Januar 11th, 2009 by David Nelles
Ein großer Trend im Bereich der täglichen Nutzung von Social Media wird dieses Jahr sicherlich das Entfreunden sein. Burger King hat diesen Trend schon antizipiert – werde 10 Facebook Freunde los und bekomm ein Whooper gratis. Ich frage mich immer wieder, wenn ich auf xing etc. unterwegs bin: wer zum Teufel ist in der Lage bei über 1000 Businesskontakten wirklich von tatsächlichen Kontakten zu sprechen, oder, wie erfasst man einen Twitterstream, der mehr als 1000 Streams folgt? Vielleicht gilt in Social Media, wie auch in der Welt außerhalb von Social Media: Weniger ist manchmal mehr.
Für Charlene Li ist die Entschlackung von Followern und Facebook „Freunden“ daher ein Trend für das Jahr 2009:
Having thousands of friends becomes “so 2008″ and defriending becomes the hot new trend, driven by overwhelming rivers of newsfeeds. The movement is rooted in a desire to have quality, not quantity, as people cocoon in the face of the economic crisis. Facebook apps will emulate Twitter Grader, allowing you to prioritize your friends based on their overall social ranking — and prune safely to ensure the highest quality friends.
Auch Peter Blackshaw von consumergeneratedmedia.com sieht eine ganz ähnliche Entwicklung für das Jahr 2009:
Many of us will feel compelled to join the social media equivalent of Weight Watchers, eager to trim the excess and rediscover a modicum of don’t-follow-everything discipline.
Diese Entwicklung ist meiner Meinung nach völlig richtig. Ein Social Graph ist doch eigentlich nur dann wirklich funktional, wenn man mit seinen virtuellen Kontakten wenigstens im Ansatz kommuniziert. Eine solche Kommunikation muss natürlich weit über das bloße Betätigen des Bestätigungs-Buttons hinausgehen. Ich finde es schon schwer genug meinen vergleichsweise kompakten Twitterstream im Auge zu behalten oder zu all meinen facebook, xing, studiVZ, linkedin oder neuerdings HORIZONTpeople Kontakten in einem konstruktiven Dialog zu stehen. Mittlerweile entsteht eine alltägliche Informatiotsflut, welche zu einem großen Teil völlig irrelevant ist. Es sind wahrscheinlich Tools, wie das schon erwähnte TwitterGrader oder Benedikts Twitterfriends, nötig, um eine längst überfällige Netzwerkoptimierung durchzuführen. 2009 wird es also Zeit, sich der Social Graph Watcher-Bewegung anzuschließen, um seine Vernetzung wieder zu stärken.
Januar 9th, 2009 by David Nelles
Zuviel Freunde bei Facebook? Burger King hilft weiter. Das neue Facebook Widget des amerikanischen Burgerbraters verspricht für 10 herausgeschmissene Freunde aus der eigenen Freundesliste einen Whopper gratis.
Ein weiteres deutsches Netzwerk geht an den Start: Horizontpeople.de wirkt sehr aufgeräumt und hat eine klar abgesteckte Zielgruppe, daher könnte es auch gut funktionieren. Einziges Manko: bei der Profilerstellung fehlt bei Agenturen „Social Media“, denn nichts sieht schlimmer in einem Profil aus als „Sonstige“. Also, bitte nachbessern, liebe Horizont.
Wo soll die Reise hingehen? Lee Oden stellt sich die Frage, ob Marketer ihr Offline Budget zu Gunsten ihres Budgets für digitales Marketing verschieben sollten. Darauf kann ich nur antworten: Nur zu, traut Euch endlich!
Die US- Perspektive auf den basicthinking Hype. Man beachte auch die folgende Diskussion auf Techcrunch:
The visitor numbers for Basic Thinking aren’t enormous, but considering the niche and the limited (German-speaking only) scope, they’re decent enough: last month the site reportedly received 85,000 unique visitors and served 254,000 page views. The total number for 2008 was just under 2.5 million unique visitors and 3.6 million page impressions.
Der faulende Apfel -Steve Rubels nennt drei Gründe weshalb das Image von Apple Risse bekommt:
1. Social Media zerschießt immer öfter Apples traditionelle Kommunikationspolitik.
2. Die Ära des CEOs als Rockstar ist zu Ende.
3. Netbooks und Cloud Computing wildern in Apples Domäne.
Werbeblogger Patrick Breitenbach bringt es auf den Punkt. Auf Twitter beschreibt er meine persönlichen Erlebnisse mit WKW, dem Netzwerk für Offliner.

Ich empfehle es einfach einmal auszuprobieren.

