Juni 1st, 2011 by Sten Franke
Für kurze Zeit sprach niemand mehr im deutschen Web über Ehec. Am gestrigen Dienstag gab es kurz nach neun nur noch ein Thema: den Freispruch für Jörg Kachelmann. Nach über einem Jahr ist die Frage, ob der Wettermoderator seine ehemalige Lebensgefährtin vergewaltigt hat, noch immer nicht beantwortet. Klar ist aber: die Beweise belegen dies nicht, also heißt es „im Zweifel für den Angeklagten“.
Die meisten Prozess-Beobachter der klassischen Mainstream-Medien kommentierten das Urteil des Landgerichts Mannheim mit einer gewissen Befriedigung. Sie begrüßten den Richterspruch und hielten ihn für richtig. Das sahen die Zuschauer von n-tv genauso. In einer ersten Umfrage, eine Stunde nach Verkündung des Freispruchs, hielten 83 Prozent die Entscheidung für richtig.
Aber wie reagierte das Social Web? Ethority analysierte mit seinem Social Media Monitoring Tool „gridmaster“ das Gesprächsaufkommen. Das Ergebnis lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Das Web begrüßt den Freispruch von Kachelmann und Alice Schwarzer nervt.
Bei einem ersten Blick auf die Ergebnisse zeigt sich, dass aufgeschlüsselt nach Tonalität nur 14 Prozent aller Facebook- und Foren-Nutzer, Twitterer und Blogger positiv über den Kachelmann-Komplex sprechen. 66 Prozent sprechen in einem neutralen Ton und 20 Prozent äußern sich negativ. Die Personen, die sich ablehnend zu Wort melden, regen sich allerdings weniger über den Angeklagten auf, als vielmehr über Alice Schwarzer, die für die Bild die Verhandlungen beobachtete und sich bis zum Prozess-Schluss weniger mit der juristischen, sondern vielmehr mit der moralischen Schuldfrage beschäftigte.
Eine weitere Erkenntnis der Kurzstudie ist, dass der Fall Kachelmann bei Twitter mit 2513 zwar den größten Buzz erzeugte, die Reichweite mit 238.950 Kontakten aber hinter Facebook mit 276.012 anstehen musste. Der Facebook-Buzz lag bei 1259. Die mit Abstand höchste Reichweite erzielten allerdings die Blogs mit 301.007 Kontakten. Dagegen lag das Buzzvolumen in der Blogosphäre bei nur 1330.
Eine Analyse der am häufigsten verwendeten Wörter zeigt, dass neben den erwarteten Begriffen wie „Kachelmann“, „Mannheim“ oder „Prozess“ auch eine erstaunliche Häufung des Wortes „Verständnis“ zu finden ist.
Ob das Verständnis allerdings so weit reicht, dass der Meteorologe auch bald wieder als Wettermoderator im TV arbeiten kann, bleibt abzuwarten. Unsere Analyse zeigt allerdings, dass das Social Web relativ wenige Ressentiments gegen den Schweizer hegt. Für den Wiederaufbau der eigenen Reputation ist dies eine solide Ausgangsposition.
Mai 25th, 2011 by Sten Franke
Für die Reaktionen, Kommentare und RTs auf den Blogartikel „Daimler und Facebook: Negativbeispiel für fehlendes Monitoring“ (Hintergrundbericht auch auf spiegel.de) bedanken wir uns bei allen.
Wie ich finde, wird hiermit schön aufgezeigt, dass das Thema „Social Media Monitoring“ in seiner Komplexität und natürlich vor dem Hintergrund der Implementierung in Unternehmen höchste Relevanz besitzt und oftmals hinsichtlich der Notwendigkeit, Machbarkeit sowie der juristischen Restriktionen und technischen Möglichkeiten noch unterschätzt wird.
Am Beispiel der schnellen Reaktion (!!!) von Uwe Knaus (Social Media Realist @Daimler & Manager Daimler Blog) auf unseren Blogartikel (von @uknaus an @sten_ethority Daimler monitort keine Privataccounts. These geht somit ins Leere. http://goo.gl/3YXvV) wird deutlich gemacht, dass Daimler keine persönlichen Nutzerdaten erhebt oder Mitarbeiter und Bewerber gezielt beobachtet. Daimler handelt somit konform der bestehenden Datenschutzbestimmungen. An dieser Stelle sei noch einmal erwähnt, dass wir uns davon distanzieren, Daimler als Negativbeispiel darstellen zu wollen, sondern unser Autor Alexander Becker lediglich die provokante These aufstellt – Zitat: „Mit einem funktionierenden Monitoring-System und einer gut abstimmten Social Media-Intelligence wäre es nicht so weit gekommen.“ Alexander Becker und ethority laden damit zum konstruktiven Dialog ein, sich den folgenden spannenden Fragen zu widmen:
- Wo liegen Möglichkeiten und Grenzen des Social Media Monitorings?
- Was darf oder sollte gemonitort werden. Was wiederum nicht?
- Sollte das Thema Monitoring auch in den Social Media Guidelines verankert werden?
- Welche Ressourcen und Tools stehen zur Verfügung, um eine geeignete Monitoring-Strategie zu verfolgen?
- Bis zu welchem Grad kann ich ein Monitoring selbst realisieren und ab wann sollte ich einen professionellen Dienstleister einschalten?
- Reicht ein API-basiertes Dashboard-Tool (Clipping) oder nutze ich einen erfahrenen Monitoring-Dienstleister, der neben einem leistungsfähigem Tool auch erprobte Setup-Methoden, Auswertungs-KnowHow und Beratungskompetenz mitbringt und idealer Weise auch Handlungsempfehlungen gibt?
So könnte man die Liste weiter fortführen oder tief gehender beleuchten. Momentan würde das den Rahmen des Beitrages sprengen. In Kürze werden wir das Thema “Social Media Monitoring: Strategien, Anwendungen, Tools, Regeln und Standards” hier auf dem Blog erneut aufgreifen.
Fest steht, dass alle öffentlich zugänglichen Inhalte im Netz mittels geeigneter Methoden beobachtet und untersucht werden können. Welche Monitoring-Strategie oder welches Konzept hier auch vor dem Hintergrund der Rechtssicherheit greift, hängt zum einen von dem Monitoringansatz (Social Media Dialog & Kommunikation, Kampagnenerfolg, CRM, Marktforschung, Issues Tracking, Trend-Monitoring, etc.) und zum anderen natürlich ganz wichtig, auch von den Nutzungsbestimmungen der Social Media Plattformen ab.
Ein Monitoring kann je nach Perspektive des Betrachters als „Überwachungsinstrument“ im negativen Kontext angesehen oder aber im positiven Sinne (IMHO) als unterstützendes Hilfsmittel genutzt werden, um zeitnah auf Entwicklungen im Markt zu reagieren. Auf dieser Basis kann mit Kunden und verschiedenen Stakeholdern rechtzeitig ein Dialog auf Augenhöhe geführt und somit einlenkend auf Gesprächsverläufe eingegangen werden. In diesem Sinne: Keep on listening!
Februar 26th, 2011 by Sten Franke
Morgen Nacht ist es wieder soweit, die Academy Awards werden zum 83. Mal verliehen. Wir dürfen gespannt sein, wer am Ende die schöne Trophäe in den Händen hält. Als Cineasten und Kinogänger hat uns natürlich brennend interessiert, wie die Nutzer über die Nominierten denken.
Das Ergebnis unserer im Februar durchgeführten Analyse der Social Media Nutzermeinungen liefert einige Überraschungen. Bei den Filmen gibt es den Nutzern zufolge ein spannendes Kopf-an-Kopfrennen zwischen „Black Swan“ (17%), True Grit (14%) und Inception (13%). Die Abstände sind hier so knapp, dass man bis zum Öffnen des Briefumschlags gespannt sein kann. Ich hätte erwartet, dass The King’s Speech stärker thematisiert wird und in der Gunst der Nutzer weiter oben steht. Aber letztendlich bilden wir nur ab, was die Community denkt. Am Ende entscheidet die Jury!
Bei den Regisseuren ist das Bild schon deutlicher: Hier liegt Darren Aronofsky mit 31% der Nennungen deutlich vor David Fincher (23%) und David O. Russel (18%) – zumindest dürfte den Usern zufolge der Vorname des Siegers mit einem „D“ beginnen.
Bei den besten Schauspielern ist das Rennen sogar noch knapper als bei den Filmen: Der Vorsprung von Jeff Bridges vor James Franco (beide 24%) beträgt nur wenige Hundert Nennungen. Und zu Jesse Eisenberg sind es auch nur 4% Abstand. Am allerdeutlichsten ist Bild bei den weiblichen Hauptrollen: Hier ist Natalie Portman mit 45% der Nennungen die klare Favoritin der Cineblogger und –kommentatoren. Annette Bening (17%) und Michelle Williams (15%) sehen aus dieser Entfernung nicht einmal das Tutu der Spitzenreiterin.
Benedikt dazu: „Am Montag heißt es dann nach einer langen Oscar-Nacht früh ins Büro zu gehen, denn wir wollen so schnell wie möglich die von uns erhobenen Daten mit den Ergebnissen der Jury vergleichen und nachsehen, wie sich der Buzz während der Oscar-Nacht entwickelt hat. Die Ergebnisse gibt es dann selbstverständlich in unserem Blog zu lesen.“
Die Analyse wurde im Februar 2011 mit unserer Social Media Monitoring-Technologie durchgeführt. Untersuchungsgegenstand waren Social Media Kanäle wie Blogs, Foren und Twitter in den Sprachen Deutsch und Englisch. Die Vollerhebung brachte als Grundgesamtheit über 40.000 Äußerungen zu den vier Oscar-Kategorien hervor. Die Filter der von uns eingesetzten gridmaster-Technologie ermöglichen uns, nur die relevanten Nennungen von Oscar-nominierten Schauspielern und Filmen zu berücksichtigen.
Twitter us @sten_ethority, @furukama or contact us on facebook.
Mai 25th, 2010 by ethority - Social Media Intelligence Team
Mein Name ist Oliver Schulz, ich bin seit dem 1. Mai 2010 bei ethority in Hamburg und schreibe hier in den nächsten Monaten meine Diplomarbeit zum Thema „Weiterempfehlungen in Social Media – Wert von reellen und virtuellen Freundschaften“.
Da die Ergebnisse meiner Arbeit in Auszügen auch hier im Blog von ethority veröffentlicht werden, möchte ich mich heute bereits kurz vorstellen und erzählen, wie ich eigentlich zu dem Thema und zu ethority gekommen bin.
Ich studiere Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg, bin 26 Jahre alt und schätze mich glücklich noch dem letzten Diplom-Jahrgang unserer Uni anzugehören. Im Laufe meines Studiums hatte ich die einmalige Gelegenheit eine spannende Zeit als Erasmus-Student in Istanbul zu verbringen sowie sehr interessante Praktika in Hamburg und Stuttgart zu absolvieren.
Fachlich habe ich mich im Studium und bei meinen Praktika bisher in Richtung Marktforschung und Online-Marketing orientiert und stand nun vor der großen Frage, worüber ich eigentlich meine Diplomarbeit schreiben möchte. In den letzten Monaten kam ich zu dem Entschluss, diese unbedingt im Bereich Social Media bzw. Word-of-Mouth schreiben zu wollen. Aufgrund meines großen Interesses an sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter und deren Möglichkeiten und Auswirkungen auf die Gesellschaft sowie der Lektüre zahlreicher Blogs und Artikel in einschlägigen Fachzeitschriften wurde mir klar, dass dieser Bereich immer mehr an Bedeutung gewinnt.
Um leichter einen Bezug zur Praxis zu finden, wollte ich meine Diplomarbeit gerne in Kooperation mit einer Agentur oder Unternehmen schreiben und erinnerte mich dabei an ethority, dessen Social Media Monitoring Tool ich noch von meinem Praktikum bei OTTO kannte. Ich informierte mich also über ethority und beschloss einfach mal telefonisch anzufragen, ob man Interesse an einer solchen Zusammenarbeit hätte. Lange Rede, kurzer Sinn: Wie es aussieht war man an meinem Diplomthema interessiert, denn nun sitze ich hier, schreibe diesen Artikel und freue mich auf die anstehende Zeit als Diplomand bei ethority.
Zum Zweck der Untersuchung werde ich in einigen Wochen eine Online-Erhebung starten und würde mich sehr freuen, wenn mich viele als Teilnehmer der Online-Befragung (oder per Verlinkung an Interessierte) bei meiner Diplomarbeit unterstützen würden. Dies ist auch der Grund, wieso ich vorerst nicht zu viele Worte über die genaue Problemstellung und Ziele der Arbeit verlieren möchte, um potentielle Probanden vorab nicht allzu sehr zu beeinflussen.
Ich hoffe, ich konnte Interesse wecken und vielleicht ein wenig neugierig auf die Ergebnisse machen.
Mai 20th, 2010 by ethority - Social Media Intelligence Team
Alles neu macht der Mai, so auch in Hamburg:
ethority und explido WebMarketing starten ab sofort eine strategische Kooperation. Zu diesem Zweck werden nicht nur inhaltliche Synergien genutzt, auch räumlich kommen wir uns näher: Die in Augsburg ansässigen Performance-Marketing-Spezialisten ziehen in die Geschäftsräume von ethority und eröffnen am schönen Hamburger Gänsemarkt eine neue Dependance.

Beide Unternehmen sind bereits seit vielen Jahren am Markt tätig und sind auf Ihren Gebieten zu Spezialisten geworden.
Während ethority führender Anbieter in Social Media Marketing, Strategieberatung und Monitoring ist, ist explido Experte auf den Gebieten Suchmaschinenmarketing und –optimierung, Affiliate Marketing, Display Advertising und Website Consulting.
So steht den Kunden beider Unternehmen ein optimales Angebot-Portfolio aus beiden Bereichen zur Verfügung.
Krönung und übergreifendes Ziel der Zusammenarbeit ist das explido-Projekt „Customer Journey“, mit Ergebnissen aus dem Social-Media-Monitoring von ethority zu verknüpfen.
Die Customer Journey ist der Weg des Users bzw. späteren Käufers durch die verschiedensten Kontaktpunkte bis zum Kaufabschluss online. Die Betrachtung dieser gesamten Customer Journey ist entscheidend, um die Marketing Budgets noch effizienter zu platzieren.
Wir begrüßen unsere neuen Nachbarn herzlich und freuen uns darauf, gemeinsam mit explido den Wachstumsmarkt Social Media und Performance Marketing weiter auszubauen.
April 23rd, 2010 by ethority - Social Media Intelligence Team
Version 2.0 des Social Media Prismas ist vor einer Woche erschienen -

- und wir möchten uns heute noch einmal offiziell für die zahlreichen Erwähnungen und die über 200 Retweets bedanken. Zu diesem Anlass haben wir sie Stimmen aus dem Netz einmal gebündelt aufgeführt:

www.socialnetworkstrategien.de
http://marketingsocialmedia.de

März 30th, 2010 by ethority - Social Media Intelligence Team

ethority verlost zu Ostern zwei Tickets zur re:publica in Berlin. Die vierte Konferenz über Blogs, soziale Medien und digitale Gesellschaft findet von Mittwoch, d.14.04 bis zum Freitag, d.16.04.2010 an wechselnden Orten statt: Friedrichspalast, Kalkscheune und Quatsch Comedy Club.
In mehr als 120 Vorträgen, Panels, Workshops und Events werden die zahlreichen Facetten der digitalen Wirtschaft diskutiert, präsentiert; veranstaltet von newthinking communications und dem Spreeblick Verlag.
Auch Benedikt Köhler von ethority nimmt aktiv an der re:publica teil und stellt die Frage: Slow Media, Fast Media, No Media: Gibt es einen Weg zwischen Always-on und Medienzölibat?
Am Donnerstagabend um 19 Uhr finden wir die Antwort in der Kalkscheune. Wer Lust und Zeit hat, neben diesem spannenden Vortrag viele andere Einblicke in die digitale Gesellschaft zu bekommen, der hat nun die Chance bei ethority zwei Karten für die Konferenz unter dem Motto „nowHere“ zu gewinnen. Einfach @ethority folgen und Text retweeten:
“Karten für die #re:publica zu gewinnen! Einfach @ethority folgen, RT von diesem Tweet bis 06.04″
Der Tweetschluss ist am Dienstag, d. 06.04 um 12 Uhr. Der Gewinner wird ausgelost und per DM benachrichtigt.
Rund um die re:publica kurz und knapp:
Was: “re:publica 2010 – nowHere”
Wann: 14.-16. April 2010
Wo: Friedrichstadtpalast, Kalkscheune und Quatsch Comedy Club in Berlin-Mitte
Wer: spreeblick.com und netzpolitik.org
Netz: http://www.re-publica.de/10/
Twitter: http://www.twitter.com/republica
Facebook: http://www.facebook.com
Mail: presse@re-publica.de
Telefon: 030-9210596
Oktober 19th, 2009 by ethority - Social Media Intelligence Team
Fieberhaft haben wir gearbeitet, jetzt ist es geschafft: Ab heute präsentiert ethority seinen Webauftritt im neuen Look! Der Relaunch der Website steht ganz im Zeichen von Puristik und Übersichtlichkeit. ethority tauscht das altbekannte Tauben-Blau gegen ein dezentes Weiß-Grau, bleibt aber bei seinen orangefarbenen richtungweisenden Logopfeilen, wie man es bereits von unserem Weblog gewohnt ist. Unter dem Motto Das Branden mit den Usern leben fasst ethority die wichtigsten Informationen unter vier Kategorien zusammen:
Company
Im Bereich Company werden die wichtigsten Facts “about ethority” sowie über unsere Mitarbeiter und Management präsentiert.
Products
Unter Products findet man die vier Leistungssäulen aus dem Angebotsportfolio sowie Produktstaffelungen, die ethority je nach Interesse und Anspruch anbietet.
Studies
Hier gibt ethority einen Überblick über die Studien, die in den letzten Jahren veröffentlicht wurden.
Industries
Unter dieser Rubrik bietet ethority Lösungsansätze und Besipielcases für 11 Kernbranchen (Automotive, Fashion, Internet Brands etc.) bezüglich einem möglichen Vorgehen im Social Media Bereich.

Kommentare und Meinungen sind wie immer willkommen!
Juli 27th, 2009 by ethority - Social Media Intelligence Team
Aufmerksame Leser unseres Blogs werden es sicher bemerkt haben: Bei ethority befindet sich zurzeit vieles im Wandel. Natürlich wirkt sich das auch auf das Corporate Blog aus. In den letzten Wochen machte das erst kürzlich aus der Taufe gehobene Social Media Radar den Großteil der Inhalte aus. Genau dies soll sich im Zuge einer Neustrukturierung des Blogs wieder ändern.
Denn mit dem heutigen Tage bekommt das Blog ein neues Gesicht:
Die Autoren
Unser Blogger Team hat sich vergrößert und besteht von nun an aus:
- Sten Franke
- Dr. Benedikt Köhler
- Felix Fiek
- Alexander Becker
- Nicole Pingel
Und frisch zum Team gestoßen sind:
- Johannes Junghänel und
- Sabrina Panknin
Zudem werden in Zukunft auch in unregelmäßigen Abständen andere ethority Mitarbeiter aus dem Technik- und Strategie-Bereich an dieser Stelle mit Gastbeiträgen vertreten sein, um tiefergehende Einblicke in die Arbeitswelt von ethority zu ermöglichen.
Die Kategorien
In Zukunft werden die erscheinenden Blogbeiträge in einer von sechs Kategorien erscheinen und zwar den Folgenden:
- The Big Picture
Die Entwicklungen in Social Media in Weitwinkelperspektive betrachtet:
Was verändert sich im Laufe des Wandels von der Gutenbergära zur digitalen Netzwerkgesellschaft? Wie verändern sich Kommunikation, Politik, Mediennutzung? Befinden wir uns inmitten einer medialen Revolution? Welche Trends von morgen lassen sich heute schon entdecken?
- From the Lab
Hier geben die Gesichter hinter ethority Einblicke in innovative Online-Forschungsmethoden, die in der Arbeit von ethority zum Tragen kommen.
- Brands & Markets
In dieser Kategorie stehen Case Studies und die allgemeine Marktentwicklung im Mittelpunkt.
Wie bewegen sich Unternehmen und Brands in der neuen digitalen Welt? Wie verändern sich Märkte durch die kommunikative und soziale Wende des Internets?
Welche aktuellen Social Media Success und –Fail Storys haben sich kürzlich ereignet und was können Unternehmen und Marken aus ihnen lernen?
- Trends
Artikel dieser Kategorie bringen die Trends in Social Media ans Licht und beleuchten sie intensiv von allen Seiten.
Warum treffen sie gerade den Zahn der Zeit und wie lassen sich die neuen Trends erfolgreich in Marketing und PR von Unternehmen einbetten? Welche Trends sind nur ein Strohfeuer und welche bieten auch langfristig einen echten Mehrwert?
- How To
Kenner der Social Media Landschaft ist diese Kategorie sicher auch aus dem amerkanischen Weblog Mashable bekannt. In den Artikeln dieser Kategorie werden Tipps & Tricks verraten, wie sich professionelle Kommunikatoren und Marketer in Social Media optimal bewegen und was beachtet werden muss, um aus dem eigenen Social Media Engagements eines Unternehmens eine Erfolgsgeschichte entstehen zu lassen.
- Weekender
Der Weekender ist die Reinkarnation des früheren Freitags Newsflash. Ein paar kleine Neuerungen wird es aber auch hier geben. Im Laufe jeder Woche wird über unseren ethority Twitter-Stream bereits auf interessante Fundstücke aus dem Netz hingewiesen. Der Linktipp, der am häufigsten geklickt wurde und sich somit als ein „Trending Topic“ erwiesen hat, findet auch im Weekender noch einmal seinen Platz.
Außerdem werden wir jeden Freitag noch einmal auf den beliebtesten ethority Blog Artikel der vergangenen Woche hinweisen.
Mit dem ethority Blog wollen wir also in Zukunft neue Wege bestreiten und heißen jeden Leser herzlich Willkommen daran teilzuhaben.
Beste Grüße,
Das ethority Blog Team
Mai 29th, 2009 by ethority - Social Media Intelligence Team
Nun ist es soweit – mein letztes Posting für den ethority Blog. Seit nun mehr 2 Jahren durfte ich den corporate blog bei ethortiy redaktionell betreuen. Nach über 270 Artikeln ist für mich heute aber an dieser Stelle Schluss. Mein persönliches Resümee nach all diesen Postings:
Die Mühe hat sich gelohnt. Es war spannend miterleben zu können, wie ein corporate blog anfängt, zu funktionieren. Mir ging es immer darum, ein Medium zu schaffen, das Mehrwert für den Leser hat. Zumindest mehr Wert als das ständige reflektieren auf Unternehmensnachrichten. Ich hatte das Ziel den Weblog als ein Corporate Publishing Tool zu etablieren, ob mir das gelungen ist, dürft Ihr beantworten.
Das ethority Weblog wird natürlich weiter bestehen bleiben und auch in Zukunft Neuigkeiten und Entwicklungen im Bereich der Social Media Kommunikation reflektieren. Ich bleibe dem Thema digitale Konversationen treu und werde mich an anderer Stelle dem Thema Social Media weiter widmen.
Schließlich möchte ich mich bei den Lesern und den Kommentatoren bedanken, die sich täglich mit dem Content beschäftigt haben. Ich möchte mich aber auch ganz besonders bei dem Hausherrn Sten Franke bedanken, der mir immer sein vollstes Vertrauen in Bezug auf den Blog geschenkt hat. Und natürlich will ich mich bei Alexander Becker bedanken, der den Blog mit mir zusammen betreut hat. Alexander wird auch in Zukunft weiter für interessanten Content sorgen.
In diesem Sinn Tschüss Hamburg und Servus München.
Bis bald an anderer Stelle.
Januar 23rd, 2009 by ethority - Social Media Intelligence Team
Gestern war es endlich soweit, der Social Media Club Hamburg gründete sich auch offiziell. Die Erwartungen der Club-Initiatoren Nils, Jonas und mir wurden dabei noch übertroffen. Mit 65 Leuten war der Veranstaltungsort bei uns komplett gefüllt.
Wir möchten uns an dieser Stelle noch einmal für das rege Interesse der Social Media Schaffenden in Hamburg bedanken, die den Social Media Club Hamburg mit ihrer Anwesenheit unterstützt haben. Besonderen Dank geht an Mark Pohlmann, der mit seinem Vortrag “Reden reicht nicht. Von der Liebe zu Social Media zum Zwang zu mehr Professionalität” für positive Diskussionen gesorgt hat. Das Feedback der Gäste vom gestrigen Abend bestätigt unsere Einschätzung, dass ein solcher Club in Hamburg gut funktioniert. Okay, einen Kritikpunkt müssen wir uns aber dennoch eingestehen: Das Bier war nicht kalt – sorry Nico.
Grundsätzlich zeigt diese Entwicklung noch einmal, dass Hamburg sich zum Epizentrum von Social Media in Deutschland mausert. Sorry Berlin, dass ich euch die Hoffnung nehmen muss
Wir freuen uns schon auf die nächsten Treffen im Rahmen des Social Media Clubs Hamburg. Bis dahin frei nach Mark Pohlmann: „Vermittelt Wissen und macht Externe zu Internen“.
Und hier noch ein Livemitschnitt vom gestrigen Abend:
Stream:
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Download:
Livemitschnitt Gründung Social Media Club Hamburg
Wir bedanken uns bei Timo, für seine Audiofiles.
Januar 5th, 2009 by ethority - Social Media Intelligence Team

Am 22.01 um 18h ist es soweit. Der Social Media Club Hamburg trifft sich zum ersten Mal. Die erste Sitzung wird im Office von ethority stattfinden. Wer Zeit, Lust und ein gesteigertes Interesse an der Gründungsitzung des ersten Social Media Club in Deutschland teilzunehmen – hier geht es zu den Infos.
Januar 5th, 2009 by ethority - Social Media Intelligence Team
Social Media Marketing wurde 2008 von deutschen Unternehmen immer stärker nachgefragt. Dieser Trend wird sich 2009 fortsetzen. Dieser ansteigenden Nachfrage folgend, wird die ethority ihre Kunden weiterhin vom Social Media Monitoring über die Daten-Analyse bis zur konkreten Umsetzung von Social Media Kampagnen unterstützen. Die aktuelle Marktentwicklung ist von der Umstrukturierung des Marketingmixes bei deutschen Unternehmen geprägt. Dieser allgemeine Trend erfordert auch eine zielgerichtete Erweiterung des Beraterteams von ethority. Ab dem 1. Januar 2009 werden Dr. Benedikt Köhler und Alexander Zapp das operative Geschäft von ethority verstärken. Damit setzt ethority konsequent sein Wachstum fort.
Herr Dr. Benedikt Köhler wird seinen Lehrauftrag an der Bundeswehrhochschule München niederlegen und als Director Digital Strategy & Research zu ethority wechseln. Neben seinem Lehrauftrag ist der promovierte Geisteswissenschaftler eine der Koryphäe der deutschsprachigen Social Media Szene und stellvertretender Vorsitzender der AG Social Media e.V. Durch die Verpflichtung von Dr. Köhler bekommt ethority einen weiteren Social Media Experten dazu gewinnen und damit die Unternehmensexpertise im Bereich Social Media weiter vertiefen.
Benedikt Köhler über sein Engagement bei ethority:Die Entwicklung im Bereich Social Media stellt Unternehmen vor neue und große Herausforderungen. Ich kann mir – auch als Soziologe – keine spannendere Aufgabe vorstellen, als diesen Wandel vor Ort zu beobachten, zu analysieren und aktiv mit zu gestalten. ethority macht es möglich, den Gap zwischen Analyse, strategischer Planung und konkreten Kampagnen zu überbrücken. Allein das macht dieses Engagement für mich besonders reizvoll.
Herr Alexander Zapp wird bei ethority als neuer Director CRM & New Media Services das bestehende Salesteam weiter verstärken. Der Betriebswirt wechselt nach 8 Jahren Online Sales Erfahrung bei Miva zur ethority.
Alexander Zapp freut sich sehr über seine neuen Aufgaben: Ich freue mich sehr bei einem der Innovationsführer im Bereich Social Media Marketing mitarbeiten zu können. Das klassische Marketing verfehlt zunehmend die Zielgruppe. Die Verschiebung der Kommunikationskanäle zu Gunsten von Social Media ist kaum noch zu übersehen. Daher sind dialogbasierte Social Media Marketing Lösungen in Kombination mit einer ausgereiften Monitoringtechnologie für mich einer der zukunftsträchtigsten und vielversprechendsten Vorgehensweisen im Bereich des Online Marketings.
Sten Franke, der Geschäftsführer und Inhaber von ethority, kommentiert den weiteren Zuwachs des Unternehmens wie folgt: Unsere Kunden fragen neben Social Media Monitoring Lösungen, auch immer stärker nach wirksamen Marketinglösungen im Bereich von Social Media nach. Ich freue mich sehr, dass wir Herrn Dr. Köhler und Herrn Zapp an Bord von ethority begrüßen dürfen, um damit unseren Wachstumskurs im Bereich Social Media Marketing weiterhin auf solide Pfeiler zu stellen. Mit der Schaffung dieser beiden Stellen, reagieren wir auf die immer stärkere Nachfrage für Social Media Marketing- und Marktforschungslösungen in Deutschland.
Dezember 23rd, 2008 by ethority - Social Media Intelligence Team
Der ethority Blog verabschiedet sich in die verdienten Weihnachtsfeiertage. Wir werden aber nicht in den Winterschlaf fallen, sondern die Social Media Gemeinde nach den Feiertagen weiter mit Content versorgen.
In diesem Sinne: Frohe Weihnachten
Dezember 7th, 2008 by ethority - Social Media Intelligence Team
Die Entwicklung rund um Social Media und dessen Einsatz im Bereich des Marketings gewinnt immer mehr an Relevanz im Marketingmix. Doch scheint es auf den ersten Blick fast so, als ob die US-Marketer im Bereich Social Media mutiger sind. Auf den zweiten Blick gibt es jedoch auch in Deutschland gelungene Beispiele für den Einsatz von Social Media Marketing. Langnese und Tchibo sind zwei gute Beispiel dafür, dass Social Media auch in deutsche Marketing Departments immer mehr an Gewicht gewinnt. Doch das Gros der Werbetreibenden in Deutschland bestechen immer noch durch vornehme Zurückhaltung in dem Bereich Social Media Marketing.
Woran mag diese vorherrschende Zurückhaltung deutscher Werbetreibender liegen? Um diese Frage zu beantworten, bietet sich ein näherer Blick auf die konsumentengenerierten Kommunikationsplattformen an. Die digitalen Kommunikationsplattformen versetzen den einzelnen Nutzer in die Lage, Inhalte zu produzieren sowie zu veröffentlichen und mit anderen Usern unmittelbar zu kommunizieren. Was bedeutet dieser Umstand jedoch für die Marketer in diesem Umfeld? Ganz einfach: die Markenbotschaft, die in diesen Kanälen gesät wird, entzieht sich der direkten Kontrolle der werbetreibenden Unternehmen. In diesen Medien übernimmt der User zu einem großen Teil die Kontrolle über die Markenkommunikation. Der Prosument ist letztendlich der Multiplikator von Markenbotschaften und nicht mehr die Marketingkampagnen in den klassischen Holz- bzw. Bewegtbildmedien. Ich denke, diese Verschiebung der Machtpositionen zu Gunsten der Prosumenten schreckt viele deutsche Unternehmen vor einem verstärkten Engagement in Social Media immer noch ab.
Dabei ist diese Angst zum größten Teil unbegründet. Marketer müssen eigentlich nur zu einem direkten Dialog mit ihrer Zielgruppe und ihren Kunden zurückfinden. In Social Media geht es um die direkte Kommunikation mit dem Kunden. Die Kunden sind immer öfters auch Nutzer von Social Networks, Besucher von Produktbewertungsportalen und Forennutzer und damit gleichzeitig auch Markenbotschafter. Marketer müssen mit diesen Multiplikatoren auf den jeweiligen Plattformen in einen transparenten Dialog treten. Siemüssen die Prosumenten mit authentischen Botschaften informieren und schließlich der Zielgruppe durch ihre Social Media Strategien einen echten Mehrwert geben.
Aber wo oder mit was soll ein Marketer im Bereich Social Media zuerst beginnen? Was muss zu Beginn jeglicher Social Media Initiative passieren? Will ich als Unternehmen mit meinem Kunden sprechen, muss ich erst einmal meinen Kunden zuhören. Daher muss ein Social Media Monitoring der erste Schritt zu einer umfassenden Kommunikationsstrategie im Social Media sein. Und doch ist eine leistungsfähige Monitoring-Lösung, um dem Kunden zuhören zu können, nur ein Eckpfeiler einer umfassenden Social Media Strategie. Lee Oden stellt eine Reihe von Eckpeilern für solche umfassende Kommunikationsstrategie in Social Media vor:
• Audience – Listen and understand your audience and how they communicate/interact on the social web. What types of social networks, media sharing and assets do they engage? What are their goals for doing so?
• Objectives – It’s important to consider both the goals of the company as well as the audience you’re trying to reach. Marketing on the social web is about giving to get. Knowing what your community wants is key in reaching your own organization’s goals because you’re going to give it to them.
• Strategic Plan – What approach will you take to meet the needs and interests of your audience in order to meet your own? Will you engage influencers, will you energize brand advocates or will you create demand by offering non-branded resources?
• Tactics – What social media marketing tactics and corresponding technologies will you use to implement the plan? Blogging, microblogging, social networks, video, forums, blogger relations and outreach. There are many to consider.
• Tools – What specific tools will you use to efficiently monitor, communicate, create and promote social content? WordPress, Facebook or MySpace, Twitter, YouTube, etc. Again, there are many to consider.
• Metrics – How will you measure success according to the objectives you’ve identified? What tools will you employ and at what point will you take benchmark measurements as well as interval measurements? Who will you report results to in the organization and will there be success metrics that you can share with the community you’re engaging?
Mit seinen Vorschlägen liegt Lee meiner Meinung nach völlig richtig. Die bei deutschen Marketern sicherlich noch vorherrschende Angst vor einem Kontrollverlust darf nicht dazu führen, dass diese Medien durch Marketer ignoriert werden. Ein solches Verhalten würde dann zwangsläufig zu einem Kontrollverlust führen. Social Media ist schließlich kein temporäreres Phänomen, sondern eine nachhaltige Veränderung des gesellschaftlichen Kommunikationsverhaltens. Nur ein proaktives und strategisches Vorgehen im Bereich Social Media kann eine Kontrollverlust in dem Bereich der Markenkommunikation verhindern. Dabei können die aufgeführten Strategieeckpfeiler von Lee eine gute Orientierung geben. Schließlich darf sich ein Marketer nicht die Frage stellen, ob er sich im Bereich Social Media engagieren sollte, sondern, wie lang er es sich leisten kann auf ein solches Engagement zu verzichten.













