Mai 19th, 2010 by ethority - Social Media Intelligence Team
Der Bäcker backt, der Maler malt, der Schneider schneidert und der Schreiner schreinert.
Damals waren die unterschiedlichen Zuständigkeitsbereiche ziemlich eindeutig und klar voneinander zu trennen. Jeder hatte seine Aufgaben und wusste, was zu tun war.
Auch in Unternehmen waren verschiedene Aufgaben in verschiedene Abteilungen eingeteilt: Der Geschäftsführer führte, die Unternehmenskommunikation kommunizierte, der Vertrieb sorgte für Absatz während der Praktikant Kaffee kochte.
Nun begab es sich, dass die Social Media Einzug in die Unternehmen hielten und manch eine Hierarchie und Abteilung kräftig durcheinander wirbelte.
Ein Beispiel: Einsatz von Social Media im HR-Bereich ist Unternehmen wie z.B. OTTO und Bayer AG längst nicht mehr fremd. Wer ist nun verantwortlich für den Unternehmensauftritt, der das Unternehmen für zukünftige Arbeitnehmer attraktiver macht, aber auch Anlaufspunkt für Fragen rund um das Bewerbungsverfahren und Recruitainment ist? Die Profis der Personalabteilung oder die Profis aus der Kommunikation? Mitunter entsteht aus dieser Frage ein Kompetenzgerangel, was zum einen generell nicht hilfreich ist, zum anderen die Kommunikation in Social Media oft lähmt.
Social Media sind vielseitig einsetzbar – so vielseitig, dass immer noch viel diskutiert wird, wer für die Betreuung einzelner Präsenzen zuständig ist. Soviel sei gesagt: Es gibt ein Für und Wider für alle Möglichkeiten.
Eine Studie von November 2009 zeigt die verschiedenen Zuständigkeiten, die in einem Unternehmen für Social Media verantwortlich sein könnten:

gesehen bei mashable.com.
Das Ergebnis soll an dieser Stelle unkommentiert stehen bleiben.
Denn der wichtigste Schritt, der der Bestimmung für Verantwortlichkeit voraus geht, ist die Zielsetzung sowie die Strategie, die durch/mit/in Social Media verfolgt wird. Dazu müssen zu allererst folgende Kernfragen beantwortet werden:
In welchen Bereichen macht es überhaupt Sinn, Social Media einzusetzen?
Welche Ziele möchten wir mit unserem Einsatz in Social Media erreichen?
Mit welchen Präsenzen erreichen wir unsere Zielgruppe?
Wie und mit was bespielen wir die Präsenzen überhaupt, damit sie für die Zielgruppe interessant sind?
Erst, wenn man sich bewusst ist, was und wie etwas erreicht wird, kann entschieden werden, welche Person(en) das Unternehmen in Social Media repräsentiert. So findet sich die Zuständigkeit für Social Media vielleicht nicht von alleine, aber es hilft bei einer Entscheidung.
Kompetenzgerangel ist sicherlich nicht das einzige, was schief geht, wenn man sich seiner Ziele nicht bewusst ist. Es trägt aber dazu bei, dass ein nicht durchdachter Social- Media-Auftritt Zeit und Geld kostet.




Aha, die Praktikanten kochen also nur Kaffee. Das ist in meinem Praktikum aber anders.
[...] Der Bäcker backt, der Maler malt – aber wer „macht“ Social Media? [...]
[...] Kanal, zu wem und mit welchem Effekt nach außen gibt. Richtig: Die Kommunikationsabteilung: Das ist auch in einem Teil der Unternehmen so der Fall – und das ist, um es mit Wowereit zu sagen, auch gut so. Meine Begründung sieht so [...]
Der Bäcker bäckt!!! Schaut mal in den Duden!!! Er, sie, es bäckt das Brot.