Februar 3rd, 2012 by Nelli Ranck
Am heutigen Freitag ist Sebastian Krüger von ProSiebenSat.1 Digital bei uns zu Gast.

Zur Peson: Der studierte Germanist ist seit 2011 Social Media Manager bei ProSiebenSat.1 Digital. ProSiebenSat.1 Digital verantwortet die interaktiven Produkte rund um die Sendermarken – von Online über Teletext bis zu mobilen Applikationen, ausserdem liegt das Games-Geschäft im Verantwortungsbereich von ProSiebenSat.1 Digital.
1. Social Media Monitoring in 2012: Aus Ihrer Sicht zwingend erforderlich oder nur zusätzliches Tool in einer Strategie?
Social Media Monitoring ist für jedes Unternehmen 2012 ein wichtiges Thema. Wichtig ist hier jedoch zu schauen, mit welchen Erwartungshaltung und welchen echten Ergebnissen ein solches Monitoring betrieben werden kann. Die ProSiebenSat.1 Media AG verfügt über diverse Tools um den Markt, unseren Zuschauer und die Bedürfnisse unserer Werbekunden zu erfassen. Social Media Monitoring ist hier ein weitere sinnvoller Baustein, der jedoch angepasst auf die Social Media Strategie der Gruppe genauestens abgestimmt werden muss, um in seiner Wertigkeit auch eine Aussagerelevanz für unser weiteres Vorgehen zu erzielen.
2. Wo sehen Sie die wichtigsten Trends im Social Commerce?
Wir setzten stark auf Videoadvertising im Social Web und schauen natürlich nach weiteren Wegen, wie wir fernab vom klassischen Social Media Traffic, kommerzielle Erfolge aus unserer Social Media Performance ziehen können. Hierbei haben wir mit unserem exklusivem Zugang zu Stars und Formathighlights eine gute Ausgangslage die wir 2012 nutzen werden.
3. Wie bewerten Sie die aktuelle Debatte rund um das Thema ROI im Social Media?
Ich sitze schon seit langem auf diversen Konferenzen und habe mich immer gewundert, warum manche Unternehmungen im Social Web betrieben wurden – da die Frage nach dem ROI so gut wie nie gestellt wurde. Für uns war von Anfang an klar, das Social Media ein Business werden muss. Aus diesem Grund haben wir ein KPI-System entwickelt, welches aufzeigt ob unsere Aktivitäten erfolgreich sind. Wir haben den ROI im Blick und erwirtschaften mit Social Media selbstverständlich auch Gewinne. Warum andere diese Frage jetzt erst stellen, ist mir persönlich nicht klar.
4. Was fasziniert Sie an Social Media besonders?
Die Schnelligkeit und die Dynamik im Geschäft – ich lerne jeden Tag neue Ideen kennen, sehe Redakteure mit leuchtenden Augen von ihren aktuellen Kampagnen erzählen und bekomme direktes Feedback vom Kunden. Ein schlicht faszinierendes Medium.
5. Ihr Favorit: Facebook oder Google+? Welchen Wert hat Twitter für Sie?
Mein persönlicher Favorit? FB plus G+ plus Twitter
Ich nutze alle Dienste, je nach Aufgabenlage und Interessensansatz…. Twitter ist für uns 2012 ein wichtiger Partner, wie wir gerade bei “The Voice of Germany” zeigen.
6. Social Media Manager bei ProSiebenSat.1 Digital GmbH – wie können wir uns das vorstellen? Wie sieht Ihr Tagesablauf aus?
Typisch gibt es nicht. Generell bin ich für die komplette strategische Steuerung der Social Media Aktivitäten unserer Gruppe zuständig. Es ist also kein 9 to 5 Job. Ich stehe am Morgen auf und checke kurz über die üblichen Kanäle ob in der Nacht ein Shitstorm über uns gerollt ist
Ist das nicht der Fall fahre ich in aller Ruhe gegen halb neun ins Büro, hab 1,5 Stunden am Rechner und arbeite mich durch meine Mails. Zwischen 10 und 18 Uhr setzt i.d.R. der übliche Meetingmarathon ein und im Anschluss wird an Präsentationen, Angeboten, Kampagnen oder technischen Projekten gearbeitet…
Januar 27th, 2012 by Nelli Ranck
Kurz vorm Wochenende stellen wir euch den PR-Berater Mirko Lange vor, der uns heute zu 5 Fragen über Social Media Rede und Antwort gestanden hat.

Zur Person: Mirko Lange ist Chef der Münchner Kommunikations-Agentur talkabout communications. Er begreift sich als ein neuer Typ von PR-Beratern, die als Öffentlichkeits-ARBEITER den direkten Dialog mit den Stakeholdern suchen, auch und vor allem durch die neuen Möglichkeiten des Internets. Zudem berät er Unternehmen bei der strategischen Integration von Social Media. Zu den Kunden von talkabout gehören neben einer Reihe von Start-Ups und IT-Unternehmen u.a. auch die Deutsche Bahn und die Commerzbank.
1. Wie definieren Sie Social Media Intelligence?
Ganz allgemein als Gegenteil von “Social Media Stupidity”. Dass man also darüber nachdenkt, was man tut. Ansonsten könnte man das sicherlich wie folgt definieren: “Verfahren und Prozesse zur systematischen Analyse (Sammlung, Auswertung und Darstellung) von Daten in elektronischer Form mit dem Ziel, Erkenntnisse zu gewinnen, die in Hinsicht auf die Ziele von Social Media bessere operative oder strategische Entscheidungen ermöglichen”… also analog zu “Business Intelligence”. Ich glaube allerdings nicht, dass “Social Media Intelligence” aktuell irgendeine Rolle spielt – jedenfalls nicht so lange, bis sich Unternehmen überhaupt mal zu “Social Media” strategisch verhalten – ja überhaupt erst einmal vernünftige Ziele definieren. Da fehlt es nämlich an allen Ecken und Enden. Aktuell halte ich das Thema eher für schädlich, weil es leicht dazu führt, dass man wieder alles auf irgendwelche operativen Kennzahlen ausrichtet, die überhaupt nichts aussagen.
2. Inwieweit haben Sie (Social) SEO im Unternehmen verankert?
Wir wissen, dass Inhalte, die wir ins Internet stellen – egal ob “in Social Media” oder woanders – von Suchmaschinen indiziert werden und wir kennen die Mechanismen, nach denen sie das tun.
3. Social TV, Location Based Services, Social Gaming etc. – nur ein Hype oder ein ernst zu nehmendes Thema in 2012?
Ich sehe weder einen “Hype” noch würde ich sagen, dass diese Themen per se “ernst zu nehmen” sein. Aber es sind definitiv Themen. Allerdings nicht für jeden. Man muss sie sich also ganz entspannt anschauen, und dann entscheiden, ob man diese Möglichkeiten nutzt. Aber auch hier gilt: Wer sein Spiel nicht kennt, dem ist kein Wind günstig.
4. Fans zu Kunden machen oder: Was nützen 200.000 Fans, wenn keiner kauft? Wie denken Sie darüber?
Ich denke (und das meine ich wirklich ernst!), dass es in keiner Weise intelligent ist (s.o.) “Fans zu Kunden” machen zu wollen. Im Gegenteil. Zuerst sollte man Kunden zu Fans machen. Das ist vielleicht auch meine allergrößte Kritik und auch das, was ich oben mit “vernünftige Ziele” meinte. Zunächst: Man gewinnt im Social Web keine “Fans”. Die gewinnt man nur im echten Leben. Und dann: Wer er es nicht einmal schafft, seine Kunden zu Fans zu machen, wird es mit Nicht-Kunden noch viel weniger schaffen. Zudem erreicht man seine bestehenden Kunden ja auch leichter. Daraus folgt zwingend, dass man mit seinen bestehenden Kunden anfängt. Und wenn man das schafft, dann wird man ohnehin keine Probleme mehr haben, neue Kunden zu gewinnen. Denn dann ist man gut, und man hat viele Unterstützer.
5. Unternehmensblog: Überflüssig seit dem Boom von Facebook und Google+ Unternehmensseiten oder immer noch ein Must-Have?
Ein Unternehmensblog war noch nie ein generelles “Must-Have”. Und natürlich gibt es immer noch sehr gute Gründe, ein Unternehmensblog zu betreiben.
Januar 6th, 2012 by Nelli Ranck
Liebe Leser, herzlich willkommen zu der ersten Ausgabe unserer Freitagsrubrik in 2012. Carsten Ludowig von der XING AG ist der heutige Gast der Social Media Runde:

Zur Person: Carsten Ludowig (39), Director Advertising & Partnerships bei der XING AG, ist für die Vermarktung der Plattform sowie für den Ausbau und die Leitung der Business Unit Advertising & Partnerships verantwortlich. Carsten Ludowig hat über 14 Jahre Erfahrung in der der Produktentwicklung, dem Produktmanagement und der Vermarktung digitaler Medien. Vor seinem Wechsel zur XING AG war Ludowig bei G+J Electronic Media Sales tätig. Zuvor bekleidete Ludowig sieben Jahre lang verschiedene leitende Positionen bei der T-Online Tochter Interactive Media.
1. Wie definieren Sie Social Media Intelligence?
Social Media Intelligence bedeutet für mich zuerst einmal systematisches Monitoring der verschiedenen Social Media-Kanäle. Ich muss wissen, wo und in welcher Form ein Unternehmen, mein Produkt und meine Marke gerade ein Thema sind, diese Aktivitäten systematisch erfassen und die Informationen dann auch richtig deuten. Auch seine Zielgruppe genau zu kennen ist Social Media Intelligence. Auf XING z.B. können Unternehmen, die ein Unternehmensprofil betreiben, anhand der beruflichen Profile Ihrer Abonnenten sehen, wer diese sind und daraus ableiten, wie diese optimal angesprochen werden können.
2. Inwieweit haben Sie (Social) SEO im Unternehmen verankert?
SEO ist für uns natürlich ein wichtiges Thema und wird schon bei der Produktentwicklung mitgedacht. Zudem werden wir von einer Agentur bei der Onsite-Optimierung fachlich unterstützt.
3. Social TV, Location Based Services, Social Gaming etc. – nur ein Hype oder ein ernst zu nehmendes Thema in 2012?
Soziale Medien oder Techniken, mit denen man diese bespielen kann, sind entweder längst fest etabliert oder auf dem Wege dahin. Dies geht quer durch alle Generationen und gilt sowohl im privaten Umfeld sowie im Business-Kontext. Nehmen wir Location Based Services: Bei XING setzen wir z.B. mit dem “Mobile Handshake” auf LBS, eine mobile Funktion, mit dem sich zwei Nutzer, die sich z.B. auf einer Konferenz begegnen, per Smartphone verbinden können. Auch auf die Werbung hat der Social Trend natürlich großen Einfluss: Social Advertising wird in diesem Jahr auch auf unserer Plattform an Bedeutung gewinnen.
4. Fans zu Kunden machen oder: Was nützen 200.000 Fans, wenn keiner kauft? Wie denken Sie darüber?
Ich denke, dass man das Investment in Social Media-Aktivitäten nicht anhand von kurzfristig gedachten KPIs, sondern anhand des langfristig generierten Wertes für die Marke bewerten sollte. Allein die Tatsache, dass ein Unternehmen sich in sozialen Medien engagiert, zahlt aber schon auf die Marke ein, zeigt das Unternehmen doch damit, dass es eine zeitgemäße Form nutzt, um mit potentiellen Bewerbern, Kunden und Interessenten zu kommunizieren.
5. Unternehmensblog: Überflüssig seit dem Boom von Facebook und Google+ Unternehmensseiten oder immer noch ein Must-Have?
Unternehmensblog und Unternehmensseiten, das ist für mich kein Entweder-Oder, sondern ein Und. Der Unternehmensblog kann als eine Art Home Base fungieren, ein zentraler Platz, auf dem Themen ausführlich behandelt werden können. Unternehmensseiten und andere soziale Kanäle sind wichtig, um diese zu verbreiten und Besucher zu triggern.
Dezember 16th, 2011 by Nelli Ranck
Heute dürfen wir bei uns Sebastian Keil, Etat-Direktor und Leiter Beratung bei Scholz & Friends Digital in Hamburg, begrüßen.

Zur Person: Keil (37) studierte Amerikanistik an der Universität in Hamburg. Nach seinem Magisterabschluss begann er seine Karriere bei WBN: Büro für Kommunikation als PR-Berater, wo er später die Leitung der Unit WBN:DIGITAL übernahm und für die Projektleitung, das Business Development und die Neukundenakquise zuständig war. Seit 2011 ist er als Leiter Beratung bei Scholz & Friends Digital und betreut Kunden wie Opel, Vodafone, BIG Direkt und Robinson. Sebastian Keil erhielt 2006 eine Auszeichnung beim PR Report Award. Er führt seit fünf Jahren einen Videopodcast und bloggt.
1. Social Media Monitoring in 2012: Aus Ihrer Sicht zwingend erforderlich oder nur zusätzliches Tool in einer Strategie?
In welcher Form auch immer, das Zuhören gehört auf jeden Fall zu einer Aktion oder Kampagne dazu. Wie ausgeprägt man das gewichtet ist natürlich von Strategie und Kreation abhängig, aber man sollte schon geordnet im Auge behalten, was drumherum passiert.
2. Wo sehen Sie die wichtigsten Trends im Social Commerce?
Im deutschsprachigen Raum werden wir Gehversuche im Facebook-Commerce sehen, und ich hoffe auf weniger konstruierte Cases insgesamt. Ich glaube das vor allem zu niedrige Budgets und zu unerfahrene Dienstleister dafür verantwortlich waren, dass es in der Vergangenheit nur wenig “Verkauf” im Social Web gab, der echt Spaß gemacht hat. Und wenn es Spaß macht und der Preis ok war, dann erzähl ich davon auch meinen Freunden…
3. Wie bewerten Sie die aktuelle Debatte rund um das Thema ROI im Social Media?
Aktuelle Debatte? Die Frage gibt es seit knapp 5 Jahren und jedes Jahr wieder. Wir sprechen hier über Unternehmensziele, die man mit Hilfe von Social Media erfüllen möchte. Und dann gibt es Kampagnenziele, die erreicht werden wollen. Das kann man nur unterstützen, denn nur so kann man eine Aktion fundieren und ausrichten – mit genauen Zielvorgaben. Hinterher muss man sich dann einen Review gefallen lassen. Auch das kann ich nur unterstützen, denn nur so können Unternehmen und Agentur lernen. Bedeutet das, dass hinter jeder Aktion eine Eurosumme steht? In keinem Fall, ROI steht für mich nicht automatisch für Quantitatives
4. Was fasziniert Sie an Social Media besonders?
Der Facettenreichtum, das Angebot, das Persönliche.
5. Ihr Favorit: Facebook oder Google+? Welchen Wert hat Twitter für Sie?
Facebook sehr privat und Twitter immer und überall. Google+ habe ich nicht so integriert, auch weil sich mit dem neuen Job mein Tagesablauf etwas verändert hat. Aber das kann noch kommen.
6. Etat-Direktor Digital bei Scholz & Friends – wie können wir uns das vorstellen? Wie sieht Ihr Tagesablauf aus?
Das tolle an der Arbeit in einer Werbeagentur ist ja, dass es selten zwei Tage gibt, die gleich aussehen. In der letzten Woche war ich sehr viel in Abstimmungsmeetings mit Kreativen und Kunden, bin zu Kunden gereist, um mit Kollegen neue Ideen vorzustellen und habe viel telefoniert. Wenn möglich habe ich aber morgens eine Sondierungsphase in der ich aktuelle News und Blogposts lese, und gezielt den Tag priorisiere. In der Regel gelingt es mir, das Büro relativ pünktlich zu verlassen, um dann abends nachdem die Kinder im Bett sind noch ein bisschen zu arbeiten.
Dezember 9th, 2011 by Nelli Ranck
Der heutige Gast unserer digitalen Fragerunde ist Mirko Kaminski (40), Inhaber und CEO der Kommunikationsagentur achtung!, Hamburg und München.

Zur Person: Während seines Studiums der Politik arbeitete Mirko Kaminski bei Radio Schleswig-Holstein als Redakteur sowie zuletzt als Produzent der Morningshow. Nach Abschluss des Studiums wechselte der gebürtige Fehmaraneri zu Burson-Marsteller nach Frankfurt und beriet dort in erster Linie Finanzdienstleister. Bei der Citibank war er anschließend als Pressesprecher tätig. 2001 gründete Kaminski die achtung! kommunikation GmbH – heute kurz achtung! Die Agentur beschäftigt 100 Mitarbeiter und ist unter anderem für eBay, Deutsche Bahn, Duden, Vapiano, Jaguar, Lego und Zewa tätig.
1. Social Media Monitoring in 2012: Aus Ihrer Sicht zwingend erforderlich oder nur zusätzliches Tool in einer Strategie?
Sie würden wahrscheinlich gern – weil gut fürs Geschäft – “zwingend erforderlich” hören. Aber meine – vielleicht unbefriedigende – Antwort ist: Kommt drauf an!
2. Wo sehen Sie die wichtigsten Trends im Social Commerce?
Da müsste ich erstmal Wolfgang Lünenbürger-Reidenbach, unseren Top-Digital-Strategen, und sein Team fragen. Generell aber ist selbst mir klar, dass mehr und mehr CRM- und Social-Media-Daten zusammengeführt werden dürften, um zu noch deutlicheren Personenprofilen und somit passgenauen Angeboten zu kommen.
3. Wie bewerten Sie die aktuelle Debatte rund um das Thema ROI im Social Media?
Ach, wenn doch nur all die Energie, die in den vergangenen Jahren – und zwar nicht nur bezüglich Social Media – in ROI-Debatten draufgegangen ist, in starke Kommunikationsstrategien und -ideen geflossen wäre! Klar, Kommunikation muss Ziel haben und Ergebnisse zeigen. Aber Ziel und Ergebnis lassen sich bei weitem nicht immer in Euro angeben.
4. Was fasziniert Sie an Social Media besonders?
Die Unmittelbarkeit und die unverzügliche Resonanz. Ich nutze diese Möglichkeiten zuweilen, um im Kleinen unauffällig und risikoarm Ideen zu testen, die womöglich später zu Konzepten werden.
5. Ihr Favorit: Facebook oder Google+? Welchen Wert hat Twitter für Sie?
Sie alle haben ihren Wert, ständiger Favorit aber ist keiner für mich. Das wechselt abhängig davon, was ich gerade mitteilen, beobachten oder aber anstoßen möchte. Da ist mal der eine, mal der andere weiter vorne.
6. CEO und Social Media – wie passt das zusammen? Wie sieht Ihr Tagesablauf aus?
Ich werde manchmal von anderen Agenturgeschäftsführern gefragt, woher ich überhaupt die Zeit nehmen würde, “so viel” im Social Web zu machen. Meine Gegenfrage ist dann immer: “Wie habt Ihr denn nur Euren Laden organisiert, dass Ihr dafür keine Zeit habt?”
Dezember 2nd, 2011 by Nelli Ranck
Heute begrüßen wir zur unseren Runde Alexander Hauser, Geschäftsbereichsleiter Online-Marketing bei Sparkassen-Finanzportal GmbH.

Zur Person: Alexander Hauser leitet den Geschäftsbereich Online-Marketing beim Sparkassen-Finanzportal. Auf Agenturseite betreute Herr Hauser namhafte Markenetats wie Mercedes-Benz, Panasonic, Ramazzotti oder Levi’s, bevor er in die Finanzwirtschaft wechselte. Seit 2004 ist er im Social Web aktiv und berät in seiner jetzigen Funktion Unternehmen der Sparkassen-Finanzgruppe im Aufbau Ihrer Social Media-Aktivitäten.
1. Social Media Monitoring in 2012: Aus Ihrer Sicht zwingend erforderlich oder nur zusätzliches Tool in einer Strategie?
Social Media Monitoring ist in der Sparkassen-Finanzgruppe ein essentielles Basiswerkzeug in der Kommunikation. Zum einen als Grundlage unseres eigenen Reputationsmanagements, zum anderen aber auch als Marktforschungstool und zur Resonanzmessung unserer Social Media-basierten Kampagnen wie die diesjährige “Giro sucht Hero”-Kampagne.
2. Wo sehen Sie die wichtigsten Trends im Social Commerce?
Ich sehe nicht unbedingt den Trend, Produktabschlüsse direkt über Social Media-Plattformen zu tätigen, vor allem nicht im Finanzdienstleistungsbereich. Aber die Meinungsbildung und Informationsaggregation zu Produkten und Dienstleistungen wird massgeblich auch über Social Media bestimmt. Daher ist es für uns wichtig, in Social Media-Umfeldern Informationen und Angebote bereit zu halten, die es unseren Kunden und Zielgruppen möglichst einfach machen, mit uns zu interagieren und die auch einen Mehrwert darstellen.
3. Wie bewerten Sie die aktuelle Debatte rund um das Thema ROI im Social Media?
Die Social Media-Aktivitäten einer Marke oder eines Unternehmens können nicht im luftleeren Raum stattfinden, daher ist die Diskussion um messbare Ergebnisse wichtig und richtig, um auch die damit verbundenen Aufwände zu rechtfertigen. Der ROI kann aber nicht oder nicht nur anhand von Umsatz- und Ertragsgrößen definiert werden, Social Media ist komplexer als das. Den Ansatz der Social Media Balanced Scorecard zeigt hier vielfältige Aspekte jenseits von rein finanziellen Größen, die den ROI definieren können.
4. Was fasziniert Sie an Social Media besonders?
Als gelernter “klassischer Werber” hat es mich früher immer gestört, daß man zuerst eine groß angelegte Kampagne umsetzt und danach wiederum viel Geld in Marktforschung anlegen musste, um nachzuweisen, wie sich die Imagewerte meiner Zielgruppe in Bezug auf mein Produkt oder meine Dienstleistung verändert haben. Onlinekommunikation und im speziellen Social Media-Kommunikation gibt mir unmittelbares Feedback, wo ich mit meiner Marke und meinem Produkt stehe. Viele Unternehmen scheuen noch den Social Media Dialog aus Angst vor Kritik und negativen Äusserungen. Das Gegenteil sollte der Fall sein: begrüßen Sie Kritik, begegnen Sie ihr auf Augenhöhe und sehen Sie darin immer eine Chance zur Verbesserung ihres Produktes oder Ihrer Dienstleistung. Die Sparkassen haben in Deutschland 50 Millionen Kunden und die sagen uns schon sehr genau, wo der Schuh drückt. Unsere Pflicht ist es, dem Kunden zuzuhören und ihn Ernst zu nehmen, gerade in Zeiten einer Finanzmarktkrise.
5. Bevorzugen Sie Facebook oder Google+ ? “Liken Sie noch, oder Plussen Sie schon?”
Wir “liken”, beobachten die Entwicklungen rund um Google+ aber weniger aus dem Social Media-Blickwinkel sondern mehr aus dem SEM / SEO-Blickwinkel. Für Social Media-Dialog hat Google+ derzeit noch einige Defizite (Reichweite, fehlende Interaktionsmöglichkeiten auf Unternehmensseiten, kryptische URL’s, Adminstrukturen von Unternehmensseiten), die aus unserer Sicht erstmal gelöst werden müssen, bevor wir aktive Präsenzen dort in Betracht ziehen würden.

6. Geschäftsbereichsleiter Online-Marketing bei Sparkassen-Finanzportal GmbH – wie können wir uns das vorstellen? Wie sieht Ihr Tagesablauf aus?
Als zentraler Internetdienstleister der Sparkassen-Finanzgruppe beraten und unterstützen wir die 428 Sparkassen in Deutschland in allen Belangen des Online-Marketings und -Vertriebs. Durch die dezentrale Struktur der Sparkassen ist das viel mit Reisetätigkeit verbunden, die einen auch in die ländlicheren Gebiete Deutschlands führt. Social Media ist momentan auch das bestimmende Thema unserer Gespräche mit den Sparkassen, da wir uns früh dem Thema gewidmet haben können wir unseren Sparkassen schon sehr ausführliche Informationen und Services rund ums Thema anbieten. Social Media Monitoring zum Beispiel ist hier für die meisten Sparkassen ein unverzichtbares Tool geworden, um eben auch die Diskussion im Social Web zum eigenen Institut besser erfassen und bewerten zu können um letztendlich auch in einen aktiven Dialog mit den Kunden zu treten.
November 18th, 2011 by Nelli Ranck
Am heutigen Freitag steht uns Roland Hachmann, Head of Social Media Marketing bei DDB Tribal Hamburg GmbH, Rede und Antwort.

Zur Person: Roland Hachmann leitet bei DDB Tribal die Social Media Taskforce bestehend aus Social Media Strategen und Community Managern. Seit 1998 berät Roland Hachmann Kunden in vielen verschiedenen Facetten des Online Marketing, von Online Advertising über Website Projekte, Social Media Marketing bis hin zu E-Mail Marketing. Zusätzlich hält Roland Hachmann Vorträge auf Veranstaltungen und schreibt unregelmäßig Fachartikel für Publikationen. Bisherige Stationen von Roland Hachmann waren Ogilvy Frankfurt, sowie Ogilvy Paris.
1. Social Media Monitoring in 2012: Aus Ihrer Sicht zwingend erforderlich oder nur zusätzliches Tool in einer Strategie?
Social Media Monitoring ist ein zwingend erforderliches Tool in einer Strategie. Wie häufig und wie detailliert ein Unternehmen Social Media Monitoring betreibt hängt von der jeweiligen Marke und Social Media Strategie ab. Das Zuhören, Auswerten und Ableiten von Handlungen ist jedoch für jedes Unternehmen heutzutage ein Muss.
Für uns als Kreativagentur leistet Social Media Monitoring an zwei Stellen im Prozess einen Wertbeitrag: Anfangs hilft es uns, wertvolle Consumer Insights für das Kreativbriefing zu gewinnen. Zum Abschluss einer Kampagne, Social Media Aktion oder einfach nur zum Ende eines bestimmten Zeitabschnitts, können wir anhand des Monitorings den Erfolg und die Wirkung unserer Tätigkeiten hinsichtlich der Gespräche und Meinungen zur Marke im Web messen.
2. Wo sehen Sie die wichtigsten Trends im Social Commerce?
Aus Markensicht wird es weiterhin wichtig sein, möglichst nahe an oder sogar mitten in den Netzwerken der Zielgruppe zu sein. Daher werden wir noch sehr viel mehr Commerce auf Facebook sehen. Die Möglichkeiten hinsichtlich Sharing sowie Newsfeed-Meldungen können zu schwarmhaften Einkaufsverhalten führen, was interessante Möglichkeiten für Marken eröffnet. Ob Social Commerce Features von den Nutzern angenommen werden wird, muss sich natürlich zeigen.
Aus Sicht der Zielgruppe sind Informationen aus dem eigenen Social- oder Interestgraph während des Kaufprozesses im Prinzip durchaus interessant. Wer von meinen Freunden oder meinen Kontakten mit ähnlichen thematischen Interessen hat das gleiche gekauft, was haben sie damit kombiniert? Ein extrem interessanter Mehrwert für die Zielgruppe.
3. Wie bewerten Sie die aktuelle Debatte rund um das Thema ROI im Social Media?
Die Frage muss dringend gelöst werden. Social Media hat in vielen Unternehmen einen festen Platz im Marketing Mix bekommen, dennoch sind viele Marketingverantwortliche weiterhin unsicher was den Wertbeitrag von Social Media betrifft.
Es gibt viele Messgrößen, die als KPI herangezogen werden, in Ermangelung von Erfahrungswerten können diese jedoch nicht klar beurteilt, geschweige denn mit anderen KPI im Bereich der Marketing Kommunikation verglichen werden.
Viel zu oft wird nach dem direkten Abverkaufs- oder Vertriebsanbahnungsbeitrag gefragt. Dieser lässt sich aber nur selten konkret ermitteln. Stattdessen tragen viele Social Media Marketing Aktionen zum Image der Marke und zur Kunden- oder Prospectbindung bei. Aber auch hier gibt es noch keine allgemein etablierten und anerkannten KPI. Was ist ein Fan wert, was ein “Like” oder ein Kommentar?
In anderen Bereichen (z.B. Klassische Werbung) wird für viele KPI Marktforschung betrieben. Im Social Media Bereich ist das selten der Fall. Ich vermute das liegt u.a. daran, dass die vielen im Online Bereich messbaren KPI wie z.B. Klicks oder Visits eine Statistik-Nebelwolke produzieren, sodass andere sehr wichtige Faktoren (Awareness, Image, Einstellung zur Marke, etc.) gar nicht erst in Betracht gezogen werden. Auch Gesprächs- und Stimmungs-KPI wie sie in einem Social Media Monitoring ermittelt werden, haben noch keinen adäquaten Stellenwert in der Erfolgmessung erreicht.
Das ist schade, denn ich glaube mit den richtigen branchenweit oder zumindest unternehmensweit anerkannten Methodiken könnte Social Media sehr viel besser seinen Wertbeitrag im Marketing Mix beweisen.
4. Was fasziniert Sie an Social Media besonders?
Das könnte eine längere Antwort werden… Mich begeistern die Möglichkeiten, die User heutzutage haben, selbstbestimmte Mediennutzung zu genießen. Die Möglichkeit zu vernetztem Dialog, Interaktion mit Marken und Unternehmen. Die Möglichkeiten der Selbstdarstellung durch einfachste Publikationsmöglichkeiten in großen oder kleinen Netzwerken. Jeder kann heutzutage in jeglicher Nische Gleichgesinnte finden und sich mit ihnen austauschen.
Beruflich ist es für mich eine konsequente Evolution dessen, was ich seit 1998 mache: Online Marketing, Interactive und Direkt Marketing und jetzt eben Social Media Marketing. Marketing Kommunikation auf Beziehungsebene.
5. Bevorzugen Sie Facebook oder Google+ ? “Liken Sie noch, oder Plussen Sie schon?”
Für private Zwecke bevorzuge ich weiterhin Facebook, da sich mein privates soziales Netzwerk fast ausschließlich dort aufhält und postet. Google+ wird beruflich immer wichtiger, allerdings eher in ähnlicher Art und Weise, wie Twitter: dort verfolge ich vorrangig Links + News aus der Branche. Bisher hat sich G+ aber noch nicht als gleichwertig gezeigt.

6. Head of SoMe Marketing bei DDB Tribal Hamburg GmbH – wie können wir uns das vorstellen? Wie sieht Ihr Tagesablauf aus?
Neben E-Mails checke ich morgen als erste meine Feeds und Twitter Timeline. Um 9:45h hat unsere Social Media Taskforce ein 15 minütiges “Trendscouting” Meeting – jeder aus dem Team ist aufgefordert, ein interessantes Social Media Netzfundstück der letzten 24h zu zeigen. Der Rest des Tages ist angefüllt mit Projektmeetings in der Taskforce oder mit anderen Teams der Agentur (Beratung, Kreation, Konzeption, etc.) mit denen unsere Taskforce Social Media Projekte zusammen umsetzt. Oder eben mit dem Schreiben von Präsentationen, E-Mails abarbeiten, etc. Abends schreibe ich hin und wieder Blogposts für meine Blogs Netzfischer (www.netzfischer.de) und Web Jungle (www.web-jungle.com). Die Frequenz schwankt allerdings stark je nach Workload im Job. In letzter Zeit war nicht viel Zeit dafür…
November 11th, 2011 by Nelli Ranck
Unser Gesprächspartner heute ist Harald Fortmann, Geschäftsführender Gesellschafter der Yellow Tomato GmbH.

Zur Person: Harald R. Fortmann, Geschäftsführender Gesellschafter der Yellow Tomato GmbH, ist seit 1996 in der Digitalen Wirtschaft aktiv. Neben den geschäftlichen Aktivitäten ist er seit 2005 Vizepräsident des BVDW e.V. sowie Studienleiter (Standort Hamburg), Dozent und Mitglied des Prüfungsausschusses der DDA für den von ihm mitinitierten Lehrgang zum Fachwirt Online Marketing BVDW. Seit 2010 ist Harald R. Fortmann einer der wenigen Google Certified Trainer. Er ist zudem in diversen Fachbeiräten zu Veranstaltungen und Publikationen rund um den Bereich des Online Marketings aktiv.
1. Social Media Monitoring in 2012: Aus Ihrer Sicht zwingend erforderlich oder nur zusätzliches Tool in einer Strategie?
Weder noch. Es kommt auf die Ziele und den Status Quo des Kunden an. Social Media ist für Unternehmen zweifelsohne immer wichtiger, stellt aber noch die Kür dar. Wenn die Pflichtaufgaben noch nicht erfüllt sind, macht es auch keinen Sinn Ressourcen in diesem Bereich zu investieren. Für Unternehmen die bereits im Digitalen Marketing und der Digitalen Kommunikation tätig sind ist es zweifelsohne erforderlich. Vor einer jeder Strategie im Bereich Social Media gilt für mich das chinesische Sprichwort “Der Mensch hat 2 Augen und 2 Ohren – aber nur 1 Mund.”. Erst mal zuhören, dann verstehen und darauf eine Strategie aufbauen.
2. Wo sehen Sie die wichtigsten Trends im Social Commerce?
Im Bereich der Empfehlung durch Gleichgesinnte. Trendsetter werden so noch mehr an Bedeutung für Unternehmen gewinnen, da sie viral die Qualitäten eines Produktes verbreiten.
3. Wie bewerten Sie die aktuelle Debatte rund um das Thema ROI im Social Media?
Typisch Deutsch. Anders als in den USA steht hier die Frage nach dem “Was kommt denn dabei raus?” immer am Anfang einer Entscheidung. Die Kunden sollten lernend erfolgreich sein, dann stimmt auch der ROI.
4. Was fasziniert Sie an Social Media besonders?
Die Möglichkeit der schnellen globalen Kommunikation und die Recherche nach Themen. Irgendein Follower hat meistens einen Tipp zu einer Frage; ab und zu schlägt Follower-Power selbst Google.
5. Bevorzugen Sie Facebook oder Google+ ? “Liken Sie noch, oder Plussen Sie schon?”
Weder noch. Ich habe Facebook vor ca. 1,5 Jahren verlassen, da das Thema Datenschutz hier mit Füssen getreten wird. Es sind deutliche Verbesserungen zu sehen, aber ich bin noch nicht überzeugt worden, zurück zu kehren.
Google+ nutze ich passiv – ich bin gespannt, wo hier die Reise hingeht.
Mein Herz schlägt für Twitter. Kurz, knapp, relevant. Mehr brauche ich nicht.

6. Geschäftsführender Gesellschafter bei Yellow Tomato – wie können wir uns das vorstellen? Wie sieht Ihr Tagesablauf aus?
Nach meiner langen Zeit in US Konzernen war die Gründung der Yellow Tomato innerhalb der Pixelpark Gruppe ein neuer Weg für mich. Schwerpunkt Deutschland, deutsches Bord, Springer&Jacoby Werte. Nach 2,5 Jahren kann ich sagen es war der richtige Weg. Das Führungsteam ist eines der besten in deutschen Agenturen, Werte und Menschen stehen hier im Vordergrund und bilden die Basis für erfolgreiches Unternehmertum. Ich bin den USA noch sehr verbunden und oft da um mir Visionen zu holen, das brauche ich dann ab und zu um aus dem “deutschen” zu entfliehen.
Wir sind klasse gewachsen aber immer noch ein Start-Up und ich freue mich, anders als in meiner AOL Geschäftsführungsposition, jeden Tag sehr nah am Kunden zu sein. Ich setze immer wieder auch persönlich Display oder Search Kampagnen auf – nur so kann man einen Kunden auch ernsthaft beraten.
Dazu mein Don Quichote Kampf für den BVDW in Sachen Bildung und Personalentwicklung. Eine Passion und mittlerweile haben wir auch die ein oder andere Windmühle bezwungen! Aber schaut einfach mal rein: www.hrfortmann.de und www.yellow-tomato.de
November 4th, 2011 by Nelli Ranck
Heute dürfen wir Markus Teschner, Produktmanager im Bereich Internet bei der Immowelt AG, bei uns begrüßen.

Zur Person: Markus Teschner ist Produktmanager im Bereich Internetentwicklung bei der Immowelt AG. Social Media ist für ihn nicht nur ein wichtiger Bestandteil seiner Arbeit, sondern auch seine private Passion. Neben dem Job bei der Immowelt AG organisiert er zahlreiche Events mit: zum Beispiel das Barcamp Nürnberg, das Startup Weekend Nürnberg und den Webmontag Franken.
1. Social Media Monitoring in 2012: Aus Ihrer Sicht zwingend erforderlich oder nur zusätzliches Tool in einer Strategie?
Social Media Monitoring ist auf jeden Fall zwingend erforderlich und wird bei uns auch schon seit etwa zwei Jahren betrieben. Wir behalten dadurch ganz gezielt im Blick, wie unser Unternehmen im Netz gesehen wird – egal, ob von Immobiliensuchenden, Kunden oder unseren Geschäftspartnern. Treten Fragen oder Probleme auf, können wir schnell reagieren. Natürlich beobachten wir auch den Markt, um Trends frühzeitig zu erkennen und in unsere Produktentwicklung miteinfließen zu lassen.
2. Wo sehen Sie die wichtigsten Trends im Social Commerce?
Für Unternehmen, die vom Abverkauf von Produkten leben, sind die Spielarten des Social Commerce, wie Facebook-Commerce oder Mobile-Commerce, sicher interessant. Für unser vor allem dienstleitungsorientiertes Produktportfolio spielt Social Commerce momentan jedoch keine Rolle.
3. Wie bewerten Sie die aktuelle Debatte rund um das Thema ROI im Social Media?
Einerseits betrachten wir unsere Social Media Aktivitäten als Werbe- bzw. Kommunikationsmaßnahme: Wir erhöhen damit unsere Bekanntheit, erschließen neue Zielgruppen und können in direkten Kontakt mit Immobiliensuchenden und Kunden treten. So betrachtet ist Social Media für uns sehr wertvoll – ein ROI ist aber nicht direkt messbar. Andererseits ist Facebook inzwischen eine Plattform, über die Immobilien gesucht und auch gefunden werden, sodass wir mit unserer Präsenz dort auch messbar unsere Reichweite erhöhen.
4. Was fasziniert Sie an Social Media besonders?
Social Media ermöglicht eine unmittelbare, direkte Kommunikation mit sehr niedrigen Hemmschwellen, sodass Fragen schnell beantwortet und Probleme schnell gelöst werden können. Außerdem ist es ein Leichtes, viele Zielgruppen anzusprechen, mit ihnen in Kontakt zu treten und im Gespräch zu bleiben.
5. Bevorzugen Sie Facebook oder Google+ ? “Liken Sie noch, oder Plussen Sie schon?”
Wir versuchen immer dort zu sein, wo unsere Nutzer sich aufhalten. Momentan liegt unser Hauptaugenmerk auf Facebook, weil die Reichweite dort verglichen mit anderen Social Networks am höchsten ist. Laut einer aktuellen GfK-Studie vom August 2011, in der die Unique User-Zahlen ausgewählter sozialer Netzwerke verglichen wurden, geht Facebook mit einer Reichweite von über 52 Prozent deutlich in Führung. Natürlich beobachten wir Google+ und werden aktiv werden, sobald sich dessen Reichweite erhöht.
6. Produktmanagement und Social Media – wie sieht Ihr Tagesablauf aus? Wie eng ist es mit Ihrem Tagesgeschäft verknüpft?
Als Produktmanager behalte ich über Social Media die neusten Trends und Technologien im Blick, die für neue Produktentwicklungen interessant sein könnten. Oft erreicht mich auch das Feedback unserer Kunden über diesen Weg, sodass ihre Anregungen oder Probleme direkt in meine Arbeit einfließen können. Außerdem arbeite ich eng mit unserer Unternehmenskommunikation zusammen, zu deren Aufgaben das Social Media-Tagesgeschäft der Immowelt AG gehört. Sie kommunizieren mit den Fans, beantworten Fragen und entwickeln immer neue Aktionen für Facebook und Twitter.
Wir bedanken uns beim Herrn Teschner und freuen uns bereits auf unseren nächsten Gesprächspartner.
Oktober 28th, 2011 by Nelli Ranck
Unsere Gesprächspartnerin heute ist Rechtsanwältin Nina Diercks.

Zur Person: Nina Diercks, M.Litt (University of Aberdeen) ist Rechtsanwältin und Herausgeberin des Social Media Recht Blog. Der Name ist Programm und so berät sie auch in der täglichen Arbeit in allen Bereichen des Social Media Rechts. Dabei verbindet die Anwältin ihre über die Jahre in der Medienwelt gewonnenen praktischen Erfahrungen aus den Bereichen Marketing, PR und Employer Branding (Gruner+Jahr, EIDOS GmbH, Bauer Media Group, CYQUEST GmbH u.a.) mit fundiertem juristischen Know-How. Sie berät praxisnah alle Facetten des Social Media Rechts, wozu insbesondere das Urheber-, Wettbewerbs-, Datenschutz-, Telemedien-, das korrespondierende allgemeinen Zivil- sowie das Arbeitsrecht gehören. Die Kanzlei ist unter http://www.socialmediarecht.de zu erreichen.
1. Social Media Monitoring in 2012: Aus Ihrer Sicht zwingend erforderlich oder nur zusätzliches Tool in einer Strategie?
An dieser Stelle die klassische Juristenantwort: Das kommt darauf an. Professionelles Social Media Monitoring wie von ethority angeboten ist sicher nicht für jedes Unternehmen ein Muss. Kosten und Nutzen sollte sich schließlich die Waage halten. Allerdings gleich wie klein das Unternehmen oder in welch geringem Umfang Social Media Aktivitäten betrieben werden, eine regelmäßig Pulsfühlung sollte schon stattfinden. Und wenn man nicht weiß, wie man das im ersten Schritt für den ersten Überblick selbst machen kann, sollte man vielleicht doch mal ein paar Stunden Beratungsleistung in Anspruch nehmen. Also ganz ohne geht es 2012 sicher nicht.
2. Wo sehen Sie die wichtigsten Trends im Social Commerce?
Huu. Da fragen Sie mich was. Ich bin an dieser Stelle ja doch eher stiller Beobachter der Entwicklungen. Einer meiner Mandanten bzw. dessen Geschäftsführer, Sven Wiesner von der beesocial GmbH (http://www.beesocial.de), wäre zu einem diesbezüglich Statement weitaus berufener. Nach seiner Ansicht sind jedenfalls diejenigen Marken/Produkte, die sich nicht im Social Web präsentieren, in spätestens 5 Jahren „weg vom Fenster“. Die logische Konsequenz für mich als halber Laie wäre damit, dass der Social Commerce entsprechend zunimmt, insbesondere der F-Commerce (Ich finde, das klingt immer so unanständig!
), also die Shopping Möglichkeiten auf Facebook. Bei Mobile bin ich nach wie vor eher skeptisch – von Musik- oder Buchdownloads mal abgesehen. Aber wer weiß. Vielleicht fragt ihr nächste Woche einfach Sven, dann gibt hier einen qualifizierten Blick in die Zukunft…
3. Wie bewerten Sie die aktuelle Debatte rund um das Thema ROI im Social Media?
Auch das ist natürlich eine Frage, mit der ich mich zwar auseinandersetze, da sie meine Mandanten in der einen oder anderen Form beschäftigt, aber nicht weil ich die Frage ständig selbst auf dem Tableau hätte. Vor diesem Hintergrund würde ich die Frage zunächst mal dahingehend beantworten, dass meine Mandanten, die sowohl den Bereichen Marketing als auch Employer Branding zuzuordnen sind, zu unterschiedlichen Antworten kommen und schon insoweit die Frage nach dem „ROI in Social Media“ differenziert zu beantworten ist.
Wenn es um klassisches Marketing im Sinne einer Steigerung des Abverkaufs geht, dann wird das Thema „ROI“ ohne Frage zunehmend wichtig und die Schlagworte Involvement & Enhancement werden auf mittelfristige Sicht sicher nicht allein ausreichen, um in Unternehmen die Etat-Taschen zu öffnen. Für konkrete harte Fakten würde ich jedoch gerne wieder auf Sven verweisen. Der kann dazu bestimmt anschauliche Beispiele und harte Zahlen liefern. (Was für eine Sven-Werbeveranstaltung! Nein, im Ernst: Ich mag mich nicht inhaltlich zu Dingen äußern, bei denen ich nur über gesundes Halbwissen verfüge, während es Spezialisten dafür gibt.)
Anders sieht es hingegen im Bereich Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting aus. Hier geht es in der Regel um einen langfristigen Markenaufbau, um mehr Sichtbarkeit, um die Gewinnung eines authentischen Images. Natürlich geht es auch darum, Kontakte zu potentiellen Bewerbern aufzubauen und diese letztlich für das Unternehmen zu gewinnen. Doch lautet hier die Frage, welchen Beitrag leistet Social Media zum erfolgreichen Recruiting und nicht „Um wie viel Prozent konnten wir die Bewerber-Anzahl steigern?“. Schließlich ist eine Employer Brand und/oder Personalmarketing Kampagne nicht dann am erfolgreichsten, wenn möglichst viele Bewerbungen eingehen, sondern wenn vielleicht sogar weniger Bewerbungen, aber dafür solche von den richtigen, den passenden, Kandidaten beim Unternehmen landen. Auch das ist messbar. Aber weitaus schwieriger – da an dieser Stelle, sorry ethority, das „normale“ Social Media Monitoring nicht allein die Antworten liefern kann, sondern komplexe Passungsauswertungen in den Personalabteilungen getätigt werden müssen. Wer hier zu mehr wissen will, den verweise ich dann gerne an eine weitere berufene Stelle, meinen Mann, Joachim Diercks von der CYQUEST GmbH (www.cyquest.net), so manchem auch vom Recrutainment-Blog (http://blog.recrutainment.de/) bekannt.
4. Was fasziniert Sie an Social Media besonders?
Die romantische Variante lautet: Die tollen Kommunikationsmöglichkeiten, die dafür Sorge tragen, dass man zahlreiche Menschen kennenlernen und sich mit Ihnen austauschen kann. Gerne auch erst online und später offline auf Netzwerktreffen und Tagungen oder umgekehrt: Es ist wesentlich einfacher mit interessanten Persönlichkeiten über das soziale Netz in Kontakt zu bleiben. Darüber hinaus spricht die Vielfalt an hochwertigen und relevanten Informationen, die sich täglich in meine verschiedenen Timelines gießt, ohne dass ich selbst lange danach suchen müsste, für sich.
Die kalte, geschäftliche Version lautet hingegen: Die Vertriebsmöglichkeiten, die Social Media bietet. Vor gut 1,5 Jahren habe ich meinen Blog zum Social Media Recht (http://socialmediarecht.wordpress.com) ins Leben gerufen. Mehr oder minder zeitgleich ist das Twitter-Profil @SocialmediaR_HH sowie meine Facebook-Fanpage (http://www.facebook.com/socialmediarecht) „on air“ gegangen. Kurz danach kamen schon die ersten Mandats- und die ersten Vortragsanfragen zum Thema Social Media & Recht. Schließlich kam noch Google+ dazu. Und im August dieses Jahres habe ich meine eigene Kanzlei in Hamburg (http://www.socialmediarecht.de) eröffnet. Das wäre ohne Social Media sicher nicht möglich gewesen.
Natürlich kann man die beiden Seiten der Medaille gar nicht strikt voneinander trennen. Aber ich glaube, dass muss ich keinem Leser dieses Blogs mehr erklären…
5. Facebook oder Google+? Liken Sie lieber oder plussen Sie?
Ich bin auf beiden unterwegs. Ich muss aber sagen, dass Google+ für mich persönlich eindeutig vorne liegt. Facebook halte ich für eine Never-Ending-Story in Sachen Benutzerführung und Datenschutz. Intransparenter geht es einfach nicht. Ständig werden neue Features gepublished, die wahlweise das Datenschutzrecht oder das allgemeine Persönlichkeitsrecht der User betreffen, ohne dass darüber auch nur im Ansatz informiert wird. Erst wenn ein Blogger das neue Feature entdeckt und irgendwann dazu auch die Privatsphären-Einstellungen (vielleicht) gefunden hat, erfährt der normale User davon und ist (vielleicht) in der Lage, die Einstellungen zu ändern. I dislike. Dennoch kann auch ich natürlich nicht auf Facebook als Kommunikationskanal zur Gänze verzichten. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass sich Herr Dr. Weichert vom ULD Schleswig-Holstein des Themas „Facebook und der Datenschutz“ angenommen und dieses derart publik gemacht hat, dass in einer bereiteren Masse diskutiert wird. Ich hoffe, dass dem ein oder anderen langsam bewusst wird, dass Datenschutz jeden angeht und sich die Problematik nicht mit einem „Ja, ja, dafür benutze ich Facebook eben kostenlos, das ist der Preis den ich zahlen muss“ beiseite gewischt werden kann und darf. Denn dank der Intransparenz weiß niemand, womit er wirklich zahlt – aber dazu habe ich mich ja schon zu Genüge auf meinem Blog ausgelassen…
Tja, Google+ ist nun auch nicht der weiße, edle Ritter auf dem schwarzen Pferd. Aber im Gegensatz zu Facebook doch schlichtweg nutzerfreundlich und übersichtlich. Die Privatsphären-Einstellungen sauber auf einer Seite, auf das Einfachste zu regulieren. Darüber hinaus konnte ich hier sofort exzellente Netzwerk- und Informationseffekte vermerken. Google+ nutze ich sehr intensiv als Informationstool. In Folge dessen fällt bei mir leider die Beobachtung und Nutzung von Twitter ein wenig hintenüber – obwohl ich diesen Dienst ebenfalls sehr schätze.
Ich glaube allerdings nicht, dass Google+ das Schlachtschiff Facebook verdrängen wird. Ich denke, Google+ wird eine Art Professionellen-Netzwerk zum Informationsaustausch werden, während Facebook dem Grunde nach privater Natur aka „Triff Deine Freunde, informier Dich über den neuen Arbeitgeber und kauf Dir dafür doch noch schnell einen neuen Anzug“ bleiben bzw. werden wird. Aber wer weiß. An den Erfolg dieses Gesichtsbuches hätte vor ein paar Jahren auch noch keiner so recht geglaubt….

6. Recht und Social Media – wie passt das zusammen? Wie sieht Ihr Tagesablauf aus?
Recht und Social Media passen ebenso gut zusammen wie Kaufvertrag und Brötchenholen oder Fenster reparieren lassen und Werkvertrag. Natürlich existiert kein Social Media Recht – ebenso wenig wie es jemals das Internetrecht gab. Allerdings besteht hier genauso wenig wie beim Brötchenhole ein rechtsfreier Raum. Einschlägig sind hier unter anderem das Telemedienrecht, das Datenschutzrecht, das Wettbewerbsrecht, das Markenrecht, das Urheberrecht, das Domainrecht, das Presserecht und das allgemeine Zivilrecht sowie im Bereich „Personal“ auch das Arbeitsrecht. Social Media Recht ist also vielmehr ein ganzer Strauß von Rechtsvorschriften. Das hört sich jetzt für den Laien schrecklich kompliziert an und er ruft vielleicht „Oh Du überreguliertes Deutschland!“. Doch so ist es nicht. Ein urheberrechtlich geschütztes Bild zum Beispiel bleibt eben ein urheberrechtlich geschütztes Bild – ob im Social Web veröfffentlicht oder woanders. Um das eben vorgenannte Vorurteil zu überwinden, habe ich den Social Media Recht Blog ins Leben gerufen. Dort schreibe ich über Entwicklungen, Fragestellungen sowie Probleme in den Bereichen Social Media und Recht – nicht für Juristen, sondern für alle, die täglich mit Social Media arbeiten.
Wie mein Tagesablauf aussieht? Mhm, den einen Tagesablauf gibt es – zum Glück – gar nicht. Die Tage im Büro beginne ich zumeist mit einer Durchsicht der sozialen Netze: Twitter, Facebook, Google+. So bekomme ich einen aktuellen Überblick, bevor es ans Tagwerk geht. Das ein oder andere Posting inspiriert mich dann zu einem Blogbeitrag, wenn und soweit meine sonstige Zeit bzw. die Aufgaben es zu lassen. Derzeit kommt das das Bloggen leider ein wenig kurz – was aber auch daran liegt, dass ich relativ viel als Referentin unterwegs bin. Nach dieser ersten Informations-Runde geht es dann ans Tagwerk – je nach dem was eben anliegt: Mandate bearbeiten, Absprachen mit den Mandanten treffen, Verhandlungen führen – kurz: Probleme für die Mandanten lösen. Zu meinem Job gehört es natürlich auch zu netzwerken und zwar online wie offline. Folglich werfe ich zwischendurch immer mal wieder einen Blick auf Facebook & Co und schalte mich in Diskussionen einen. Genauso sehe ich dann ganz analog mal beim Open Coffee Club oder der Twittnite vorbei. Sehr gerne bin ich auch den Treffen und Events der #dmwhh (Digital Media Women Hamburg) dabei.
Viele Grüße und bis zum nächsten Freitag.
Oktober 21st, 2011 by Nelli Ranck
Wir heißen euch herzlich willkommen bei der nächsten Runde von Fünf am Freitag!
Heute ist Claudia Hilker bei uns zu Gast. Die bekannte Social-Media-Expertin ist Unternehmensberaterin für strategische Marketing-Kommunikation und Inhaberin von Hilker Consulting.

Zur Person: Claudia Hilker ist Unternehmensberaterin für strategische Marketing-Kommunikation und Inhaberin von Hilker Consulting. Seit mehr als zehn Jahren berät sie KMUs und Konzerne in der Entwicklung von Social-Media-Strategien und der Optimierung der Online-Kommunikation. Ihr Wissen gibt sie in Management-Seminaren und in ihrem Lehrauftrag für Online-Communication an der FH Köln im Studiengang Social Media Manager weiter. Zudem ist sie gefragt als Speaker und Buchautorin.
1. Social Media Monitoring in 2012: Aus Ihrer Sicht zwingend erforderlich oder nur zusätzliches Tool in einer Strategie?
Social-Media-Monitoring ist für Unternehmen heute Pflicht. Die zentrale Fragen lauten: „Wo halten sich meine Zielkunden im Netz auf? Und wie wird über mein Unternehmen in Social Media gesprochen?“ Eine Strategie dafür ist zwingend erforderlich, sonst verzettelt man sich in der Vielfalt der Möglichkeiten. Schon allein die Auswahl der Software-Tool ist für Laien unübersichtlich und schwer verständlich.
Nach meinen Erfahrungen wollen Kunden zunächst verstehen, wie Social Media Monitoring funktioniert, bevor sie ihre Entscheidung fällen. Mehr dazu in meinem Blogbeitrag Worauf es beim Social-Media-Monitoring ankommt.
2. Wo sehen Sie die wichtigsten Trends im Social Commerce?
US-Konzerne wie Starbucks oder Coca-Cola zeigen: Social Commerce funktioniert! F-Commerce, der neue Abverkauf über Facebook, hat sich in den USA bereits bewährt. Auch dem mobilen Vertrieb mit M-Commerce wird eine große Zukunft vorausgesagt. Social Commerce ist allerdings nicht der Anfang, sondern das Ende. Damit meine ich: Social Commerce resultiert aus einer erfolgreichen Social-Media-Strategie mit professioneller Umsetzung. Wichtig ist, die richtigen Kunden zu finden, sie gezielt anzusprechen, sie zu begeistern und das Vertrauen zu gewinnen. Erst dann kommt Social Commerce mit Einrichten eines Online-Shops und viralen Aktionen, um nachhaltigen Erfolg zu generieren. Vielen Unternehmen fehlt die Geduld und der lange Atem. Das ist oft schwierig zu erklären bei Unternehmen, die sehr vertriebsorientiert geführt werden.
3. Welche Social-Media-Strategie verfolgt Ihr Unternehmen und wer ist für die Planung und Umsetzung ihrer Social-Media-Strategie zuständig?
Die Strategie für Hilker Consulting habe ich auf Basis meines eigenen Strategie-Ansatzes entwickelt. Das Modell beschreibe ich in meinem Social-Media-Buch. Einen längeren Beitrag dazu gibt es in meinem Blog.
Um einen strategischen Social-Media-Ansatz zu gewinnen, ist zunächst eine Definition der Ziele erforderlich. Die zentralen Fragen können beispielsweise lauten:
1 Welche Ziele wollen Sie mit Social Media erreichen?
2 Wie definieren Sie Ihre Erfolgskriterien?
3 Wie stellen Sie die beständige Kommunikation und Interaktion mit Ihren Kunden sicher?
Einige Beispiele für Zielformulierungen:
a) Sie wollen neue Mitarbeiter gewinnen.
b) Sie wollen Ihre Produkte an neuen Märkten lancieren.
c) Sie wollen durch einen guten Ruf neue Kunden gewinnen.
d) Sie wollen sich selbst präsentieren und hochwertig positionieren.
e) Sie wollen Ihre Kunden mit zusätzlichen Informationen und Unterstützung versorgen.
Bei der Umsetzung helfen mir Kooperationspartner, wenn ich Grafiken, Filme oder Programmierung benötige. Konzeption, Texten und Kommunikation kostet die meiste Zeit. Zum Glück fallen mir diese Aufgaben leicht, so dass mir die Arbeit leicht von der Hand geht und mir auch noch Spaß macht. Da ich bereits seit einigen Jahren in der Strategie-Entwicklung tätig bin, habe ich schon zahlreiche Beratungen durchgeführt und kann auf einen breiten Erfahrungsschatz zurück greifen. Besonders das Bloggen und die Filmproduktion finde ich spannend, weil die Kommunikation nun endlich multimedial wird.
4. Was fasziniert Sie an Social Media besonders?
Ich habe über Social Media viele interessante Menschen kennen gelernt. Sei es in der Recherche für mein Buch, wo ich über Facebook im Chat oder per Skype Menschen aus Südafrika oder New York interviewt habe. Und auch bei Social-Media-Events und Fortbildungen (Kongresse, Seminare, Lehrveranstaltungen) treffe ich spannende Menschen, die ich ohne Facebook, Twitter, Xing vermutlich nie kennen gelernt hätte. Mich fasziniert die Leichtigkeit dieser neuen Medien, mit Menschen in Kontakt zu treten und die vielen Möglichkeiten, um persönliche Beziehungen zu vertiefen – das persönliche Gespräch natürlich eingeschlossen
Ich denke, Social Media erweitert den Horizont. Man kann viel Neues lernen. Man kann viele Menschen kennen lernen und die Kontakt ohne aufwändige Reisen oder teure Tools pflegen. Man kann Kunden, Kooperationspartner und Mitarbeiter spielend leicht damit gewinnen. Nie war Kommunikation leichter. Dennoch muss man die Spielregeln und Tretminen gut kennen und Investitionen tätigen.
Wir leben in einer spannenden Zeit und ich bin froh, diese Entwicklung in Beratungen, Seminaren und Vorträgen bei meinen Kunden mitgestalten zu dürfen. Und auch das komplexe Wissen rund um Social Media in Lehre, mit Büchern und Veröffentlichungen weiterzugeben, worauf ich viel positive Resonanz bekomme.
5. Bevorzugen Sie Facebook oder Google+? “Liken Sie noch, oder Plussen Sie schon?”
Ich nutze beide Netzwerke. Bei Facebook pflege ich meinen großen Fan- und Freundeskreis. Die intuitive Nutzer-Führung, die innovativen Entwicklungen sowie der rege und schnelle Austausch gefallen mir. Bei Google+ baue ich gerade mein Netzwerk auf. Dort gefallen mir die neuen Funktionen wie: Stream, Hangout und Circle.
Immer wieder werde ich gefragt, ob sich Facebook und Google+ gegenseitig kannibalisieren. Ob es für Google+ überhaupt noch einen Platz in der Landschaft der sozialen Netzwerke gäbe.
Die Google Plus Nutzerzahlen explodieren seit Start am 28. Juni 2011. Über 40 Millionen Nutzer sind bereits dort aktiv. Google+ ist bei weitem das Netzwerk, das am schnellsten gewachsen ist. Das starke Wachstum muss aber nicht automatisch einen starken Netzwerk-Effekt bedeuten. Das kann man erst nach einer Praxiszeit beurteilen.
Vielleicht ist die Nachfrage so stark, dass beide Netzwerke am Markt bestehen bleiben. Google+ hat sich noch nicht in der breiten Bevölkerung durchgesetzt. Bislang wird Google Plus genutzt von der Hightech-Elite und von Internetnutzern, die auch ihre E-Mail-Adresse bei Google haben. Möglicherweise ist Facebook dagegen eher für die breite Bevölkerung attraktiv.

6. Sie haben das Buch „Social Media für Unternehmer“ geschrieben. Wie wird es angenommen?
Mein Buch wird sehr gut angenommen und das freut mich, denn als Autor steckt man viel Arbeit in ein Fachbuch. Zur Buch-Resonanz: Ich habe zwei Auszeichnungen dafür erhalten, viele Presse- und Blog-Beiträge und auch Filme und viele Mails von Lesern, die einfach „Danke“ sagen und mir auch hilfreiches Feedback gegeben hat. Dieses Wissen fließt in mein neues Buch ein, das gerade in Arbeit ist und 2012 erscheint: „Erfolgreiche Social-Media-Strategien für die Zukunft. Mehr Profit durch Facebook, Twitter, Xing und Co“.
Wir bedanken uns bei Claudia Hilker für das Interview.
Viele Grüße und bis zum nächsten Mal, das ethority Team
Oktober 14th, 2011 by ethority - Social Media Intelligence Team
Man nehme eine bekannte Persönlichkeit aus der Social-Media-Welt, stelle ihr fünf spannende Fragen, notiere sich die Antworten und forme daraus einen interessanten Blog-Artikel:
Herzlich willkommen bei 5 am Freitag!
Heute bei uns Zugast ist Klaus Eck, einer der bekanntesten deutschen Social-Media-Gurus. Als Gründer und Inhaber der Beratungsfirma Eck Kommunikation ist er für das Interview prädestiniert. Viel Spaß beim Lesen.

Zur Person: Klaus Eck ist Founder und CEO bei Eck Kommunikation in München und außerdem Gründer und Herausgeber von PR-Blogger.de. Seit mehr als zehn Jahren berät er KMUs und Dax-Konzerne, die ihre Online-Kommunikation, Online Reputation Management und Social-Media-Strategie starten, optimieren oder ausbauen wollen. Über diese Herausforderungen in der Business-Kommunikation schreibt Klaus Eck im PR-Blogger. Zudem ist er gefragter Veranstaltungsreferent und Buchautor.
Interview
1. Social Media Monitoring in 2012: Aus Ihrer Sicht zwingend erforderlich oder nur zusätzliches Tool in einer Strategie?
Ein Unternehmen sollte wissen, wie seine Kunden über die Marke sprechen – online wie offline. Aus diesem Grunde empfehle ich durchaus ein Social Media Monitoring. Allerdings bedarf es dazu eines klaren Konzepts und einer guten Social Media Strategie. Nur wer seine Fragen und Keywords kennt, kann beim Monitoring mit guten Ergebnissen rechnen.
2. Wo sehen Sie die wichtigsten Trends im Social Commerce?
Bislang haben es erst wenige Unternehmen verstanden, E-Commerce-Ansätze wirklich gut mit Social Media zu verbinden. Dennoch ist es abzusehen, dass immer mehr auf Social Commerce setzen und hierbei vor allem die Kundenkommunikation intensivieren. Es reicht jedoch nicht aus, einfach nur auf Werbung in Facebook und Co. oder auf Like-Buttons zu setzen. Aus meiner Sicht geht es bei Social Commerce vor allem um eine engere Kundenbeziehung. Wie kann ich potentielle Käufer dazu bringen, sich intensiver mit meinen Produkten zu beschäftigen, diese nicht nur zu kaufen, sondern auch (online) weiterzuempfehlen. Sehr gut gefällt mir persönlich der Ansatz von http://www.tvino.de. Dort zeigt der Master-Sommelier Hendrik Thoma, wie man eine Marke auf unterhaltsame Weise via Video-Blog, Facebook und Twitter aufladen und mit seinen Kunden ernsthaft kommunizieren kann.
3. Wie bewerten Sie die aktuelle Debatte rund um das Thema ROI im Social Media?
Ich fände es toll, wenn wir auch einmal den ROI von Pressemitteilungen, Newslettern und anderen Kommunikationsmaßnahmen untersuchen würden. Messbarkeit ist ein uraltes Thema und schon immer umstritten gewesen. Letztlich sollte jedes Unternehmen dieses sehr pragmatisch betrachten. Jede einzelne Kommunikations- und Marketingmaßnahme muss immer auch auf den Erfolg einer Marke einzahlen. Allerdings bedarf es dazu eines guten Zusammenspiels aller Aktivitäten, einer richtiggehenden Social Media Integration, bei der beispielsweise ein Blogartikel auf ein Video, Twitter, Facebook und Offline-Maßnahmen verweist. Nur dann kann es erfolgreich sein. Wenn alle Voraussetzungen stimmen, sollte Socia Media seinen wichtigen Beitrag liefern zum Verkaufserfolg. In jedem Falle kann man durch ein gutes Social Media Monitoring herausfinden, welche Effekte es für die Unternehmensreputation hat. Wenn die Marke gut gefunden wird, spart man schon allein viel Geld für SEO und SMO – hat es quasi organisch mitbetrieben.
4. Was fasziniert Sie an Social Media besonders?
Inzwischen nutze ich das Internet beinahe 20 Jahre und verstehe mich als Info-Junkie. Daher finde ich es phantastisch, welche neuen Zugänge auf Informationen Social Media bietet. Ich habe noch nie zuvor so viele wertige Inhalte so schnell zur Verfügung bekommen wie heute. Letztlich erlaubt Social Media den Access auf wunderbaren Content, wenn ich es dergestalt nutze. Darüber hinaus finde ich es toll, wie schnell und gut man über Social Media sein eigenes Netzwerk ausbauen und Dialoge pflegen kann.
5. Bevorzugen Sie Facebook oder Google+ ? “Liken Sie noch, oder Plussen Sie schon?”
Mir gefallen die aktuellen Updates der beiden Plattformen, die ich beide sehr gerne nutze. Jeder ist selbstverantwortlich für die Inhalte, die er auf Facebook oder Google+ einstellt. Das ist eine gigantische Chance für das eigene Personal Branding – oder ein Risiko, wenn ich es falsch mache. Ich mag den visuelleren Ansatz auf Facebook, der dem Networking einen gewissen Spaßfaktor mitgibt und den Austausch erleichtert. Demgegenüber erhalte ich oftmals sehr gute Anregungen auf Google+. Dort sind die Inhalte häufig komplexer und besonders spannend, zumal ich auf Google+ (endlich) sehr gut recherchieren kann, seitdem die Suche freigeschaltet worden ist und auch Hashtags einbezieht.
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6. PR und Social Media – wie sieht Ihr Tagesablauf aus? Wie eng ist es mit Ihrem Tagesgeschäft verknüpft?
Als Unternehmensberater muss ich mit meinem Wissen auf dem neuesten Stand sein und vieles auch ausprobieren, um glaubwürdig Inhalte vermitteln zu können. Ich bin deshalb auf Twitter, im http://pr-blogger.de, Google+ und Facebook sehr aktiv, nutze aber die dabei entstehenden Inhalte und Dialoge als Vorbereitung für Workshops, Vorträge, Buchartikel und Konzeptionen. Insofern zahlt bei mir alles aufeinander ein und stellt keine Zeitverschwendung dar.
Wir bedanken uns an dieser Stelle bei Herrn Eck für das tolle Interview.
Euch wünschen wir noch ein schönes, erholsames Wochenende.
Bis zum nächsten Mal,
das ethority Team
Oktober 7th, 2011 by ethority - Social Media Intelligence Team
Willkommen in unserer neuen Rubrik „Fünf am Freitag“.
Jeden Freitag werden hier Persönlichkeiten aus dem Bereich Social Media vorgestellt und interviewt. Erfahren Sie wie etablierte Größen und Aufsteiger der Branche über die Zukunft von Social Media Marketing denken, wie ihr Arbeitsalltag aussieht und ob sie Facebook oder Google+ bevorzugen.
Hier können Sie Ihre Firma vorstellen, Wissen teilen und Ihre Meinung vertreten.
Björn Instinsky, Online Marketing Manager bei der etracker GmbH, ist der Eröffnungsgast unserer digitalen Fragerunde.

Zur Person: Björn Instinsky ist Online-Marketing Manager bei der etracker GmbH in Hamburg, wo er sämtliche Online-Marketing-Aktivitäten verantwortet. Die etracker GmbH ist mit mehr als 110.000 Kunden ein in Europa führender Anbieter von Produkten und Dienstleistungen zur Optimierung von Websites und Online-Marketing-Kampagnen.
In seiner Freizeit betreibt Björn Instinsky unter anderem den Blog anderes-marketing, indem er regelmäßig über interdisziplinäre Einflüsse auf das (Online-Marketing) schreibt.
Interview
1. Social Media Monitoring in 2012: Aus Ihrer Sicht zwingend erforderlich oder nur zusätzliches Tool in einer Strategie?
- Für uns ist das Monitoring aller Social Media Aktivitäten, wie auch bei allen anderen Online-Marketing-Kanälen, ein elementarer Bestandteil der gesamten Strategie.
Speziell im Bereich Social Media können wir über Frequenzanalysen, Valenzanalysen oder Intensitätsanalysen ermitteln, wie häufig und mit welchem Wording (Sentiment) über unsere Produkte oder Dienstleistungen gesprochen wird. Darüber hinaus erhalten wir über das Monitoring wichtige Insights zum Gesamtmarkt und dessen Trends zu Wettbewerbern und unserer eigenen Marke. Social Media Monitoring ist für uns also zwingend erforderlich und nicht nur als irgendein zusätzliches Tool zu betrachten.
Neben dem Social Media legen wir natürlich noch weitere Schwerpunkte innerhalb unseres Online Marketings. Es ist daher wichtig für uns alle Online-Marketing-Aktivitäten einzeln zu betrachten und für die eigene, individuelle Zielsetzung unterschiedlich zu gewichten. Auch wenn die Kanäle in der späteren Umsetzung wieder “zusammenfließen“.
2. Wo sehen Sie die wichtigsten Trends im Social Commerce?
- Einer der interessantesten Trends im Social Commerce ist das “Crowd Sourcing“. Also die aktive Einbindung der eigenen Community bei der Produktentwicklung und der Produktvermarktung. Aus meiner Sicht ist dies ein Bereich der für “mutige“ Unternehmen eine Bandbreite an Möglichkeiten bietet seine Produkte und Dienstleistungen kundenzentrisch weiterzuentwickeln. Wie man ein solches Crowd Sourcing Projekt erfolgreich umsetzen kann, zeigt derzeit Tchibo mit seiner Plattform “Tchibo ideas“.
Weitere aktuell sehr spannende Themen im Social Commerce sind die Bereiche “Social Good Campaigns“, bei denen Produktkäufe mit Spenden verbunden werden sowie das Erstellen und Sharen von “Wishlists“. Interessant ist aber auch das Thema “Hauling. Hier können User Videos von neu gekauften Produkten mit allen zugehörigen Infos und Preisen in sozialen Netzwerken posten.
3. Wie bewerten Sie die aktuelle Debatte rund um das Thema ROI im Social Media?
Die Frage, die man sich hier sicherlich zu allererst stellen sollte, ist die Frage, was verstehe ich unter der Berechnung eines Return on Investment im Social Media Bereich. Dafür muss ich zunächst ein genaues Ziel mit meinen Social Media Aktivitäten verfolgen. Wenn es mir im Bereich Social Commerce beispielsweise um die reine Erhöhung des Abverkaufes meiner Produkte geht, so fließt in meine ROI-Berechnung eine andere Zielgröße ein, als wenn ich eine Crowd Sourcing Plattform betreibe und meinen Fokus damit auf die Anzahl der generierten Ideen lege. Ich finde die grundlegende Formel einer ROI-Berechnung gerade im Social Media Bereich sehr sinnvoll. Es müssen jedoch die für die individuelle Social Media Strategie relevanten Zielgrößen einfließen, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu erhalten.
4. Was fasziniert Sie an Social Media besonders?
An Social Media faszinieren mich vor allem zwei entscheidende Faktoren. Einerseits die Möglichkeit über Social Media nicht nur ganz nah am Kunden zu sein, sondern vielmehr in einen direkten Dialog mit dem Kunden zu treten und auf diese Weise Feedback und Meinungen zu erhalten. Andererseits faszinieren mich der Ideenreichtum und die Innovationskraft, die erfolgreiche Social Media Kampagnen auszeichnen. Also die Möglichkeit mit spannenden Ideen viele Menschen in kürzester Zeit für eine Kampagne zu begeistern.
5. Bevorzugen Sie Facebook oder Google+ ?
“Liken Sie noch, oder Plussen Sie schon?”
Ich habe keinesfalls ein “I moved to Google+“-Profil-Bild in meinem Facebook-Account, bin jedoch von den Möglichkeiten und der aktuellen Entwicklung rund um Google+ sehr begeistert. Also ich like und plusse parallel, so wie es aktuell wohl die meisten tun. Ich denke, dass Google+ gut daran getan hat sich nicht allein als ein weiteres “Facebook“ zu positionieren, sondern durch eigene innovative Ansätze eine klare Abgrenzung vollzieht. Perfektes Beispiel dafür ist das Prinzip der “Circles“ und der Möglichkeit bestimmte Nachrichten und Aktivitäten nur an bestimmte “Circles“ posten zu können. Hiermit hat Google+ eine akute Nachfrage bedienen können, die Facebook augenscheinlich lange Zeit nicht zufriedenstellend bedient hat. Wobei Facebook mittlerweile auch an dieser Stelle nachgelegt hat. Langfristig wird es interessant sein, zu beobachten, inwieweit User bereit sind eine Vielzahl von Social Accounts zu pflegen oder es wirklich zu einer Kanibalisierung zwischen Facebook und Google+ kommt.
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6. SEO und Social Media – wie passt das zusammen? Wie sieht Ihr Tagesablauf aus?
SEO und Social Media sind zwei Kanäle, die aus meiner Sicht unbedingt miteinander verknüpft werden sollten. Von daher lautet meine Antwort natürlich, dass SEO und Social Media richtig gut zusammenpassen.
Die Einbettung von Social Media Kampagnen in das Thema SEO hat in der Vergangenheit mehr und mehr an Bedeutung gewonnen, da sich die positiven Effekte dieser Kombination in einer Vielzahl erfolgreicher Kampagnen gezeigt haben. Zwei entscheidende Faktoren tauchen dabei immer wieder auf. Social Media hat auf SEO-Kampagnen einen kurz- und einen langfristigen Effekt: Der kurzfristige Effekt ist der erhöhte Traffic, der im Rahmen einer erfolgreichen Social Media Kampagne auf der eigenen Website generiert wird. Dieser Effekt unterstützt natürlich auch die Hauptziele im Bereich SEO: Mehr Traffic auf der eigenen Seite und Steigerung der Konversionsrate. Überdies haben Social Media Signale wie Likes, Shares, Tweets und natürlich Kommentare nachweislich in den vergangenen Jahren an Bedeutung als Rankingkriterien gewonnen. Aus diesem Grund stellt sich auch ein langfristiger Effekt ein: Das Ranking der Domain bzw. der Unterseite zu den relevanten Keywords, auf die auch die jeweilige Social Media Kampagne ausgerichtet ist, wird auf lange Sicht verbessert. Wir können damit also erkennen, dass eine strategische Verbindung aus SEO und Social Media, wenn sie denn sauber aufgesetzt ist, positive Effekte auf die eigenen Online-Ziele haben kann.
Nun zur zweiten Frage: Mein Tagesablauf setzt sich aus einer Vielzahl von koordinativen und organisatorischen Aufgaben zusammen, die sich auf die Durchführung, Auswertung und gegebenfalls Optimierung unserer Online-Marketing-Maßnahmen beziehen..
An dieser Stelle möchten wir uns bei Herr Instinsky für den Gedankenaustausch bedanken. Gleichzeitig freuen wir uns schon auf das nächste Interview.
Wir wünschen Ihnen ein schönes, erholsames Wochenende.
Bis zum nächsten Mal,
das ethority Team








