April 9th, 2010 by Sabrina Panknin
TOP 4 TWITTERLINKS
1. Die vier Einstufungen von Kritik im Social Web
Negatives Feedback im Social Web passiert. Wie man diese Kritik einordnen kann, beschreibt dieser Artikel anschaulich.
2. Facebook antwortet Ilsa Aigner: Kritik geht nicht an den Amerikanern vorbei
Nach den Drohungen von Verbraucherministerin Ilse Aigner gibt es tatsächlich eine Reaktion von Facebook, nachdem internationale Medien ihre Beschwerde aufgriffen. Wie diese aussieht, erfährt man in dem Artikel.
3. Was wäre wenn…Pacman, Tetris und Arkanoid sich an NY’s Gebäuden, Straßen und Autos vergreifen?
Stellt euch die Apokalypse vor. Und jetzt nicht mit den vier Reitern, sondern mit Pacman und Arkanoid. Wie das auszusehen hat, zeigt das gelungene Video von One More Production.
Social Media Guidelines in Unternehmen: Gute Ansätze in Unternehmen
Das Personalberater-Blog Wollmilchsau widmet einen Post den Social Media Richtlinien und bewertet den Ansatz des BVDW dazu.
Blogartikel der Woche
Learning by doing: Das Grundkonzept der Social Media Akademie
Die Social Media Akademie öffnet im Mai ihre Türen und mit dabei ist Benedikt Köhler von ethority.
Auf welchem didaktischen Grundkonzept die Akademie fußt, kann man hier nachlesen
Social-Media-Fundstück der Woche:

Nico Lumma hat die Drohgebärden von Ilse aigner zum Anlass genommen, die Seite www.seheichmichgezwungen.de zu gründen, die in der Internetgemeinde auf großen Anklang gestoßen ist. Hier der erklärende Artikel dazu.
Zitat der Woche:
„Sollte Facebook nicht bereit sein, seine Firmenpolitik zu ändern und die eklatanten Missstände zu beheben, sehe ich mich gezwungen, meine Mitgliedschaft zu beenden“
Ilse Aigner.
Man sollte meinen, das ist das „Zitat der Woche“, ist es aber nicht. Trotzdem sind wir der Meinung, wir haben Frau Aigner noch nicht genug gehuldigt, also dreht sich das „Zitat der Woche“ um die Verbraucherministerin.

Die Lawine donnerte ins Tal. Da stellte sich die kleine Ilse mutig in den Weg und sagte: „Ich finde Schnee blöd“
Aufmerksam geworden durch Meedia
März 5th, 2010 by Sabrina Panknin
TOP 4 TWITTERLINKS
1. Basiswissen: 8 Gründe, warum im Blog nicht kommentiert wird
Der Pro-Blogger listet in seinem Blog Tipps auf, wie man seine Leser zum kommentieren bringt.
2. Google und Nokia wollen Qype!
Der mächtige US-Techblogger Michael Arrington blickt in die Welt uns sieht auf Hamburg. Das Start-Up stand kürzlich kurz vor der Übernahme durch Nokia, doch auch Google hatte bereits ein Auge auf Qype geworfen.
3. Die aktuellen Nutzerzahlen von Facebook im Februar 2010
Der Tweet sagt alles, ab heute gibt es unter demselben Link die Nutzerzahlen Anfang März 2010
4. Kompakte Auflistung kostenloser iPhone Apps
Das Angebot kostenloser iPhone Apps im App Store nimmt beständig zu. Unter diesem Link gibt es die Bestenliste der iPhone Apps, die kostenlos zum Downloaden bereit stehen
Der Blogartikel der Woche

Niemand lässt sich gerne kritisieren, denn Kritik zeigt einem Fehler auf, mit der implizierten Aufforderung, diese zu beheben und selten gesteht man sich gern Fehler ein. Und wenn wir ehrlich sind, grummeln wir auch ein bisschen bei konstruktiver Kritik. Das gilt im Privaten wie auch im beruflichen Umfeld.
Social-Media-Fundstück der Woche
Twitter hat es geschafft und die 10 Milliarden Tweet-Grenze überschritten. Im Vergleich dazu waren es vor rund 4 Monaten “erst” 5 Milliarden. Wer den 10.000.000.000 Tweet geschrieben hat, hat mashable herausgefunden:

Zitat der Woche:
Die ABAS Software AG hat auf der Webciety die Geduld der Zuhörer bzw. Zuschauer etwas übberreizt, in dem sie in schneller Taktung Tweets mit Hinweisen auf ihren Stand auf die Twitterwall schickten. Die Rache der Genervten war ein Flashmob – sie stürmten den angepriesenen Stand, waren aber außer an Kaffee und an Werbegeschenken an nichts interessiert. Naja, von beiden Seiten nicht böse gemeint, deswegen „Schwamm drüber“, aber eine Verewigung als „Zitat der Woche“ gibt es trotzdem:

Die Geschichte dazu gibt es auf www.besser20.de
März 3rd, 2010 by Sabrina Panknin

Niemand lässt sich gerne kritisieren, denn Kritik zeigt einem Fehler auf, mit der implizierten Aufforderung, diese zu beheben und selten gesteht man sich gern Fehler ein. Und wenn wir ehrlich sind, grummeln wir auch ein bisschen bei konstruktiver Kritik. Das gilt im Privaten wie auch im beruflichen Umfeld.
In und durch Social Media nimmt das Kritisieren noch mal viel größere Ausmaße an. Offline haben wir die so genannte Einwegkommunikation, so dass sich die öffentliche Kritik oft höchstens auf einen Leserbrief beschränkt. In Social Media regiert die Zweiweg-Kommunikation, jedem ist es möglich, sofort zu kritisieren und großflächig und vor allem schnell zu verbreiten. Es ist insbesondere nicht leicht, zu verfolgen, auf welchen Bahnen sich Kritik verbreitet. Im Gegenteil, es ist sehr schwierig im Blick zu behalten, was, wann, wo und warum über ein Unternehmen geäußert wird.
Diese Form von „machtlos ausgeliefert sein“ macht vielen (Unternehmen) Angst, sich in Social Media zu bewegen. Das muss aber nicht sein!
Die Gefahren der Kritik im Social Web, wenn sie nicht ernst genommen wird:
- Kritik kann sich im Web 2.0 unheimlich schnell verbreiten
- Kritische Kommentare können meinungsbildend werden
- Somit kann die Onlinereputation dauerhaften Schaden nehmen
- Kritische Kommentare bleiben dank den Suchmaschinen für immer auffindbar
Die wichtigste Frage lautet nun: Wie reagiere ich als Verantwortliche im Unternehmen auf Kritik im Netz?
Kundenzufriedenheit und ein gutes Image stehen auf der Prio-Liste ganz oben, doch man kann es nicht allen Recht machen! Es gibt Personen, die sich konstruktiv einbringen möchten, aber natürlich auch Schwarzmaler und Trolle.
Arten von Kritik
Deshalb unterscheiden wir zwischen zwei Arten von Kritik:
a) konstruktive Kritik
Konstruktive Kritik ist anregend und positiv und bringt einen insgesamt weiter. Die User wollen einem nichts Böses, sondern nehmen Anteil an der Sache und versuchen sie zu verbessern. Sprich - für beide Seiten eine Win-Win-Situation!
b) destruktive, unbegründete und negative Kritik
Wüste und unhaltbare Beschimpfungen und Bedrohungen sollten ignoriert werden. Viele nutzen die Anonymität, um Frust und Ärger loszuwerden ohne eigentlich etwas zu sagen, geschweige denn ihre Meinung mit Argumenten und Vorschlägen zu untermauern.
Beizeiten ist es schwierig, Kritik a) oder b) zuzuordnen. Denn manchmal stecken hinter wüsten Ausdrucksweisen des Eifers des Gefechts griffige Argumente und Kritikpunkte, die nur schlecht verpackt sind. Hier ist nun Fingerspitzengefühl gefragt.
Reaktionen auf Kritik
Reaktionen auf Kritik sind…
…zeitnah
Das Netz ermöglicht eine unheimlich schnelle Verbreitung. Eine zeitnahe Reaktion ist deshalb sehr wichtig. Doch „zeitnah“ bedeutet nicht in Sekunden: Durchatmen und über eine passende Reaktion nachdenken ist sehr wohl erlaubt. Reaktionen, aber auch Kritik selbst, lässt sich nur schwer zurücknehmen, sobald sie sich erstmal im Netz ausgebreitet hat. Deshalb kann auch hier ein Frühwarnsystem von Vorteil sein, was eine kostspielige und aufwändige Reaktion unnötig macht. Die Strukturen in vielen Unternehmen lassen gar keine sofortige Reaktion zu, sofern es keinen abgesegneten Krisenplan gibt. Wichtig ist, dass man die Sache nicht aussitzt und sehr wohl Stellung bezieht.
…angemessen
Egal wie Kritik verpackt ist, man sollte natürlich stets angemessen und respektvoll darauf eingehen. Unternehmen können es sich nicht leisten, patzig in der Öffentlichkeit zu reagieren. Da gilt auch der Grundsatz nicht, dass sich Unternehmen in Social Media persönlicher darstellen und die Menschen hinter dem Unternehmen stärker in den Vordergrund treten sollten. Wenn ich jemanden in den Blog-Kommentaren oder via Twitter beleidige, heißt es nicht „Sabrina Panknin hat das getan“, sondern „was erlaubt ethority sich!“
…auf Augenhöhe
bei einer angemessen Reaktion sollte man immer auf Augenhöhe sprechen und nicht „von oben herab“. Das impliziert auch die Reaktion auf Kritik von Otto-Normal-User und nicht nur Personen, die sich bereits einen Namen im Netz gemacht haben.
…transparent
Was ohnehin für den Unternehmensauftritt in Social Media gilt, sollte man auch bei der Reaktion auf Kritik befolgen. Wenn man beispielsweise an einer öffentlichen Diskussion teilnimmt, sollte man kennzeichnen, dass man im Namen des Unternehmens spricht und nicht heimlich versuchen, „gut Wetter“ zu machen. Das hat meistens die gleiche Konsequenz als wenn man seine Mama anlügt: Es kommt fast immer heraus und man kassiert verbale Prügel.
… kommunikativ
Reaktionen auf kritische Äußerungen sollte keine ständige Rechtfertigung oder andersherum Zu-Kreuze-Kriechen sein. Manchmal ist die Diskussion entscheidend: Nochmaliges Hinterfragen, gegebenenfalls Erklärung des eigenen Vorgehens. Kritische Aussagen auf einen Blogpost bedeuten z.B. nicht, dass die eigene Meinung falsch ist, andere sehen es nur anders.
Faustregeln:
Im Allgemeinen ist es legitim und empfehlenswert, wenn man sich gewisse Faustregeln aufstellt, die in den Social Media Guidelines verankert werden:
- Anonyme Kritik, die Beleidigungen, Bedrohungen und Beschimpfungen enthält, wird inhaltlich nicht beachtet oder sogar gelöscht
- Auf Kritik von unterschiedlichen Personen dasselbe Thema betreffend, wird mit einer allgemeiner Stellungnahme auf einem Kanal reagiert. Allerdings sollte auf jedem Kanal auf diese Reaktion verwiesen werden
- Bitte, bitte nicht übertrieben reagieren und sofort die Rechtsabteilung informieren, das hatten wir letztes Jahr schon häufiger. Lieber eine Nacht darüber schlafen und dann den Dialog suchen. Wenn nicht öffentlich online, dann offline.
Mit kritischen Kommentaren umzugehen, erfordert auch immer Einfühlungsvermögen und Fingerspitzengefühl, manchmal auch ein dickes Fell. Aber es ist machbar und sollte kein Argument gegen den Einsatz von Social Media sein. Hilfreich ist der Einsatz eines professionellen Monitorings, was mögliche Issues aufdeckt, und so bereits im Vorfeld Kritik eindämmt, bevor diese eine Karriere im Netz hinlegt, bloß weil man selbst nicht auf den kritischen Beitrag aufmerksam geworden ist.
November 24th, 2009 by Tobias Kärcher
Gut zwei Wochen hatten wir nun Zeit, uns mit der neuen Retweet-Funktion bei Twitter vertraut zu machen. Die Reaktionen sind gespalten:
“Twitter’s new retweets are undeniably cleaner and more organized than the original, manual method. Your timeline will be easier to read and less noisy as a result (…) Also, you no longer need to edit original tweet text, which means it is less likely you’ll anger someone by inadvertently changing the meaning of their original tweet or messing up the attribution.”
Vorteile, die schwer von der Hand zu weisen sind. Während die meisten mashable-Autoren die Usability loben und sich auf eine Timeline mit weniger ‘Rauschen’ freuen, zeigen sich andere weniger erfreut über die neue Funktion. Jennifer Van Grove schrieb schon im August:
“The new retweet format, however, doesn’t seem to leave room for our additional commentary. So when we hit the new retweet button on Twitter.com, or in any of the third party apps that support the new APIs, what can we expect? Can we insert our words of wisdom? If so, where do they go? We know we’d be more than a little disappointed if this offshoot of retweeting behavior was taken away from us.”
Sie sollte Recht behalten. Ray Beckerman fordert sogar zum Boykott der neuen Funktion auf und sammelt stellvertretend die sieben, seiner Meinung nach wichtigsten Argumente gegen die neue Option:
“(1) you can’t insert a comment;”
Das größte Manko, manches möchte und sollte man nur kommentiert retweeten.
“(2) you can’t edit;”
Da der Retweet im weitesten Sinne ein Zitat ist, eigentlich sinnvoll. Man muss ihn allerdings auch nicht kürzen, wenn man mit dem „RT“ die 140-Zeichen-Grenze sprengt.
“(3) instead of showing your avatar, it shows the avatar of the original tweeter, which might be someone the recipient doesn’t know or have any relationship with;”
Kann verwirren. Einen Effekt habe ich bei mir persönlich jedoch festgestellt: Wenn in meiner Timeline plötzlich ein “fremder” Account mit Nutzerbild auftaucht, bin ich schneller mal verleitet diesem zu folgen, als das bei einem klassischen „RT“ der Fall gewesen wäre
“(4) it prevents you from seeing multiple versions with different comments from different people;”
Was sehr schade ist, andere wiederum als aufgeräumtere Timeline bezeichnen würden.
“(5) if someone retweets you, you will never know that they did, unless you go look it up in the Retweets column;
(6) if you retweet someone, they may never learn that you did, unless they go to the internet interface, and go through the entries in the retweets column;”
In der Tat etwas umständlicher, jedoch übersichtlicher und wohl einfach ein Frage der Gwöhnung.
“(7) your so called “retweets” won’t show up in Tweetdeck or any other Twitter “clients” or applications.”
Die Applications werden schnell lernen damit umzugehen, durch eine standardisierte API vermutlich sogar sehr viel besser als bisher.
Letztendlich zeigt sich in der Vielfalt der Reaktionen die Vielfalt der Nutzungsrealitäten von Twitter: Für die einen ein Newschannel mit selbst gewählten Korrespondenten, für die anderen ein klassisches Weblog in 140-Zeichen Artikeln, für wieder andere eine Art Public Chat – so unterschiedlich der Gebrauch, so sind unterschiedlich die Anforderungen an die eigene Timeline. Nun ist uns ja freigestellt, ob wir die neue Funktion nutzen oder nicht, ich persönlich werde wohl vorerst beim “RT” bleiben.
März 5th, 2009 by Alexander Becker
Ein kleiner Satz, ein großes PR-Desaster: Jedes Jahr lädt die Investmentbank Morgan Stanley im Frühjahr zu einer kleinen Technologiekonferenz. Diesjähriger Stargast war Google-CEO Eric Schmidt, der dann auch gleich Tacheles redete. Beispielswiese glaubt er, dass die weltweite Krise bald jede Web-Company spüren werde. So weit, so unspektakulär. Dann nahm sich der 53-Jährige jedoch erst einmal den Microblogging-Dienst Twitter zur Brust. Über das Start-up sagte er: „Twitter ist die E-Mail des armen Mannes”. Rums das saß. Ein derber Spruch von einen ansonsten besonnen Manager.
Nach dem die kritischen Stimmen im Web nun immer mehr Gewicht bekamen, sah sich der Manager – ungewöhnlich für Google – zu einem Dementi genötigt. Er erklärte laut Henry Blodget: „IN CONTEXT IF YOU READ WHAT I SAID, I WAS TALKING ABOUT THE FACT THAT COMMUNICATION SYSTEMS ARE NOT GOING TO BE SEPARATE. THEY’RE ALL GOING TO BECOME INTERMIXED IN VARIOUS WAYS. PEOPLE WILL USE EMAIL, THEY WILL WANT TO USE TWITTER FACEBOOK, THEY WILL WANT TO USE THE OTHER FORMS.“
Seit der Twitter-kritischen Äußerung gibt es natürlich bereits wieder erst Spekulationen, ob es einen Zusammenhang zu möglichen Kaufverhandlungen zwischen Suchmaschine und Microblogging-Dienst gibt. Schmidts kleiner Seitenhieb könnte eine typische Frustreaktion sein. Achtung, jetzt reine Spekulation! Vielleicht zeigen sich die Twitter-Gründer in den Übernahmegesprächen ja störrischer als erwartet?



