August 18th, 2009 by Alexander Becker
Mit der Entscheidung von StudiVZ sich für Open Social-Apps zu öffnen, schlägt das Portal zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Berliner erweitern ihr Angebot und erschließen neue Einnahmefelder.
Es ist ein nicht zu unterschätzender Aspekt in der Konzeption und Zulassung von externen Apps auf Social Networks, das die Entwickler der Zusatzprogramme die Portale an ihren Einnahmen beteiligen müssen. In Zeiten, in denen sich die Werbeeinnahmen, nicht wie noch vor zwei Jahren prognostiziert entwickeln, ist dies ein angenehmer Nebeneffekt. Für Facebook sind die Provisionen aus den tausenden von Mini-Programmen, die über das US-Portal laufen, längst ein wichtiges Standbein. Dazu verzeichnen die US-Amerikaner noch weiter gute Einnahmen mit den Millionen von virtuellen Geschenken, die sich die Facebook-Nutzer gegenseitig schicken.
Diesen Trend haben mittlerweile auch einige US-Stars entdeckt und bieten eigene Geschenk-Serien an. Aktuelles Beispiel hierfür ist die neue Kollektion virtueller Portal-Präsente von Britney Spears.
Diese Plattform-Geschenke fallen unter den Fachbegriff der Virtual Goods. Allerdings machen sie nur einen geringen Teil dieses Begriffes aus. Hauptsächlich fasst man vor allem virtuelle Güter aus dem Spiele-Bereich unter dem Schlagwort zusammen.
Sieht man sich eine Liste der beliebtesten Facebook-Apps (Screenshot) an, wird schnell klar, dass es sich bei einem Großteil von ihnen um Games handelt, die sich mittels Virtuel Goods finanzieren.
Der Markt der virtuellen Güter ist ein echter Wachstumsmarkt. In Asien sollen im vergangenen Jahr über fünf Milliarden Dollar umgesetzt worden sein. Für die USA prognostiziert Piper Jaffray Einnahmen von über 600 Millionen Dollar.
Da es rund ein bis zwei Jahre dauert, bis die US-Trends nach Deutschland kommen, ist es nun höchste Zeit für die VZ-Gruppe den Aufbau von externen Apps zu Fördern. Nur so, können auch sie von dem Wachstumsmarkt der Virtual Goods profitieren.
August 2nd, 2009 by Alexander Becker
Ein Unternehmen wagt den Schritt in die neue mobile Online-Welt und gewinnt auf der ganzen Linie: In einer Zeit, in der Vodafone mit den Folgen seiner umstrittenen Social Media-Kampagne zu Kämpfen hat, beweist die US-Kette Pizza Hut, wie man seine Kunden mit überzeugenden technischen Konzepten begeistert.
Die neue iPhone-App des Pizzabäckers ist ein gigantischer Erfolg. Innerhalb von nur zwei Wochen haben bereits über 100.000 Kunden die Applikation auf ihr iPhone bzw. ihren iPod geladen.
Das Erfolgsgeheimnis der neuen Applikation ist, dass sie genau das macht, was man von ihr erwartet: Mir ihr lassen sich Pizzas bestellen. Und das auf einer denkbar einfachen und höchst kurzweiligen Art und Weise. Passend zum Medium ist das Handy-Programm noch vollgepackt mit lustigen Gimmicks.
Bereits zum Start der App hatte Thomas Knüwer – zu recht – geschrieben: „Da ist es schön, wenn ein Großunternehmen die Zeichen des Phones erkennt und eine zumindest bei der Vorführung großartige Applikation entwickelt.“ Weiter bloggt er: „Es handelt sich um die Fastfood-Kette Pizza Hut. Und ich behaupte: Dieses Iphone-Progrämmchen wird zumindest in der Anfangszeit für eine Menge zusätzlicher Pizza-Bestellungen sorgen“.
Darüber hinaus beweist die Fastfood-Kette noch eine gehörige Portion Humor, in dem sie den Slogan zusammen gebacken hat: “killer app for your appetite”.



