Mai 17th, 2006 by Administrator
Dr. Wicenec spricht darüber, wie bei der Paul Hartmann AG mit Reputation und Issue Management umgegangen wird. Hier ist interessant, dass es sich vornehmlich um B2B-Beziehungen dreht. Das Unternehmen ist schon seit 188 Jahren aktiv, laut Wicenec bereits das ein wichtiger Faktor für die eigene Reputation. Auch wenn man dort mittlerweile 1,2 Mrd. EUR Umsatz in 37 Ländern macht, sieht man sich mental eher als Mittelständler. Professionelle Wundbehandlung und Patientenpflege sind wichtige Geschäftsbereiche. Es geht vor allem um medizinische Einwegprodukte.
Issue Management, Crisis Management und Competitive Intelligence sind die Bereiche, über die er sprechen will. Reputation ist nach seiner Auffassung: die kollektive öffentliche Wahrnehmung der Gesamtheit des Handelns und der Kommunikation eines Unternehmens.
Wenn die Verhaltensnormen, die seitens der Stakeholder von Unternehmen erwartet werden, und die Aktionen des Unternehmens auseinanderfallen, wird “Issue Management” notwendig. Die derart entstehende Lücke muss geschlossen werden, und das kann deutlich weitergehen als nur in den Bereich der Kommunikation. Dr. Wicenec geht nun sehr intensiv darauf ein, dass es keine vorgefertigten Tools und Instrumente gibt oder geben kann, um mit solchen Problemen umzugehen – dafür muss sich jedes Unternehmen seine eigenen Lösungen erarbeiten, was zwar länger dauert, aber letztlich effizienter ist. Automatismen sind immer in ihrer Nützlichkeit begrenzt, weil sie nur nach Dingen suchen, die schon einmal als geschäftsrelevant bekannt waren, aber nicht notwendigerweise die, die es werden. Man kommt nicht darum herum, Menschen zu einheitlicher Bewertung von solchen Inhalten (im Netz und anderswo) zu coachen. Dabei muss es einen “Kümmerer” geben, der das Thema Issue Management dauerhaft im Auge und damit im Griff behält, immer wieder dafür sorgt, dass das läuft. Ein gut ausgebildetes Bauchgefühl, das wahrnimmt, welche Themen künftig für das Unternehmen relevant werden (können), ist dafür wichtig. Aber offene Augen zu haben, reicht nicht immer aus, denn die meisten Probleme können nicht von denen gelöst werden, die im Issue Management tätig sind. Dafür ist ein Committment aus dem Haus notwendig, sich der vom “IM” (!) identifizierten Probleme zu widmen. Dafür ist es notwendig, dass jemand, der sich dieser Probleme in der externen Wahrnehmung annimmt, die ganzen unterschiedlichen Bereiche im Haus auch versteht und einen Sinn dafür hat, wie mit den verschiedenen Parteien und ihren Eigenheiten umgegangen werden muss.
Aus meiner Sicht war sehr interessant, wie intensiv und gezielt bei der Hartmann AG mit dem Thema umgegangen wird.
Und wer ein Beispiel für offensives Krisenmanagement sehen will, der kann sich mal bei der BBC informieren… dort wurde heute veröffentlicht, dass für BBC News 24 ein Experte im Fernsehen interviewt werden sollte, zu einem IT-Thema. Eigentlich sollte Guy Kewney, Editor bei Newswireless.net sprechen, aus Versehen hat man den falschen Mann von der Rezeption abgeholt und Guy Goma interviewt, einen Hochschulabsolventen aus dem Congo, der für ein Job-Interview bei der BBC war. Die BBC beschreibt das alles sehr offen in diesem Beitrag. Ist besser als bei Loriot. (Dank an Björn für den Hinweis.)
Quelle: Martin Oetting
Mai 10th, 2006 by Alexander Becker
Die 2. Ethority-Konferenz wird umgebaut: Aufgrund der bislang schleppenden Buchungen für den zweiten Konferenztag, straffen wir das Programm. So gibt es mehr Infos für weniger Geld in kürzerer Zeit. Der erste Konferenztag mit dem Themenschwerpunkt „Reputation Management“ mit Referenten wie Dr. Christian Wicenec oder Ulrich Nies findet wie angekündigt statt. Auch der Veranstaltungsort bleibt.
Die Referenten des zweiten Tages verpassen Sie aber trotzdem nicht: Sie können sie entweder in Persona oder via Podcast auf der anschließenden ersten Hamburger PodLounge treffen.
Buchungen nehmen wir weiterhin entgegen! Nur für den ersten Tag – 550 Euro. Die Abendveranstaltung ist inklusive.
Weitere Infos zur PodLounge folgen. Lassen Sie sich infizieren. Denn: „you can`t afford t ignore it“
Mai 4th, 2006 by Alexander Becker
Beim neunten Ethority Podcast stand Ethority Referent Dr. Christian Wicenec, Leiter des Referates Business Environment Analysis der PAUL HARTMANN AG, Rede und Antwort. Die zentralen Fragen: 1. Braucht bereits ein mittelständisches Unternehmen ein Issues und Reputation Management oder sollte eine Company bereits über eine gewisse Größe verfügen? 2. Lassen sich die hohen Anforderungen trotz der limitierten Ressourcen umsetzen? 3. Sind also sogar Synergien durch Issues und Reputation Management innerhalb des Unternehmens möglich?



