Sicherheit ein Impressum in das Twitter Profil zu integrieren oder aber – was eigentlich eh der Fall sein sollte – auf die Unternehmens- Website zu verlinken, innerhalb derer ein Impressum angeführt wird. Die Folgen dieser Rechtsverletzungen können im Verhandlungsfall neben der negativen Außenwirkung Abmahnungen oder Bußgelder sein.

Auch die Inhalte der Tweets sollten nicht gedankenlos erstellt werden.
Werden Aussagen vor allem über Menschen oder andere Unternehmen als Tatsachen dargestellt, deren Wahrheitsgehalt nicht geprüft wurde, begibt sich ein Unternehmen auf unsicheres Terrain. Denn hier kann laut Schwenk schnell der Tatbestand der üblen Nachrede oder der Verleumdung erfüllt sein. Umgehen lässt sich dieser Stolperstein, indem nicht eindeutig verifizierbare Aussagen stets als subjektive Meinung gekennzeichnet oder eben ganz vermieden werden. Denn: Auch Meinungsäußerungen können rechtlich unter Umständen als Beleidigung, Verunglimpfung oder Schmähung bewertet werden.

Zu Konflikten mit dem Wettbewerbsrecht kann es laut Schwenk auch kommen, wenn Mitarbeiter eines Unternehmens zum Beispiel ihre privaten Twitter-Accounts verwenden, um über Produkte und Leistungen des Unternehmens zu berichten, sofern dies mit Kenntnis oder sogar Auftrag des Arbeitgebers geschieht.
Um jegliche rechtliche Probleme, die Twitter-Accounts von Mitarbeitern mit sich bringen können, zu verhindern, sei es jedem Unternehmen empfohlen Twitter Guidelines zu erstellen und ihre Mitarbeiter umfassend in die Nutzungsmöglichkeiten und –Einschränkungen einzuweisen.
Es wird also mehr als deutlich, dass Twitter bei geschäftlicher Nutzung durchaus rechtliche Relevanz besitzt. Auch wenn bisher kaum Fälle öffentlich wurden, in dem Rechtsverstöße über Twitter tatsächlich zu Konsequenzen führten, sollten sich Unternehmen auch angesichts der wachsenden Bedeutung des Microblogging Tools, der möglichen rechtlichen Reichweite bewusst sein und dementsprechend z.B. durch Twitter Guidelines reagieren. Die rechtliche Relevanz sollte allerdings kein Unternehmen davon abhalten, Twitter in die Unternehmenskommunikation miteinzubeziehen, da andernfalls viele Wettbewerbsvorteile die Twitter z.B. als CRM- oder Online Publishing Tool bietet wissentlich verschenkt würden.

Fazit: Unternehmen profitieren eindeutig von der Twitter Nutzung, sollten sich aber über mögliche rechtliche Fragen im Klaren sein. Daher hier noch ein mal die Quellen.

Die gesamte Präsentation von Henning Krieg ist hier zu finden.

Zu dem Blogpost von Thomas Schwenk, in dem noch eine Reihe anderer rechtlicher Aspekte und viele sehr gute Beispiele angeführt werden, geht es hier.

September 9th, 2009 by Alexander Becker

Viele von uns behaupten schon lange, dass dem Social Gaming die Zukunft gehört. Doch belegen ließ sich diese Behauptung nur schwer – bis jetzt. Denn FarmVille aus der US-Spiele-Schmiede Zynga macht aus dieser Zukunfts-Theorie eine handfeste, gegenwärtige Erfolgsgeschichte.

Facebooks FarmVille: Eine der aktuell wohl größten Web Erfolgsgeschichten
Hitliste der am schnellsten wachsenden Facebook-Apps

Die Bauern-Simulation FarmVille ist die aktuell am schnellsten wachsende Facebook-App. Alleine innerhalb einer Woche fand das Spiel 4,21 Millionen neue Spieler. Seit Juni überzeugte das Game bereits über 37,7 Millionen Nutzer. Bereits in wenigen Tagen wird FarmVille demnach die magische 40 Millionen Nutzer-Grenze überschreiten.

Ziel des Spiels ist es, eine möglichst große und florierende Farm aufzubauen. Ab einen bestimmten Level kann man den eigenen Bauernhof jedoch nur noch vergrößern, wenn man acht Nachbarn hat. Das heißt: Jeder Spieler ist darauf angewiesen möglichst viele Facebook-Kontakte zum Mitspielen zu bewegen. Ein eingebauter viraler Effekt, der einer der beiden Hauptgründe für die unheimliche Erfolgsgeschichte ist. Der zweite Grund: Das ist einfach, aber nicht eintönig.

Facebooks FarmVille: Eine der aktuell wohl größten Web Erfolgsgeschichten
Das Wachstum der vergangenen 90 Tage

Ein weiterer Effekt, der sich höchst praktisch auf die Leistungsdaten des Games auswirkt ist, dass die Spieler mindestens einmal pro Tag auf ihrer Farm nach dem rechten sehen müssen. So generiert Zynga gigantische Klick- und Visitzahlen. Nach Berechnungen des Branchen-Blogs Insidesocialgames.com erreichte Zynga über Facebook im Juni 2009 über 40 Millionen Unique Users und 484 Millionen Page Impressions. Die daraus resultierenden Werbeeinnahmen beziffern die Experten alleine für Juni auf mehrere Millionen Dollar.

Bedenkt man jedoch, dass sich alleine die FarmVille-Zugriffszahlen seit Juni von sechs Millionen auf rund 40 Millionen Unique Visitors steigerten, lässt sich gut erahnen was für beeindruckende Umsätze Zynga mittlerweile einfahren müsste.

Im Windschatten von FarmVille konnte Zynga mit Mafia Wars sogar auch den zweiten Platz der Hitliste der am schnellsten Wachsenden Facebook-Apps belegen.

September 8th, 2009 by ethority - Social Media Intelligence Team

Dmexco 2009: ethority ist beim Start dabei!

Bald ist es soweit: Die dmexco, die neue Messe für digitales Marketing, bietet am 23. und 24. September auf dem Nordgelände der Koelnmesse einen umfassenden Eindruck darüber, was im digitalen Marketing alles möglich ist. Auch ethority ist mit einem eigenen Stand vertreten (Halle 8.1, Stand A030).

Unter dem Motto: „Das Branden mit den Usern leben” eröffnen wir wirkungsvolle Social Media Branding Strategien.Ein besonderes Highlight bietet unser hauseigenes Kamerateam, das Impressionen der Messe festhält und Ihnen eine Plattform für eigene Statements bietet. Wir laden herzlich dazu ein!

Die dmexco präsentiert in vier Programmformaten spannende Vorträge und Diskussionen über aktuelle und zukünftige Trends im digitalen Marketing, die von ethority mitgestaltet werden:

Besuchen Sie zum Beispiel am:

23. September, 14.00-15.00 Uhr

Dr. Benedikt Köhler, Director Research & Strategy, zu “Social Media Marketing – Erfolgsmessung von Kampagnen bei nutzergenerierten Medien”

24. September, 13.00-14.00 Uhr

Sten Franke, Managing Director, zu “Connected Games/Arbeitskreis Social Media”:

Zu „Social Media – vom Massenphänomen zum Massenmedium”: Die große Verbreitung und hohe Nutzung der Social Media im Lebensalltag der Konsumenten

Oder nehmen sie an einer der insgesamt 11 themenspezifischen kostenlosen Guided Tours des BVDW teil und besuchen Sie ethority im Rahmen von “Social Media Vermarktung: Werben in der Zielgruppe”. Jeden Teilnehmer erwartet eine besondere Überraschung am Messestand.

Das Team von ethority freut sich auf  Sie!

September 7th, 2009 by Alexander Becker

Top-Thema des vergangenen Wahlsonntag waren die zwei Zwitscherer, die bereits 1,5 Stunden vor dem Schließen Wahllokale bereits eine fast zutreffende Prognose twitterten. Die Betonung liegt auf fast.

Denn jetzt ist klar: Woher auch immer die Beiden ihre Infos hatte, die Weisheit der Vielen wusste es besser. Oder genauer, die Leser der „Saarbrücker Zeitung“.

Stolz verkündet die Holtzbrinck-Zeitung via Pressemitteilung: „Bei der aktuellen Landtagswahl im Saarland lagen die Online-Nutzer von www.saarbruecker-zeitung.de über alle Parteien hinweg nur 7,6 Punkte neben dem amtlichen Endergebnis. Die ARD (Infratest Dimap) verfehlte das Ergebnis um 13 Punkte, die ZDF-Prognose der Forschungsgruppe Wahlen lag 9 Punkte abseits. Auch bei der Bundestagswahl 2002 hängte die SZ-Wahlwette die Profis ab – nur Forsa war
seinerzeit etwas besser.“

Weisheit der Vielen schlägt Twitter Prognose Verrat

Als Erklärung für das gute Gruppen-Ergebnis nennen die Saarbrücker die sogenante „Weisheit der Vielen“. Der Begriff basiert auf einem Buch von James Surowiecki. „Er argumentiert darin, dass die Kumulation von Informationen in Gruppen zu gemeinsamen Gruppenentscheidungen führen, die oft besser sind als Lösungsansätze einzelner Teilnehmer“, erklärt Wikipedia.

Im Fall der Landtagswahl funktionierte Surowieckis Theorie. Zur Bundestagswahl soll der Versuch wiederholt werden.

September 4th, 2009 by ethority - Social Media Intelligence Team

TOP 4 TWITTERLINKS

1. 52% der Social-Media-Nutzer folgen einem Unternehmen oder Marke!

www.emarketer.com

Die allgemeine Annahme, dass Personen vermehrt auf Empfehlungen ihrer Freunde in Social Networks hören, wird in dieser Studie z.T. widerlegt. 52 % sind Fan oder Follower einer Marke oder eines Unternehmens.

2. 10 Schmutzige Wahrheiten über Social Media – vom Goldrausch zum Social Media Burnout Syndrom

www.darmano.typepad.com

3. Bald ist er da: Der Social Media Kompass

www.ethority.de

Der Arbeitskreis Social Media vom BVDW veröffentlicht pünktlich zur dmexco einen Leitfaden für Social Media. Hier gibt es bereits einen exklusiven Einblick

4. “Companies have no choice. This is where their customers are going” USA Today on Social Media Marketing

www.usatoday.com

Social-Media-Kanäle haben einen enormen Einfluss auf Kunden – das müssen sich Unternehmen eingestehen. Interessanter Artikel, der Daten, Fakten und Beispiele für Best Cases liefert.

Der Blogartikel der Woche

Blogschau: JAKOs PR-Desaster

Der Sportbekleidungshersteller JAKO sorgte mit einer Abmahnung für den so genannten Streisand-Effekt. Die Hintergründe des PR-Desasters lesen Sie hier

www.ethority.de


Social-Media-Fundstück der Woche

Weekender KW 36

Math Worksheet Generator : hiermit sind Lehrer in der Lage, ihren Schülern Mathe-Probleme zu erklären und zu lösen und zu mailen. Perfekter Einsatz des Netzes an Schulen.

Gefunden bei: ReadWriteWeb

Zitat der Woche:

„Wir haben überreagiert”

Rudi Sprügel,Vorstandsvorsitzender der JAKO AG

Als Ergänzung zu dem „Blogartikel der Woche” und das (vorläufige) Ende des JAKO-Desasters. Das Unternehmen versucht mit diesem Eingeständnis die Voraussetzungen zu schaffen, um die Auseinandersetzungen im Netz möglichst schnell zu beenden.

September 3rd, 2009 by Sten Franke

Durch die gesellschaftlichen Veränderungen spielen heutzutage immer mehr das Web 2.0 und Social Media eine tragende Rolle. Somit ist es besonders wichtig, Entscheidungsträger eines Unternehmens an die Materie heranzuführen.
Zu diesem Zweck veröffentlicht der Arbeitskreis Social Media im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) pünktlich zur dmexco, die neue Messe für digitales Marketing, den “Social Media Kompass”. Als AK-Leiter habe ich natürlich keine Kosten und Mühen gescheut, um nicht nur informierende Inhalte zu liefern, sondern auch dafür zu sorgen, dass alles rechtzeitig fertig wurde.

Wenn sich also in genau 19 Tagen die Pforten der dmexco öffnen, gibt es aus der Feder von ethority und weiteren Mitgliedern des Arbeitskreis Social Media den Leitfaden für den Bereich Social Media. Exemplare gibt es kostenfrei beim BVDW und selbstverständlich am ethority Stand A030 in Halle 8 (Eingang Nord).
Im Social-Media-Kompass gibt es neben einer allgemeinen Einführung in den Bereich Social Media, einen Einblick in das Nutzerverhalten, sowie Tipps für den Einsatz von Social Media Kampagnen, aber auch wichtige Hinweise auf Kennzahlen und das geltende Recht in Social Media. Somit richtet sich das Nachschlagewerk an alle interessierten Einsteiger, aber auch an fortgeschrittene im Bereich Social Media.

Hier vorab ein exklusiver Einblick:

Der Kompass gibt Antworten auf die Fragen in Hinblick auf die Anwendungsfelder im Bereich Social Media: Wie kann ich im Marketing, PR oder Vertrieb von Social Media profitieren? Welche Branche hat den meisten Buzz im Netz? Es wird schwarz auf weiß gezeigt, welche Branchen den meisten Buzz-Anteil im Netz haben.

Social Media Kompass: Wir helfen bei der Orientierung!

Auch die praktische Nutzung von Tools wird nicht vernachlässigt:

Individualkampagnen mit Weblogs und Mircoblogging

[…]Weblogs und Microblogging-Profile können sowohl als Online Publishing Tools als auch als Kanäle für den direkten Kontakt beziehungsweise Dialog mit Kunden dienen. Im Kampagnen-Kontext eignen sie sich besonders deshalb für die gemeinsame Verwendung, da beide ähnliche Eigenschaften haben und sich gleichzeitig in ihren Funktionen ergänzen.

In einem Blog bestimmt der Autor die Themen und liefert den passenden Content dazu. In den Dialog mit seinen Lesern tritt er über die Kommentare. Gehen aus diesen Anmerkungen neue, relevante Informationen hervor oder wurden Hinweise auf eventuelle Fehler gegeben, kann der Blogger seine Postings entsprechend anpassen oder das Thema in einem neuen Blogpost vertiefend aufgreifen oder aus einem anderen Blickwinkel betrachten.

Bei der Nutzung von Microblogging Tools verschiebt sich das Verhältnis von Kommunikator und Rezipient noch stärker in Richtung der anderen Microblogging User. Zwar können über diesen Kanal ebenfalls Informationen wie Hinweise auf Blog-Beiträge, interessante Kampagnen, das eigene Unternehmen oder über andere Nachrichten aus dem definierten Themenbereich verbreitet werden. Die anderen Nutzer haben aber verstärkt die Möglichkeit, selbst Dialog-Anstöße zu liefern. […] Entscheidet sich ein Unternehmen dazu, für Marketing-Zwecke ein Blog und einen Microblogging-Kanal einzusetzen, bauen sie eine Art digitalen Zweigstandort in dem Umfeld auf, in dem die potenziellen Kunden einen Großteil ihrer Zeit verbringen – im Social Web. So werden diese Marketing-Elemente im verkaufsrelevanten Umfeld positioniert. Sie werden zur zentralen Anlaufstelle für Kunden und Prospects, die Informationen zum Unternehmen oder zum Produkt erhalten wollen. […]

Bei Interesse empfehle ich den Besuch des Seminarslots des BVDW am Donnerstag, den 24.09.2009, von 13.00-14.00 Uhr, in dem die Inhalte des Social Media Kompass ausführlich im Seminarraum 3 vorgestellt werden.
Ich bin stolz darauf, dass mein Team und ich Teil des Autorenpools sind und freue mich auf Reaktionen!