Juli 21st, 2010 by Sabrina Panknin
Im Zuge eines Brainstormings haben wir uns bei ethority Gedanken gemacht, welche unserer Meinung nach zu den besten Social-Media-Kampagnen der letzten Zeit zählen. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, ist kunterbunt plattformunabhängig zusammengestellt und kann gerne ergänzt werden. So schaffen wir eine Liste von Best Practices, auf die jeder zurückgreifen kann: Angefangen bei Vorreitern auf dem Social- Media-Gebiet, bis eindrucksvolle On/Offline-Verknüpfungen über innovative Konzepte zu kontinuierlichen Social-Media-Aktivitäten:
1. Something new: OLD SPICE GUY

Die Kampagne ist sehr aktuell und hat großen Anklang gefunden. Ein gelungenes Beispiel, wie man eine eher „traditionelle“ Marke in ein zeitgemäßes Umfeld projiziert. Durch den Mix von Facebook-, Twitter-, Youtube- Aktivitäten bekommt die Marke ein junges Gesicht (nicht zuletzt durch Isaiah Mustafa als Old-Spice-Model). Ein Coup gelang den Strategen hinter der Kampagne als sie Videos produzierten, die an bekannte Web-Größen gerichtet wurden (z.B. Kevin Rose, Gründer von DIGG) und dementsprechend die Runde machten.
2. Only Social Media: MIRAPODO „Alte Schuhe“

In Anlehnung an einen Bericht auf ntv hat das Onlineschuhportal mirapodo über Facebook dazu aufgerufen, ein Foto seiner alten Schuhe zu posten, um einen 20 € Gutschein für Neue zu bekommen. Die Aktion fand großen Anklang, so dass fast 300 Fotos auf die Pinnwand gepostet wurden.
3. Der Klassiker: WILL IT BLEND?

Tom Dickson, der Gründer von Blendtec, Herstellern von Haushaltsgeräten, bakannt für Mixer, zerschreddert regelmäßig auf Youtube Gegenstände des Alltags und öffentlicher Diskussion in einem Mixer. Aktuell hat er sich die Vuvuzela und das iPhone 4G vorgenommen. Ein Best Practice des viralen Marketings!
4. Oldie but Goldie: PONS-KAMPAGNE

Naja, Oldie ist vielleicht übertrieben, nichts desto trotz ist die Kampagne fast ein Jahr alt, was ihrer Originalität allerdings keinen Abbruch tut.
Gegenstand war das neue Sprachportal von PONS. Um die Kampagne ins Gespräch zu bringen, bekamen 100 A-Blogger und Magic Middle Blogger ein individualisiertes Anschreiben und per Post ein Schulheft geschickt, in welchem Artikel von Ihnen auf Orthographie und Grammatik korrigiert wurden. Jeder Blogger bekam zusätzlich einen individuellen Testzugang für das Online-Sprachportal und auf Wunsch Hintergrundinformationen um darüber zu berichten.
Die Verbindung von On- und Offline-Elementen mit Aktivierung nostalgischer Kindheitserinnerungen ließ die Kampagne ein voller Erfolg werden.
5. Mayor of Foursquare: STARBUCKS

Fast könnte man Starbucks Pionierarbeit mit Foursquare bescheinigen. Als einer der ersten Unternehmen nutze der Coffeeshop den Location Based Service für Social Media Marketing. Das Konzept ist denkbar einfach: Der Mayor der Filiale bekommt Vergünstigungen auf die Starbucks-Produkte.
Moonfruit ist ein UK-Unternehmen das freie Tools zur Webgestaltung anbietet. Zwecks Followergenerierung haben sie über einen Zeitraum von 10 Tagen jeden Tag ein Macbook Pro verlost. Um es zu gewinnen, musste man einen Tweet mit dem Hashtag #moonfruit aussenden. Insgesamt brachte ihnen die virale Kampagne über 60.000 Follower, 250 Tweets pro Minute und ein 6-Tage-Abo in den Trendic Topics.

7. Gibt’s doch (noch) gar nicht: IRON SKY

Bei der Iron Sky Kampagne nutzt man Social Media sehr intelligent,um einen Hype um einen Film zu kreieren, den es noch nichtmal gibt. Außer zwei Trailern, die by the way fast 1,5 Millionen Views hatten, gibt es von dem Sci-Fi-Movie wahrscheinlich noch nicht mal ein richtiges Drehbuch, obwohl er 2011 erscheinen soll. So abstrus und kontrovers der Inhalt des Films sein möge (Nazis auf dem Mond), diese Beispiel zeigt eindeutig, wieviel Aufmerksamkeit man mit Social Media Aktivitäten generieren kann.
8. Picture it with: DUNKIN’DONUTS

Zur Produkteinführung von Coolatta startete Dunkin’Donuts eine Facebook-Kampagne, bei der die Nutzer sich mit ihrem Coolatta fotografierten, dieses Foto zum Profilfoto machten, es auf die FB-Page posteten mit dem Hashtag #CoolattaGiveaway. Jeden Tag wurden Preise verlost.
9. Nach Regen kommt der Sonnenschein: DOMINO’S PiZZA UK
10. Zusammen dabei: o2 CREW [an der Kampagne ist ethority maßgeblich beteiligt]

Hinter der o2 Crew Kampagne steht das Crowdkonzept – jeder kann Gruppen beitreten, deren Größe über die Vergabe der Incentives entscheidet – die größte Crew gewinnt ein Kontingent an Freikarten für ein Top-Event. Das besondere an der Kampagne ist die Verknüpfung von Online- und Offline-Elementen: Online teilnehmen – Offline treffen – Online mit Fotos und Videos dokumentieren.
Juli 16th, 2010 by Sabrina Panknin
Nach “What the f..k is Social Media” 1 und 2 kommt nun der dritte Teil mit Facts über Social Media:
Juli 8th, 2010 by Sabrina Panknin
Die Politiker und das Medium Twitter. Die einen sehen es gelassen, die anderen eher kritischund denken dabei an verfrühte Botschaften aus den Wahlkabinen. Benedikt Köhler verfolgt in dieser Hinsicht einen anderen Denkansatz:
„Politiker werden wie Wissenschaftler oder öffentlich-rechtliche Moderatoren von uns, den Steuerzahlern bezahlt, die im Gegenzug dafür das Recht haben, zu erfahren, was ihre Mandatsträger für ihr Wohl leisten. Man könnte es auch so formulieren: “No taxation without microblogging.”
Im bayrischen Landtag twittern 22 von 187 Abgeordneten und auch hier sind es nicht die Volksparteien (CSU), sondern die kleinen, allen voran die FDP:

Ein mäßiges Ergebnis, wenn man das hohe Potenzial betrachtet, was eigentlich dahinter steht:
„Politiker müssen sich von Zeit zu Zeit ihrer eigenen Karriereplanung widmen. Social Media,
zu denen auch Twitter gehört, sind ein hervorragend geeignetes Instrument, um Spuren zu
hinterlassen, die auch dann noch sichtbar sind, wenn die Mandate ausgelaufen sind“
Wer sie sind und wer ihnen folgen möchte, kann sie auf dieser Liste finden.
Die ausführliche Meinung zur bayrischen Landtagspolitik und Twitter findet man auf viralmythen.de
Juni 21st, 2010 by Sabrina Panknin
Apps erfreuen sich immer größerer Popularität und es gibt immer mehr Angebote für nützliche und auch überflüssige Anwendungen wie zum Beispiel die Vuvuzela-App fürs iPhone zur Fußball-WM 2010. Schätzungsweise gibt es mittlerweile etwa 140.000 Apps für das iPhone und rund 70.000 Android Apps, Tendenz, gerade für Android, mehr als steigend.

Nicht zuletzt wegen der Masse an Apps für alles Mögliche (wenn auch noch nicht für alle Lebenslagen) steigt die Nutzung mobilen Internets rasant an. Comscore hat in einer Studie ermittelt, dass die Nutzung der Apps im Vergleich zum vergangenen Jahr um 28% gestiegen ist. Herausragend, aber nicht ungewöhnlich ist, dass sich die Nutzung von Social Media Apps um 240 % gesteigert haben.

Laut e-Marketer greifen somit mehr als 14,5 Millionen Amerikaner mobil auf Facebook, Twitter o.ä. zu. Somit auch kein Wunder, dass die Facebook App die Top 5 der beliebstesten Mobile Apps von Android, Blackberry und iPhone anführt.

Juni 11th, 2010 by Daniel Leicher
Bei der letzten Fußball WM gab es Twitter noch kein halbes Jahr und es war reichlich unbekannt. Dieses Jahr ist das jedoch anders. Und da es kein besseres Medium zum live berichten von großen Events gibt, will Twitter im WM Getwitter dabei sein.

Pünktlich zum WM Start hat Twitter deshalb eine eigene Website online gestellt, auf der man alle Tweets gefiltert nach Ländern und Spielen, sowie auch den aktuellen Spielstand, sehen kann.
Auf twitter.com werden sicher auch schon einige etwas bemerkt haben. Wer ein Länderkürzel, wie zum Beispiel #ger twittert, bekommt direkt neben dem Hashtag eine kleine Länderfahne angezeigt. Bei #worldcup erscheint ein kleiner Ball.
Natürlich ist nicht nur Twitter selbst in WM Laune. Viele andere Websites veranstalten Tippspiele oder ähnliches mit Twitter als Basis.
Ein Projekt finde ich jedoch noch erwähnenswert, weil es komplett anders ist. Bei twittkickers.de kann man per Twitter Fußball spielen. Ich habe das auch schon in der Beta Phase getestet und muss sagen, dass es richtig viel Spaß macht.
Jetzt können wir nur noch hoffen, dass Deutschland viele Tore schiesst und wir noch oft den Hashtag #ger schreiben dürfen.
Mai 19th, 2010 by Sabrina Panknin
Der Bäcker backt, der Maler malt, der Schneider schneidert und der Schreiner schreinert.
Damals waren die unterschiedlichen Zuständigkeitsbereiche ziemlich eindeutig und klar voneinander zu trennen. Jeder hatte seine Aufgaben und wusste, was zu tun war.
Auch in Unternehmen waren verschiedene Aufgaben in verschiedene Abteilungen eingeteilt: Der Geschäftsführer führte, die Unternehmenskommunikation kommunizierte, der Vertrieb sorgte für Absatz während der Praktikant Kaffee kochte.
Nun begab es sich, dass die Social Media Einzug in die Unternehmen hielten und manch eine Hierarchie und Abteilung kräftig durcheinander wirbelte.
Ein Beispiel: Einsatz von Social Media im HR-Bereich ist Unternehmen wie z.B. OTTO und Bayer AG längst nicht mehr fremd. Wer ist nun verantwortlich für den Unternehmensauftritt, der das Unternehmen für zukünftige Arbeitnehmer attraktiver macht, aber auch Anlaufspunkt für Fragen rund um das Bewerbungsverfahren und Recruitainment ist? Die Profis der Personalabteilung oder die Profis aus der Kommunikation? Mitunter entsteht aus dieser Frage ein Kompetenzgerangel, was zum einen generell nicht hilfreich ist, zum anderen die Kommunikation in Social Media oft lähmt.
Social Media sind vielseitig einsetzbar – so vielseitig, dass immer noch viel diskutiert wird, wer für die Betreuung einzelner Präsenzen zuständig ist. Soviel sei gesagt: Es gibt ein Für und Wider für alle Möglichkeiten.
Eine Studie von November 2009 zeigt die verschiedenen Zuständigkeiten, die in einem Unternehmen für Social Media verantwortlich sein könnten:

gesehen bei mashable.com.
Das Ergebnis soll an dieser Stelle unkommentiert stehen bleiben.
Denn der wichtigste Schritt, der der Bestimmung für Verantwortlichkeit voraus geht, ist die Zielsetzung sowie die Strategie, die durch/mit/in Social Media verfolgt wird. Dazu müssen zu allererst folgende Kernfragen beantwortet werden:
In welchen Bereichen macht es überhaupt Sinn, Social Media einzusetzen?
Welche Ziele möchten wir mit unserem Einsatz in Social Media erreichen?
Mit welchen Präsenzen erreichen wir unsere Zielgruppe?
Wie und mit was bespielen wir die Präsenzen überhaupt, damit sie für die Zielgruppe interessant sind?
Erst, wenn man sich bewusst ist, was und wie etwas erreicht wird, kann entschieden werden, welche Person(en) das Unternehmen in Social Media repräsentiert. So findet sich die Zuständigkeit für Social Media vielleicht nicht von alleine, aber es hilft bei einer Entscheidung.
Kompetenzgerangel ist sicherlich nicht das einzige, was schief geht, wenn man sich seiner Ziele nicht bewusst ist. Es trägt aber dazu bei, dass ein nicht durchdachter Social- Media-Auftritt Zeit und Geld kostet.
April 20th, 2010 by Sabrina Panknin
Das beachtliche Wachstum von Facebook (die aktuellesten Nutzerzahlen findet man immer unter www.facebookmarketing.de) bestätigt sich erneut: Laut einer Untersuchung von comscore in Hinblick auf kontinuierlichen Social Media Traffic besiegt Facebook sich selbst und kann einen beachtlichen Anstieg im vergangenen Jahr verbuchen. Für die Statistik wurde nicht nur Facebook, sondern auch weitere bekannte amerikanische Plattformen unter die Lupe genommen.


Hier zeigt sich, dass vielleicht nicht jede Plattform einen Erfolg verbuchen kann, der dem von Facebook gleicht, aber zumindest dass der typische US-User zu Hause, bei der Arbeit oder in der Schule dem Social Web um einiges zugeneigter ist als im Jahr 2009.

Siehe auch mashable und den Social Media Channel
April 7th, 2010 by Sabrina Panknin

Vor einiger Zeit haben wir bereits über die Social Media Akademie berichtet, nicht zuletzt weil auch Benedikt Köhler zum ausgewählten Kreis der Dozenten gehört. Der damalige Artikel bestand hauptsächlich aus den Fragen wo, wann, wer und warum. Aufmerksame W-Fragen-Verfechter sei der fünfte Aspekt nicht entgangen: Das Wie und somit über das Grundkonzept der Social Media Akademie:
Die Social Media Akademie hat es sich zum Ziel gesetzt, sich nicht ausschließlich auf eine passive Wissensvermittlung zu fokussieren, sondern die Teilnehmer in Aktivphasen bewusst praxisorientiert und selbstständig arbeiten zu lassen:
Laut eigener Aussage beruht das didaktisch-methodische Konzept des „Basis Lehrgangs Social Media“ auf drei Säulen.
- das „Live Web Learning“, bei dem die Teilnehmer in Online-Vorlesungen praxisorientierte und theoretisch fundierte Inhalte von erfahrenen Praktikern lernen.
- „Webbased Collaborative Learning“: Kleine Online-Gruppen mit sechs bis acht Teilnehmer erarbeiten gemeinsam Lösungsansätze für problemorientierte Fragestellungen.
- Selbstorganisierte und tutoriell begleitete „Learning Communities“, In den Lerngemeinschaften wird eine gemeinsame Wissensbasis für das Plenum aufgebaut, damit alle Teilnehmer von der Kollaboration profitieren können.
In der Theorie überzeugt das Konzept sehr wohl, erreicht man gerade im Bereich Social Media persönliche und berufliche Erfolge durch „Learning by Doing“. Der Grundstein könnte mit dem Basis Lehrgang der Social Media Akademie durchaus gelegt werden, „zumal die Teilnehmer mit sämtlichen relevanten Tools vertraut [gemacht] und so eine konstruktive und lehrreiche Lernumgebung auch außerhalb der Vorlesungen [geschaffen wird].Interessant wären jedoch Erfahrungsberichte der Teilnehmer des Jungfern-Lehrgangs, denn auch hier gilt: Erst mit der Praxis lernt man dazu!
Hier geht es zur vollständigen Pressemitteilung der Social Media Akademie.
März 31st, 2010 by Nicole Pingel
Facebooks Nutzerzahlen steigen bekanntermaßen nach wie vor rapide an und es wird immer mehr zu einem wichtigen Fixpunkt im Leben vieler User. Die wachsenden Nutzerzahlen ziehen auch immer wieder Veränderungen nach sich. So arbeitet Facebook schon wieder an neuen Datenschutz-Bestimmungen, die am Freitag letzter Woche vorgestellt wurden. Auch diesmal bekommen die Nutzer eine Woche Zeit, um sich mit den Veränderungen auseinander zu setzen und gegebenenfalls Veto einzulegen. Diese Möglichkeit wird auch bereits umfassend genutzt. Hauptkritikpunkt ist der zukünftige Umgang mit Nutzerdaten:

Grund für die Entrüstung: Facebook plant die Weiterleitung von Nutzer-Daten an Drittunternehmen. Und zwar ohne vorherige aktive Zustimmung der User. Das vorgesehene Szenario besteht darin, dass die persönlichen Daten umgehend übermittelt werden, sobald ein User die Website des anderen Unternehmens betritt und währenddessen noch bei Facebook eingeloggt ist. Die betreffenden Daten sind: Name (und Namen der Freunde), Profilbilder, Geschlecht und geteilte Inhalte, sofern diese als öffentlich sichtbar eingestellt sind: Also die persönlichsten Daten, die ein Nutzer auf Facebook preisgeben kann. Die Begründung für diese Öffnung der Privatsphäre durch Facebook fällt äußerst mager und konstruiert aus: Man wolle es den Nutzern ermöglichen auch auf anderen Seiten „nützliche Erfahrungen im sozialen Bereich machen zu können“. Dass mit den Anbietern gesonderte Vereinbarung in puncto Datenschutz getroffen werden und dass es möglich sein soll, die Weitergabe von Daten an andere Plattformen zu blocken, ändert wahrscheinlich nicht allzu viel an dem Gefühl, dass Facebook nun beginnt, Daten an Dritte weiterzugeben, ohne dass dem eine aktive Erlaubnis des Nutzers vorausgehen muss.
Wieder einmal zeigt sich: Facebook ist sich der Brisanz des Themas Datenschutz durchaus im Klaren und zeigt auch Ansätze sich für den Datenschutz seiner Nutzer einzusetzen. Trotzdem werden bei der Planung der Datenschutzrichtlinien offenbar auch immer wieder wirtschaftliche Gesichtspunkte mit in die Waagschale geworfen, die sich schließlich in den Richtlinien niederschlagen.
Daher ist der Studie der Stiftung Warentest, die wir vor einigen Tagen an dieser Stelle vorgestellt haben, offenbar doch eine ganze Menge Wahrheit beizumessen.
Einziger Schutz vor Datenmissbrauch kann also wie immer nur die eigene Initiative sein: Entwicklungen verfolgen und entsprechende Maßnahmen ergreifen. Im Fall von Facebook sind es besonders Informationen, die laut Privatsphäre-Einstellungen für „jedermann“ sichtbar sind, die potenziell an andere Webseiten und Unternehmen weitergeleitet werden. Wer also so gut wie möglich die Kontrolle über seine Daten behalten möchte, sollte seine Privatsphäre Einstellungen dringend einmal prüfen und überdenken.
Nachtrag: Soeben bei www.basicthinking.de gelesen: Bei Facebook fielen gestern für 30 Minuten die Privatsphäre-Einstellung aus, so dass E-Mail-Adressen von mehr als 400 Millionen Mitgliedern offen lagen!
März 23rd, 2010 by Sabrina Panknin



“What Greenpeace supporters did is a sign of the times: Brandjacking a Facebook fan page is the new form of tree hugging. A lot safer too”.
Der gestrige Tweet von Jeremiah Owyang zeigt ziemlich genau, in welcher Situation Nestlé sich gerade befindet. Bildlich gesprochen steht das Unternehmen gerade mit Bulldozern und Kettensägen bewaffnet etwas ratlos vor besetzten Bäumen. Nur, dass die Bäume keine Bäume sind, sondern ein Video, welches Nestlé in Zusammenhang mit der Regenwaldzerstörung stellt, initiiert von Greenpeace.
Mittlerweile ist dieses Video extrem bekannt und weit verbreitet und es wurde viel und ausführlich darüber berichtet, exemplarisch beim PR Blogger.
Fälle wie dieser zeigen deutlich, dass sich Unternehmen in, aber vor allem durch Social Media, stärker mit Krisenplänen und –Management beschäftigen müssen. Präventionsmaßnahmen und Krisenpläne sind oft hilfreich, wenn es hart auf hart kommt.
Präventionsmaßnahmen:
Als Voraussetzung die ein Unternehmen für Präventionsmaßnahmen erfüllen muss, steht an erster Stelle den Mut zu haben, seine Fehler einzugestehen und dies, wenn möglich, auch in seiner Firmenphilosophie nieder zu schreiben, so dass jeder Mitarbeiter diesen Aspekt verinnerlichen kann. Leider scheint sich Nestle nicht wirklich gerne an Philosophien zu halten.
1. Social Media Monitoring
Ein professionelles Issue-Monitoring kann oft dafür sorgen, aufkeimende Kritik frühzeitig zu erkennen. Probleme werden frühzeitig entdeckt und können geklärt werden. Schwierig wird es beim Nestlé-Skandal. Hier könnte ein Echtzeitmonitoring einen Überblick verschaffen, wann und wo Nestlé in der Diskussion steht, um (hoffentlich) einzugreifen.
2. Aufbau einer starken Community
Wer bereits vor etwaigen Krisen eine starke Community um seine Marke aufgebaut hat und pflegt, hat es leichter. Das Unternehmen ist so an den Umgang(ston) mit seinen Fans durch vorheriges Engagement gewohnt und es weiß, wie es sich zu verhalten hat. Fans reagieren im allgemeinen konstruktiv auf Kritik und Gerüchte, so dass man in seiner Community die Chance bekommt, vernünftig zu kommunizieren.
„Kommunikation“ ist hier das Stichwort: Wie der Werbeblogger berichtet, werden die Fans langsam unruhig und verlangen Reaktionen bei Facebook. Auf der deutschen Facebook Fanpage, die (noch) nicht abgeschaltet wurde, liefern sich User gerade einen eigenen Schlagabtausch.
3. Social Media Policy
Für viele bereits ein alter Hut, aber in Krisenzeiten Gold wert. Besonders, wenn es um passende Reaktionen auf kritische bis beleidigende Kommentare geht.
Ohne eindeutige Verhaltenskodizes passiert dann schnell auch so was wie bei Nestle, dokumentiert bei www.nma.co.uk:
“Unfortunately, as the comments about Nestlé’s Big Brother-style of moderation rolled in, the responses from the brand gradually got worse and worse. It became sarcastic, posting the following: “Thanks for the lesson in manners. Consider yourself embraced. But it’s our page, we set the rules, it was ever thus.” It then continued with, “Oh please…it’s not like we’re censoring everything to allow only positive comments.”
4. Proaktives Handeln
Proaktives Handeln bedeutet, noch vor Kritik von außen auf Probleme aufmerksam zu machen. Dieser Punkt findet Anwendung bei technischen Ausfällen etc. oder kann ein Weg sein, einem Issues, welches sich anbahnt, aktiv entgegen zu wirken. Bei Nestle muss die Situation differenzierter betrachtet werden: Obwohl es nicht die erste „Warnung“ von Greenpeace an Nestlé war, scheint das Video für das Unternehmen ein Überraschungsangriff zu sein, der sich innerhalb kürzester Zeit massiv verbreitete. Nestlé hat zwar zeitnah mit einer allgemeinen Stellungnahme versucht, der Kritik entgegen zu wirken. Allerdings ist das Ausmaß viel zu groß, als dass dieser Weg reichen könnte, schreibt auch der socialmediachannel:
‘Nestle’s status updates are pushing people on to its official site to see its corporate response. Someone within Nestle is also responding to posts, but they are not corporate in tone and are juvenile. The company should be tailoring its response more to the environment with a more human tone.’
5. Krisenplan
Last but definitely not least: Ein Krisenszenario mit Handlungsmöglichkeiten entwerfen. Natürlich wird man so einen Plan nicht immer eins zu eins umsetzen können, doch es können zumindest Verantwortliche und Ansprechpartner bestimmt werden, die Reaktion und Gegenmaßnahmen koordinieren. Jeremiah Oywang schlägt vor, so genannte „seasoned community manager“ zu beauftragen, die sich bereits in Krisenzeiten bewiesen haben und das richtige Gespür für angemessene Moderation besitzen.
Zugegeben, es ist nicht immer einfach, in einer Krise solchen Ausmaßes angemessen zu reagieren. Doch sollte Nestlé die Sache nicht aussitzen (und so scheint es), sondern aktiv reagieren und daran arbeiten. Und nicht nur an der viel diskutierten Social Media Krise, sondern an der Kooperation mit Sinar Mas , die mit ihren illegalen Aktivitäten langsam den Regenwald zerstören.
März 16th, 2010 by Sabrina Panknin
Eine neue Studie (von iModerate Research Technologies/CMB) zeigt, dass Fans einer Marke oder Produkt auf Facebook bzw. Follower auf Twitter sichtlich bereiter sind, ein Produkt zu kaufen und weiter zu empfehlen.
67 % der Twitteristi sowie 51% der Facebooker kaufen eine Marke aufgrund der Präsenz in einem Social Network.
79 % bzw. 60% empfehlen die Produkte aus dem gleichen Grund an Freunde und Bekannte weiter.

Herausstechend ist der Fakt, dass viele potentielle Kunden Marken nicht vertrauen und dementsprechend ihre Produkte nicht kaufen würden, sobald kein Engagement auf Twitter oder Facebook vorhanden ist.
Ein Grund liegt ganz eindeutig in der Erwartungshaltung der Kunden („electronic people“), dass sich Unternehmen und Marken in ihrer Lebenswelt bewegen müssen („it’s EXPECTED that a company have some digital face […]“). Sollten sie dort nicht vorhanden sein, existieren sie nicht und werden in den Kaufentscheidungsprozess nicht miteinbezogen.
gefunden bei mashable
März 10th, 2010 by Daniel Leicher

Ortsbasierte Statusnachrichten sind der neue Trend. Google stellt Buzz vor, Twitter experimentiert mit Ortsverknüpften Tweets. Mit Foursquare und Gowalla gibt es sogar eigene Netzwerke, bei denen es lediglich um das „Sagen wo man ist“ geht. Klar, dass dort in Zukunft auch das weltweit größte Social Network Facebook mitmischen will. Wie und ob überhaupt wusste man bis vor kurzem noch nicht.
Die New York Times hat nun jedoch etwas Licht ins dunkle gebracht. Laut der Zeitung soll auf der hauseigenen Entwicklermesse f8 ein neues Feature für die rund 100 Millionen mobilen Facebook Nutzer vorgestellt werden. Zum einen sollen die Facebook Nutzer selbst den Vorteil erlangen, dass sie schnell und einfach ihren Freunden sagen können wo sie gerade sind.
Über eine API sollen zusätzlich auch externe die Möglichkeit bekommen ihre eigenen Unternehmen durch zum Beispiel Suchanfragen wo der nächste Bäcker sei zu vermarkten.
Aber nicht nur bei Facebook gibt es gerade neue Gerüchte rund um Geolocation Features. Techcrunch berichtete gestern über ein neues Feature bei Twitter. Hier soll bei Tweets, die mit einer genauen Positionsangabe verschickt wurden, zusätzlich ein kleines Symbol erscheinen. Wenn man mit der Maus über dieses fährt wird man eine kleine Umgebungskarte zu dem Tweet angezeigt bekommen.
Ob Facebook und Twitter diese Features genau so einführen ist noch offen. Bleiben wir gespannt.
März 9th, 2010 by Nicole Pingel
Brand Experience ist ein oft unterschätzter Faktor in der direkten und indirekten Kommunikation zwischen Unternehmen und (potenziellen) Kunden. Dabei steht Unternehmen heute ein großes Potenzial zur Erweiterung der Brand Experience offen: das Social Web.
Eine Studie von Razorfish ergab, dass 65% der befragten Konsumenten schon einmal eine Digital Experience hatten, die ihre Meinung über eine Marke umfassend verändert hat.
Auch die Erkenntnis, dass knapp die Hälfte aller Studienteilnehmer Fan oder Freund einer Marke auf Facebook oder MySpace sind, zeigt, dass der heutige User Werbebotschaften und Unternehmensnachrichten durchaus aufgeschlossen gegenüber steht – so lange er selbst die Entscheidungsmacht darüber inne hat, welche er empfängt.
Das legt die Vermutung nahe, dass in Zukunft das Schaffen von Brand Experience klassische Werbemaßnahmen immer weiter verdrängen könnte.
Wie lässt sich nun eine wirkungsvolle Brand Experience aufbauen?
Die bereits etwas ältere Studie von J. Joško Brakus et al.* “Brand Experience: What is it? How is it measured? Does it affect loyalty?” nennt vier Erfahrungsdimensionen, in denen sich Brand Experience auswirkt: sensory, behavioral, affective, intellectual.
Die Brand Experience wächst dabei in ihrer Intensität, je mehr Dimensionen der Erfahrung angesprochen werden.
Übersetzt würde das für ein Social Media Engagement heißen: Eine Kampagne entfaltet dann ihre volle Wirkungskraft, wenn alle vier Dimensionen angesprochen werden:
Sensory – Die Sinne
Keine Frage: Eine Kampagne muss sich von anderen abheben, um im digitalen Zeitalter die Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich ziehen zu können. Dabei muss je nach Zielgruppe abgesteckt werden, wie auffällig eine Kampagne optisch gestaltet werden kann, ohne abschreckend zu wirken. Wichtig ist aber: Gesicht zeigen. Während im Social Web ein unternehmensinternes Wording für den Kundenkontakt zu Gunsten der Authentizät und Glaubwürdigkeit immer mehr an Bedeutung verliert, ist das Corporate Design das Aushängeschild einer Marke, das in Erinnerung bleibt – und bleiben sollte.
Affective – Die Gefühle
Die Erfahrung zeigt: Kampagnen, die Gefühle auslösen sind oft die, denen die meiste Aufmerksamkeit zu Teil wird. Viele werden jetzt vermutlich an schockierende Werbe-Clips wie diesen von einem Modeunternehmen denken oder an Werbung mit Kleinkindern und Babys wie der bekannte Evian-Clip.
Aber auch hier muss die Botschaft zur Marke passen. Beispielsweise ist ein Gefühl, das zu beinahe jeder Marke passt, wohl die Neugier. Wenn es gelingt mit einer Kampagne dieses Gefühl anzusprechen, ist bereits viel gewonnen.
Behavioral – Das Verhalten
Marken, die den User zu Aktionen anregen, haben im Social Web die Nase vorn. Denn hier dreht sich alles um Interaktion. Die Bandbreite an Möglichkeiten ist auch hier vielfältig: Viral Clips über Brand Events, die offline stattfinden und online begleitet werden oder Gewinnspiele einer Marke – all das kann User dazu führen, sich aktiv mit dem Unternehmen oder der Marke auseinander zu setzen. Das verstärkt die Brand Experience und auch den Erinnerungseffekt an den Initiator. Mission erfüllt.
Intellectual – Der Geist
Der Kunde im Web 2.0 ist kein passiver Empfänger von Werbebotschaften mehr. Er sucht nach geistiger Stimulation. Je nach Marke können also auch anspruchsvollere Inhalte in Betracht gezogen werden. Möglich ist es auch Gewinnspiele zu gestalten, in denen ein höherer geistiger Anspruch erfüllt werden muss. Jedoch sollten auch solche Maßnahmen stets in Hinblick auf die Zielgruppe geplant werden.
Welche Vorteile bietet eine Intensivierung der Brand Experience für ein Unternehmen?
Die Brand Experience Studie kommt zu dem Schluss, dass sich Markenerfahrung direkt auf Kundenloyalität und Kundenzufriedenheit auswirkt. Zudem entsteht aber auch ein indirekter Effekt, der sich sogar stärker auswirkt: Brand Experience hat einen Einfluss auf die Wahrnehmung der Markenpersönlichkeit und schafft so viele Möglichkeiten für das aktive Branding.
Die Ergebnisse von Razorfish gehen sogar noch einen Schritt weiter: Digital Brand Experience generiert Kunden. Aus der Befragung ging hervor, dass nahezu 100% der Befragten, die online mit einer Marke vernetzt sind, es seit dem Kontakt mit der Marke für wahrscheinlicher halten ein Produkt dieser Marke zu kaufen oder es an Freunde und Bekannte weiter zu empfehlen.
Es wird deutlich: Es gibt mehr als einen guten Grund für Unternehmen, sich zukünftig mit dem Thema Brand Experience im Web stärker auseinander zu setzen
* Eine Zusammenfassung der Studie ist hier zu fnden. Die komplette Studie ist im Journal of Marketing im Mai 2009 erschienen
Februar 23rd, 2010 by Sabrina Panknin
Ohne Worte, aber mit einem dicken Grinsen!

Der Cartoon stammt aus der Feder von jobtweet und illustriert den Artikel “Social Media Berater im Employer Branding”




