November 29th, 2011 by Marc Thomalla

Google+ bekommt eine immer größere Bedeutung, vor allem auch in der Geschäftswelt. Seit dem Launch der Unternehmensseiten haben sich knapp 80% der Top 100 Unternehmen in Deutschland den Namen gesichert, einige betreiben die Seiten bereits aktiv.

ethority hat reagiert und im leistungsstarken Monitoring Dashboard “gridmaster 2.0” Google+ eingebunden. So ist es bereits jetzt möglich, die eigene(n) Seite(n)  sowie die der Wettbewerber zu monitoren. Weitere Funktionen werden zeitnah eingebaut, sobald Google+ die nötigen Schnittstellen (APIs) ausbaut / optimiert.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie sich für Monitoring in über 70 Sprachen, automatisiertes  Sentiment oder ausführliche Reports mit Handlungsempfehlungen interessieren, kontaktieren Sie uns bitte hier >>

Oktober 11th, 2011 by Stefan Reihl

Die größte Herausforderung beim Social Media Monitoring ist die automatische Tonalitätsanalyse der Nutzerbeiträge: spricht man über eine Marke, ein Produkt oder ein Thema überwiegend positiv oder negativ? Dominiert eher Kritik oder Lob unter den Nutzern?

Um diese Fragen beantworten zu können, benötigt es ein System, das zu einer solchen Analyse des Sentiments  – der sich immer weiter verbreitende Anglizismus für Tonalität – im Stande ist. Der gridmaster 2.0 bietet genau das: die technische Grundlage bildet dabei eine von uns erstellte und auf verschiedenen Korpora basierende Tonalitätsdatenbank, die für die Bewertung der nutzergenerierten Inhalte herangezogen wird. In diesen für die Sprachen Deutsch, Englisch, Spanisch und Mandarin bestehenden Datenbanken sind typische positive und negative Wörter hinterlegt, die je nach Semantik mit einem Score versehen werden: umso negativer ein Wort, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der komplette Post auch negativ gemeint ist.

Positiv, neutral, negativ? Über Tonalität im Social Media Monitoring.

Positiv, neutral, negativ? Über Tonalität im Social Media Monitoring.

Unabdingbar ist dabei allerdings die manuelle Überprüfung, da jedes noch so ausgereifte System Probleme mit rhetorischen Stilmitteln wie etwa Ironie hat: die in unsere Analysen mit einfließenden Smilies, sofern im Ursprungspost vorkommend, können dafür zwar einen Anhaltspunkt liefern, sind allerdings auch kein hundertprozentiger Garant für eine korrekte Einordnung. Das erfahrene Research-Team sorgt für eine korrekte Einordnung der Daten, so dass in unserem Dashboard sofort ein umfassender Überblick über die Wahrnehmung von beliebigen Marken oder Produkten enthalten ist.

August 16th, 2011 by Marc Thomalla

Von media-treff.de bekam ich ich heute einen Artikel in meinen RSS-Reader gespielt. Es geht um die fünf wichtigsten Trends der nächsten 12 Monate im Online Marketing. Hierzu hat media-treff.de ein Schaubild veröffentlicht:

Die 5 wichtigsten Onlinemarketing Trends der nächsten 12 Monate

Als alter Campaign Manager bei Xenion Isobar (3 Jahre, dort u. a. die Dt. Post, Postbank, Nintendo, EA oder Dell betreut) fand ich den Punkt “Kreativität in der Online-Werbung” natürlich sehr spannend, hätte ihn persönlich jedoch nicht an erster Stelle vermutet. Mittlerweile im Social Media Business Zuhause merke ich tagtäglich, wie das Thema Social Marketing immer mehr mit dem Social Media Monitoring verschmilzt. Was bringt es einem Unternehmen, blindlings Social Media Kampagnen bei der Agentur des Vertrauens zu buchen, wenn nicht gewährleistet ist, dass die Aktionen auch den gewünschten Effekt haben? Social Marketing in Verbindung mit bestmöglichen Monitoring ist das A und O, um im Social Web erfolgreich zu sein (wobei wir den Erfolg jetzt mal nicht näher definieren; für die einen sind es Fans / Follower, für die anderen Abverkäufe / Leads. Oder eben beides Die 5 wichtigsten Onlinemarketing Trends der nächsten 12 Monate )

Ich darf media-treff.de zitieren:

Die größten Herausforderungen im Online Marketing liegen laut fast jedem zweiten Experten in der Monetarisierung von Social Media Traffic und im kanalübergreifenden Tracking (beides je 44 Prozent). Mehr als ein Drittel (36 Prozent) empfindet die Komplexität im Online Marketing als sehr herausfordernd. Der aktuell vieldiskutierte Fachkräftemangel in der Branche liegt auf dem vierten Rang (30 Prozent) vor kanalübergreifenden Werbekonzepten (28 Prozent).

80 Teilnehmer an dieser Befragung empfinde ich jetzt nicht als unbedingt repräsentativ, aber es zeigt die Richtung an: Social Media Marketing wird zunehmends wichtiger, auch die Bedürfnisse, Geld aus den Aktivitäten zu ziehen steigt an. Mit dem gridmaster 2.0 Dashboard von uns ist es möglich, z. B. ein Kampagnentracking durchzuführen und durch permanentes Monitoring Trends und Gefahren zu erkennen. Wenn in naher Zukunft dann Google+ mit den Unternehmensseiten loslegt und den Erfolg dort via Analytics messbar machen würde, ist dies ein Indikator der Monetarisierung und kann dann ebenfalls im gridmaster abgebildet werden.

Ich freue mich auf die nächsten Monate, zumal immer mehr Unternehmen verstehen, dass ein einfaches Anlegen einer Facebook Fanpage ohne weitere Betrachtung noch lange nicht zum “Social Media Player” befördert.

Juli 26th, 2011 by Administrator

Die Menschen sprechen über Ihre Marke? Bonne chance! Jetzt sollten Sie herausfinden, worüber sie genau sprechen: über die Marke, über das Preisleistungsverhältnis Ihrer Marke, über die Produktqualität, den Kundenservice, über Anwendungsfelder, über die aktuelle Kampagne?

Wenn Sie beispielsweise wissen wollen, wie wichtig für Ihre Kunden das Thema Nachhaltigkeit ist, werden Sie beim Monitoring mit diesem Begriff nicht weit kommen. Die Menschen sprechen kaum von Nachhaltigkeit, auch wenn sie es meinen. Sie sprechen eher vom Wasser sparen, von Bio-Fleisch, von Energiesparlampen und Öko-Labels. Wenn Sie herausfinden wie, wo und in welchem Zusammenhang sie darüber sprechen, können Sie Rückschlüsse auf Ihre Kommunikation ziehen. Die Zuordnung von qualitativen Aussagen, Begriffen, die im Umfeld Ihrer Produktmarke stehen sollten, um daraus auf negative, neutrale und positive Aussagen zu schließen, erfordert viel Know-How und Erfahrung. Damit Sie die Lebenswelt Ihrer Kunden besser verstehen, ist die professionelle Ausarbeitung der Begriffscluster ist entscheidend.
Die Ergebnisse präsentiert der gridmaster in Themenfeldern, sogenannten Topics, und zeigt in einer Tagcloud an, welche Begriffe für Ihre Marken und Produkte relevant sind, in den letzten Monaten an Häufigkeit / Bedeutung gewonnen haben. Schwimmen Sie mit dem Trend und verwenden Sie die Sprache Ihrer Zielgruppen. Dann kommen auch Ihre Botschaften besser an!

Serie: gridmaster 2.0 oder: Topics und Tagcloud

Wenn Sie beispielsweise wissen wollen, wie wichtig für Ihre Kunden das Thema Nachhaltigkeit ist, werden Sie beim Monitoring mit diesem Begriff nicht weit kommen. Die Menschen sprechen kaum von Nachhaltigkeit, auch wenn sie es meinen. Sie sprechen eher vom Wasser sparen, von Bio-Fleisch, von Energiesparlampen und Öko-Labels. Wenn Sie herausfinden wie, wo und in welchem Zusammenhang sie darüber sprechen, können Sie Rückschlüsse auf Ihre Kommunikation ziehen. Die Zuordnung von qualitativen Aussagen, Begriffen, die im Umfeld Ihrer Produktmarke stehen sollten, um daraus auf negative, neutrale und positive Aussagen zu schließen, erfordert viel Know-How und Erfahrung. Damit Sie die Lebenswelt Ihrer Kunden besser verstehen, ist die professionelle Ausarbeitung der Begriffscluster ist entscheidend.

Serie: gridmaster 2.0 oder: Topics und Tagcloud

Die Ergebnisse präsentiert der gridmaster in Themenfeldern, sogenannten Topics, und zeigt in einer Tagcloud an, welche Begriffe für Ihre Marken und Produkte relevant sind, in den letzten Monaten an Häufigkeit / Bedeutung gewonnen haben. Schwimmen Sie mit dem Trend und verwenden Sie die Sprache Ihrer Zielgruppen. Dann kommen auch Ihre Botschaften besser an!

Juli 12th, 2011 by Administrator

Thema: Buzz

„Ich denke, also bin ich“, stellte der französische Philosoph René Descartes fest. „Die Marke ist im Gespräch, also existiert sie“, das wäre die Interpretation des philosophischen Grundsatzes für die Kommunikationswirtschaft.

Unternehmen und Marken haben viele Möglichkeiten herauszufinden, ob, wie, wo, was über sie gesprochen wird. Sie können die Menschen in ihrer Umgebung befragen, ein Panel aufsetzen oder einfach nur zuhören – im Netz, wo sich inzwischen eine repräsentative Mehrheit aufhält und über alles redet, bzw. postet, twittert, diskutiert, was ihr wichtig ist. Der Fachbegriff dafür: Social-Media-Monitoring.

Der gridmaster 2.0 durchsucht alle online verfügbaren Quellen, nach vorgegebenen Begriffswelten in über 70 Sprachen und sammelt O-Töne. Sie bestimmen, bei Bedarf zusammen mit erfahrenen Marktforschern, die Begriffe und Themen. Die O-Töne werden dann nach Ihren Vorgaben sortiert – z.B. nach Quellen, Zeitraum, Tonalität.

Diese O-Töne, auch Soundbites genannt, geben ein unverfälschtes Bild über Ihre Marke. Da die O-Töne verlinkt sind, können Sie direkt mit dem Absender ins Gespräch kommen.

Sie wollen wissen, wie wichtig Ihre Marke ist? Buzz misst das gesamte Gesprächsaufkommen und ist ein Indikator dafür, wie bedeutungsvoll Ihre Marke in den Unterhaltungen der Menschen ist, ob Sie im “Relevant Set” sind.

Juli 5th, 2011 by Marc Thomalla

Unser Social Media Prisma erfreut sich großer Beliebtheit.  Da wir permanent Anfragen bekommen und um Werbemittel rund um das Prisma gebeten werden, haben wir uns bis auf weiteres für eine tägliche Verlosung entschieden.

Auf Twitter und auf Facebook stellen wir euch täglich je eine Frage. Jeder, der an diesem Tag antwortet kommt in die Verlosung sofern er uns folgt (Twitter) oder uns gerne mag (Facebook). Täglich gibt es pro Social Media Kanal ein Mousepad zu gewinnen; einmal pro Woche (der Tag ist nicht festgesetzt und wird vorab nicht bekannt gegeben) bekommen die beiden Tagesgewinner zudem eine Tasse dazu.

Verlosung: Täglich ein Social Media Prisma Mousepad und pro Woche eine passende Tasse

Los geht das ganze am 06.07. – wir wünschen euch viel Erfolg.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Die Gewinner übermitteln die Lieferadresse per DM oder E-Mail.

(kleiner Tipp für die Erhöhung der Gewinnchance: Retweets von Beiträgen und Likes auf der Pinnwand erfreuen nicht nur uns, sondern sicherlich auch eureFollower / Freunde – denn Qualität und jahrelange Erfahrung im Social Media Monitoring zahlt sich immer aus!)

Juni 21st, 2011 by Alexander Becker

Wenn es schnell und dreckig gehen soll, nutzen die Facebook-Mitarbeiter selbst die Statistiken von Socialbakers.com. Das verriet zumindest die Sprecherin von Facebook-Deutschland bei einer kleinen Presse-Schulung in Hamburg.

Hinter dem etwas verwirrenden Namen Socialbakers verbirgt sich die wohl beste konstenlose Datenbank für Facebook-Statistiken. Markenexperten, ambitionierte Laien und Marketing-Fachleute finden auf der Plattform jede Menge Daten rund um das größte Social Network der Welt.

In der Selbstbeschreibung heißt es: „Socialbakers.com is one of the biggest Facebook statistics portals in the world, covering a wide range of Facebook statistics. We specialize in Facebook statistics for: Facebook in different countries, Facebook pages, Facebook applications, Developers on the Facebook platform, as well as Facebook advertising prices.“

Es sei angemerkt, dass Socialbakers.com für einen schnellen Überblick sorgen kann. Ein professionelles Monitoring, wie wir es mit dem gridmaster anbieten, kann nicht von dem US-Angebot ersetzt werden. Socialbakers.com ist allerdings eine tolle Ergänzung.

Juni 1st, 2011 by Sten Franke

Für kurze Zeit sprach niemand mehr im deutschen Web über Ehec. Am gestrigen Dienstag gab es kurz nach neun  nur noch ein Thema: den Freispruch für Jörg Kachelmann. Nach über einem Jahr ist die Frage, ob der Wettermoderator seine ehemalige Lebensgefährtin vergewaltigt hat, noch immer nicht beantwortet. Klar ist aber: die Beweise belegen dies nicht, also heißt es „im Zweifel für den Angeklagten“.

Studie: So redet das Social Web über das Kachelmann Urteil

Die meisten Prozess-Beobachter der klassischen Mainstream-Medien kommentierten das Urteil des Landgerichts Mannheim mit einer gewissen Befriedigung. Sie begrüßten den Richterspruch und hielten ihn für richtig. Das sahen die Zuschauer von n-tv genauso. In einer ersten Umfrage, eine Stunde nach Verkündung des Freispruchs, hielten 83 Prozent die Entscheidung für richtig.

Aber wie reagierte das Social Web? Ethority analysierte mit seinem Social Media Monitoring Tool „gridmaster“ das Gesprächsaufkommen. Das Ergebnis lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Das Web begrüßt den Freispruch von Kachelmann und Alice Schwarzer nervt.

Bei einem ersten Blick auf die Ergebnisse zeigt sich, dass aufgeschlüsselt nach Tonalität nur 14 Prozent aller Facebook- und Foren-Nutzer, Twitterer und Blogger positiv über den Kachelmann-Komplex sprechen. 66 Prozent sprechen in einem neutralen Ton und 20 Prozent äußern sich negativ. Die Personen, die sich ablehnend zu Wort melden, regen sich allerdings weniger über den Angeklagten auf, als vielmehr über Alice Schwarzer, die für die Bild die Verhandlungen beobachtete und sich bis zum Prozess-Schluss weniger mit der juristischen, sondern vielmehr mit der moralischen Schuldfrage beschäftigte.

Eine weitere Erkenntnis der Kurzstudie ist, dass der Fall Kachelmann bei Twitter mit 2513 zwar den größten Buzz erzeugte, die Reichweite mit 238.950 Kontakten aber hinter Facebook mit 276.012 anstehen musste. Der Facebook-Buzz lag bei 1259. Die mit Abstand höchste Reichweite erzielten allerdings die Blogs mit 301.007 Kontakten. Dagegen lag das Buzzvolumen in der Blogosphäre bei nur 1330.

Eine Analyse der am häufigsten verwendeten Wörter zeigt, dass neben den erwarteten Begriffen wie „Kachelmann“, „Mannheim“ oder „Prozess“ auch eine erstaunliche Häufung des Wortes „Verständnis“ zu finden ist.

Ob das Verständnis allerdings so weit reicht, dass der Meteorologe auch bald wieder als Wettermoderator im TV arbeiten kann, bleibt abzuwarten. Unsere Analyse zeigt allerdings, dass das Social Web relativ wenige Ressentiments gegen den Schweizer hegt. Für den Wiederaufbau der eigenen Reputation ist dies eine solide Ausgangsposition.

September 17th, 2009 by Sten Franke

Fast täglich erreichen uns Anfragen zum Thema Social Media Monitoring, Webmonitoring und Measurement in Social Media. Wen wundert’s – bildet doch das „Zuhören“ oder „Hineinhören“ in die betroffenen Zielgruppen Grundlage für viele aktive Marketing- und CRM-Maßnahmen. Forrester prognostiziert bis 2012 die Umschichtung eines relevanten Teils der Marktforschungsbudgets von US-Unternehmen in  Social Media Monitoring & Analyse.
Als wir vor über 10 Jahren mit den ersten Webmonitoring-Projekten begonnen haben, waren vor allem Newsgroups, Messageboards, Gästebücher und Webseiten im Fokus unserer Analysen. Mit dem rasanten Wachstum von User Generated Content und dessen Einfluss auf Markensympathie, Empfehlungsverhalten und Kaufentscheidungen der Verbraucher, aber auch auf Reputation von Produkten, Personen, Unternehmen und Organisationen, wächst der Bedarf für professionelle Monitoring-Lösungen.

Besonders wichtig ist die Analyse von Social Media in Echtzeit und das 24/7-Monitoring, denn die Geschwindigkeit mit der Kommunikation heute abläuft, hat sich vervielfacht. Relevante Informationen werden über Twitter, Blogs, Social Networks und Onlineforen in wenigen Sekunden verbreitet, kommentiert, hundertfach multipliziert und millionenfach „gehört“.
So ergeben sich zahlreiche Herausforderungen aufgrund der Komplexität von Social Media und den mannigfaltigen Auswertungsdimensionen und Möglichkeiten:
1.    Welche Social-Media-Plattformen sollten untersucht werden? Twitter und andere Microblogging-Dienste, Blogs, Social Networks, Online-Foren, Bewertungsportale, Video-      Channels, News-und Nachrichten-Seiten, Aggregatoren etc.
2.    Welche Themen sollten untersucht werden?
Marken, Produkte, Social-Media-Kanäle,  Aufbau von Begriffswelten – keine Keywordlisten
3.    Welche Anwendungsmöglichkeiten gibt es? CRM, Marketing, Marktforschung, PR, Recruiting 2.0, Vertriebssteuerung etc.
4.    Welche Webmonitoring-Tools sind am Markt verfügbar? Websearch-Tools, Webclipping-Services, Monitoring-Dashboard-Tools, gridmaster-Monitoring-Technologie
5.    Wer wertet die Daten aus und wie werden diese interpretiert?
Eigenes KnowHow, Research-Team, Referenz-Systeme & Kennzahlen, Social-Media Analysten
6.    Welche Erkenntnisse, ROI, Benefits und KPIs lassen sich ableiten?
z. B. Werbewirkung, Consumer Insights, Kundenbindung und  effektivere Kampagnenplanung

Webclipping-Dienste (Medienbeobachtung)
Die Webclipping-Dienste werden der Vollständigkeit halber hier erwähnt, sind jedoch für jegliche sinnvolle Social-Media-Auswertungen ungeeignet. Zum einen werden häufig nur einige wenige Weblogs  beobachtet, zum anderen wird mit Stichwort- oder Keywordlisten gearbeitet, die keinerlei Insights zulassen.
Social Media Dash-Board-Tools
In aller Munde sind so genannte Dashboard-Monitoring-Tools, da sie aufgrund ihrer niedrigen Einstiegskosten einen groben Eindruck über Blogkommentare und Twitter-Erwähnungen ermöglichen und mit farbigen Charts und Visualisierungen vermeintlich relevante Themen und Keywords hervorheben und deren Relevanz mit diversen Skalierungen suggerieren.
Die Grenzen dieser Tools sind jedoch schnell ausgereizt, da sie nur einen Teil der Social-Media-Plattformen abbilden und aus meiner Erfahrung weniger als 10% der relevanten Beiträge aufzeigen. Zum Beispiel können Online-Foren und Bewertungsplattformen nicht umfänglich berücksichtigt werden, wo diese jedoch mehr als 80% des Social Media Buzz ausmachen.
Zum anderen liefern Dash-Board-Tools eine hohe Ungenauigkeit bei der Trefferzuordnung, da kaum die Möglichkeit besteht, die Tools zu trainieren, Begriffswelten aufzubauen und Themenfilter zu programmieren.

Social Media Monitoring, Analyse, Netnography – Best Practice Teil 1
Vorteil: niedrige Kosten, gute Visualisierung von allgemeinen Informationen ohne Erkenntnistiefe
Nachteil: geringe Trefferanzahl, hohe Fehlerquote, keine individuellen Auswertungen

In Teil 2 möchte ich morgen früh die  komplexeren Monitoring-Technologien und Auswertungsmöglichkeiten näher betrachten.

Mai 17th, 2006 by Administrator

Sten Franke ist nicht nur der Mann hinter der Konferenz, sondern auch Managing Director bei Ethority. Er hat jetzt die “undankbare” Aufgabe, uns alle nach dem wirklich guten Mittagessen wieder in Zuhörlaune zu bringen, gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Markus Maly (Director Operations – er wird wohl etwas mehr darüber sagen, was die Ethority-Lösung Gridpatrol kann). Herr Maly spricht zum Auftakt über den Goleo, einen interessanten Case, weil das Plüschtier vor Wochen schon recht schlechte Mundpropaganda im Netz erhalten hat. Heute ist das Unternehmen Nici, das die Dinger produziert, an den Rand der Insolvenz gerutscht, u.a. wegen der schlechten Goleo-Absatzzahlen. Hier hätte man schon viel früher gegensteuern können, wenn man auf die schlechte Online Mundpropaganda in passender Weise reagiert hätte.
Damit so etwas gelingt, muss man das Internet im Auge behalten. Um das effizient zu leisten, können Techniken wie Gridpatrol eine dauerhafte Überwachung leisten. Reportings sollen dabei sicherstellen, dass die jeweils relevanten Nachrichten an die richtigen Entscheider gelangen. Sten Franke erklärt, dass sich sogenannte “Harvester”, wie Gridpatrol, anders als herkömmliche Suchmaschinen, sehr systematisch spezifische Seiten, Foren und auch Communities etc. im Netz nach relevanten wichtigen Inhalten absuchen. Dabei folgt das System u.a. bestimmten semantischen Regeln, um auch den Sinn von Inhalten zu erfassen. Dabei versucht das System, die Inhalte durch die Suche nach emotionalen Schlüsselbegriffen, die in der Nähe bestimmter Suchworte zu stehen, auch zu bewerten (ob bspw. ein Produkt oder eine Marke in einem bestimmten Kontext als negativ oder positiv wahrgenommen wird).
Sten empfielt, trotz der Begeisterung für Blogs auch Foren nicht außer Acht zu lassen, da dort sehr viel informelle interpersonelle Kommunikation stattfindet, die von vielen Leuten als relevant wahrgenommen wird. Ein Beispiel: Ethority hat für einen Finanzdienstleister ganz gezielt verschiedene relevante Foren beobachtet und dann mittels Bemühen um objektive Berichterstattung in den Foren (insgesamt 140 Beiträge) und Austausch mit den anderen Forumteilnehmern die Bewertung der Produkte des Unternehmens gegenüber bis zu 140.000 Lesern positiv beeinflusst.
Ich habe danach gefragt, welche Rolle Authentizität und Glaubwürdigkeit bei der Aktion in Foren eine Rolle spielen. Sten Franke und Markus Maly haben beide anerkannt, dass es schon sehr wichtig ist, vorsichtig und glaubwürdig in den Foren zu agieren, um sich nicht als “Verkäufer” ins Aus zu manövrieren. Wenn man sich zunächst über eine differenzierte Betrachtungsweise des entsprechenden Themas als kompetent darstellt, kann man später auch glaubwürdig zu einem spezifischen Unternehmen Auskunft geben. Irgendwelche Dinge in den Himmel und über den grünen Klee zu loben, bringt einen dagegen nie weiter.
Letztlich für mich wieder ein Beispiel dafür, dass in der neu entstehenden Welt der Online Mundpropaganda menschlicher Austausch und Dialog eine ganz entscheidende Rolle spielen.
Quelle: Martin Oetting