September 30th, 2011 by Alexander Becker
Es ist der wohl erstaunlichste Viral-Clip des Jahres: Wie zeigt man effektiv, dass ein Unternehmenslenker eines großen Autoherstellers, detailversessen und Qualität für ihn das höchste Gut ist? In dem man ihn in den Wagen eines Rivalen setzt und die Arbeit der Konkurrenz-Ingenieure loben lässt. Klingt logisch, erfordert von der Kommunikationsabeteilung aber einigen Mut. Denn immerhin muss man bereit sein, ohne Not die Konkurrenz zu loben.
Genau das ist auf der IAA passiert. In einem YouTube-Clip ist zu sehen, wie sich VW-Chef Martin Winterkorn einen Hyundai i30, das Gegenstück zum Golf, beeindruckt anschaut. Erst vermisst der promovierte Metallphysiker den Kofferraum um dann den Innenraum zu inspizieren und mehrmals den Hebel für die Lenkradverstellung zu bedienen. Dabei stellt er missmutig fest: „Da scheppert nix. BMW kann’s nicht, wir können’s nicht. Warum kann’s der?“
Der gesamte Clip sieht aus, wie von einen Messeteilnehmer gefilmt. Doch wie die FAZ nun berichtet soll ein VW-Mitarbeiter das Ganze aufgenommen und ins Netz gestellt haben – “im Einvernehmen oder auf Geheiß der Konzernkommunikation, versteht sich”. Auf Anfrage der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sagte ein Sprecher der Niedersachsen nur: „Der Film zeigt, dass es viele Möglichkeiten gibt, unter Beweis zu stellen, dass Qualität bei uns an erster Stelle steht“.
Das wirklich faszinierende an der Geschichte ist nun allerdings der Umstand, dass das Video mittlerweile ein echter Viral-Hit geworden ist. Denn mittlerweile haben sich über 1,3 Millionen Nutzer das wackelige Filmchen angesehen.
September 27th, 2011 by Marc Thomalla
Zum ersten Mal haben auf der IAA Elektroautos eine eigene Halle bekommen. Einen festen Platz haben die Hoffnungsträger der Automobilindustrie inzwischen auch im Social Web.
Obwohl er erst 2013 auf den Markt kommen soll, ist der E-Up von VW jetzt schon das am häufigsten besprochene und empfohlene Elektroauto auf Facebook & Co. An zweiter Stelle folgt Opel mit dem Ampera, der bereits Mitte November auf den deutschen Markt kommt.
Viel diskutiert sind an dritter und vierter Stelle die beiden Modelle von Audi – der neue A2 und Urban Concept. Hybrid-Vorreiter Toyota folgt mit dem Prius erst auf Platz 5. Auf den weiteren Plätzen finden sich der Smart Fortwo ED, Nissan Leaf, BMW i8, Mitsubishi i-MIEV und die Einsitzer Studie von VW: Nils.
Zu diesen Ergebnissen kommt die exklusive Autostudie, die ethority für das Magazin “auto motor sport” durchgeführt hat. Während der IAA haben wir analysiert, welche Elektro- und Hybridmodelle wohl die größte Aufmerksamkeit beim Publikum erzielen.
Der Anteil vom Gesprächsaufkommen in den sozialen Netzwerken ist ein wichtiger Indikator für die Markenstärke. Sentimentanalysen geben Hinweise für die effektive Gestaltung von Kommunikationsbotschaften und den Ausbau einer einzigartigen Positionierung der Automarke bei Fans und Interessenten. Trendforen geben aufschlussreiche Hinweise auf relevante Topics der Zukunft.
Bei Rückfragen und für weitere Informationen kontaktieren Sie uns bitte.
September 21st, 2011 by ethority - Social Media Intelligence Team
Heute hat in Köln die weltweit größte Fachmesse für digitales Marketing & Werbung eröffnet. 440 Aussteller aus In- und Ausland präsentieren dort Trends und Neuerungen. Die Ausstellungsfläche wurde dieses Jahr auf 42.000 Quadratmeter erhöht und somit verdoppelt. Der Erfolg der Branche ist hier nahezu körperlich spürbar. Christian Muche, der Erfinder der Messe, spricht bei seiner Eröffnungsrede erwartungsvoll von „18 bis 19 Tausend Besuchern über beide Messetage“ – Das wäre absoluter Rekord für die dmexco.
Dass die Online-Werbebranche gerade einen Boom erlebt, ist hinreichend bekannt. Dieser Umstand wurde nun vom Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) mit einer Studie untermauert: Im Jahr 2011 wird mit einem Bruttoinvestitionsvolumen von 6,23 Milliarden Euro gerechnen – das ist ein Plus von 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Für ethority ist die Messe das Highlight des Jahres. Diesmal ist der Andrang an unserem Messestand besonders groß. Dies hängt zum einen mit der erst kürzlich veröffentlichten Präsentation des Gridmasters V.2 zusammen: Die Monitoring-Software ermöglicht Ihnen u.a., den ROI Ihres Budgets in Echtzeit zu errechnen. Zum anderen hat ethority am Tag vor Messeeröffnung sein bekanntes Planungstool, das Social-Media-Prisma, auf Version 3 aktualisiert und verschenkt das ansehnliche Stück im Posterformat an die Standbesucher.
Im Vorfeld der dmexco hat ethority seine Fans auf Facebook gefragt, was dieses Jahr der dmexco-Trend werden wird. Über 50 Prozent der Umfrageteilnehmer antworteten: Social Commerce. Damit geben sie den Trend wieder, dass der Verkauf in sozialen Netzwerken zukünftig eine noch größere Rolle im Online Marketing einnehmen wird.
September 19th, 2011 by Marc Thomalla
Fragt man in der Social-Media-Szene nach der wichtigsten Visualisierung der großen Vielfalt des Web 2.0, lautet die Antwort in den meisten Fällen: “Das Prisma!” Dieses etablierte Standardtool ist bei Präsentationen und Buchveröffentlichungen zum Thema Social Media nicht mehr wegzudenken.
Die wohl bekannteste Visualisierung der Social-Media-Landschaft in Deutschland erscheint nun in der 3. Version. Die Social-Media-Blume wurde mit neuen Plattformen wie Google+, Facebook Places und anderen Newcomern aktualisiert.
Neben den reichweitenstärksten Anbietern wird die neue Version des Prismas von zahlreichen Userkommentaren und Plattformanbietern beeinflusst und um prägnante Veränderungen in den Social Media Kanälen erweitert. So bietet es einen exemplarischen Überblick über die bekanntesten und beliebtesten Plattformen hierzulande und fungiert somit als ein wichtiges, grundlegendes Social Media Planungstool.
Das Prisma wird unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht und steht somit für Präsentationen und Vorträge zur Verfügung. Hier geht es zur Microsite und zum Download.
Sie würden gerne mit dem neuen Prisma Ihre Bürowand schmücken? Dann haben wir etwas für Sie: Unter allen Retweets und Erwähnungen verlosen wir jeden Tag 10 Poster.
Auch diejenigen von Ihnen, die unseren dmexco-Stand (Halle 7.1, am Gang C 021, Gang D 020) und die Party am 21.9. besuchen, können sich ein Exemplar des Prismas gerne mitnehmen, solange der Vorrat reicht. Wir freuen uns auf Sie!
September 18th, 2011 by Alexander Becker
Wir berichteten schon einmal über den Trend zu einzelnen Events spezielle Apps anzubieten. Jetzt ist es an der Zeit, auf zwei besonders gelunge Beispiele für diese effektive Methode, Kundenbindung mit einer nützlichen Service-Leistung zu verbinden, hinzuweisen. Zum Start der Internationalen Automobil-Austellung (IAA) in Frankfurt bringt die Stuttgarter Motorpresse die passende Applikation zur Messe. Zudem launcht die Widjet GmbH eine Applikation zur Dmexco 2011.
Die neue iPhone- und iPad-App zur Autoschau informiert über die aktuellsten Messeneuheiten und beinhaltet – logischerweise – einen umfassenden Messeguide.
“Mit der App haben Sie ein Ausstellerverzeichnis stets zur Hand. So wissen Sie immer, welcher Hersteller sich in welcher Halle befindet. Unser integrierter Messeplan hilft Ihnen dann bei der Navigation durch die Messehallen”, heißt es in der Beschreibung. “Als Highlight können Sie sich die Hersteller Ihrer Wahl als Favoriten speichern. So sind Ihre Lieblingshersteller immer nur einen Klick entfernt. Sie wollen zudem nur die Nachrichten zu beispielsweise Mercedes, Toyota oder Ferrari lesen? Kein Problem, die entsprechenden Newsfeeds finden Sie bei der entsprechenden Marke im Ausstellerverzeichnis.”
Ähnlich ist auch der Funktionsumfang des Dmexco-Angebotes. Im Mittelpunkt der Widjet-App stehen auch ein Messeguide und ein Terminplaner. Zudem gibt es Hallenpläne, ein Ausstellerverzeichniss und Verantstaltungsinfos.
Absolutes Highlight der App ist jedoch ihr Kontaktbörse-Tool, über das sich alle Kontakte, die man auf der Messe macht, einlesen und verwalten lassen. “Die Messeerfahrung für Besucher wird sich dadurch stark verändern. Es wird auf einfachste Art und Weise möglich neue Kontakte zu scannen, weiterzugeben und für die Nachbereitung zu exportieren und zentral zu verwalten. Verlorene Visitenkarte oder vergessene Kontakte sind passe“, zitiert Werben & Verkaufen die Widjet-Geschäftsführer und –Gründer Christoph Kolb und Alexander Hachmann.
September 15th, 2011 by Alexander Becker
Eine neue Untersuchung von Chadwick Martin Bailey analysiert, wie Facebook-Fans einer Marke wirklich ticken.
Die Amerikaner befragten 1.491 Personen über 18 Jahre. Leider bezieht sich die Studie nur auf die USA. Heißt: Die Ergebnisse lassen sich nicht komplett auf Deutschland übertragen.
Die neun wichtigsten Ergebnisse:
1. 52 Prozent aller Befragten verbrachten pro Woche mehr als eine Stunde bei Facebook
2. Im Vergleich zu anderen Sozialen Netzwerken interagieren die Nutzer mit Marken bei Facebook wesentlich häufiger, als bei anderen Networks. Facbook kommt auf einen Wert von 34 Prozent und Twitter dagegen nur auf 4 Prozent
3. 78 Prozent aller Nutzer, die Freunde von einer Marke bei Facebook werden, befreunden sich insgesamt mit weniger als zehn Brands. Das heißt: das Engagement scheint real zu sein
4. 58 Prozent befreunden sich mit einer Marke, weil sie Kunde von ihr sind
5. 77 Prozent aller Fans einer Marke lesen auch deren Postings
6. 76 aller Marken-Fans haben noch nie eine Marke entfreundet
7. 56 Prozent aller Marken-Fans empfehlen eher eine Marke an ihren realen Freundeskreis weiter, nachdem sie bei Facebook auch ein virtueller Freund der Marke geworden sind
8. 45 Prozent der Facebook-Zeit verbringen die Nutzer im Newsfeed
9. 69 Prozent wollen von bestimmten Marken mehr hören bzw. lesen als von anderen
Hier eine Präsentation mit den wichtigsten Ergebnissen der Untersuchung:
September 13th, 2011 by Marc Thomalla
Das Thema ROI im Social Web ist immer wieder eine Diskussion wert. Auf digitalbuzzblog.com fand ich nun folgende Infografik, die ich recht anschaulich finde:
September 7th, 2011 by Alexander Becker
Infografiken sind der tollste Web- und Blog-Trend der vergangen Jahre. Es ist eine wahre Freude, wie einfach sich komplizierte Sachverhalte darstellen lassen, Web-Trends aufgeschlüsselt oder Erklärstücke via Kuchen-, Tabellen- oder Säulen-Grafiken darstellen lassen. Eine neue wunderbare Infografik kommt jetzt vom Openforum.com. Guy Kawasaki beantwortet die Frage: Welches Netzwerk ist für mich das richtige?
September 6th, 2011 by Alexander Becker
Dieser Service hat ein ungeheures Potential. Denn bislang war einer der großen Nachteile von Facebook, dass ein Dienst fehlte, der zeigen kann, welche Inhalte aktuell besonders oft geliked oder geshared werden. Dasselbe gilt – mit Abstrichen – auch für Twitter. Beim Microblogging-Dienst gibt es wenigsten die „Trendig Topics“, die ein gewisses Gefühl dafür vermitteln, über was das Twitterversum gerade diskutiert.
Was bislang bei Twitter und Facebook fehlte, will das Journal+ jetzt liefern: einen Überblick über die Links, die gerade bei Googles neuem Network Google+ “hot” sind. Sortiert nach einer Vielzahl von Ländern kann das Plus-Journal die Top-Storys anzeigen. Zudem gibt es auch einen weltweiten Überblick.

Der globale Blick überzeugt, allerdings hat die Themenauswahl für Deutschland enttäuscht – zumindest am Montag Abend. Wenn diese dünnen Meldungen die Top-Links in unserer einheimischen Google+-Welt sein sollen, dann leben wir wohl im ödesten Teil des Webs.
Zudem bietet Journal+ noch Kategorien wie Headlines, News oder Images & Videos. Die Inhalte – zumindest im deutschen Teil – sind doch noch wenig überzeugend.
Insgesamt durchsucht der Dienst über 5,32 Millionen User und 6,48 Millionen Posts
Besonders interessant: Wer bereits ein Google+ Account hat, kann sich ein Journal+ Profil anlegen und bekommt eine Übersicht über die erfolgreichsten eigenen Inhalte
September 5th, 2011 by Marc Thomalla
Wer hätte das gedacht: Vor einiger Zeit hat man mit der Hauruck-Methode Facebook-Fanseiten an den Start gebracht, Twitter-Accounts eröffnet, ein Corporate-Blog angelegt – alles vieles versucht, um im Social Web mit potentiellen Kunden und Influencern gut Freund zu sein, um selber mehr Umsatz zu generieren oder das Image aufzupolieren. Seit einigen Wochen beobachte ich, dass immer mehr Unternehmen (Mittelständler bis DAX-Konzerne) das Thema Monitoring neu aufgreifen und langsam erkennen, dass es nicht immer der beste Weg ist, an dieser Stelle zu stark zu sparen.
Unternehmen mit Umsätzen in dreistelliger Millionenhöhe sind nicht bereit, für ein professionelles Monitoring eine niedrige, 4-stellige Summe monatlich zu investieren um so festzustellen, was überhaupt gerade mit ihrem Image passiert, wo sie ansetzen müssen, in welchen Kanälen noch viel ungenutztes Potential steckt und wo vielleicht gerade Brandherde entstehen.
Auf akonna.com fand ich heute eine Info nach einer Umfrage, wie das Thema Monitoring in Unternehmen gehandhabt wird (allerdings Fokus auf den US-Markt). Dazu hier diese Outtakes:
- 95% der Befragten Führungskräfte und Unternehmer sagen, dass ein Monitoring für ihre Produkte oder ihr Images unabdingbar ist
- 3/4 von ihnen haben bereits nach eigenen Angaben eigenständig versucht, zu monitoren. Sie sind selbst aktiv im Social Web und suchen einen Mix aus kostenlosen und kostenpflichtigen Tools; ohne echte Strategie dahinter
- Allerdings sind nur 23% der Befragten mit ihrer Lösung zufrieden. Über die Hälfte von ihnen setzt auf Google Alerts und ist damit nicht zufrieden. Hiervor warnen Social Media Experten seit langem.
Sicherlich muss es erst in die Köpfe der Vorstände, Geschäftsführer, Entscheidungsträger rein, aber: Wer zu spät anfängt, seine Social Media Aktivitäten mit den nötigen Tools zu verfolgen, der wird das nachsehen haben. Und manchmal müssen eben erst ein paar Euro rollen, bevor man Insights erhält, wovon jeder Hootsuite- oder Google Alert Nutzer nur träumen kann.












