Januar 29th, 2010 by Katja Gutzeit

FUNDSTÜCK/ZITAT DER WOCHE

Apple iPad

Schon erstaunlich, dass sich 100% der 353.564 kalifornischen Teilnehmer für das Apple iPad entscheiden würden!

timepolls.com

Bill Gates

“Ich wünschte mir, dass die Entwicklung von Impfstoffen einmal so viel Aufmerksamkeit erregte wie Computer.”

Microsoft-Gründer Bill Gates hat keine Zeit, sich die Präsentationen neuer Apple-Produkte anzusehen, denn er will “für den Rest meines Lebens” mit seiner Stiftung das Elend in der Welt bekämpfen.
ksta.de

BLOGARTIKEL DER WOCHE

Something´s happening! Social Media – eine neue Ära?

Ist Social Media der größte Shift seit der industriellen Revolution, oder die neue Punk-Bewegeung? Haben wir etwa nur einen schnellen Goldrausch wie zum Beispiel 1849 in Californien? Erleben wir die Aufklärung 2.0? Oder bekommen gar die 68er eine zweite Chance?

www.ethority.de

TOP 4 TWITTERLINKS

1. MoJo – Mobile Journalism

training.dw-world.de

Eine genaue Begriffsdefinition lässt zwar noch ein Weilchen auf sich warten, aber ein paar Anmerkungen und eine Menge Links hat dw-world.de diese Woche veröffentlicht.

2. Your Brain Can’t Handle Your Facebook Friends

mashable.com

Mashable widmete sich diese Woche dem Thema Facebook und wie viele Freunde zu viele Freunde sind.

3. The 10 Stages of Social Media Integration in Business

briansolis.com

In diesem Artikel beschreibt Brain Solis  die 10 Stufen der New Media Evolution.

4. Social Media Newsrooms – Pflicht oder Kür der Unternehmenskommunikation

digitalbeat.f-und-h.de

Sein oder nicht Sein: „Doch sollte nun jedes Unternehmen darauf drängen, einen Social Media Newsroom einzurichten?“

Januar 28th, 2010 by Tobias Kärcher

“Es herrschte Wahnsinn in jeder Richtung, zu jeder Stunde, man konnte überall Funken erzeugen. Es herrschte ein fantastisches, universelles Gefühl, dass, was immer wir taten, richtig war, dass wir gewinnen würden.”

Das Gefühl, mit Social Media in eine neue Ära zu treten, haben viele. Da neuen Zeitaltern meistens gesellschaftliche Revolutionen vorausgehen, setzt man auch Social Media gerne in Relation zu anderen grundlegenden, gesellschaftlichen Umstürzen: Ist Social Media der größte Shift seit der industriellen Revolution, oder die neue Punk-Bewegeung? Andere Vergleiche drängen sich auf: Haben wir etwa nur einen schnellen Goldrausch wie zum Beispiel 1849 in Californien? Erleben wir die Aufklärung 2.0? Oder bekommen gar die 68er eine zweite Chance? Mal sehn:

Die industrielle Revolution war zwar eine massive soziale Umwälzung, aber sie wird dem Approach des Web 2.0 nicht gerecht. Auch wenn die Reaktionen so mancher Vertreter der klassischen Medien ein wenig an die Maschinenstürmer erinnert – die Technologie steht hier als Mittel zum Zweck im Hintergrund. Sie ersetzt nicht den Menschen, sondern ermöglicht ihm zu handeln, seine Persönlichkeit herauszubilden und auszuleben. Sie gibt Raum für Experimente und Ideen, ohne auf maximale Effizienz zu achten. Für Unternehmen jedoch mag der Vergleich mehr Bedeutung haben: Wie sich damals die Produktionsweise und das Verhältnis zum Arbeiter gewandelt hat, so müssen sich die Unternehmen heute auf eine neue, konstruktive Ebene mit den Kunden begeben. Bleibt abzuwarten, wie die Unternehmen reagieren werden und wie Social Media auf die Unternehmen reagieren wird.

Der Reiz für diese ist groß: Als im Januar 1848 bei Sutter’s Mill einige Goldnuggets gefunden wurden, dauerte es knapp zwei Jahre, bis San Francisco von einem beschaulichen Städtchen mit 1.000 Einwohnern zu einem Moloch mit 25.000 Einwohnern anschwoll und mit Ratten, verheerenden Bränden und Seuchen zu kämpfen hatte. Nur fünf Jahre später war der Goldabbau in der Hand der großen Minengesellschaften, die Zeit der Claims und Goldwäscher vorbei, und die Natur bis heute belastet durch den massiven Einsatz von Quecksilber zur Goldgewinnung. Droht dem neuen sozialen Netz ein solches Schicksal?

Wohl kaum. Der moderne User ist anders gestrickt als der typische Fourty-Niner. Er hat keine Goldader gefunden, die er ausbeuten könnte. Er selbst ist die Quelle, wie die Millionen Anderer, mit denen er gemeinsam am Web 2.0 partizipiert. Er hat zwangläufig mehr Interesse an Nachhaltigkeit. Er konsumiert nicht nur passiv. Er produziert selbst, oder er beteiligt sich zumindest aktiv am Schaffen von Neuem, und sei es nur durch das Mitteilen und Verbreiten seiner Meinung. Mit der Aufforderung, sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, schuf Kant 1784 einen der wichtigsten Grundsätze der Aufklärung. Eben dieser Anspruch wird an den Internetnutzer dieses Jahrzehnts im besonderen Maße gestellt. Er muss Informationen filtern, eigenständig bewerten, seine Quellen sorgsam auswählen und dennoch die Augen offen halten nach Frischem und Unbekanntem. Und wie schon damals, geht eine neue Qualität der weltweiten Demokratisierung mit dem neuen Drang nach Offenheit einher.

Und wie passt dann Punk in diese Reihe der Analogien? „No Future“ ist keine Einstellung die man Social Media nachsagen könnte. Wohl aber die Abkehr von etablierten Kanälen. Genau wie in HipHop, der den Punk als Subkultur letztendlich ablöste, liegt in Social Media die Aufforderung zu kreativem Schaffen. „Zeigt euch, werdet laut, tut euch zusammen, macht etwas, sagt eure Meinung, vertraut nicht auf veraltete Systeme sondern schafft etwas Eigenes!“ Und nicht zuletzt: „Gründet eigene, alternative Vertriebswege und Monetarisierungsmodelle!“

Und genau hier liegt vielleicht auch der Punkt, warum ich in Social Media kein Revival der 68er sehe. Bei aller Träumerei, bei allem Idealismus, bei aller Bereitwilligkeit zu Teilen und zum Miteinander: Social Media ist mehr als eine Idee und der Wille, etwas besser zu machen als die vorherigen Generationen. Man bekommt nicht nur die Aufforderung etwas zu verändern, sondern gleich ein machtvolles Werkzeug dazu, das Menschen verbindet – und auf diese kommt es letztendlich an. Wer das einleitende Zitat bereits erkannt hat, wird wissen, wie es endet:

“Dieses Gefühl des unvermeidlichen Sieges über das Alte und das Böse, nicht in einem fiesen oder militärischen Sinne, das hatten wir nicht nötig. Unsere Energien würden sich einfach durchsetzen. Wir hatten den Moment auf unserer Seite, wir ritten auf den Kamm einer hohen und wunderschönen Welle. Und jetzt, nicht ganz 5 Jahre später, kann man auf einen steilen Hügel in Las Vegas klettern, und nach Westen sehn, und wenn man die richtigen Augen hat, kann man die Hochwassermarke sehn, den Ort, wo sich die Welle schließlich brach und zurückrollte.” Raoul Duke

Arbeiten wir alle gemeinsam daran, dass es nicht so kommt.

Januar 27th, 2010 by Sabrina Panknin

Corporate Social Media

PR: Social Media wird von vielen als eine Art Teildisziplin der PR und Kommunikation verstanden. Diese Relation ist einfach nachzuvollziehen, denn die ursprüngliche Aufgabe der PR ist ein wichtiges Merkmal eines Engagement in Social Media: Das Kommunizieren.

Oft fällt die Pflege der Social-Media-Kanäle in den Bereich der PR, doch ein vollständiges Bild des Unternehmens ergibt sich nur dann, wenn das ein oder andere Mal auch Mitarbeiter außerhalb der PR integriert werden, z.B. zum Schreiben eines Blogposts.

PR 2.0 ist keine neue Art der der Kommunikation, sie bedeutet nur neue Tools und Möglichkeiten. Auch macht sie die PR, wie wir sie kennen, nicht überflüssig, sondern ergänzt sie nur. In einigen Jahren wird die PR sogar nicht mehr durch solche verschiedenen Begriffe „aufgeteilt“ werden müssen.

Was sich allerdings durch das Web 2.0 ändern wird: Nicht mehr nur Mitarbeiter der PR  repräsentieren und vertreten das Unternehmen, sondern alle Mitarbeiter, die im Netz mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht werden können. Durch z.B. Social Network Profile wird eine Zuordnung sehr viel einfacher, also gilt:

die Mitarbeiter werden zu Botschaftern des Unternehmens!

Auch über diesen Bereich könnte man viel mehr und ausführlicher schreiben, wer aber auf der Stelle mehr über klassische PR und PR 2.0 erfahren möchte, ist bei PR-Doktor immer gut aufgehoben.

Marktforschung: Bei der Social-Media-Marktforschung werden authentische Gespräche im Internet identifiziert, erhoben und ausgewertet. Damit grenzt sich die Social-Media-Marktforschung von klassischen Onlinebefragungen im Internet ab. Social Media Research steht in einem ergänzenden Verhältnis zur klassischen qualitativen Marktforschung.

Ziel ist es,  vom Gesagten auf das tatsächlich Gemeinte zu schließen -  und das direkt anhand der relevanten Diskussionen der betroffenen Zielgruppe und nicht anhand einer Stichprobe.

Die klassische Zielgruppe existiert im Netz nicht mehr.

Vielmehr ist es mittels der Social-Media-Marktforschung möglich herauszufinden, wo sich Kunden aufhalten, worüber sie sich unterhalten, was ihnen gefällt oder eben nicht. Im Internet setzen sich Millionen von Verbrauchern täglich mit Produkten und Marken auseinander. Dabei bleiben sie nicht stumm, sondern denken laut über ihre Erfahrungen. Das Web 2.0 bietet unzählige Plattformen, auf denen sich Nutzer in Gruppen und Gemeinschaften zusammenfinden, um sich über bestimmte Unternehmen, Marken oder Produkte auszutauschen.

Sie sind betroffene Zielgruppen, da sie mit Produkten und Marken agieren.

Mit einem Social Media Monitoring ist es nun möglich, die Bedeutung der Gespräche zu analysieren. Einseitiges Monitoring reicht hier nicht aus, um adäquat die Bedingungen zu erfüllen, wichtig ist eine Betrachtung in Echtzeit. Die Nutzung isolierter Social Media Tools (nicht-vollerhebendes Monitoring und manuelle Recherche) können in ihrer Suche vieles nicht erfassen und schließen damit vieles aus.

Einen Überblick über die 12 wichtigsten Marktforschungstrends gibt es hier, verfasst von unserem Director Digital Strategy & Research Dr. Benedikt Köhler:

www.ethority.de

Fazit:

Es gibt grundsätzlich viele Möglichkeiten, Social Media für die externe Arbeit seines Unternehmens zu nutzen (Anregungen gerne in den Kommentaren). Im ersten Schritt ist die Bereitschaft, Social Media überhaupt einzusetzen, ein Schritt in die richtige Richtung. Mit professioneller Beratung, Anleitung und Engagement führt es mit Sicherheit auch zum gewünschten Erfolg.

Um es einmal mit Seth Godins treffenden Worten zu sagen:

„It’s a process, not an event.

Dating is a process. So is losing weight, being a public company and building a brand.

On the other hand, putting up a trade show booth is an event. So are going public and having surgery.

Events are easier to manage, pay for and get excited about. Processes build results for the long haul.”

Januar 26th, 2010 by Benedikt Köhler

Mittlerweile wird Social Media immer weiter aufgeladen – auf Konferenzen werden Fragen diskutiert wie: “Ist Social Media die Zukunft des Marketing?” oder “Löst Social Media den klassischen Journalismus ab?” So wichtig diese Debatten sind, sie neigen dazu, eine der wichtigsten Funktionen von Social Media aus dem Blick zu verlieren. Social Media ist Unterhaltung. Anwendungen wie Foursquare oder Facebook sind für die meisten Nutzer keine Business-Werkzeuge sondern eine Art Spiel. Ein Spiel, das man nicht mit einem Computer spielt, sondern mit seinen Freunden und Bekannten. Wahrscheinlich gibt es zur Zeit in Deutschland keinen besseren Gesprächspartner zu diesem Thema als Sevenload-Gründer Ibrahim Evsan, der sich jetzt mit United Prototype an einem “Social Web Game” arbeitet. Ich habe ihn dazu auf der DLD-Konferenz interviewt:

Januar 25th, 2010 by Johannes Junghänel

Auf der laufenden Digital, Life, Design 2010 (DLD) hatten Benedikt Köhler und Michael Praetorius die Gelegenheit mit dem amerikanischen Journalisten und Kritiker Jeff Jarvis ein kurzes Interview zu führen. Dabei stehen das neue Apple Tablet und die Frage, ob dieses Device die Medienwelt verändern kann im Vordergrund. Darüber hinaus spricht Jarvis über das NYT Paid Content Modell und die Zukunft des Webs.

Viel Spass dabei

Januar 22nd, 2010 by Sabrina Panknin

TOP 4 TWITTERLINKS

1. Social Media ist nicht kostenlos

www.dannybrown.me

Ein Artikel über den Fakt, dass ein professionelles Auftreten in Social Media nicht kostenfrei ist, sondern auch Investitionen birgt.

2. Für alle, denen die Bedeutung nie ganz klar war: 5 Ways Foursquare is changing the world

www.mashable.com

Mashable bringt 5 (weit her geholte) Gründe an, warum der Location based Service Foursquare unser Weltbild verändert. Der Blogartikel zum Thema von ethority wurde übrigens der erfolgreichste der Woche. Das Thema scheint sehr zu interessieren.

3. 4 Styles of Marketing on Twitter:Conversationalist,Conversational Marketer,Salesman, Spammer

www.socialmediaexplorer.com

Jason Falls definiert die vier Marketing-Typen,die Twitter für ihre Zwecke nutzen

4. Online-Werbemarkt verzeichnet Wachstum. Bruttoumsätze stiegen 2009 um 10% auf 1,6 Mrd Euro

www.wuv.de

Diese und andere Informationen über den Online-Werbemarkt auf wuv.de

Der Blogartikel der Woche

Foursquare – und wie es die Welt veränderte…

Foursquare, Social Media Marketing, Abmahnung: Weekender KW 03

Aufgrund des hohen Retweet-Aufkommens des o.g. Mashable-Artikels über Foursquare, haben wir es zum Anlass genommen, den Artikel aufzugreifen und zu bewerten.

www.ethority.de

Social-Media-Fundstück der Woche

www.100partnerprogramme.de

Eigentlich sollte es etwas anderes werden, aber diese Abmahnstory ist einfach zu schön und ein leuchtendes Beispiel dafür, dass man vielleicht doch erst zum Telefonhörer greifen sollte, als gleich zu Brief und Fax. Spart Zeit und Schande ;-)

Zitat der Woche:

There isn’t one way to work with
bloggers, enthusiasts, and traditional
journalists, but there are more than
enough opportunities to do it the
wrong way. Pay attention. Think.
Be Creative. Have a plan. Build trust
and ensure that your intent is genuine

Brian Solis

Januar 20th, 2010 by Sabrina Panknin

Corporate Social Media

HR: Für die Personalsuche 2.0 ist Social Media ein wichtiges Thema. Hier geht es in erster Linie um das Finden von qualifizierten Mitarbeitern, ob wir von der Personalabteilung eines Unternehmens oder einer selbstständigen Personalberatung reden. Sicherlich macht sich ein Unternehmen zusätzlich attraktiv, indem es eine Präsenz in Social Networks hat. Hier bekommt man auf einen Blick einen (guten) Eindruck von Unternehmen und alle Informationen, die man für eine Bewerbung braucht. Ein schönes Beispiel hierfür bietet die Siemens AG, die neben der Einführung eines Online-Bewerbungsverfahren mit unmittelbarem Feedback, eine Facebook Fanpage mit über 500 Fans und weitmehr Besuchern unterhält.

Für Unternehmen sind die Social Networks auf der Suche nach dem passenden Mitarbeiter sehr wichtig geworden (und auch ich habe z. B. meinen Job über Twitter gefunden).

Soziale Netzwerke bieten dem Personaler einen Eindruck vom potenziellen Arbeitnehmer, den eine „normale“ Bewerbung nie geben könnte.

Angefangen beim kompletten Lebenslauf bei XING (ggf. bereits mit Zeugnissen und Referenzen), über einen Eindruck von der Persönlichkeit des Bewerbers, vielleicht durch sein Engagement bei Twitter. Sollte der Bewerber auch noch sein eigenes Blog betreiben bzw. Forenartikel zu bestimmten Themen verfassen, hat das Unternehmen sofort einen Eindruck seines Könnens, sei es fachlicher oder rhetorischer Natur. Auch die Reichweite in und durch soziale Netzwerke ist enorm und kostengünstig. Ein beliebtes Tool ist hierbei auch Jobtweet, eine Echtzeitsuchmaschine, die Twitter nach Jobangeboten durchsucht, aber dementsprechend auch veröffentlicht.

CRM: Unter traditionellem CRM versteht man die systematische Gestaltung der Kundenbeziehungsprozesse, kurz: die Kundenpflege. Dazu nutzt man oft CRM Tools, die festhalten, wie, wo und warum man jemanden kennt. Der Unterschied zwischen CRM und Social CRM liegt in dem Wechsel von passiv zu aktiv. Während beim traditionellen CRM mit einer Menge an Daten gearbeitet wurde, ergänzt Social CRM um Beziehung und Konversation.

Die Passivität der reinen Datenpflege ist vorbei, nun beginnt der wirklich aktive Beziehungsaufbau und –Pflege.

Wer sich ausführlicher über Social CRM informieren möchte, der schaue bitte hier:

Januar 19th, 2010 by Sabrina Panknin

Foursquare – und wie es die Welt veränderte…

Der Titel sollte aufmerksamen Lesern bereits bekannt vorkommen. Gestern erschien auf Mashable der Artikel „5 Ways Foursquare is changing the world“ und, von uns aufgegriffen, wurde dieser gefühlte 100 Mal retweetet (aber 20 mal bestimmt) . Das heißt, dass  großes Interesse an dem Thema Foursquare und seinen (möglichen) Funktionen und Sinn dahinter besteht. Ich persönlich bin noch kein Fan des Location Based Service und bin deshalb gespannt, wie 4sq denn die Welt verändern könnte

CC von borman818CC von missRougeCC von LOLrenCC von Hamed_SaberCC von Tim Sackton

Foursquare könnte ein neue Währung einführen und etablieren

Die amerikanische Dessert-Kette Tasti-D-Lite schenkt jedem Kunden, der sich über 4sq einloggt, einen Bonuspunkt für die Kundenkarte. Dadurch kommt man schneller an seinen Extra-Nachtisch. Mashable vermutet hinter dieser Symbiose von „technology, business, and social media awareness“ die Zukunft und, eingeschränkt, kann man der These durchaus zustimmen. Ein solches Punktesystem kann für einzelne Geschäftsfelder wie Restaurants sicherlich verkaufsfördernd wirken, allerdings ist 4sq zusätzlich an einige andere Faktoren gebunden, was den Erfolg auf lange Sicht und bei der breiten Masse wahrscheinlich nicht bringen wird.

Foursquare könnte unser Leben bedeutsamer machen

Foursquare besitzt durchaus einen spielerischen Charakter, der im Erreichen des Mayor-Status gipfelt. Mashable bringt den spielerischen Effekt auf eine andere Ebene und stellt eine Frage, auf die ich z.B. so  nie gekommen wäre: „Wer führt das interessanteste Leben und besucht die coolste Location?“. 4sq inspiriert also die Leute dazu, sich an interessante Plätze als gewöhnlich zu begeben und so ihr Leben ein wenig bunter zu gestalten, um in den Augen der Öffentlichkeit bestehen zu können.

Foursquare könnte den Begriff „Stammgast“ neu definieren

Mayor zu werden, scheint das höchste Ziel des „Spiels“ Foursquare zu sein. Diese Identifikation mit den Lieblingsplätzen befindet zumindest Mashable für pädagogisch wertvoll. Von diesem unterbewussten Ur-Bedürfnis profitieren die Lokalitäten, die den gesamten Identifikationsprozess in Gewinn umsetzen. Ein kleiner Tipp fürs Geschäft: Sonderkonditionen für Mayors anbieten, das schürt den Kampfgeist!

Foursquare könnte das Online-Erlebnis in die Offline-Welt tragen

Im Prinzip nimmt Foursquare eine ähnliche Funktion im Feld der Kundenbindung ein, die Twitter bietet. 4sq treibt die Beziehung noch einen Schritt weiter: Während bei Twitter auf Dialog und eine soziale Bindung zu Unternehmen gesetzt wird, geht es bei 4sq um eine Bindung zwischen einem Ort und einer Person (online), hat aber durch die öffentliche Verortung die Möglichkeit, Leute in der Offline-Welt zusammenzubringen, um sie an ihren Lieblingsplätzen zu vereinen.

Foursquare könnte den Blick auf höhere Bildung lenken

Mashable berichtete bereits, dass die Elite-Universität Harvard das Prinzip von 4sq begrüßt und adaptiert hat:Dieser Umstand alleine verleitet Mashable zu der Aussage, dass FS einen höheren Sinn verfolgt als Abzeichen zu sammeln (?)!

P.S. Und das hat noch was mit Bildung zu tun.Im Großen und Ganzen überzeugen die Gründe nicht wirklich, auch wenn Foursquare sicherlich den ein oder anderen Vorteil, auch im Business-Bereich, hat, steht doch für viele der Spieltrieb und das Erreichen eines Status im Vordergrund.

Januar 15th, 2010 by Sabrina Panknin

TOP 4 TWITTERLINKS

1. Internet-Weltrangliste: Google baut Vorsprung aus, Facebook rückt auf Platz 4 vor

www.faz-community.faz.net

Retweetet von Autor Holger Schmidt, der in seinem Artikel ausführlich die Internet-Weltrangliste bespricht

2. Mit diesen Social Media Marketing Maßnahmen ködert man Frauen

www.mashable.com

10 Dinge, die man zu beachten hat, wenn man Frauen als Zielgruppe hat. Liest sich zuweilen wie ein Beziehungsratgeber ;-)

3. Coke & Unilever shifting digital focus away from traditional campaign sites towards community platforms like YouTube

www.nma.co.uk

So wie Pepsi es letzte Woche vorgemacht hat, ziehen die Großkonzerne Coca-Cola und Unilever nach und schichten ihr Budget um, in dem sie vermehrt in Social Media investieren

4. 10 Stages of Social Media Business Integration

www.mashable.de

Brain Solis beschreibt anschaulich die zehn Stadien, die Unternehmen bei der Social Media Integration durchläuft.

Der Blogartikel der Woche

Corporate Social Media: Social Media im Unternehmen

Der erste Teil einer Reihe von Artikeln, die sich mit den Einsatzmöglichkeiten von Social Media im Unternehmen beschäftigen. Hier dreht sich alles um die drei Kriterien, die erfüllt sein müssen, um sich in SM zu engagieren.

Corporate Social Media

www.ethority.de

Social-Media-Fundstück der Woche

Ein unterhaltsames Video von Coca-Cola, die Studenten auf dem Campus eine kleine Freude (und ihr Produkt) bringen wollten. Enjoy:

Coca-Cola „Happiness Machine“

Zitat der Woche:

The thing about social media is that it’s always new, and as such, these stages represent a moment in time. They will continue to evolve and expand with new technologies and experiences.

Brian Solis in sinem Artikel “The 10 Stages of Social Media Business Integration” für mashable

Januar 14th, 2010 by Sabrina Panknin

Corporate Social Media: Marketing, Vertrieb, Business Development

Die Voraussetzungen für ein Social Media Engagement wurden bereits am Mittwoch besprochen. Nun folgt der erste Teil der externen Aktivitäten in Social Media mit den Bereichen Marketing, Vertrieb und Business Development. Zugegebenermaßen sehr  reduziert, muten die Ausführungen etwas formelartig an, sind aber zur Diskussion und Ergänzungen in den Kommentaren frei gegeben.

Marketing: Seine Marke und sein Produkt im Web 2.0 (wirkungsvoll) zu platzieren und den Usern näher zu bringen, ist ein sinnvoller Schritt in Richtung

Kundendialog = Kundenzufriedenheit = Abverkauf.

Der Paradigmenwechsel in der Gesellschaft räumt Social Media einen gewichtigen Platz im Marketing ein:

1.) Die Akzeptanz von Social Media steigt – auf Seiten der Entscheider im Unternehmen.

2.) Die Partizipation steigt – auf Seiten der User.

Social-Media-Plattformen verzeichnen ständigen Zuwachs, die  Facebook-Mitglieder-Zahl ist vor kurzem auf 350 Millionen angestiegen. Und dieser Zustand ist dauerhaft:

1) das Social Web stieg im letzten Jahr nicht wie ein „Phoenix aus der Asche“, sondern wächst seit vielen Jahren aus einer Entwicklung heraus und erreichte 2009 nur seinen vorläufigen Höhepunkt.

2) die Generation der Digital Natives ist damit aufgewachsen und hat keine „Berührungsängste“ wie vielleicht die Generationen zuvor. Es gehört für sie einfach dazu!

Vertrieb: Einige beeindruckende Beispiele haben gezeigt, dass Social Media auch für den Vertrieb eine Rolle spielt. Das bekannteste Beispiel ist wohl DELL, denen es bis jetzt gelungenen ist, 3.000.000 US $ über den Vertriebsweg Twitter zu erwirtschaften. DELL folgt dabei einem einfachen Prinzip, dessen Strategie im Nachhinein nur eine logische Konsequenz aus dem Social Media Engagement ist:

Höre dem Kunden immer zu = Dialog auf Augenhöhe = biete ihm Angebote und Aktionen= Höre dem Kunden immer zu

Auch bei einem nationalen Beispiel zeigt sich Twitter als lukrative Vertriebsform: Dirk Würtz, auch bekannt als Winzer-Blogger , nutzt den Mircobloggingkanal  als ergänzenden Verkaufskanal. Twitter ist hierbei natürlich nicht die einzige Alternative.

Allgemein gesprochen ist es für den Vertrieb eines Unternehmens ratsam, sich dort zu bewegen, wo der Kunde ist. Das bedeutet mittlerweile immer mehr, im Netz zu sein.

Business Development: Business Development im Allgemeinen kann von vorne herein nicht als Standardverfahren betrachtet werden, sondern erfordert eine hohes Maß an Kreativität und Fingerspitzengefühl. Doch die Möglichkeiten, die Social Media zu bieten haben, erleichtern den Business-Development-Prozess. Zum einen gibt es diverse Business-Plattformen (in Deutschland ist XING führend, Paradebeispiel aus den USA ist Linked In sowie Viadeo aus Frankreich), die speziell für (das Generieren von)Geschäftskontakte(n) zur Verfügung stehen und das Kontaktieren einfach machen. Das gilt genauso für weitere Social-Media-Netzwerke, die eine Plattform für Kontaktaufnahme, -Pflege und –Vertiefung bilden.

Zum anderen hilft die Social-Media-Präsenz eines Unternehmens, um Kontakte zu knüpfen, genauso wie die Präsenz einzelner Mitarbeiter, die dadurch dem Unternehmen ein Gesicht geben. Wie der Name schon sagt:

Social ist Sozial und Sozial ist Gespräch – auch mit geschäftlichen Kontakten.


Januar 12th, 2010 by Alexander Becker

Nichts ist schöner, als den Nachbarn einmal durch Fenster zu schauen und zu gucken, wie es bei ihm so eingerichtet ist. Da im Netz jede andere Web-Company nur einen Klick entfernt ist, sind wir alle Nachbarn. Nur logisch, dass man dann auch wissen will wie es so bei Mozilla (Firefox), Facebook oder Etsy aussieht.

Das Blog Officesnapshots.com sammelt die Bilder der Büros der coolsten und angesagtesten Web-Läden. Hier eine Bild-Auswahl:

Eth Facebook
Facebook

Eth Etsy
Etsy

Eth Ebay
eBay in Wien

Web Companys: So arbeitet die Konkurrenz
Mozilla

Eth Twitter
Twitter

Januar 12th, 2010 by Sabrina Panknin

Social Media Integration in Unternehmen ist ein Prozess und geschieht nicht von heute auf morgen.

In 2009 ist Social-Media-technisch viel passiert: Viel Gutes und viel Schlechtes nicht so Gutes. Immer mehr Unternehmen fanden ihren Weg in die sozialen Medien und starteten neben einer Präsenz diverse Kampagnen. Doch wie auch Brian Solis in seinem aktuellen Artikel „The 10 Stages of Social Media Business Integration“ anmerkt: Die Social Media (R)Evolution ist noch nicht vorbei, im Gegenteil – sie beginnt erst gerade.

Zu Beginn des neuen (Geschäfts-) Jahres soll an dieser Stelle noch einmal kurz und bündig die Möglichkeiten, wie Social Media im und für Unternehmen einzusetzen sind, angerissen werden. Anregungen und Ergänzungen in den Kommentaren sind herzlich willkommen. Der Artikel wird geteilt, Posts aus dieser Reihe werden mit diesem Corporate-Social-Media-Modell gekennzeichnet:

Corporate Social Media: Social Media im Unternehmen

Als erstes gilt es zwischen einer Präsenz in Social Media und die Durchführung von Social-Media-Kampagnen zu unterscheiden. Die entscheidenden Kriterien hierbei sind:

    1. Aktivität

Es ist nicht mehr nötig, die Vorteile einer Unternehmenspräsenz auf Plattformen zu erläutern und zu betonen. Diese Plattformen, wie z.B. Facebook, ein Corporate Twitter Account oder ein Corporate Blog, sind regelmäßig mit gehaltvollen Inhalten zu füllen, um den Nutzern einen Mehrwert und die Chance zum Dialog mit Unternehmen zu geben. Durch sie bewegt sich das Unternehmen dort, wo die heutigen potentiellen Kunden sind: im Netz. Wichtig dabei ist, Social Media nicht nur als hippes Buzzword zu verstehen, sondern seine Kernelemente – Zuhören, Dialog, Partizipation und Vernetzung – ernst zu nehmen.

Ein wertvoller Nebeneffekt: Die Gespräche der Nutzer über Marke und Kampagne liefern wertvolle Inputs für Marktforschung und in manchen Fällen sogar Anregungen und Verbesserung für die Produktentwicklung.

Jeder Channel, den man einbindet (Blog, Foren, Twitter, Videoplattformen etc.) hat seine spezifischen Stärken, die man für sich nutzen kann. Werden dann all diese Elemente auch noch verknüpft, erreicht man den höchstmöglichen Grad von Aufmerksamkeit und die Wahrscheinlichkeit eines Kampagnenerfolges ist sehr groß.

Wenn ein oder mehrere dieser Tools für eine aktuelle Social-Media-Kampagne genutzt werden, wird die Aktivität zuerst einmal von der Unternehmensseite, der Betreiber der Plattform, aber auch auf der Nutzerseite massiv ansteigen. Den Begriff „Kampagne“ nutze ich in diesem Zusammenhang, um einen Zeitraum zu beschreiben, der für die Bekanntmachung eines bestimmten Produkts oder einer Unternehmensaktion wie z.B. Gewinnspiel, steht.

Es ist sinnvoll, bei dieser Art von Aktivität zusätzliche Kanäle in Betracht zu ziehen wie z.B. ein eigens angelegter Twitter Account für Gewinnspiele. Das soll nicht heißen, dass Aktivitäten auf dem Unternehmens-Account während der Laufzeit der Kampagne eingeschränkt werden, es werden nur Nachrichten die Kampagne betreffend auf einen anderen Kanal umgeleitet, um Informationen gebündelt an Interessierte weiter zugeben und allgemeine Themen auf der dauerhaft aktiven Präsenz zu belassen.

2. Die Kontinuität

Die Kontinuität ist eine logische Schlussfolgerung aus der Aktivität. Die Unternehmenspräsenz in Social Media sollte unbedingt von Dauer sein, während einzelne Aktionen innerhalb einer Social-Media-Kampagne eher kurzweilig (also über einen gewissen Zeitraum), dafür aber konzentriert auf ein bestimmtes Thema sind. Bei der Kontinuität wie auch bei der Aktivität muss man ganz klar zwischen Unternehmenspräsenz und Social-Media-Kampagnen unterscheiden.

Mit einer gezielten Aktivierung von Social-Media-Kanälen wie Blogs, Communities, Twitter oder Social Networks kann eine Social-Media-Kampagne zum einen zusätzliche Reichweite generieren. Noch viel wichtiger ist jedoch die Qualität dieser Kontakte, da es sich hierbei nicht um passive Rezipienten von Werbebotschaften handelt, sondern um engagierte, begeisterte Nutzer, die die Kampagne selbständig weiterverbreiten.

3. Intensität

Die Intensität, zum einen der Eifer und das Engagement in Social Media, zum anderen aber auch die Vorbereitung für ein Auftreten in Social Media bzw. das Generieren von Insights, ist sowohl bei einer Präsenz als auch bei Kampagnen bedeutend. Folgende Schritte (Urheber: Dr. Benedikt Köhler) zeigen die vier Intensitätsstufen einer grundlegenden Vorabrecherche:

1. Crawling/Screening: Wo wird gesprochen?

2. Monitoring: Was ist das Thema?

3. Tiefenanalyse: Was steckt dahinter?

4 . Netnographie: Was hält die Communities zusammen?

Weiterhin unterscheiden wir in unserem Modell zwischen internen und externen Aktivitäten. Die Beiträge der nächsten Tage behandeln inhaltlich, in wie vielen Bereichen Social Media ihren Sinn und Zweck für Unternehmen haben.

Januar 8th, 2010 by Sabrina Panknin

TOP 4 TWITTERLINKS

  1. Stats: 80% of female Internet users say they became a fan of a brand on a social network

www.emarketer.com

Social Networking war dieses Jahr anscheinend das neueste Must-Have für die Frauen. Eine Studie von eMarketer ermittelte, dass Frauen auch durchaus ihre Shoppinggewohnheiten in die sozialen Netzwerke tragen: 51 % gaben an, dass sie aufgrund eines Netzwerkes ein Produkt gekauft haben, entweder auf  Empfehlung oder weil sie es dort darauf gestoßen sind.

2.  Ranking Top 100 Social Brands – Biggest gainer Adidas, NBA,Nike,MLB,Nissan,Victoria’s Secret,HP,KFC

www.vitrue.com

Ohne viele Worte: Die „most social Brands“ in 2009

3.  Einstellungsvoraussetzung: 250 Follower auf Twitter

www.faz.net

Die amerikanische Multimediakette Best Buy suchte im Sommer eine Führungskraft im Marketing. Einstellungsvoraussetzung: 250 Follower. Die FAZ griff das Thema erneut auf, obwohl uns das doch allen irgendwie bekannt vorkam: www.blogaboutjob.de

4. Pepsi erkennt die Zeichen der Zeit: Statt Superbowl 20 Mio. in Social Media

www.adzine.de

Pepsi verzichtet diesmal auf einen millionenteuren Werbespot während des Superbowls und investiert dafür 20 Millionen in Social Media Aktivitäten. Wir sagen: Weiter so!

Der Blogartikel der Woche

Iphone-App als PR-Instrument

www.ethority.de

Alexander Becker berichtet über die iPhone App als verkanntes PR-Instrument und trifft damit einen Nerv, wie man an den Kommentaren sieht.

Slow Media Manifest, iPhone App, Kritik, Pepsi: Weekender KW 01


Social-Media-Fundstück der Woche

Das Slow Media Manifest

Slow Media Manifest, iPhone App, Kritik, Pepsi: Weekender KW 01

Mitautor ist ethority’s Director Digital Strategy & Research Benedikt Köhler. Das Manifest sorgte für einige Diskussionen im Netz, hier gibt es die ausführliche Fasssung.

Zitat der Woche:

The only way to put out a social media fire is with social media water”

Ramon DeLeon, Managing Partner von sieben Domino’S Pizza Stores in Chigago auf seine schnelle Reaktion auf Kritik über Twitter an Domino’s Pizza.

Der beispielhafte Fall auf  www.socialmediaexaminer.com


Januar 6th, 2010 by Alexander Becker

Die Situation erinnert ein wenig an Facebook vor zwei Jahren: Alle reden darüber und eigentlich ist klar, dass es sich um ein prima PR-Tool für Unternehmen handelt. Doch nur die wenigsten Companys haben bereits den Schritt gewagt und machen mit.

App 3

Dabei bieten sich Firmen im Bereich der Applikationen einige höchst interessante Möglichkeiten mit ihren Kunden zu kommunizieren und spielend was für den guten Ruf zu tun. Denn das wichtigste bei iPhone-Applikationen ist, dass sie Spass machen.

Den perfekten Mix aus Service, Spass und Imagetool gelang Pizza Hut mit seiner fast schon legendären iPhone-App, die zu einem echten Renner wurde. Innerhalb von zwei Wochen, kam die Applikation auf über 100.000 Downloads. Zahlen, von denen die Angebote der meisten Medienhäuser nur träumen können.

In Deutschland werden die PR-Möglichkeiten von Apps, noch immer von den meisten Marketingdirektoren kräftig unterschätzt. Bei einem Blick in den iTunes-Store finden sich unter den ersten hundert Plätzen der Rubrik Lifestyle nur 16 Firmen-PR-Applikationen.

App 2

Hier die aktuellen Positionen von Brand-Apps innerhalb der Top-Hundert-Liste :

Platz 3 Dr. Oetker mit seinen Rezeptideen
Platz 6 Nesspresso
Platz 8 Zara
Platz 9 Zippo
Platz 37 iPhladelphia
Platz 39 Maggi
Platz 40 Ikea Catalogue 2010 UK
Platz 56 Nike
Platz 61 D&G
Platz 65 Gucci
Platz 66 Burger King
Platz 69 Mercedes Bent C63 AMG
Platz 71 Absolut
Platz 74 myEdeka
Platz 80 adidas
Platz 83 Hugo Boss

Januar 5th, 2010 by Benedikt Köhler

Marquesan tattooingSocial Media Monitoring, Netnography, Sentiment Mining – welche Marktforschungsmethoden und -paradigmen werden uns in das nächste Jahrzehnt begleiten und dort mit neuen Technologien, Ideen und Herausforderungen versorgen?

  1. Ethnographie: Ursprünglich war die Ethnographie eine politische Herrschaftstechnik. Das Ziel: Kontrolle über fremde Kulturen in den Kolonien. Mittlerweile hat die Marktforschung eine kleine ethnologische Wende erlebt und erforscht mittels teilnehmender Beobachtung nach Brand Tribes, Subkulturen und Communities.
  2. Netnographie: Mit der vor allem von dem US-Soziologen Kozinets geprägten Netnography ist die Ethnologie ins Internet gewandert. Hier geht es nicht mehr um die Erforschung fremder Stämme in unzugänglichen Urwäldern, sondern um das Mitleben und Verstehen von Communities, die sich online in Foren, Blogs, Networks oder auf Twitter austauschen.
  3. Ethologie: Die Ethologie ist kein Schreibfehler von Ethnologie. Hierbei handelt es sich um einen Ansatz aus der Biologie, der bedeutet: Das Verhalten von Lebewesen detailliert und präzise zu beobachten, vergleichen und zu dokumentieren. Begründer dieses Ansatzes waren unter anderem Konrad Lorenz oder Irenäus Eibl-Eibesfeldt. Heute verwendet man diese Methode zum Beispiel um das Verhalten von Menschen in Konsumumgebungen wie Supermärkten zu entschlüsseln.
  4. Social Media Monitoring: Social Media Monitoring-Systeme wie unser gridmaster dienen der Beobachtung und Erforschung von allen möglichen nutzergenerierten Kanälen und Plattformen im Social Web von Foren über Blogs bis Produktbewertungen. Das Brand Monitoring beobachtet, wie sich das Gesprächsvolumen (Buzz) zu bestimmten Marken und ihren Wettbewerbern im Zeitverlauf entwickelt. Das Issue Monitoring identifiziert kritische Diskussionen und dient damit als Frühwarnsystem zum Beispiel um sogenannte Streisand-Effekte zu verhindern. Das Trend Monitoring identifiziert Trends und Innovationen und ist der Ausgangspunkt für die Entwicklung neuer Produkten gemeinsam mit den Nutzern.
  5. Sentiment Analysis: Mit Hilfe von automatisierten semantischen Parsern wird in der Tonalitätsanalyse festgestellt, ob bestimmte Aussagen positive oder negative Meinungen oder Stimmungen beschreiben. Die Tonalitätsanalyse ist mittlerweile ein wichtiges Modul von Social-Monitoring-Systemen, mit dessen Hilfe festgestellt werden kann, wie sich die Meinung der Nutzer über Marken oder Produkte mit der Zeit verändert.
  6. Data Mining: Im Data Mining dreht sich alles um das Erkennen von Mustern und Regeln in sehr sehr großen Datenmengen – Business Intelligence im Petabyte-Maßstab. Die professionellen Numbercruncher untersuchen zum Beispiel große Textkorpora wie die Blogosphäre nach semantischen Zusammenhängen oder die von Web Analytic Tools aufgezeichneten Verhaltensspuren von Internetsurfern auf regelmäßige Pfade.
  7. Social Network Analysis: Eine Sonderfall des Data Mining ist die Netzwerkanalyse. Ihr Alleinstellungsmerkmal ist die Betrachtung von Datensätze als Kombination von Knoten und Verbindungen. Dieses Verfahren bietet sich besonders für die Analyse von Linknetzwerken, sozialen Netzwerken wie StudiVZ, Facebook, Myspace oder Werkenntwen an, aber auch abstraktere Netzwerke wie zum Beispiel Kaufgewohnheiten, Warengruppen oder semantische Netzwerke lassen sich analysieren. Häufig geht es darum, besonders zentrale oder einflussreiche Knoten zu finden, so genannte Influencer oder Opinion Leaders. Virales Marketing, Googles AdSense-Programm oder Amazons Related-Links sind angewandte Netzwerkanalyse.
  8. Onlinepanels: Onlinepanels gibt es mit zwei unterschiedlichen Zielsetzungen: Zum einen können sie sich aus einer großen Anzahl von Internetnutzern zusammensetzen, die dann von dem Panelbetreiber zu bestimmten Themen befragt werden. Onlinepanels werden aber auch von Web-Analytics-Anbietern verwendet, um das Surfverhalten der Panelmitglieder auf die gesamte Onlinebevölkerung hochzurechnen und die Reichweiten der Angebote abzuschätzen. Um Zahlen für sehr long-tailige Internetseiten zu erheben, benötigt man aber sehr große Panels.
  9. Onlinefokusgruppen: In eine ähnliche Richtung gehen Onlinefokusgruppen oder Closed User Groups, in denen eine geringe Zahl von Mitgliedern zu bestimmten Themen oder Reizen befragt werden und sich in Wikis, Foren oder Blogs miteinander austauschen können. Auf diese Weise lassen sich zum Beispiel virtuelle Copytests durchführen, in denen Claims oder Videoclips getestet werden.
  10. Crowdsourcing: Wenn es um Innovationen und Produktentwicklung geht, kann man anstelle der indirekten Datengewinnung mittels Social Media Monitoring auch die innovativsten Nutzer direkt um ihre Ideen fragen. Zum Beispiel mit Wettbewerben, in denen dann die besten Entwürfe für ein neues Produkt gekürt und mit einem Preisgeld bedacht werden. Die wichtigsten Beispiele hierfür sind Dell Ideastorm und Tchibo Ideas.
  11. Distributed and Open Innovation: Während sich das Crowdsourcing an die Masse (oder: den Schwarm) richtet, wird in Open-Innovation-Verfahren mit Lead Usern, also einzelnen besonders innovativen Nutzern, gemeinsam an neuen Produkten gearbeitet. Die große Herausforderung dieses Verfahrens, das von Eric von Hippel entwickelt wurde (hier gibt es seine Bücher zum Download), ist die Identifikation von solchen Lead Usern in Social Media, aber auch anderen Quellen.
  12. Mashups und Metaanalysen: In den “Nuller-Jahren” haben wir eine Explosion von Metadaten erlebt, die es ermöglichen, immer mehr Primärdatensätze zu matchen und auf diese Weise mehrdimensionale Mashups oder Datenfusionen zu erstellen. Ähnliches erleben wir auf der Ebene von Analysen, wo häufig mehrere Analysen einer Sekundärauswertung unterzogen werden, um eine Summe aus Forschungsergebnissen unterschiedlicher Methoden und Institute zu gewinnen.

Inspiriert von Rob Kozinets lesenswerter Buchrezension von “More Guerrilla Marketing Research”.