März 22nd, 2011 by Alexander Becker

Was passiert wirklich im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi? Wie gefährlich ist die Lage, welche Informationen sind wirklich relevant? Bei der medialen Bewertung der Lage im japanischen Horror-AKW und der tatsächlichen Arbeit der Helfer und Techniker müssen oftmals Korrespondenten wissenschaftliche Zusammenhänge erklären, für die man eigentlich ein abgeschlossenes Physikstudium benötigte.

Bei Katastrophen wie dem möglichen AKW-GAU zeigt sich immer wieder, wie unzureichend das gepflegte Halbwissen des normalen Deutschen Journalisten ist. Besonders hart fällt der Vergleich vieler Medienberichte mit den Inhalten von Experten und begeistern Laien aus, die ihr Wissen via Weblog mit interessierten Lesern teilen.

Die Katastrophe von Fukushima ist die große Stunde der Wissenschaftsblogs. Denn im Angesicht der zum Teil zweifelhaften Berichterstattung vieler Medien können die Blogger so richtig ihre natürlichen Vorteile ausspielen: Enthusiasmus, Fachwissen, ein funktionierende weltweites Experten-Netzwerk und die Unabhänigkeit alles zu berichten, was man für erzählens- oder erklärenswert hält.
Fukushima: Die Stunde der Science Blogs

Ein wunderbares Beispiel für die Kraft und Tiefe eines Fukushima-Blog-Postings liefert das Physikblog.eu. André Goerres und Andreas Herten liefern einen der besten Texte über “die Probleme bei Fukushima I”. In ihrer Einleitung schreiben sie: “Das Problem an der ganze Chose: Ereignisse und damit Meldungen überschlagen sich, Emotionen sind im Spiel und das ganze wird mit einer Prise Fehlinformationen gewürzt. Heraus kommt ein Brei aus gefährlichem Halbwissen und politischen Meinungen, die eine sachliche Diskussion erschweren.”

Eine weitere Top-Adresse ist das ScienceBlogs-Netzwerk. Allein ein Blick auf die Top fünf der meistgelesenen Texte zeigt, wo die gerade die Nutzer-Interessen liegen.
Fukushima: Die Stunde der Science Blogs

1. Quellen und seriöse Links zum Fukushima-Kraftwerk-Störfall
2. 9/11, Weltuntergang 2012 und das Beben in Japan
3. Der “Supermond” und das Erdbeben in Japan
4. Die Redaktionsschmelze im deutschen Presse-Fall-Out
5. Zwei untaugliche Argumente zur Fukushima-Debatte

Wenn Sie also einen möglichst genauen Überblick über die Lage in Fukushima haben wollen, behalten Sie die wichtigsten Wissenschaftsblogs im Auge.

März 18th, 2011 by ethority - Social Media Intelligence Team

TOP TWITTERLINKS:

Facebook: Reichweitenverdoppelung in Deutschland

Im Vergleich zum Vorjahr kann Facebook eine Verdoppelung der Fananzahl verzeichnen. Aktuell verzeichnet das soziale Netzwerk 22,2 Millionen Besuche von deutschen Usern. Auch im Hinblick auf die Verweildauer ist Facebook ungeschlagen – keine andere Internetseite hält die Nutzer so lange in ihrem Bann.

http://www.wuv.de/

Stark im Kommen: 5 digitale Marketing Trends

Group Messaging, Reputation Engines, QR-Quotes, Startups for Startups und Q&A Sites heißen die hoch gehandelten digitalen Marketing Trends für das Jahr 2011. Alles in allem steht in diesem Jahr die User Präsenz im Mittelpunkt der aufstrebenden Trends.

http://mashable.com/

Effizienzsteigernde „True-View-Video-Anzeige“ bei YouTube

Neu an der Werbemaßnahme: Der User kann nach fünf Sekunden die Werbeanzeige überspringen, wenn er sie nicht sehen möchte. Der Werbekunde zahlt folglich nur für die Spots, die vom User tatsächlich angeschaut wurden.

http://www.horizont.net/

Facebook Kommentare sind jetzt editierbar

Kommentare können jetzt auch nachträglich bearbeitet werden, was dem User das lästige Löschen und anschließende Neuverfassen erleichtert. Der Kommentar kann jedoch auch nach wie vor komplett gelöscht werden, indem man den gesamten Text im Kommentarfeld löscht. Eine weitere Neuerung bei den Kommentaren: durch einfaches Klicken auf die Eingabetaste wird der Kommentar gepostet.

http://www.stumbleupon.com/

Highlights der Woche:

Erdbeben Katastrophe in Japan

Die ganze Welt schaut nach Japan und verfolgt die neusten Nachrichten. Auf Social Media Plattformen wie Twitter, Facebook und YouTube können die User nicht nur zeitnah die aktuellen Geschehnisse verfolgen, sondern auch helfen und spenden. Non-profit Organisationen wie etwa das Rote Kreuz rufen zu Spenden auf Facebook und Twitter auf und auch Google entwickelte in kürzester Zeit den „2011 Japan Earthquake Google Person Finder app“, der es Angehörigen von Vermissten z.B. ermöglicht Suchanfragen über Vermisste zu stellen.

http://www.examiner.com/

2. Deutscher Medienbeobachterkongress

Am vergangenen Dienstag war ethority mit einem Vortrag von Dr. Benedikt Köhler und Oliver Kern (Bayer CropScience AG) auf dem 2. Deutschen Medienbeobachterkongress vertreten und kann auf informative und erfolgreiche Stunden zurückblicken. Class Hansen berichtet: „Begeistert von der Vielfalt der gebotenen Vorträge des 2. Medienbeobachterkongresses diese Woche in Düsseldorf und natürlich erfreut über die hochwertigen neuen Kontakte zu potentiellen Kunden und Partnern möchte ich ein sehr positives Resümee ziehen. Wir haben sehr spannende Gespräche führen können und werden sicher in den kommenden Wochen den ein oder anderen Impuls aus dieser Veranstaltung in unserem Tagesgeschäft umsetzen.“

ethority Weblog

Fundstück der Woche:

Die etwas andere Darstellung der Twitter History

Hier eine kreative Darstellung der Geschichte von Twitter. Viel Spaß!

Quelle: http://mashable.com/

Social Media explained

Marketing Trends, Facebook, Japan   Weekender KW 11

http://9gag.com/

März 17th, 2011 by Alexander Becker

Spätestens seit der Pro-Guttenberg-Gruppe “Wir wollen Guttenberg zurück” wissen wir: Facebook kann in Deutschland mittlerweile Massen mobilisieren. Wenn auch nur im virtuellen Raum.

“Atomkraft? nein Danke!”: Der nächste Facebook Hype?

Da stellt sich unweigerlich die Frage, was in dem Netzwerk in Anbetracht der Flut- und Atom-Tragödie in Japan. Die Antwort überrascht. Auch in diesem Fall, starten Facebook-Nutzer eine politische Aktion. Die Facebook-Applikation “Atomkraft? Nein Danke!” hat mittlerweile 99.224 aktive Nutzer.

Die Idee hinter der App macht die Teilnehmer zu Botschafter der Aktion für “Atomkraft? Nein Danke!”, in dem das jeweilige Profilbild mit dem bekannten 80er-Jahre-Logo versehen wird.

Entwickelt wurde die Applikation von Stephan Alber von der FH Furtwangen.

Wie erfolgreich die Aktion von Alber tatsächlich ist, kann jeder Facebook-Nutzer mit einem kurzen Blick in sein eigene Freundeliste überprüfen. Denn mittlerweile müsste fast jeder zumindest einen Facebook-Freund haben, in dessen Bild das entsprechende Logo steckt.

März 16th, 2011 by Alexander Becker

Japan gilt in Web-Kultur und -Nutzung, als eines der weitesten entwickelten Länder der Welt. Davon in den vergangen Krisentagen noch nicht zu bemerken. Es scheint noch immer so: In Notzeiten – abgesehen von politischen Protesten – spielen die meisten Social Media- und Mobil-Tools eine untergeordnete Rolle.

Trotzdem bietet das Internet aktuell vor allem zwei Angebote, die sehr gut und detailliert über die Situation in Nippon informieren.

NHK-App
Social Media: die zwei wichtigsten japanischen Info Links
Viele deutschen Nachrichtenangebote berufen sich seit Tagen auf die die Berichterstattung des TV-Senders NHK. Als einziger öffentlich-rechtlicher Kanal Nippons streamt er sein Programm auch in englischer Sprache. Über die kostenlose App können Sie sich ohne Verzögerungen rund um die Uhr über das informieren, was Japan gerade bewegt.

Katz Ueno
Social Media: die zwei wichtigsten japanischen Info Links
Mit einem Livestream und einem halben Dutzend Social-Media-Accounts berichtet Katz Ueno. Der japanische Journalist sieht sich als unabhängiges Korrektiv zur trägen Kommunikation der Regierung. Gemeinsam mit Freiwilligen wertet er japanische Informationen auf Englisch aus, ordnet sie ins Gesamtbild ein und korrigiert sie nötigenfalls.

Mai 31st, 2005 by Sten Franke

Chinesische Weblogs   Kampagne gegen JapanDas Portal Sohu.com berichtet, dass chinesische Website-, Foren- und Weblog-Betreiber ab sofort ihren Internetauftritt bei den Behörden anmelden müssen, ansonsten drohe die Sperrung der Webseiten. Es heißt, die Regierung versuche die Kontrolle über die Online-Aktivitäten in China zurückzuerlangen. Offiziell gehe es um die Eindämmung von Internet-Kriminalität. Ob hierbei nun die Eindämmung der Produktpiraterie oder die Kontrolle der Meinungsäußerung eine übergeordnete Rolle spielt, wird sich zeigen.

Laut Sohu.com sind mometan rund 120 Millionen Chinesen online. Vor allem die Zahl der chinesischen Weblogs ist im vergangenen Jahr enorm angestiegen. So wurden Weblogs insbesondere genutzt, um die anti-japanischen Proteste über das Internet zu organisieren.

Weblogs bieten hierfür eine besonders vorteilhafte Ausgangsposition, denn durch Vernetzung und RSS Feeds werden Informationen besonders schnell transportiert und lassen sich so mit einem viralen Effekt verbreiten. Die durch die Vernetzung entstehende Linkpopularität katapultiert etablierte Weblogs bei Suchmaschinen wie Google.com oder auch Sohu.com in die Top-Listings.