August 9th, 2009 by Alexander Becker

Im Boulevard-Journalismus gibt es folgende Regel: Eine Einzelperson ist ein Einzelschicksal. Zwei sind ein Trend und drei eine Massenhysterie. Klingt blöd, steckt aber ein Körnchen Wahrheit drin.

Wenn wir nun diese Regel an aktuelle Aktionen und Äußerungen einflussreicher Meinungsführer in Bezug auf Apple anwenden, sollte Steve Jobs langsam anfangen sich sorgen zu machen. Den Anfang machte Techcrunch-Boss Michael Arrington und Engadget-Gründer Peter Rojas in den vergangenen Wochen, als sie gegen Apples restriktive App-Politik protestierten. Jetzt fangen zwei weiter bekannte Personen an, über die Apfel-Firma herzuziehen.

Zum einem,
hat gerade der einflussreiche Mahalo-Gründer Jason Calacanis einen langen Text veröffentlicht, der zu dem Schluss kommt: „Apple will face a user revolt in the coming years based upon Microsoft, Google and other yet-to-be-formed companies, undercutting their core markets with cheap, stable and open devices. Apple’s legendary comeback ability will be for naught if they don’t deeply examine their anti-competitive nature.“

Calacanis kommt zu dem Ergebnis: Großartige Produkte zu entwickeln, entbindet Apple nicht von der wichtigsten Regel der Technologie-Branche: „Don’t be evil“. Der Mahalo-Gründer fürchtet sogar eine User-Revolution.

Wie dies Aussehen könnte zeigt die zweite wichtige Person, die gerade über Apple herzieht: Ice-T. Gefilmt von seiner Frau und garniert mit vielen Schimpfwörtern zerstört der Rapper und Schauspieler ein Mac Powerbook mit seinem Hammer (via Mashable).

Achtung Apple: Das Image wandelt sich vom Good  zum Bad Guy
Der YouTube-Link

Die Trend ist klar: In den USA bildet sich eine ernst Front gegen Apple. Wenn wir aufmerksam bleiben, können wir bald beobachten, wie die Web-Gemeinde mit viel Genuss ihren einstiegen Helden, Apple, auseinandernimmt und mit Liebesentzug bestraft. Was das bedeutet? Fragen Sie mal Microsoft.

März 23rd, 2009 by David Nelles

StudiVZ hat schon zum zweiten Mal den schlechtesten Imagewert bei deutschen Web 2.0 Usern. Die Shoppingplattform dawanda ist wieder einmal der Liebling in den nutzergenerierten Medien.

ethority Startup Barometer 2009 I   studiVZ flop & dawanda top

ethority Startup Barometer 2009 I   studiVZ flop & dawanda top

ethority Startup Barometer 2009 I   studiVZ flop & dawanda top

ethority hat die Online-Gespräche über die deutschen Startups nun schon zum dritten Mal analysiert. Besonders für Startups im digitalen Bereich ist es wichtig auf den wichtigsten Plattformen der kollaborativen Medien, Weblogs und Online Foren stattzufinden. Kaufentscheidungen und Nutzung werden immer stärker durch Empfehlungen von anderen Usern geprägt. Daher kann die Intensität des Buzz in Kombination mit dem Image ein Gradmesser für den Erfolg einer Unternehmung in diesem Bereich sein.
Der ethority Startup Monitor 2009 I untersuchte im Zeitraum von Februar bis März 2009 rund 50.000 Meinungsäußerungen von Usern zu deutschen Startups in deutschsprachigen Weblogs und Foren. Für diese Buzz-Analyse wurden authentische Nutzeräußerungen zu rund 450 deutschen Startups klassifiziert. Diese Datenmenge wurde durch die ethority Crawler- und Klassifizierungstechnologie gridmaster® erhoben. Dabei wurde zum einen die bloße Quantität der Nennungen der untersuchten Unternehmen in Social Media erfasst, zum anderen das Image der Unternehmen anhand einer automatisierten qualitativen semantischen Analyse der Usermeinungen ermittelt. Der erhobene Imagewert drückt hier das Verhältnis zwischen positiven und negativen Nennungen in Bezug auf den ermittelten Gesamtbuzz aus. Durch dieses Vorgehen entsteht ein exaktes Bild über die Netzprominenz des einzelnen Startups in Verbindung mit seinem Image bei den Usern und potentiellen Kunden.

Die Ergebnisse der Buzzanalyse zeigen, dass über StudiVZ am intensivsten in den konsumentengenerierten Medien diskutiert wird. Dabei überwiegen aber die kritischen Töne. Dadurch schneidet StudiVZ in diesem Buzzmonitor in Sachen Image am schlechtesten ab. Dagegen können sich Dawanda und Spreadshirt freuen. Beide Startups kommen bei den Usern besonders gut an.

Trotz aller Kritik an StudiVZ muss man allerdings auch sehen, dass die Holtzbrink Community die Plattform ist, über die im deutschen Netz einfach am häufigsten gesprochen wird. Obwohl StudiVZ laut den neusten AGOF Zahlen mittlerweile gar nicht mehr das reichweitenstärkste Netzwerk in Deutschland ist. Das Abschneiden von Dawanda zeigt eindrucksvoll, was für ein Effekt eine starke Fan Community auf das Brand Image einer Marke haben kann. Gerade im Fall Dawanda gibt es eine große Anzahl von Markenevangelisten, welche ein positives Meinungsbild über das junge Social Commerce Unternehmen aus Berlin befördern.

>> Mehr dazu bei MEEDIA

September 8th, 2008 by David Nelles

DaWanda aus Berlin schneidet in Bezug auf das Image bei Internetnutzern am besten ab. Yigg, das Nachrichtenportal zum Mitmachen schnitt dagegen beim Vergleich der Imagewerte am schlechtesten ab. Das ist das Ergebnis des ersten deutschsprachigen Startup-Monitors des Hamburger Social-Media-Spezialisten ethority. StudiVZ und Xing liegen in Bezug auf die Quantität der Äußerungen im Internet ganz weit vorne. Neben den Networks sind unter anderem auch der Blogvermarkter Trigami und der T-Shirt Bedrucker Spreadshirt in den Top Ten des deutschen Buzz vertreten.

Die ethority GmbH & Co. KG hat in Kooperation mit der Wirtschaftwoche diese junge Branche näher analysiert. Das Ergebnis ist ein Buzz-Monitor der deutschen digitalen Gründer. Für diesen Monitor werden in Echtzeit Äußerungen aus Newssites, Foren- und Weblogbeiträgen im deutschsprachigen Internet durch die gridmaster Internetsuchtechnologie vollautomatisch registriert und klassifiziert.

Unternehmensgründungen im Online-Bereich sind im besonderen Maße abhängig von Gesprächen und Empfehlungen der Nutzer im Internet. Die Menge der Gesprächsaufkommen in den Online-Kanälen  über das jeweilige Startup und seine Produkte können ein wichtiger Indikator für seinen wirtschaftlichen Erfolg sein. Die Online-Kommunikation zwischen Nutzern über das jeweilige Startup stellt eine wichtige Basis für das Kundenwachstum dar. Damit steht der Buzz in einem direkten Einfluss auf den finanziellen Erfolg der Gründung. Diese jungen Online-Unternehmen, wie zum Beispiel StudiVZ, zeigen auf eindrucksvolle Weise, wie effektiv das digitale Word of Mouth Marketing für den Geschäftserfolg sein kann.

Der ethority Startup Monitor

Der ethority Startup Monitor