März 26th, 2012 by Sten Franke
Die einheimischen Medien haben ein neues Web-Lieblingsthema: Pinterest. Seit einigen Tagen beschäftigen sich immer mehr mit dem Bilder-Netzwerk der Stunde. Das ist schon eine schöne Entwicklung, welche das riesige Potential der Web-Pinnwand aufzeigt und in meinen Augen auch zurecht zu einem Hype-Thema mutiert. Allerdings greifen sich die meisten nur einen kleinen Ausschnitt der aktuellen Nachrichten auf. Fasst man alle Berichte zusammen, entsteht ein höchst spannendes News-Mosaik.
Die dpa beschäftigte sich erst einmal mit der Frage, welche unzähligen rechtlichen Fallstricke bei Pinterest lauern. “Die meisten deutschen Juristen kommen zu dem Schluß, dass Pinterest gegen das Urheberrecht verstößt”, zitiert die Agentur den Anwalt Carsten Ulbricht. Eine Abmahnwelle sehe er derzeit aber nicht. Zumal das Prinzip gelte: Wo kein Kläger, da kein Richter.
Unabhängig dieser Bedenken bleibt die Web-Pinnwand ein echtes Social-Media-Phänomen. Innerhalb kürzester Zeit avancierte die Bilder-Pinnwand zu einem Top-Thema der Web-Welt. Die wenigsten wissen jedoch tatsächlich worüber sie überhaupt reden. Deshalb hier der 3. Teil (1. Teil, 2. Teil) der Pinterest-Story mit weiteren Fakten zur Nutzung und Demografie.
- Die Foto-Seite lockte in den USA schon 17,8 Millionen Besucher. Seit dem vergangenen Mai bedeutet dies laut Focus Online einen Zuwachs um den Faktor 44.
- Nach einer Studie von Shareaholic leitet Pinterest inzwischen mehr Nutzer auf andere Seiten als Twitter oder Google+.
- Der Boom könnte sich schon bald auszahlen. Denn offenbar sollen Wagnisfinanzierer inzwischen bereit sein, für eine Bewertung jenseits der Milliardengrenze zu investieren.

Quelle: MDGadvertising.com
März 22nd, 2012 by Mathias Buerk
Erik Qualman ist ein MBA-Professor an der Hult International Business School, Buch-Autor, Redner und CEO und Gründer von Socialnomics. Sein Buch „Socialnomics: Wie Social Media Wirtschaft und Gesellschaft verändern“ war bei Amazons Bestseller-Liste auf Platz 1 in Deutschland, den USA, Großbritannien, Japan, Portugal, Italien, Kanada, China und Korea. Qualman als ein viel-gefragter internationaler Sprecher wurde in unzähligen Medien beleuchtet, darunter: BusinessWeek, The New York Times, Mashable, Financial Times, Forbes, CBS Nightly News, and The Huffington Post. Sein Socialnomics.net-Blog rangiert unter den Top 10 Social Media Blogs des PC Magazine.
- Welche 5 aktuellen Social Media Zahlen beeindruckten dich am meiten?
- 840 Mio. Nutzer auf Facebook
- Pinterest generiert mehr Site Traffic als Twitter
- Social Commerce Firma Bazaarvoice geht mit US$ 18,45 an die Börse
- SXSWi-Konferenz hatte dieses Jahr einen Anstieg von 30% an Besuchen
- 1 neuer User tritt LinkedIn pro Sekunde bei
2. Social Media Trends – was ist deiner Meinung nach das „Next Big Thing“?
- Über LinkedIn wird nicht genügend gesprochen. Mehr Leute werden es aus der HR-Abteilung holen und in die Hände des Digitalen Teams legen.
- Big Data strukturieren, um Vorhersagen treffen zu können
3. Wird sich die Social Media-Nutzung durch Smartphones ändern?
Fortschritt in der mobilen Technologien werden die Social Media-Nutzung erhöhen.
4. Welches ist dein liebstes Social Media Tool?
5. Wie gut kann Social Media Monitoring die Zukunft vorhersagen?
Die Strukturierung von Big Data, sodass Unternehmen Vorhersagen treffen können beginnt erst, wird aber noch über Jahre wichtig bleiben.
März 21st, 2012 by Mathias Buerk
Netzwerke und Videos dominieren die Social Media. Gemeinsam machen sie über 50% der weltweiten Nutzung der Top 20 Social Media Plattformen aus. Wikis, Blogging-Plattformen und Micro-Blogging-Dienste folgen. Im Rahmen der ethority-Studie zur Nutzung und Bedeutung der verschiedenen Plattformen und Kanäle stand die Frage im Vordergrund: Welche Plattformen und Kanäle werden monatlich am häufigsten genutzt und wie hoch ist die Anzahl der Unique Visitors? Diese Zahl sagt mehr darüber aus, wie erfolgreich eine Plattform tatsächlich ist, als z.B. die Anzahl der bestehenden (aktiven/inaktiven) Nutzer-Accounts (z.B. Facebook: 850 Mio) oder die Anzahl der reinen Pageviews.
Wenig überraschend erscheinen uns die Top 5: Facebook liegt mit 950 Mio. Unique Visitors auf Platz Eins, YouTube rangiert auf der Zwei mit 880 Mio. und auf Rang Drei finden wir, schon etwas abgeschlagen, Wikipedia mit 410 Mio. Besuchern. Blogspot, mit 340 Mio. Besuchern die größte Blog-Plattform weltweit, nimmt den vierten Platz ein und das Micro-Blogging-Portal Twitter ist Fünfter.
Google+, von vielen totgesagt, hat mit immerhin ca. 90 Mio. Besuchern innerhalb kürzester Zeit einen respektablen achten Platz erobert. Doch bereits kurz dahinter folgt ein Kanal, der in Deutschland nicht besonders bekannt ist: Dailymotion. In Tunesien, Frankreich, der Türkei, Belgien, Marokko, Algerien und Pakistan steht Dailymotion bei Alexa unter den Top 50 Seiten, in Deutschland nur auf Platz 151 und den USA gar auf der 214. Badoo, im Mittelmeerraum, in Kamerun und Lateinamerika beliebt, und Orkut, das hauptsächlich in Brasilien genutzt wird, sind ebenfalls Kanäle, die weltweit unter den Top 20 Social Media Plattformen zu finden sind, aber in Deutschland nur wenig frequentiert werden.
Die Grafik zeigt zum Einen, welche die Top 20 Social Media Plattformen sind und wie sich die Nutzung auf die verschiedenen Kategorien verteilt. So entfallen 36% der Social Media Nutzung auf Netzwerke und 27% auf Video-Sites. Blog-Plattformen sind mit 15% bedeutsamer als Wikis, die immerhin auf 12% kommen und damit noch vor Micro-Blogging-Diensten mit 5% rangieren. Die Kategorie Sonstige besteht aus Picture-Plattformen wie flickr und Photobucket, der Foto-Pinnwand Pinterest, Review Sites wie tripadvisor und den Content-Plattformen Scribd und Slideshare.
An dieser Stelle möchten wir darauf hinweisen, dass häufig genutzte Apps wie Foursquare und Instagram hier nicht vertreten sind. Instagram hat 9,9 Mio. Unique Visitors (27 Mio. Nutzer-Accounts) und Foursquare 5,6 Mio. (15 Mio. Nutzer-Accounts). Da sie auf mobilen Geräten genutzt werden und den Besuch der Seite nicht extra erfordern, ist die Anzahl an Unique Visitors hier nicht aussagekräftig genug, um die tatsächliche Bedeutung aufzuzeigen. Bei zukünftigen Betrachtungen werden wir auch die Zahlen zur mobilen Nutzung von Apps etc. erfassen, die uns zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorliegen.
März 20th, 2012 by Sten Franke
Wie misst man den Erfolg der eigenen Social Media-Kampagnen wirklich? Noch immer glauben viele Entscheider, die tatsächliche Anzahl der Fans und Follower würde eine ernsthafte Aussage über den Erfolg einer Marke in Social Networks ermöglichen.
Der Return on Investment (ROI) ist in vielen Unternehmen als Standard-KPI gesetzt, jedoch noch nicht bei Social Media Kampagnen und Aktivitäten. So fand King Fish Media heraus, dass bislang nicht einmal die Hälfte der Unternehmen den ROI ihrer jeweiligen Social Media Kampangnen messen.
Dabei gibt es längst Social-Media-Intelligence bzw. Monitoring-Tools wie den gridmaster – mit denen sich der ROI oder die KPIs einfach analysieren lassen. Unabhängig davon kann man den kostenlosen ethority Social Media ROI Calculator nutzen.
Ein entscheidender Faktor, um den Erfolg der eigenen Socical-Media-Kampagnen zu messen, sind die richtigen Key Performance Indikatoren (KPI). Ein wunderbares Beispiel wie einfach und doch effektiv sich diese für Twitter entwickeln und nutzen lassen, liefert Danny Oosterveer.
Diese 5 Standard-KPIs lassen sich auf die meisten relevanten Social Networks anwenden
1. Interaktionsrate (Conversational exchange) – Anzahl der Replies oder Kommentare
Die Anzahl der Replies auf einen Tweet. Für Oosterveer ist dies die wichtigste Social-Media-Schlüssel-Messgröße. Die Antworten auf einen Tweet einer Marke zeigen, wie viele Menschen bereit sind mit ihr zu reden, sich zu engagieren bzw. überhaupt ein gesteigertes Interesse zu zeigen.
2. Direkte Reichweite (Reach) – Anzahl der Fans / Follower
Auch wenn man Anzahl der eigenen Fans nicht überbewerten soll, wenn sie denn auch via Gewinnspielen und anderen Aktionen teilweise akquiriert wurden, bleibt die Reichweite, also die Anzahl der Menschen, die jeden Tweet bzw. jedes Posting theoretisch lesen, ein wichtiger Messwert.
3. Sharing / Content Vervielfältigung (Content amplification)
Die Anzahl der Shares per Post. Jedes Posting oder Tweet entwickelt ein eigenes kleines Social Network, indem jemand es teilt, retweeted oder ein Google+1 gibt. Denn mit jeder Weiterempfehlung durch einen Fan erreicht man auch dessen gesamten Freundeskreis. Dieser Wert misst, wie oft ein Posting geteilt, gereetweeted oder via Google+ empfohlen wurde. Auf welcher Plattform auch immer Sie das Posting verfassten.
4. Stimmung (Sentiment)
Um die Stimmung bzw. die Tonalität von Postings, Tweets etc. messen zu können, braucht man schon ein hochentwickeltes Analyse-Tool wie den gridmaster. Doch eine anständige Analyse der Tonalität muss längst zum Standard bei einer seriösen Messung von Erfolgsfaktoren bei Social-Media-Kampagnen werden. Denn es sollte jeden brennend interessieren, ob die vielen Gespräche, die über die eigene Marke oder Kampagne geführt werden, tendenziell positiv oder negativ sind.
5. Likes / Content-Bewertung (Content appreciation)
Dies ist vor allem bei Twitter ein Faktor. Wie oft wurde ein Tweet favorisiert. Dieser Wert zeigt, wie nützlich oder unterhaltsam ihre Nachrichten sind. Denn nur wenn Tweets richtig unterhalten oder die Fans mit interessanten Informationen versorgen, sind sie auch bereit diese zu favorisieren.
März 19th, 2012 by Sten Franke
Noch immer ist Facebook die wohl am meisten unterschätzte Kommunikationsplattform für Unternehmen. Diese Aussage klingt, wie eine Plattitüde. Doch noch immer machen die meisten Firmen und Marken aus den Möglichkeiten, die die Social Media-Plattform bietet viel zu wenig.
Denn eine Untersuchung von Recommend.ly zeigt, dass 82 Prozent der Facobook-Seiten von Unternehmen nur weniger als fünfmal im Monat aktualisiert werden. Ein erstaunlich geringer Wert. Noch schlechter sind die Zahlen für lokale Unternehmen. Denn nur sechs Prozent von ihnen schalten sich auch in Gespräche auf ihren Fanpages ein.
Darüber hinaus fand Recommend.ly heraus, dass im Durchschnitt 91 Prozent der Kommentare von Facebook-Fans unbeantwortet bleiben. Für ihre Studie analysierte das Unternehmen die Arbeit von Unternehmen auf 1,7 Millionen Fanpages.
Das zeigt: die meisten Unternehmen wissen offenbar gar nicht genau, wie sie ihre Facebook-Seite überhaupt nutzen sollen.
Hoffnung macht allerdings die Umstellung auf die neue Timeline. Denn sie zwingt sehr viele Unternehmen sich ernsthafte Gedanken über ihre Facebook-Strategie zu machen. Tatsächlich beschäftigen sich immer mehr Companies wieder vermehrt mit den Anforderungen, die das Social Network an sie stellt.
So berichtet Allfacebook.de, dass in den ersten zwei Wochen über 8 Millionen Seiten schon auf das neue Design umgestellt haben. „Von den etwa 37 Millionen Seiten mit mehr als 10 Fans (Zahl aus dem Dezember 2011) haben also in etwa 20% schon freiwillig auf das neue Design umgestellt“, schreiben die Experten. Weiter heißt es: „Die restlichen 80% der Seiten sind hoffentlich gerade in der Planung einer Umstellung“. Denn ansonsten wird es am 30. März ein böses Erwachen geben: Am Ende des Monats werden alle Seiten einfach automatisch umgestellt. Ein gelungenes Tutorial bietet Futurebiz an.
6 Steps für die erfolgreiche Umstellung der Fanpages:
1. Titelfoto und Profilbild anpassen
2. Meilensteine erstellen und mit Fotos versehen
3. Bereits veröffentlichte Beiträge durchsehen und Highlights hervorheben
4. Community-Management auf die neuen Kommunikationskanäle vorbereiten
5. Tabs optimieren
6. Konzepte für Kampagnen entwickeln ->Chronik einbeziehen
März 16th, 2012 by Mathias Buerk

Dave Kerpen
Heute stellen wir 5 Fragen an Dave Kerpen, Mitbegründer und CEO bei likeable Media, Autor und Speaker auf diversen Events. In seinem Buch “Likeable Social Media: How to Delight Your Customers, Create an Irresistible Brand, and Be Generally Amazing on Facebook (and other social networks)” verrät er die besten Maßnahmen für Word-of-Mouth Marketing im Social Web.
Dave Kerpen’s Homepage
likeable Media
1. Welche 5 Zahlen in den Social Media beeindruckten dich kürzlich am meisten?
- 11.7 Millionen – die Anzahl der monatlich aktiven Pinterest User, die Pinterest zu einer rasant wachsenden Plattform macht: so schnell wurde die Grenze der 10 Millionen Nutzer noch nie erreicht.
- 75% – der prozentuale Anteil an Facebook Likes, den ihr neues Produkt “Reach Generator” zu erreichen verspricht. Dieses Werbemittel verbucht Gewinne, indem es Marken ermöglicht, ihre Fans direkt im News Feed zu erreichen (wobei die Fangewinnung bei den meisten bereits mithilfe der Facebook Ads stattfindet) und ist in höchstem Maße interessant für die Mehrheit aller Großfirmen.
- 50 Millionen – die kürzlich veröffentlichte Anzahl täglich aktiver Twitter User. Twitter ist und bleibt die zweitwichtigste Social Platform für Marken weltweit, außerhalb Chinas.
- 250 Millionen – die Anzahl registrierter Weibo Nutzer, ein Chinesisches Social Network im Stile von Twitter, das vom öffentlich gehandelten Unternehmen Sina betrieben wird.
- 66% – Das ist der Rabatt, den ich bei der Gilt Groupe bekomme – Dank meines Klout Scores. Eine Promotion bewirkt einen Rabatt entsprechend des persönlichen Klout Scores. Diese Art der Werbung ist nicht nur Justin Biebers Chance auf „Free Swag“, sondern könnte zudem ein Zeichen dessen sein, was uns im Social Commerce noch bevorsteht.
2. Social Media Trends – Was ist deiner Meinung nach das “Next Big Thing”?
- Der nächste Hit werden Plattformen sein, die unsere Interessen widerspiegeln. Der Erfolg von Pinterest zeigt eindrucksvoll, dass sich Nutzer gerne mit Gleichgesinnten austauschen – und zwar in solch einem Ausmaß, dass interessensbasierte Daten möglicherweise praktikablere Indikatoren für Social Commerce sein werden als soziale Empfehlungen. In anderen Worten: würden Sie etwas kaufen, wenn es ihrem Cousin, seines Zeichens Golfanfänger, auf Facebook gefällt? Oder schlagen Sie eher zu, wenn ein regelmäßiger Golfer – wie Sie es auch sind – etwas auf Pinterest pinnt und Sie diesem folgen? Am aussagekräftigsten wird letztendlich wahrscheinlich die Kombination von sozialen und interessensbasierten Beziehungen sein.
3. Wird die Nutzung von Smartphones Social Media verändern?
- Die Veränderung der Social Media durch Mobile Devices ist bereits in vollem Gange. Die Hälfte der knapp 900 Millionen Facebook User nutzen das Soziale Netzwerk auf ihrem Smartphone. Designer und Entwickler müssen dies unbedingt berücksichtigen, wenn sie Produkte auf den Markt bringen. Das beste Produkt ist immer: einfach und mobil bedienbar.
4. Welches ist dein Favorit in Sachen Social Media Tools?
- Mein Favorit ist Buffer. Mit Buffer kann ich bequem meine Tweets, Facebook Posts und LinkedIn Updates vorausplanen und sie mit minimalem Aufwand verbreiten.
5. Wird Facebook’s „like” von G+ auf die Probe gestellt?
- Google Plus und sein +1 werden Facebook und sein „Gefällt mir” aufgrund von Googles Vorreiterstellung in der Websuche herausfordern. Aber letztendlich wird somit ein gesunder Wettbewerb entstehen und beide Plattformen müssen ihre Produkte optimieren – sowohl für die Kunden als auch für die Inserenten. Im Großen und Ganzen wird sich aber Facebook’s „like” – und vielleicht sogar Pinterests “Pin – im Vergleich zum +1 durchsetzen.
März 12th, 2012 by Sten Franke
Es gehört zu den Standard-Sätzen der 2.0-Revolution, dass die Weisheit der Vielen bzw. User-Generated-Conent fast immer die Arbeit vieler vermeintlicher Profis schlägt. Vor allem was Bewertungen betrifft. Ob nun Hotels, Internet-Shops oder CDs und Technik-Produkte: Alles können die aufgeklärten Web-Nutzer bewerten und kritisieren. Das dies einen besonderen Mehrwert für andere Nutzer liefert, ist längst Konsens.
Mit unseren Gridmaster bieten wir beispielsweise ein Tool an, mit dem sich unter anderen auch die Stimmungen und Meinungen von Nutzerbewertungen analysieren lassen. Ich bin mir also absolut über den immensen Wert von Mundpropaganda und User-Kritiken bewusst.

Das neue UGC-Angebot des Guide Michelin
Seit gestern frage ich mich aber, ob Nutzerbewertungen immer der Weisheit letzter Schluss sind. Denn, was ist wenn wir es mit einem Feld zu tun haben, in dem vornehmlich nur echte Experten eine seriösen Bewertung vornehmen können? Die Gourmetküche könnte so ein Fall sein.
Seit kurzen ist es jetzt möglich, dass auf der Webseite des Guide Michelin auch Laien die einzelnen Restaurants in vier Kategorien mit einen bis fünf Punkte bewerten. Das Besondere an dem System von Michelin ist allerdings, dass es 48 Stunden dauert, bis die Gourmet-Redaktion die Bewertungen freischaltet.
Die Wirtschaftswoche berichtet nun: „24 Stunden nachdem in Frankreich die Webseite online gegangen ist, zeigt sich: Die Meinungen gehen weit auseinander. Ob es gewollt bösartige oder nur Spaßeinträge sind – die Bewertungen gehen bei einzelnen Restaurants selbst in der höchsten Kategorie mit drei Sternen, von denen es zehn Restaurants im Postleitzahlbereich 75000 Paris gibt, finden es die einen dort lausig, die anderen großartig. Wem man glauben mag, kann sich der Nutzer dann selber überlegen.“
Der Wiwo-Autor wirft nun die Frage auf, dass diese die „Crux“ und die „Vorzüge dieses Verfahrens“ zeige. Einige Nutzer sind in knappen, wenig erklärenden Worten begeistert und anderen schreiben nur kurz ihre Abneigung nieder. Der Leser kann sich so kaum ein Bild machen. Bei Gourmet-Kritiken ist es wie mit Kunst-Kritiken: Jeder hat seine Meinung, doch eine echte Objektivität ist kaum möglich. Das sollte man tatsächlich vielleicht den Profis überlassen.

Beispiel für die sehr knappen Nutzer-Kommentare
Andererseits ist die Bewertung von vielen Amateur-Gaumen nicht doch ehrlicher, als von einem verwöhnten Restauranttester, der schon alles geschmeckt hat?
Wie schon gesagt, ich bin mir nicht sicher. Gibt es vielleicht wirklich Gebiete, bei denen der User-Generated-Content und die Weisheit der Vielen an ihre Grenzen stößt und ist die neue Seite von Guide Michelin ein solcher Fall? Was meinen Sie?
PS. Auch in Deutschland will der Guide Michelin bald Nutzerbewertungen zulassen.
März 7th, 2012 by Sten Franke
Wir predigen das schon länger, doch mittlerweile ist die Botschaft auch in den meisten Unternehmen angekommen. Sie erkennen, dass die eigenen Social Media-Aktivitäten, auch die der Mitarbeiter, ein großer Daten-Schatz sind, der in den meisten Fällen noch lange nicht gehoben, geordnet und analysiert ist.
Neuste Untersuchungen stützen diese These. So kommt eine neue Untersuchung von Iron Mountain zu dem Schluss, dass die meisten europäischen Unternehmen nach wie vor nicht wissen, wie sie mit Daten aus sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder XING umgehen sollen. „Zwar sind sich 94 Prozent (europaweit 86 Prozent) der in der Studie befragten deutschen Unternehmen darüber bewusst, dass Kommunikation über Social Media-Kanäle unter Umständen als formaler Geschäftsvorgang einzuordnen ist“, heißt es in dem Papier. „Gleichzeitig sehen sich aber 72 Prozent der deutschen Unternehmen (europaweit 63 Prozent) nicht in der Lage, die in sozialen Netzwerken ausgetauschten Daten und Informationen entsprechend zu erfassen“. Die Autoren glauben, dass auch deshalb rund 90 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern die Nutzung sozialer Netzwerke am Arbeitsplatz verbieten würden.
Das hat allerdings kaum eine Auswirkung darauf, dass immer mehr Menschen in Deutschland Social Media Angebote nutzen. Eine aktuelle Auswertung von Statista zeigt, wie regelmäßig mittlerweile die User bei ihren Lieblingsnetworks vorbei surfen:
Bei ihrer Analyse der Situation malen die Kollegen von Iron Mountain ein sehr negatives Bild. So glauben sie, dass Facebook & Co. die meisten Unternehmen vor vergleichbare Schwierigkeiten stellen würden, wie damals, als E-Mail Einzug in die Geschäftswelt hielt. Dieses Beispiel ist allerdings nur teilweise stichhaltig. Denn auch wenn die Einführung der E-Mail viele Firmen vor einige Probleme stellte, handelt es sich bei Ihnen um Datensätze mit denen die Companys analysetechnisch recht wenig anfangen können.
Die Daten und Informationen, die uns die sozialen Netzwerke liefern können, sind um ein vielfaches wertvoller. Mit Social Media Monitoring & Intelligence Tools ( z.B. dem gridmaster) lassen sich Tweets oder Postings umfangreich analysieren und mit den gewonnenen Daten weiter arbeiten.
Bei Iron Mountain hält man die von Social Media Plattformen erzeugten Daten für derart groß und unstrukturiert, dass sie deshalb nur schwer zu kontrollieren seien. Auch hier muss ich wieder widersprechen und auf unseren gridmaster verweisen. Allerdings hat die Studie recht, wenn sie anmerkt, dass die Unmittelbarkeit und Formlosigkeit in sozialen Netzwerken das Risiko für Datenschutzverletzungen oder die unbeabsichtigte Veröffentlichung vertraulicher Informationen erhöhen würde.
März 5th, 2012 by Sten Franke
Ich lege mich jetzt schon fest: Die meisten Marketing-, PR- und Social Media-Manager wissen noch gar nicht, was alles mit der Umstellung der neuen Unternehmensseiten von Facebook auf sie zu kommt.
Schon heute stehen sieben Dinge fest:
1. Das Community-Management wird sich erheblich verändern. Denn Kunden- und Fan-Kommentare fallen weniger Bedeutung zu, weil sie künftig nicht mehr direkt im News-Feed erscheinen. Es wird also nicht mehr so wichtig, Kritik schnell und geschickt zu moderieren. Das bedeutet aber…
2. Es wird wesentlich schwerer, eine lebendige Interaktion mit den Fans herzustellen. Die Community-Manager müssen noch mehr auf die Marken-Fans eingehen und sich noch mehr Mühe geben, sie zu begeistern.
3. Dem eigenen Content-Management kommt eine noch viel wichtigere Bedeutung zu. Denn die eigenen Postings sind spätestens jetzt das wichtigste Werkzeug, um mit Fans und Kunden zu kommunizieren.
4. Dadurch, dass die Fangates wegfallen, wird es künftig schwerer, Erstbesucher einer Unternehmensseite gleich in Fans umzuwandeln.
5. Dafür kommt dem Aufmacher-Bild der neuen Timeline eine extreme Bedeutung zu. Denn die große Optik sind das Erste, was Besucher – ob nun Fans oder Fremde – sehen.
6. Die Unternehmen werden nicht umhinkommen, ständig die Aufmacheroptik zu wechseln. Sollten über Wochen die Fans ständig dasselbe Bild sehen, wird es sie schnell langweilen.
7. Die Timeline ist die große Chance für alte Marken effektiv die Traditions-Karte zu spielen. Ob die New York Times oder die Neue Züricher Zeitung. Jetzt können diese alten Verlage umfangreich mit ihrer Geschichte punkten.
In Anbetracht dieser sieben Punkte, sind diese fünf neuen Facebook-Seiten mit die ersten Favoriten für eine überzeugende Umsetzung der neuen Timeline für Unternehmen.
Red Bull

Besser kann man wohl die Aufmacher-Optik nicht nutzen
Coca Cola

Setzt auch innerhalb der großen Optik auf die Geschichten seiner Fans
New York Times

Die Redaktion beklatscht seine Leser – so sieht es zumindest aus
Neue Züricher Zeitung

Die NZZ setzt auf den Faktor Tradition
Dove

Konsequent wird auch bei Facebook auf das Konzept, nur auf Real-Models zu setzen, weiter ausgebaut
März 2nd, 2012 by Mathias Buerk
In unseren heutigen „5 am Freitag“ haben wir die Ehre, Lon Safko (@lonsafko) zu interviewen. Er ist Erfinder vom „Ersten Computer der ein menschliches Leben rettet“ (Steve Jobs) und von unzähligen Hardware- und Software-Lösungen für körperlich Behinderte. 18 seiner Erfindungen und über 30.000 Artikel von ihm befinden sich beim Smithsonian Institute in Washington. Ebenso ist er Autor von Werken wie „The Social Media Bible“, das sowohl im Bereich Marketing als auch Business auf Platz #1 bei Amazon lag und in vier Sprachen erhältlich ist. Lon Safko gründete darüber hinaus 14 erfolgreiche Firmen und ist als Speaker auf Events zu sehen.
1. Welche 5 Zahlen beeindruckten dich kürzlich am meisten?
i. Natürlich beeindruckt mich die Zahl der Facebook-User immer, insbesondere jetzt. wo sie auf die 1 Mrd. zugeht.
ii. Myspace ist immer noch da und wächst mit über 200 Mio. Mitgliedern
iii. Twitter wächst noch enorm mit ihren 106 Mio. Nutzern die es aktiv benutzen.
iv. China überrascht mich. Ihr QZone hat 190 Mio. Mitglieder und RenRen 170 Mio. Das überrascht mich weil Facebook dort immer noch blockiert ist und sie 1,3 Mrd. Einwohner haben! Ich dachte die beiden größten Netzwerke hätten größere Mitgliederzahlen.
v. Die Anzahl an Leuten, die sich selbst „Social Media Guru“ nennen.
2. Social Media Trends – was ist deiner Meinung nach das “Next Big Thing”?
Es ist was mein nächstes Buch behandeln wird: “The Fusion Media Bible“. Wenn du dich selbst einen „Social Media Expert“ nennst, dann verkündest du der Welt, dass du zurückgelassen wurdest. Fusion Marketing ist der nächste Schritt der unsere 6.000 Jahre traditionelles Marketing, die aufregenden digitalen Marketing Tools des Internets und Social Media in ein einziges nahtloses Set von Tools integriert, das jedes Ziel, dass du dir steckst bewältigen wird. Fusion Marketing bedeutet, alle deine Kampagnen, Strategien zur Umsetzung, Tools und Taktiken als eine integrierte Marketing Strategie zu betrachten. Hast du einen V.P. für Social Media, warum hast du dann keinen V.P. für Billboards?
Traditionelle, Digitale und Social Media sind alles nur Medien; Technologie, die es uns erlaubt miteinander zu kommunizieren.
3. Wird die Nutzung von Smartphones Social Media verändern?
Das hat es bereits. Nielsen gab 2011 bekannt, dass in den USA zum ersten Mal die Zahl von Fernsehen von 98% auf 96% fiel. Wir bewegen uns rasant auf Mobile zu was unsere Nachrichten, Fernsehsendungen, Filme und soziale Verbindungen betrifft. Der Rest der Welt beschleunigt dieses Phänomen, da sich der Großteil der Weltbevölkerung keinen Desktop, Laptop oder Tablet PC und Breitband-Internet leisten kann, aber ein Smartphone. Smartphone Marketing wächst exponentiell und schlaue Marketing-Leute müssen heute Mobile einbeziehen.
4. Wird Google+ Facebook ernsthaft Konkurrenz machen?
Ich denke schon. Es erinnert an die Schlacht zwischen Apple und Windows in den 80ern und 90ern. Wenn du an 24$ Mrd. kontextueller Werbung einen Anteil hast, wird es Krieg geben. Sowohl Google als auch Facebook haben Features und Leistungen in den vergangenen drei Jahren voneinander geklaut. Das ist auch Teil eines Trends, in dem Technologien integriert werden, wie Google‘s Hangouts z.B. Skype Video Chats und Twitter Chats ähnelt. Wenn du ein Budget hast, wie Google und Facebook es haben, dann kannst du es dir leisten, die besten Features voneinander abzukupfern. Und das ist nur der Anfang der Schlacht.
5. Social Commerce – was erwartest du in der Zukunft?
Absolut! Wir haben die Kraft von “Bewertungen ” und „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch…“, was technisch nicht Social Commerce ist, aber sein Anfang und es beeinflusst Einkäufe sehr stark. Wir werden mehr der NFC (Near Filed Communication oder „Tap-&-Go“ Bezahl-Systeme) sehen. Europa ist den USA wieder weit voraus, die NFC einzuführen. Das Smartphone wird eines Tages die Kreditkarte ebenso ersetzen wie die Kreditkarte die persönlichen Schecks ersetzte.
März 1st, 2012 by Sten Franke
Es klingt verrückt, ist aber so: Selbst globale Erfolgsunternehmen, die niemals auch nur eine kleinste Entscheidung treffen würden ohne vorher in aufwändige Daten-Analysen und Tools zu investieren um alle Eventualitäten durchzuspielen, haben in den vergangenen Jahren in Social-Media-Kampagnen und –Aktionen investiert – ohne sich spezifische Ziele zu setzen und die dafür benötigten Erfolgsfaktoren zu definieren bzw. dann auch zu tracken/messen!
Dabei muss sich längst jeder verantwortliche Marketing-, PR- oder Social-Media-Manager stets die Frage nach den ROI und den Key Performance Indikatoren (KPI) stellen. Bereits der Return on Investment ist in vielen Unternehmen noch immer ein Begriff mit dem nicht alle Entscheider etwas anfangen können. So fand King Fish Media heraus dass bislang nicht einmal die Hälfte der Unternehmen den ROI ihrer jeweiligen Social Media Kampangnen messen. Dabei gibt es längst Social-Media-Intelligence bzw. Monitoring-Tools – wie den gridmaster – mit denen sich der Return on Investment einfach analysieren lässt. Unabhängig davon kann man den kostenlosen ethority Social Media ROI Calculator nutzen.
Von den Unternehmen, die den ROI ihrer Kampagnen gemessen haben, sagte ein Drittel, dass die Aktionen so wie geplant bzw. wie erwartet verlaufen sind. Bei 13 Prozent lagen die Ergebnisse sogar über den Erwartungen.
Besonders interessant ist nun die letzte Gruppe, denn ihr gehört die Zukunft. So haben die Analysten von King Fish Media herausgefunden, dass 29 Prozent aller Befragten mittlerweile einen positiven ROI nachweisen müssen, um auch im kommenden Jahr ihr Social Media Budget bewilligt zu bekommen.
Der ROI ist jedoch nur eine Seite der Medaille, die andere sind die Key Performance Indikatoren (KPI). Denn ohne sie ist kaum eine relevante und nachvollziehbare Erfolgsmessung von Social-Media-Kampagnen möglich. Nur so können die Aktionen auch wirklich nachhalting und zielorientiert platziert werden. Global betrachtet geht es immer darum: Brand Awareness, Sales, Profits, Customer Satisfaction and Loyalty zu steigern. Noch immer definieren jedoch viele Unternehmen bei der Erfolgsbewertung von Kampagnen die reine Masse der drei F (Friends, Follower und Fans). Ob bei Facebook oder Twitter – die reine Anzahl der Freunde, Anhänger oder Follower sagt wenig über deren Interaktionsrate aus. Denn oftmals gehört es zum Standard-Marketing mittels Werbung oder Gewinnspielen, die Fan-Zahlen einer Marke zu steigern. Doch die Masse der dadurch generierten Fans sagt noch nichts darüber aus, wie wertvoll und nachhaltig diese Fanbase ist, wenn es um Zielsetzungen wie die Steigerung der Brand Awareness, Sales, Profits, Customer Satisfaction and Loyalty geht. Heißt: Fans, die z. B. über Gewinnspiele etc. gewonnen werden, haben zunächst eher wenig Interesse an der tatsächlichen Brand. Durch dialogisches und authentisches Community-Management können diese jedoch zu einer stärkeren Interaktion bewegt werden: Im besten Falle werden aus Fans sogenannte Superfans, welche durch ihr überdurchschnittliches Engagement zum Aufbau und der Schaffung einer werthaltigen Brand-Community beitragen. Ob die eigene Community schon dieses Stadium erreicht hat bzw. wo die Community in ihrem Lebenszyklus steht, verraten uns globale und branchen-spezifische KPIs. ethority hat über die vergangenen Jahre ein umfangreiches Tool-Set und industriespezifische Standard-KPIs entwickelt, über die ich in den nächsten Wochen hier im Blog weiter berichten werde.
Ich bin davon überzeugt, dass in den kommenden 18 Monaten immer größere Budgets in Social-Media-Kampagnen fließen werden. Das bedeutet wiederum, dass dringend allgemeine und individuelle KPIs in Abhängigkeit von der Zielsetzung definiert werden müssen, um den Erfolg von Social Media Aktionen und Kampagnen tatsächlich messbar zu machen.
Februar 29th, 2012 by Sten Franke
Pinterest ist ein echtes Social-Media-Phänomen. Innerhalb kürzester Zeit avancierte die Bilder-Pinnwand zu einem Top-Thema der Web-Welt. Die wenigsten wissen jedoch tatsächlich worüber sie überhaupt reden. Deshalb hier der 2. Teil (1. Teil) der Pinterest-Story mit den wichtigsten Fakten zur Nutzung und Demografie.
- Bei 28,1 Prozent aller Nutzer liegt das jährliche Einkommen bei über 100.000 US-Dollar
- Durchschnittlich verbringen die Nutzer 15,8 Minuten bei Pinterest. Bei YouTube dem traditioniellen Führenden in dieser Kategorie liegt dieser Wert bei 16,4 Minuten. Facebook kommt auf 12,1 Minute

Die Grafik erschien bereits bei Mashable
- Die wichtigste Nutzerschicht sind die sogenannten „Facebook-Moms“ – junge, internetaffine Mütter. So haben 50 Prozent aller Nutzer Kinder
- 68,2 Prozent aller Nutzer sind weiblich
- 97 Prozent aller Facebook-Fans von Pinterest sind weiblich
- Die größte Altersgruppe ist zwischen 25 und 34 Jahre alt
- Die größte Marke bei Pinterest ist Nordstrom mit 9.276 Followern
- Pinterest kommt mittlerweile auf 136 Millionen Vistitors pro Tag
- Pinterest bringt schon heute mehr Referral-Traffic als LinkedIn, Google+ und YouTube zusammen
- Die Nutzerin mit den meisten Followern ist Jane Wang. Der Mutter eines der Pinterest-Gründer folgen 25.333.963 Mitglieder
- Von Mai 2011 mit ein paar unter hunderttausend Besuchern steigerten die US-Amerikaner den Traffic auf rund 12 Millionen Unique Users pro Monat
- Ein Fünftel aller Nutzer schauen einmal täglich auf der Web-Pinnwand vorbei
>> Siehe auch Pinterest in Zahlen – Nutzer, Wachstum und Erfolg der Social Media Pinnwand
Februar 27th, 2012 by Sten Franke
Wir wollten wissen: Wie spricht das Web über Joachim Gauck? Das Ergebnis überrascht. Denn im Gegensatz zu den meisten Medien, steht die Netzgemeinde dem nächsten Bundespräsidenten sehr skeptisch gegenüber.
Die Analyse mit Hilfe unserer Gridmaster-Technologie zeigt: Nur 10,1 Prozent aller Social-Media-Gespräche sind positiv. Wir zählten insgesamt 3.254 Facebook-Postings (Reichweite: 489.432) und 27.630 Tweets (Reichweite: 1.543.332). Von der Tonalität her, waren 18,4 Prozent negativ und der überwiegende Teil von 71,5 Prozent neutral.
Februar 23rd, 2012 by Sten Franke
Alle Reden über den Erfolg von Pinterest und dem riesigen Potential, dass in der Web-Pinnwand steckt. Aber einfach mal so behaupten, dass die US-Company mit dem nicht ganz so klaren rechtlichen Konzept, das nächste große Ding ist, kann jeder. Also habe ich mir die Daten einmal ein wenig näher angesehen. Die Statistik-Experten von Statista waren so lieb schon einmal die eindeutigen Besucher in einem Chart darzustellen.

Das Ergebnis ist eine beeindruckende Kurve. Von Mai 2011 mit ein paar unter hundert Tausend Besuchern steigerten die US-Amerikaner den Traffic auf rund 12 Millionen. Ein kleiner Wehrmutstropen zeigt sich jedoch in der Entwicklung der Verweildauer. Die Zeit, die die Nutzer auf der Plattform verbringen stagniert. Das lässt darauf schließen dass viele der neuen Besucher mal kurz vorbeischauen und schnell wieder gehen. Aber auch diese Nuzter werden bestimmt schon bald überzeugt, länger auf Pinterest zu bleiben. Allerdings sollen bereits heute Einfünftel aller Nutzer einmal täglich auf der Web-Pinnwand vorbeischauen. Pro Monat sollen die Nutzer sogar durchschnittlich bereits 98 Minuten auf der Site verbringen.

Welche weitern interessanten Daten zu der US-Plattform gibt es noch? Hinter den oben bereits genannten 12 Millionen Unique Visitors sollen 10,4 Millionen bereits ein Nutzer-Konto bei Pinterest haben. Der typische Nutzer ist weiblich und zwischen 18 bis 34 Jahre alt. Die wohl aktivste demographische Gruppe bei Facebook weist ganz ähnliche Merkmale auf.
Die wichtigsten Indikatoren stehen also eindeutig auf Wachstum. Die Frage allerdings, ob Pinterest zu einem festen unverzichtbaren Bestandteil im des Social-Media-Baukastens wird, werden erste die kommenden Monate zeigen. Für mich gehört Pinterest allerdings definitiv auf die persönliche Watchlist der aktuell spannendsten neuen Social Networks.
Februar 21st, 2012 by Sten Franke
Diese Forschungsergebnisse haben das Zeug dazu schon bald zum Basiswissen Social-Media Marketing bzw. Viral Marketing zu gehören. Thales Teixeira und zwei Kollegen haben es sich zum Ziel gesetzt das Erfolgsgeheimnis zu entschlüsseln, was ein Viral-Video erfolgreich macht. Warum teilen Nutzer bestimmte Clips viel häufiger als andere Filme? Noch immer ist die Produktion von Viral-Videos ein echtes Risiko-Geschäft, denn die Aufmerksamkeit und Begeisterungsfähigkeit der Zuschauer ist ein flüchtiges und undurchschaubares Wesen – bis jetzt.

Mit Hilfe von Eye-Tracking-Analyse und mit einer speziellen Software, die Gefühlsregungen in Gesichtern lesen kann, beobachten die drei Wissenschaftler ihre Probanden beim Ansehen von Netz-Videos. Ihre Ergebnisse wurden in der Harvard Business Review veröffentlicht.
Meine wichtigsten Erkenntnisse:
- Die Nutzer wollen in den kurzen Filmen keine Logos sehen. Tatsächlich lösen Brands und Marken-Symbole einen gewissen Umschaltreflex aus. Die Lösung dieses Dilemmas liegt darin, die Logos nur sehr sparsam einzusetzen. Wichtigste Regel: Ein Film oder eine Geschichte muss immer noch funktionieren, auch wenn man das beworbene Produkt oder die Marken-Zeichen rausnimmt.
- Die Forscher haben herausgefunden. Das beste Mittel gegen Zuschauer-Langeweile ist es möglichst früh die Gefühle Freude und Überraschung zu erzeugen, dass wiederspricht den alten Lehrsätzen aus der Werbebranche. Denn in Jahrzehnten von TV-Ads ist die klassische, gelernte Dramaturgie, dass erst am Ende eines Clips der Höhepunkt bzw. die große Überraschung kommen soll.
- Aber auch auf die emotionale Abwechslung kommt es an. Videos, die konstant nur eine emotionale Farbe bedienen, konnten die Probanden wenig begeistern, selbst wenn sie frühzeitig Freude oder eine Überraschung präsentieren konnten. Erfolgreiche Clips müssen eine gewisse emotionale Achterbahnfahrt bieten.
- Die Nutzer teilen nur Videos, die sie überraschen aber nicht schocken. Heißt: Übertriebene Gewalt oder Sexualität hielt die Testteilnehmer davon ab, die Videos zu teilen. Das Gegenbeispiel sind die Evian-Rollerbabies. Kein Sex, keine Gewalt, sondern nur harmlose Babys, aber die Nutzer haben den Clip begeistert geteilt.
- Diese Regeln bringen jedoch nichts, wenn man nicht die richtige Zielgruppe erreicht, die die Videos auch bereit sind zu teilen. Denn die Forscher fanden heraus, dass nur besonders extrovertierte und stärker egozentrierte Menschen bereit sind Videos zu teilen. Deshalb ist es wichtig, die Filme so zu platzieren, dass man genau diese Zielgruppe erreicht. Bzw. die Videos an Orten zu präsentieren, an denen auch andere Grupper eher bereit sind die Ads zu teilen. Ideal ist beispielsweise Facebook, wo Likes und Shares zur Basis des Netzwerkes gehören.
ethority entwickelte mit der gridmaster Social Media Monitoring Technologie eine geeignete Lösung, um den Erfolg und die Verbreitung von Viral Videos oder Online Campaigns zu tracken, Zielgruppen zu segmentieren oder aber geeignete Plattformen und Influencer zu identifizieren.
PS: Make your influence count – TODAY. I have been nominated as candidate to the “next top 100 European personalities influence” the digital industry over the next 12 month. You have until the 21 February to vote on my candidacy. Make a difference and click on the link and select vote. http://nextberlin.eu/person/sten-franke/ Thank you, much appreciated!




















