August 10th, 2011 by Marc Thomalla

Bisher ist es auf Google+ nur möglich, als “echte Person” in Erscheinung zu treten. Die mit Spannung erwartenden Unternehmensseiten sind noch nicht verfügbar, werden zu Beginn auch nur wenigen Unternehmen zur Verfügung stehen. Hier sind einige Gründe, wieso auch Ihr Unternehmen für das Google+ Business gewappnet sein sollte.

Google+ Seiten treffen auf Suchmaschinenranking

Es ist durchaus denkbar, dass Google die +1 Aktivitäten in Google+ mit gewichtet und dem Suchmaschinen-Algorithmus hinzufügt. So kann man Google indirekt helfen, qualitativ hochwertigen Content von irrelevantem Content zu unterschieden.

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Das bedeutet, dass es nicht länger eine Trennung zwischen Social Media Business-Präsenz und Suchmaschinenranking geben wird. Diese beiden Punkte werden verschmelzen. So kann sich die Search Engine Präsenz in Echtzeit ändern und auch kleineren Unternehmen die Chance bieten, ohne große SEO/SEM Kenntnisse mitzuschwimmen, indem möglichst viele +1 Aktivitäten auf den Unternehmensseiten vorkommen.

Organisieren Sie sich Ihre Kunden

Ähnlich wie schon bei den jetzigen, privaten Profilen könnte man bei den Google+ Unternehmensseiten die Fans kategorisieren. Zum Beispiel “Top Kunden” (wenn man vielleicht auch eine Schnittstelle zu Google Analytics und somit Leadmessung herstellen kann), “mehr Infos benötigt” oder “bereits kontaktiert”. Es wird ein ungeheurer Vorteil sein, den Unternehmenscontent nur an die Kunden zu sharen, die sich hierfür auch interessieren.

Google Offers and Maps

Groupon kennt jeder. Google geht hier mit Google Offers gegenan, durchaus also denkbar, dass Offers in die Unternehmensseiten integriert werden. So kann man einen sehr nutzerfreundlichen, weil circle-basierten Kundenkreis damit bedienen. In Verbindung damit könnte Google Maps integriert werden, sodass man z. B. bei Gutscheinen für Kleidung gleich nachsehen kann, wo sich der nächste Store befindet, in dem man seinen Gutschein eintauschen kann.

Was bedeutet das für Ihr Unternehmen?

Durch das Zusammenspiel können ganz neue Wege geschaffen werden, die man bei Groupon bisher so nicht erreicht hat. Die direkte Verdrahtung zum nächsten Store in der Nähe, vielleicht zusätzlich in Kombination mit einem Check-In vor Ort und Extrarabatt ist äußerst interessant. Foursquare, Facebook Places und Co können sich dann warm anziehen.

Dies sind meine Gedankenspiele zu Google+ und deren Unternehmensseiten. Wie sind Ihre? Was erhoffen Sie sich? Ich freue mich auf Ihre Kommentare!

April 15th, 2009 by David Nelles

Okay, die fehlende Bereitschaft einiger Kommunikatoren mit ihrer Zielgruppe auf Social Networks in den Dialog zu treten habe ich nun dargelegt. Jetzt ist es nur allzu fair, den Zögernden einige Regeln an die Hand zu geben wie Facebook für Marketer wirklich gut funktionieren kann. Bei meiner Recherche bin bei mashable auf eine wirklich sinnvolle Facebook Betriebsanleitung gestoßen. In Anlehnung daran: Die fünf Säulen einer erfolgreichen Facebook Fanpage.

Vernetzung

Vernetze deine Online-Auftritte. Nutze deine bestehende Netzpräsenz um deine Facebook Fanpage zusätzlich mit Leben zu füllen. Durch diese Strategie gehst du sicher, dass deine Zielgruppe, die sich schon auf den anderen Webauftritten tummelt, einen leichten Zugriff auf die Fanpage hat.

Kooperation

Nutze schon bestehende Fanpages für die eigenen Zwecke. Wieso eigentlich etwas neues machen, wenn bestehende Pages gut funktionieren. Suche Zusammenarbeit mit schon bestehenden Markenevangelisten. Bestes Beispiel dafür die aktuelle Kooperation zwischen Coca Cola und seinen Markenfans.

Informationen

Sei Ratgeber oder exklusiver Informationslieferant nicht nur für deine Anhänger. Gib auch anderen Nutzern Ratschläge, welche sie nur auf deiner Fanpage erhalten. Mit dieser Strategie steigert sich das Image der Marke auch außerhalb deiner Fangruppe. So steht Dell den FB Usern als Ratgeber für den Einsatz von Social Media in kleinen Unternehmen zur Seite.

Mehrwert

Steigere die Attraktivität deiner Fanpage durch mehrwertstiftende Sonderaktionen oder Gewinnspiele. So können Gewinnspiele, die das Userengagement anregen zu einem wirklichen Boost der jeweiligen Fanpage werden. Ein gutes Beispiel hierfür ist z.B. Adobe , Ben & Jerry´s oder der die amerikanische Antwort auf C&A Old Navy.

Relevanz

Suche nach deiner Zielgruppe. Nicht jede Fanpage einer Marke fängt zwangsläufig an zu fliegen, wenn man sich an die obigen Regeln hält. Für eine erfolgreiche Fanpage muss ein ordentliches Targeting durchgeführt werden. Nicht jede Marke wird eine so starke Fangemeinde finden wie Apple & Co. Daher sollte im Vorfeld einer Facebook Initiative immer eine Relevanzprüfung stehen.

Aus diesen fünf Säulen sollte sich daher folgende Strategie ergeben: Zu Beginn sollte ein ausführliches Targeting sicher stellen, dass die jeweilige Marke bzw. das Produkt zur Zielgruppe Facebook passt. Wurde dieser Prozess mit einem positiven Ergebnis beendet, ist es hilfreich zu überprüfen, ob es schon große Fanpages gibt, mit denen es sich lohnt zu kooperieren. Nach einer etwaigen Kooperation oder einer Eigeninitiative ist es besonders wichtig, die Fanpage mit den restlichen Webauftritten der Marke zu vernetzen, damit der schon vorhandene Traffic der bestehenden Internetauftritte auf die Fanpage weitergeleitet wird. Zu guter letzt hängt der Erfolg jeder branded community, sei es nun auf studiVZ, myspace oder Facebook immer von der Qualität des Contents ab. Der Inhalt einer solchen Community muss einen echten Mehrwert haben. Das können Gewinnspiele oder spezielle Angebote und Aktionen sein, die eine Usereinbindung in die Markenkommunikation steigern.

März 17th, 2009 by David Nelles

Der User als Markenbotschafter – als Multiplikator von Markenbotschaften in Social Media? Diese Realität wird von vielen Marketing- und Kommunikationsverantwortlichen in Unternehmen oft noch als Gefahr gesehen. Dabei hatten Marketer doch vor Social Media ihre Markenbotschaften auch nicht wirklich unter Kontrolle.

Der Erfolg für Marken in Social Media führt ausschließlich über den User und sein Engagement. Coca Cola scheint schließlich diesen Weg verstanden zu haben. Die Fansite von Coca Cola auf facebook.com verfügt mittlerweile über 3.3 Millionen Fans und ist damit die zweitgrößte Fansite auf dem Netzwerk aus Palo Alto. Doch stecken hinter diesem Erfolg keine Verantwortlichen von Coca Cola, sondern drei völlig normale User, eben einfache Coke Fans.

the Coke page, which totals 3.3 million “fans,” wasn’t even created by Coca-Cola, but by a pair of Los Angelenos who just love Coke.
In late August 2008, aspiring actor Dusty Sorg was hunting for a Coca-Cola fan page he could join on Facebook. He didn’t find one that seemed legitimate so he hunted down a high-resolution digital image of a Coke can, uploaded it to Facebook and made a page.

Doch eine Änderung der facebook Geschäftsordnung im letzten November versetzt die Betreiber der Fanpage in Sorge. Das zuckerbergsche Netzwerk legte fest, dass eine Fanpage, welche sich einer konkreten Marke widmet, auch von der jeweiligen Marke verantwortet werden müsste. Facebook bot auf dieser Grundlage Coke an, die Gruppe zu übernehmen oder sie zu schließen. Wenn man nun die Analogie der Angst vor Kontrollverlust und Social Media weiterspinnt, würde man eigentlich vermuten, dass sich Coke dazu entschlossen hätte, diese Gruppe zu schließen. Auch einem der Gründer der Fanpage schwante nichts Gutes.

“Everyone has this vision that if something like this happens, the big company will send you off to Guantanamo,…”

Doch Coke überraschte das Publikum in diesem Fall. So löste Coke diese Aufgabe mit einer salomonischen Entscheidung. So entschied sich der Brausehersteller aus Atlanta, sich weder für die Schließung der Gruppe noch für eine feindliche Übernahme. Coke suchte den Dialog zu den Gruppenbetreibern und vereinbarte mit den beiden Gruppengründern, sie bei der Betreuung dieser riesigen Fanpage zu unterstützen. So stellt Coke den beiden Brausefans Dusty Sorg und Michael Jedrzejewski ein Team von Kreativen zur Seite.
Coke hat mit diesem Vorgehen gezeigt, wie wichtig es als Marke ist, die eigenen Fans im Bereich Social Media zu unterstützen. Hätte sich Coke für eine feindliche Übernahme oder gar für eine Schließung einer Fanpage mit über 3.3 Millionen Markenfans entschieden, wäre aus den vielen bekennenden Anhängern der Marke sicherlich ein erhebliches Reputationsrisiko entstanden.

Nach ersten holprigen Anfängen im Bereich der nutzergenerierten Medien, scheint Coca Cola dazu gelernt zu haben. Coke hat es verstanden, den User als Markenbotschafter zu nutzen, anstatt treue Fan Communities im Bereich der nutzergenerierten Medien zu verprellen. Der amerikanische Getränkehersteller setzt mit seiner Entscheidung auf einen nachhaltigen Dialog mit der Zielgruppe. Daher sollten sich gerade Marketer von anderen Brands an dieser Entscheidung ein Beispiel nehmen und ihre Fan Communities im Bereich Social Media unterstützen. Ein solches Vorgehen vertieft die Beziehungen zwischen User und Marke, fördert Vertrauen und Loyalität und steigert nachhaltig das Brand Image.