April 2nd, 2011 by Alexander Becker

Die beste Viral-Werbung der vergangen Wochen kommt diesmal nicht aus den USA, sonder aus Frankreich. Genauer gesagt von den Pariser-Verkehrsbetrieben SNCF. Es ist wahrlich eine Freude der Reisemaschine bei der Arbeit zuzusehen.

Mitten in der französischen Metropole baute das Viral-Team einen schwarzen Kasten mit einem roten Knopf auf. Dann mussten die Macher nur noch auf ein paar Mutige warten, die den Mumm aufbrachten, den Auslöser zu betätigen. Was dann geschah? Sehen Sie selbst.

Besonderer Clou: Wer den roten Knopf im YouTube-Video drückt, wird direkt auf die direkt auf ein Online- Gewinnspiel von SNCF weitergeleitet. So wird die gelungen Guerilla-Aktion clever ins Web übertragen.

August 5th, 2009 by Alexander Becker

Lange, bevor vor einigen Jahren der schicke Begriff des Guerilla-Marketings kreiert wurde, gab es in Deutschlands bereits absolute Könner in dieser Disziplin: Hape Kerkeling und der damalige „Titanic“-Chefredakteur Martin Sonneborn.

Der junge Kerkeling gelang es mit seinen Maskierten-Auftritten als Königin Beatrix ganze Staatsempfänge ins Chaos zu stürzen. Zu einer ähnlichen Meisterschaft brachte es Sonneborn. Unter seine Regie als „Titanic“-Chefredakeur manipulierten die Redaktion im Jahr 2000 „durch eine Fax-Aktion mit einem gewollt dilettantischen Bestechungsversuch die Entscheidung des Weltfußballverbandes über den Austragungsort der Fußball-Weltmeisterschaft 2006: Die Enthaltung des neuseeländischen FIFA-Vertreters Charles Dempsey, die auf die „Bestechungsfaxe“ zurückgeführt wurde, führte womöglich dazu, dass Deutschland den Zuschlag erhielt“, erklärt Wikipedia.

Am gestrigen Dienstag nun trafen die beiden Alt- und Großmeister fast direkt aufeinander, weil Sonneborn kurzerhand die Kerkeling-Pressekonferenz zu dessen neuen Kinofilm “Isch kandidiere” enterte. Bevor Kerkeling seine Kunstfigur Horst Schlämmer live in n-tv und bei n24 promoten konnte, saß auf dem Podium bereits jemand anderes – nämlich der gleichaltrige Sonneborn. “Ich begrüße Sie zur improvisierten Pressekonferenz von ‘Die Partei’”. Sonneborn gab sich betont staatstragend bis er den Sicherheitskräften flankiert der Bühne verwiesen wurde.

Schlämmer vs. Sonneborn: Zwei Altmeister des Guerilla Marketings
Sonneborns-Auftritt bei n24

Das war Guerilla-Marketing der Spitzenklasse. Auch wenn dafür der eine Spaßvogel dem anderem die Show stahl.

Mai 22nd, 2006 by Alexander Becker

Felix Holzapfel hat ein Buch über Guerilla Marketing geschrieben. Das besondere daran: Das Buch gibt es nicht auf Papier, sondern nur im Web – zum lesen und zum hören als Podcast. Zum einen umgingen die Autoren damit das Problem einen Verlag zu suchen, dazu glauben sie, dass sie via Blog mehr Leser erreichen. „Außerdem besteht unserer Ansicht nach einer der großen Vorteile der Publikation via Weblog darin, dass es sich somit um kein statisches, sondern dynamisches Werk handelt. Beispielsweise bei einem Roman mag dies weniger relevant sein. Bei einem Buch, das sich mit schnelllebigen Technologien und Trends beschäftigt, ist dies jedoch anders. Einerseits werden die Inhalte bei Bedarf von uns aktualisiert. Andererseits wird dem Buch durch die Kommentare der Besucher und Diskussion mit uns und anderen Lesern fortlaufend neues Leben eingehaucht – so zumindest eine weitere unserer Hoffnungen. Richtig… Sie haben die Botschaft zwischen den Zeilen bzw. den Wink mit dem Zaunpfahl korrekt gedeutet. Denn selbstverständlich bitten wir auch Sie um Ihre Meinung – egal, ob Sie unser Buch im Weblog, als E-Book oder per Podcast konsumieren!.“

April 6th, 2006 by Alexander Becker

Neben dem im Teil 1 beschriebenen grundsätzlichen Interesse an den neuen Werbeformen, zeigt die Studie auch, dass die neuen Werbeformen häufig nicht besonders eng mit den klassischen Disziplinen verknüpft werden. Ähnlich ernüchternd sind die Ergebnisse bei der Online-Werbung. Sie wird weder zur Unterstützung der klassischen Werbung noch zur Unterstützung des Abverkaufs konsequent eingesetzt. Die Web-Werbung läuft also vorwiegend parallel und nicht integriert. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass man die neuen Werbeformen für günstige bzw. billige Instrumente hält. Bei fast allen befragten Unternehmen liegt die Investitionsbereitschaft unterhalb 10 Prozent des Gesamt- Marketingbudgets. Nur 0,8 Prozent aller befragten Marketingmanager würden mehr als 500 000 Euro dafür ausgeben. Zwei Gründe werden für die Zurückhaltung angeführt: Zum einen wird die mangelnde Erfahrung und zum anderem die mangelnde Messbarkeit angeführt.
Dabei sind Spezialisten wie Ethority im Bereich Word of Mouth längst in der Lage, den Erfolg von Kampagnen hervorragend und seriös zu messen.

Sten Franke wird in seinem Vortrag am 2. Konferenztag, den 17. Mai, einen Ansatz zur Reichweitenmessung und ROI-Bestimmung vorstellen: „Alle unsere Kunden nutzen diesen Ansatz, um die von uns initiierten WOM Kampagnen zu tracken und auszuwerten. Selbst die Controller der Unternehmen sind erstaunt, wenn wir ihnen unsere Messmethoden präsentieren und dabei aufzeigen, dass ein “Qualified Lead” (unverbindliche Kaufabsicht) nur ein Teil der Kosten wie bei herkömmlichen Kampagnen verursacht.”

April 5th, 2006 by Alexander Becker

Die Robert & Horst Agenturgruppe und das Marktforschungsinstitut GfK haben insgesamt 242 Marketing- und Vertriebsverantwortliche zu dieser Frage befragt. Im Ergebnis würden 75 Prozent neuen Werbeformen eine Chance geben. Über 50 Prozent favorisieren dabei Guerilla Marketing, gefolgt vom viralen Marketing mit 35,5 Prozent. Von 36,5 auf 26,5 Prozent ist das Interesse an Keyword Advertising gefallen, genauso wie SMS-Marketing von 26 auf 7,9 Prozent fiel.
Erstaunlich hoch sind die Hoffnungen, welche die Marketingmanager in die neuen Werbeformen setzen. 37 Prozent der Befragten sehen sie als sinnvolle Ergänzung zur klassischen Werbung. Trotzdem gibt es bei der Integration erhebliche Probleme. Welche das sind, verrät ab Morgen der zweite Teil der Studie.