März 4th, 2010 by Sabrina Panknin

Urlaubsreif    ethority auf der ITB Urlaubsreif    ethority auf der ITB

Dass die Tourismusbranche von Social Media profitiert, ist kein Geheimnis. Die Lufthansa hat großen Erfolg mit ihrem Twitter-Account @Lufthansa_DE, bei Facebook hat der Robinson Club an die 2500 Fans und auch das berühmte „Weisses Rössl“ am Wolfgangsee besitzt eine eigene Fanpage.

Deshalb ist ethority bei einer der weltweit größten Tourismusmessen, der ITB Berlin, mit dabei, wenn sich dort die ganze (Reise)welt trifft.

Am 11.03 und 12.03.2010 findet man uns in der Digital Trend Lounge als Gast von Ray Sono, Spezialagentur für Online-Portale, Digitales Marketing, Usability und Online Tourisitk. Wir freuen uns darauf, in Fragen zu Social Media Monitoring und Marketing zu beraten!

Wann: Donnerstag, 11.03 und Mittwoch, 12.03.2010; 10.00-18.00 Uhr

Wo: Digital Trend Lounge

Halle: 6.1

Stand:129

Die Zahlen sprechen für sich: Laut AGOF internetfacts 2009-III informieren sich 83,6% der User im Internet rund um Reise- und Touristikprodukte!

Warum ist das so?

  • man hört lieber auf Beurteilungen anderer Urlauber als auf Werbebotschaften
  • man sucht ein Angebot mit dem besten Preis/Leistungsverhältnis
  • man stößt auf günstige(re) Angebote
  • Arbeitszeit deckt sich mit Öffnungszeiten der Reisebüros etc.
  • Man bekommt die aktuellsten Informationen

Einige Vorteile für die Tourismusbranche

  • ein professionelles Monitoring ist wichtig für das Beschwerde-Managment. Hier können Missstände bereits im Vornherein aufgezeigt und verbessert werden
  • Issuemonitoring: Rufschädigende Behauptungen schnell zu entdecken ist von essentieller Bedeutung
  • ist ein enormer Multiplikatoreffekt
  • bietet neue Kommunikationskanäle
  • verhilft zu einem frischeren Image
  • dient der Neukundengenerierung

Februar 5th, 2010 by Sabrina Panknin

TOP 4 TWITTERLINKS

1. Wir suchen einen/n PraktikantIn für Social Media Marketing/PR.Ab wann? Ab sofort?

www.ethority.de

Ein Tweet in eigener Sache, der viel Beachtung geschenkt bekommen hat. ethority sucht ab sofort für 6 Monate einen Praktikanten (m/w) für den Bereich Marketing. Selbstverständlich wird das Praktikum vergütet. Bewerbungen bitte online an karriere@ethority.de.

2. Basistipps für Twitter-Einsteiger

www.socialmediaexaminer.com

Frei nach dem Motto „Back to the Roots” zeigt der Social-Media-Einsteiger-Guide acht simple Schritte zum erfolgreichen twittern.

3. 5 Social Media Marketing Stories you have to read

www.blog.firebellydigital.com

5 subjektiv ausgewählte Marketing Stories im Bereich Social Media: Twitter, Blog und Facebook

4. Also doch! Twitter D-A-CH wächst um 3,7%

www.webevangelisten.de

Entgegen der allgemein Meinung zeigen uns die Webevangelisten, dass die deutschsprachigen aktiven Accounts in der Twittersphere weiter wachsen.

DER BLOGARTIKEL DER WOCHE

cc von Whatsername

Foursquare sinnvoll nutzen oder wie ich meine Freunde nicht in die Flucht schlage

Der Artikel hat einigen Lesern aus der Seele gesprochen, andere fühlten sich gemaßregelt (wie man auch an den Kommentaren sehen kann). Inhaltlich werden leidenschaftliche Foursquare-Nutzer darauf hingewiesen, welche Eigenarten im Umgang mit dem Location Based Service , Freunde auf anderen Plattformen irritieren und in die Flucht schlagen könnten.

SOCIAL-MEDIA-FUNDSTÜCK DER WOCHE

Der automatische Follow-Friday Finder erleichtert das Ritual am Wochenende und passt (fast) immer:

http://autoff.com/

ZITAT DER WOCHE:

Foursquare, Marketing und die GEZ: Weekender KW 05

Foursquare, Marketing und die GEZ: Weekender KW 05

Die GEZ geht social, eröffnet ein Corporate Blog und macht die Mitarbeiter zu Autoren. Das Zitat der Woche sind die Kommentare und Reaktionen darauf:

www.gez-meine-meinung.de

Januar 22nd, 2010 by Sabrina Panknin

TOP 4 TWITTERLINKS

1. Social Media ist nicht kostenlos

www.dannybrown.me

Ein Artikel über den Fakt, dass ein professionelles Auftreten in Social Media nicht kostenfrei ist, sondern auch Investitionen birgt.

2. Für alle, denen die Bedeutung nie ganz klar war: 5 Ways Foursquare is changing the world

www.mashable.com

Mashable bringt 5 (weit her geholte) Gründe an, warum der Location based Service Foursquare unser Weltbild verändert. Der Blogartikel zum Thema von ethority wurde übrigens der erfolgreichste der Woche. Das Thema scheint sehr zu interessieren.

3. 4 Styles of Marketing on Twitter:Conversationalist,Conversational Marketer,Salesman, Spammer

www.socialmediaexplorer.com

Jason Falls definiert die vier Marketing-Typen,die Twitter für ihre Zwecke nutzen

4. Online-Werbemarkt verzeichnet Wachstum. Bruttoumsätze stiegen 2009 um 10% auf 1,6 Mrd Euro

www.wuv.de

Diese und andere Informationen über den Online-Werbemarkt auf wuv.de

Der Blogartikel der Woche

Foursquare – und wie es die Welt veränderte…

Foursquare, Social Media Marketing, Abmahnung: Weekender KW 03

Aufgrund des hohen Retweet-Aufkommens des o.g. Mashable-Artikels über Foursquare, haben wir es zum Anlass genommen, den Artikel aufzugreifen und zu bewerten.

www.ethority.de

Social-Media-Fundstück der Woche

www.100partnerprogramme.de

Eigentlich sollte es etwas anderes werden, aber diese Abmahnstory ist einfach zu schön und ein leuchtendes Beispiel dafür, dass man vielleicht doch erst zum Telefonhörer greifen sollte, als gleich zu Brief und Fax. Spart Zeit und Schande ;-)

Zitat der Woche:

There isn’t one way to work with
bloggers, enthusiasts, and traditional
journalists, but there are more than
enough opportunities to do it the
wrong way. Pay attention. Think.
Be Creative. Have a plan. Build trust
and ensure that your intent is genuine

Brian Solis

Januar 15th, 2010 by Sabrina Panknin

TOP 4 TWITTERLINKS

1. Internet-Weltrangliste: Google baut Vorsprung aus, Facebook rückt auf Platz 4 vor

www.faz-community.faz.net

Retweetet von Autor Holger Schmidt, der in seinem Artikel ausführlich die Internet-Weltrangliste bespricht

2. Mit diesen Social Media Marketing Maßnahmen ködert man Frauen

www.mashable.com

10 Dinge, die man zu beachten hat, wenn man Frauen als Zielgruppe hat. Liest sich zuweilen wie ein Beziehungsratgeber ;-)

3. Coke & Unilever shifting digital focus away from traditional campaign sites towards community platforms like YouTube

www.nma.co.uk

So wie Pepsi es letzte Woche vorgemacht hat, ziehen die Großkonzerne Coca-Cola und Unilever nach und schichten ihr Budget um, in dem sie vermehrt in Social Media investieren

4. 10 Stages of Social Media Business Integration

www.mashable.de

Brain Solis beschreibt anschaulich die zehn Stadien, die Unternehmen bei der Social Media Integration durchläuft.

Der Blogartikel der Woche

Corporate Social Media: Social Media im Unternehmen

Der erste Teil einer Reihe von Artikeln, die sich mit den Einsatzmöglichkeiten von Social Media im Unternehmen beschäftigen. Hier dreht sich alles um die drei Kriterien, die erfüllt sein müssen, um sich in SM zu engagieren.

Corporate Social Media

www.ethority.de

Social-Media-Fundstück der Woche

Ein unterhaltsames Video von Coca-Cola, die Studenten auf dem Campus eine kleine Freude (und ihr Produkt) bringen wollten. Enjoy:

Coca-Cola „Happiness Machine“

Zitat der Woche:

The thing about social media is that it’s always new, and as such, these stages represent a moment in time. They will continue to evolve and expand with new technologies and experiences.

Brian Solis in sinem Artikel “The 10 Stages of Social Media Business Integration” für mashable

Januar 14th, 2010 by Sabrina Panknin

Corporate Social Media: Marketing, Vertrieb, Business Development

Die Voraussetzungen für ein Social Media Engagement wurden bereits am Mittwoch besprochen. Nun folgt der erste Teil der externen Aktivitäten in Social Media mit den Bereichen Marketing, Vertrieb und Business Development. Zugegebenermaßen sehr  reduziert, muten die Ausführungen etwas formelartig an, sind aber zur Diskussion und Ergänzungen in den Kommentaren frei gegeben.

Marketing: Seine Marke und sein Produkt im Web 2.0 (wirkungsvoll) zu platzieren und den Usern näher zu bringen, ist ein sinnvoller Schritt in Richtung

Kundendialog = Kundenzufriedenheit = Abverkauf.

Der Paradigmenwechsel in der Gesellschaft räumt Social Media einen gewichtigen Platz im Marketing ein:

1.) Die Akzeptanz von Social Media steigt – auf Seiten der Entscheider im Unternehmen.

2.) Die Partizipation steigt – auf Seiten der User.

Social-Media-Plattformen verzeichnen ständigen Zuwachs, die  Facebook-Mitglieder-Zahl ist vor kurzem auf 350 Millionen angestiegen. Und dieser Zustand ist dauerhaft:

1) das Social Web stieg im letzten Jahr nicht wie ein „Phoenix aus der Asche“, sondern wächst seit vielen Jahren aus einer Entwicklung heraus und erreichte 2009 nur seinen vorläufigen Höhepunkt.

2) die Generation der Digital Natives ist damit aufgewachsen und hat keine „Berührungsängste“ wie vielleicht die Generationen zuvor. Es gehört für sie einfach dazu!

Vertrieb: Einige beeindruckende Beispiele haben gezeigt, dass Social Media auch für den Vertrieb eine Rolle spielt. Das bekannteste Beispiel ist wohl DELL, denen es bis jetzt gelungenen ist, 3.000.000 US $ über den Vertriebsweg Twitter zu erwirtschaften. DELL folgt dabei einem einfachen Prinzip, dessen Strategie im Nachhinein nur eine logische Konsequenz aus dem Social Media Engagement ist:

Höre dem Kunden immer zu = Dialog auf Augenhöhe = biete ihm Angebote und Aktionen= Höre dem Kunden immer zu

Auch bei einem nationalen Beispiel zeigt sich Twitter als lukrative Vertriebsform: Dirk Würtz, auch bekannt als Winzer-Blogger , nutzt den Mircobloggingkanal  als ergänzenden Verkaufskanal. Twitter ist hierbei natürlich nicht die einzige Alternative.

Allgemein gesprochen ist es für den Vertrieb eines Unternehmens ratsam, sich dort zu bewegen, wo der Kunde ist. Das bedeutet mittlerweile immer mehr, im Netz zu sein.

Business Development: Business Development im Allgemeinen kann von vorne herein nicht als Standardverfahren betrachtet werden, sondern erfordert eine hohes Maß an Kreativität und Fingerspitzengefühl. Doch die Möglichkeiten, die Social Media zu bieten haben, erleichtern den Business-Development-Prozess. Zum einen gibt es diverse Business-Plattformen (in Deutschland ist XING führend, Paradebeispiel aus den USA ist Linked In sowie Viadeo aus Frankreich), die speziell für (das Generieren von)Geschäftskontakte(n) zur Verfügung stehen und das Kontaktieren einfach machen. Das gilt genauso für weitere Social-Media-Netzwerke, die eine Plattform für Kontaktaufnahme, -Pflege und –Vertiefung bilden.

Zum anderen hilft die Social-Media-Präsenz eines Unternehmens, um Kontakte zu knüpfen, genauso wie die Präsenz einzelner Mitarbeiter, die dadurch dem Unternehmen ein Gesicht geben. Wie der Name schon sagt:

Social ist Sozial und Sozial ist Gespräch – auch mit geschäftlichen Kontakten.


Oktober 16th, 2009 by Sabrina Panknin

TOP 4 TWITTERLINKS

1. Twitter Warning: Im Moment nichts an den Benutzereinstellungen ändern

www.mashable.com

Eine kurze Warnmeldung löste reges Interesse aus, sich zu informieren, wahrscheinlich um den eigenen Account zu schützen: User, die ihre Benutzereinstellungen änderten, konnten plötzlich nicht mehr auf ihren Account zurückgreifen. Twitter löst das Problem noch.

2. Die 5 Pfeiler einer jeden Social Media Kampagne

www.socialmediaexaminer.com

Fünf Handlungsempfehlungen für Social Media Kampagnen, aber „these are meant to be guidelines, not rules”

3. Twitter verhilft Medien zu Höhenflügen  (via @HolgerSchmidt )

www.faz-community-faz.net

Verlinkt auf einen Artikel, der das Verhältnis und den Nutzen von Twitter und (Print) Medien beleuchtet

4. Layar: Augmented Reality App on iPhone + Twitter und Wikipedia

www.mashable.com

Eine kurze Beschreibung der Augmented Reality App Layar

Der Blogartikel der Woche

Erfolgreiches Viral: Volkswagen und The Fun Theory

Erinnert mich an:

Social-Media-Fundstück der Woche

Die Geschichte der Social Media Evolution, beginnend bei Usernets, Ende… offen!

Die Geschichte der Evolution von Social Media

gefunden bei www.webdesignerdepot.com


Oktober 8th, 2009 by Nicole Pingel

Branding-Maßnahmen geben einer Marke ein Gesicht, eine Identität. Sie sind ein essentieller Teil des Marketings. Das Branding wirkt auf den Rezipienten wie der berühmte erste Eindruck: Wird es positiv wahrgenommen, entstehen Markenfans, kommt es allerdings nicht gut an, entwickelt sich schnell eine Anti-Haltung gegen Marke und Produkt.  Im schlimmsten Fall werden sie gar nicht erst wahrgenommen.

In Zeiten der klassischen Werbe- und Marketing-Maßnahmen stellte das Branding eher einen Nebeneffekt dar. Die heutigen Social Media Kanäle bieten allerdings vollkommen neue Möglichkeit einer Marke eine positive, klar definierte und ausdrucksstarke Identität zu verleihen.

Die User schaffen die Reichweite, nicht das Medium!

Zu den wichtigsten Schlagwörtern im Bereich Social Media gehören Awareness und Popularity. Um diese zu steigern kann Social Media für Marken zur Geheimwaffe werden. Denn Unternehmen können von der prägnantesten Eigenschaft des Social Web profitieren: Der extremen Vernetzung und Kommunikation unter den Usern. Wie schnell eine gebrandete Website an Reichweite gewinnen kann, zeigt zum Beispiel der Branded Channel von Fanta auf MySpace. Dem User werden eine Reihe an Widgets und Downloads angeboten, als Dank dafür hat er die Möglichkeit die Marke Fanta  (in Gestalt von „Todd und seiner Band“) als Freund zu adden oder gleich das eigene Profil ins Fanta Design zu tauchen. Somit trägt der Brand Fan freiwillig die Markenbotschaft an die eigenen Freunde weiter, die somit verstärkt und von einer vertrauten Person auf die Marke aufmerksam gemacht und im besten Fall in der Folge selbst zu Brand Fans werden.

Fanta Screenshot

Marken werden zu Freunden

Aufgrund der Mechanismen die im vorangegangen Punkt beschrieben wurden, verliert die Marke als „böse Werbeschleuder“ ihren Schrecken. Durch den quasi persönlichen Kontakt zwischen User und Marke verringert sich die Distanz zwischen beiden. Gleichzeitig entwickelt sich eine Art Vertrauen, welches der User dem Brand entgegen bringt, den er als einen persönlichen Freund auserkoren hat.

Es geht nicht um Produkte und Konsumenten, sondern um Brand Engagement

In Zeiten des Social Web gibt es sie nicht mehr: DIE Zielgruppe und DEN Konsumenten. Der User fühlt sich am ehesten bereit eine Verbindung mit einer Marke einzugehen, wenn er sich in seiner Individualität angesprochen fühlt. Außerdem möchte er selbst aktiv werden, er erwartet einen Mehrwert aus der Verbindung mit der Marke. Aus Vertrauen, Dialog und geschaffenem Mehrwert entsteht so ein engagierter Brand Fan, dessen Begeisterung Unternehmen um ein Vielfaches mehr Wert sein sollte als ein  Bannerklicks auf einer Homepage.

Ohne Zweifel ist ein langfristiges und konsumentenfreundliches Branding eine sanftere Form der Werbung. Eine Marke zeigt Präsenz und generiert Awareness ohne dabei (potenzielle) Kunden durch aufdringliche und stumpfe Werbebotschaften zu verschrecken.

Fazit: Marken, fangt an das Branding mit euren Usern zu leben!

April 14th, 2009 by David Nelles

Am 8 April war es endlich soweit – Facebook macht die 200 Millionen voll. Mit diesen Zahlen stellt Facebook eindrucksvoll seine Führungsposition auf dem globalen Social Network Markt unter Beweis. Doch Wachstum ist nicht alles. Mindestens genauso wichtig ist es, dass dieser Netzwerkriese auch wirklich profitabel arbeitet. Zu diesem und anderen Themen gab Sheryl Sandberg, ihres Amtes COO bei Facebook, in einem Interview mit der Business Week einige interessante Einblicke.

Am Anfang aller Dinge muss natürlich die Frage nach dem Geschäftsmodell hinter dem Projekt Facebook gestellt werden. Sandberg findet hierfür klare Worte:

It’s a really simple answer, which is that our business is advertising. We’re not waiting to find our business. We found it, and it’s actually working very well. Marketers all over the world have to sell products and services, and they have to generate demand for those services.

Sandberg bringt es auf den Punkt. Das Businessmodell von Social Networks ist der Verkauf von Werbeformen, daran führt kein Weg vorbei. Sicherlich gibt es andere Erlösmethoden wie bezahlte Premiummitgliedschaften bei Nischennetzwerken wie xing und linkedin. Solche Bezahlmitgliedschaften werden aber sicherlich kein relevantes Erlössystem für die großen Netzwerke sein.
Doch wie profitabel ist das Businessmodell der Vermarktung von Werbeformen auf Facebook:

We’ve actually just confirmed that we expect to grow revenue 70% year-over-year in this year, obviously a very tough economic environment. We’ve been profitable on an [earnings before interest, taxes, depreciation, and amortization] basis for five consecutive quarters, and that’s ongoing. We’re on a very clear path to cash-flow profitability. So we have a business model, and our ad business is working, and working quite well.

Diese Äußerung hört sich vielversprechend an. Eines ist aber klar: Noch liegen die erzielten Ergebnisse klar hinter den Erwartungen der Netzwerkbetreiber. Social Networks sind eben noch nicht die erwarteten Goldminen.
Eigentlich verwunderlich, schließlich haben Social Networks weltweit schon längst die kritische Usermasse, die sie zu einem äußerst relevanten Werbekanal mache, überschritten. Auch das Mediennutzungsverhalten scheint für einen Erfolg von Werbung im Bereich von Social Networks zu sprechen. Doch Sandberg stellt richtigerweise fest:

…there is a real imbalance right now: Between something like 28% to 29% of people’s time is spent online, but only 8% to 10% of the dollars are spent online.

Man kann sich sicher sein, dass die Verantwortlichen in Unternehmen dieses Ungleichgewicht erkennen. Doch was hält die große Mehrheit von Marketern davon ab, das Potential der großen Netzwerke für ihre Zwecke zu nutzen. Der Grund liegt auf der Hand: Waren Marketer es über Jahrzehnte gewohnt, ihre Markenbotschaft in den Markt rein zu brüllen und den Erfolg ihrer Brüllerei durch Klicks & Co. zu bewerten, funktioniert diese Strategie in den vielversprechenden Social Networks nicht mehr. Im Bereich von Social Media muss sich der Werber darauf einstellen, dass der Kunde zurückbrüllt – eine völlig neue Erfahrung für klassisch geprägte Werber:

What we do is we enable connections. We enable people to connect with users and provide advertising in such a way that it’s not obtrusive at all… So we don’t have big banners across the site, nor do we have text-based ads that are really part of the search experience… There aren’t that many places where an advertiser can connect with users and do so as a part of their experience and as part of the sharing. We actually offer that ability.

Der Facebook COO hat vollkommen Recht, es gibt online nicht oft die Möglichkeit für die Kommunikationsverantwortlichen von Unternehmen mit ihrer Zielgruppe in einen direkten Kontakt zu treten. Nur Social Media gibt Marketern im digitalen Bereich diese Möglichkeit. Die dialogbasierten Werbeformen schreckt Marketer aber eher ab, anstatt das riesige Potential zu sehen. Daher werden die Chancen, welche Social Media bietet, momentan noch zu einem Bremsklotz für wirksame Werbung in den Social Networks. Paradox, aber leider führt die Möglichkeit eines offenen Dialogs mit dem Kunden immer noch zu einer deutlich spürbaren Zurückhaltung bei der werbenden Industrie.

Eine Zurückhaltung, die sich Unternehmen immer weniger leisten können. Ihr eigene Social Media Hemmung wird aber sicherlich nicht die Mediennutzung ihrer Kunden beeinflussen. Alle Zeichen stehen auf einen direkten Dialog zwischen Usern und Marke in Social Media. Schließlich ist es die Angst der Werbern vor dem Bereich Social Media, die dem nachhaltigen monetären Erfolg der Social Networks im Weg steht. Ein Umstand, der sich in naher Zukunft sicherlich ändern wird – da bin ich mir ganz sicher.

Das gesamte Interview mit Sheryl Sandberg gibt es hier zu sehen:

März 26th, 2009 by David Nelles

Welchen Effekt hat die aktuelle wirtschaftliche Situation eigentlich für die Entwicklung im Bereich Social Media Marketing. Jeremiah Oywang ging dieser Frage in seiner Studie für Forrester auf den Grund. Jeremiah befragte 140 Marketers, die in ihrem Unternehmen (< 250 Mitarbeiter) für den Bereich Social Media zuständig sind nach dem geplanten Budget für den Bereich der nutzergenerierten Medien für das Jahr 2009.

Social Media Marketing   ein Gewinner der Krise

Das Ergebnis scheint wohl im Allgemeinen zu überraschen, aber bestätigt absolut meine Einschätzung für diesen Bereich. So haben mehr als die Hälfte der Marketer mehr Budget eingeplant als im Vorjahr. Das Gros der Befragten gab an, dass ihr geplantes Budget sich für den Bereich Social Media unter der 100.000 $ Marke bewegt.
Auch wenn das Wachstum der Social Media Budgets im Bereich Marketing noch überschaubar ist, zeigt das Barometer auf ein aufkommendes Hochdruckgebiet für den Bereich Social Media. Diese Schönwetter-Tendenz kommt aber nicht wirklich überraschend. Jennifer Jones hat hierfür klare Gründe.

Well-designed social applications are effective. Social programs leverage the voice of the customer to get messages carried further than ad impressions. If your message resonates with consumers, their word-of-mouth is a more effective medium than any of the traditional media.


They’re cost-effective. Advertising campaigns often run into millions of dollars. But, Facebook pages and blogs are two examples of social programs that you can start for next to nothing. Even more sophisticated programs like a full-blown customer community typically don’t cost more than $50,000 to $300,000 to get going.


They motivate consumers in the middle of the funnel. Social applications like discussion forums are better than advertising at helping people in the consideration phase when they’re on the fence about purchasing. In a recession, improving consideration will be more cost-effective than blasting awareness messages at resistant consumers.

Kosteneffizienz ist in Zeiten knapper Kassen sicherlich das Zauberwort. Erreichen Marketer doch bei einem korrekten Einsatz der Social Media Tools die entsprechende Zielgruppe zielgenauer und kostengünstiger als durch die bloße Nutzung der klassischen Werbekanäle. Doch führt die Fortführung klassischer Werbeformate in Social Media nicht zum Ziel. Wie man mit der Zielgruppe im Bereich der nutzergenerierten Medien in Kontakt tritt, lasse ich an dieser Stelle Gary erklären:

Also sollten Marketer die Not zur Tugend machen. Die Zeit der teuren Vorträge über Einbahnstraßen Medien wie TV und Print läuft ab: sprecht mit euern Kunden. Der digitale Dialog mit der Zielgruppe geht weit über den bloßen Mehrwert für das Marketing hinaus. Die virtuellen Gespräche mit der Zielgruppe in den nutzergenerierten Medien nutzt auch im erheblichen Maße einer zeitgemäßen Marktforschung und optimiert in erheblichem Maße das CRM.
Der aktuelle globale wirtschaftliche Abschwung wird daher einen Katalysatoreffekt für den Einsatz von Social Media in und durch Unternehmen haben. Sicherlich, die Forrester Zahlen beziehen sich ausschließlich auf den US Markt, aber der Markt in Deutschland beginnt sich auch immer stärker zu öffnen. Auch hierzulande entdecken Unternehmen immer stärker die Relevanz der kollaborativen digitalen Medien. So zeigen Unternehmen wie zum Beispiel Otto, Siemens und Campina das Social Media ein Teil der Marketingmixes geworden ist und in Zukunft sicherlich zu einem festen Bestandteil der Klaviatur unternehmerischer Kommunikationsarten werden wird.

März 1st, 2009 by David Nelles

Jetzt habe ich schon oft über die verschiedenen Möglichkeiten des Dialogs zwischen Usern und Marken mittels eines Blogs, eines Twitter-Streams oder einer Branded Community in den großen Netzwerken gesprochen. Die Wichtigkeit eines direkten authentischen Dialoges für den Aufbau des Marken-Images und der Marken Awareness ist häufig erörtert worden. All diese Plattformen haben eine Gemeinsamkeit, es werden dort Kaufentscheidungen getroffen, der Sales findet zu einem großen Teil aber woanders statt. Doch wie verhält es sich mit dem Dialog zwischen Kunde und Marke auf Social Shopping Plattformen, wie Amazon oder auch auf Produktbewertungsportalen wie Dooyoo oder HolidayCheck? Macht es überhaupt Sinn für Unternehmen auf solchen Pattformen aktiv zu werden? Die Antwort ist schnell gefunden: Ja, natürlich müssen Marketingverantwortliche auch hier aktiv werden. Auf Amazon und Co finden Produktempfehlungen und Kaufentscheidungen in einer sehr konkreten und konzentrierten Art statt. Daher empfiehlt es sich für Unternehmen aus dem B2C Bereich diese Plattformen als potentiellen Kommunikationskanal zu nutzen, um dort mit Usern in einen konkreten Dialog zu treten. Bei Kommunikation zwischen Marke und User in diesem Umfeld sollten Kommunikationsmanager in den Unternehmen einige wichtige Spielregeln beachten. Todd Defren stellt hierfür einen sehr sinnvollen Maßregel-Katalog für die Kommunikation in Produktbewertungsplattformen zusammen:

Regel Nr. 1: Schauen, was erlaubt und was nicht erlaubt ist. Bevor Unternehmen in diesem Bereich aktiv werden, sollten sie erst einmal einen Blick in die Nutzungsbedingungen der jeweiligen Plattformanbieter werfen. Es geht darum zu prüfen, ob das Auftreten bzw. der Umfang des Markenauftrittes als Gesprächspartner in diesem Umfeld von den Betreibern überhaupt genehmigt wird.

Regel Nr. 2: Erst einmal dem Kunden zuhören. Wie jede Aktivität in Social Media beginnt der Dialog auch auf diesen Portalen mit einem kontinuierlichen Monitoring der relevanten Kanäle. Es muss zunächst darum gehen sich einen Überblick zu verschaffen, um anschließend effizienter mit den Produktbewertern zu kommunizieren.

Regel Nr. 3: Immer mit offenen Karten spielen. Unternehmen sollten in diesem Bereich immer öffentlich agieren und sich auf keinen Fall als gewöhnlicher User tarnen. Die Gefahr, dass man als eigener Jubelperser entdeckt wird, ist viel zu groß und die Konsequenzen für das Marken-Image sind dann eher kontraproduktiv. User verlangen in dieser Umgebung die offene Kommunikation mit den Verantwortlichen hinter der Marke. Beherzigen Unternehmen diese Regel, ist eine wichtige Grundlage für einen nachhaltigen Dialog zwischen User und Kunde geschaffen worden.

Regel Nr. 4: Bereitschaft für den wirklichen User Dialog. Egal ob ein schlechter Kommentar oder ein positives Kundenfeedback vorliegt: der Dialog muss geführt werden. Dabei sollte aber immer dezent agiert werden, denn die Masse der User, die hier Kommentare lesen, ist unlängst größer als die der Prosumenten. Daher sollten die eigenen Kommentare wohl bedacht sein.

Regel Nr. 5: Negativer Kritik konstruktiv begegnen. Unternehmen sollten kritischem Feedback kooperativ gegenüberstehen. Dabei sollten Unternehmen zeigen, dass sie für ihre Kunden da sind und Lösungsvorschläge in den Raum stellen. Unternehmen wird geraten sich weder zu sehr in die Defensive zu begeben noch die Kritik von vornherein öffentlich abzutun. Falls die Kritik ungebührlich und persönlich geäußert wird, sollten Unternehmen dieses kurz und knapp kommentieren, sich aber nicht auf Diskussionen einlassen.

Regel Nr. 6 Nicht den Teufel mit dem Belzebub austreiben. Falls Kommunikationsverantwortliche der Unternehmen einen Kommentar als geschäftsschädigend einstufen, sollte unbedingt davon abgesehen werden, die Plattform in irgendeiner Weise zu zwingen den Beitrag zu löschen. Ein derartiges Vorgehen schlägt unter Umständen viel höhere Wellen als ein potentiell geschäftsschädigender Kommentar. Durch dieses Vorgehen bringen Marketer die Plattformbetreiber gegen sich auf und das hinterlässt bei potentiellen Markenevangelisten einen schlechten Eindruck.

Regel Nr. 7: Positives Feedback mit einem „Danke“ belohnen. Kommunikation in diesem Bereich bedeutet nicht nur auf negative Kundenkommentare zu reagieren, sondern sehr wohl auch auf positives Feedback. Marketer sollten durch die Ansprache der positiven Kommentatoren die Kunden / User stärker an die Marke binden. Durch eine positive Kommunikation zwischen User und Marke ist ein wichtiger Schritt in Bezug auf die Erhöhung der Markenbindung getan.

Bewertungsportale und Social Shopping Plattformen gehören in jedem Fall zu einem wichtigen Element einer Social Media Marketing Strategie. Nirgendwo anders als in Social Media Plattformen sind Marketer so dicht am Sales Prozess. Aus diesem Grund ist es wichtig, dem User in dieser Umgebung den Dialog mit der Marke anzubieten. Dabei sollten die Verantwortlichen in Unternehmen darauf achten, offen und unmittelbar zu kommunizieren und zudem auf negative Kritik konstruktiv und ggf. deeskalierend zu reagieren.

Dezember 9th, 2008 by David Nelles

Dass Dell beim Einsatz von Social Media im Bereich von CRM und Marketing in seiner Branche weit vorne liegt, sollte mittlerweile hinlänglich bekannt sein. Das Interview mit Richard Binnheimer auf dem Online Marketing Blog unterstreicht nur noch stärker meine Einschätzung in Bezug auf den amerikanischen Computerhersteller: Dell hat es verstanden! Besonders interessant und erhellend fand ich den mittleren Teil des Interviews. Hier führt Binnheimer die Gründe an, die Dell bei der Entscheidung für den Einsatz von Social Media geholfen haben.

1. The Magnitude of Change: One billion people are now online — a figure that will double by 2011. In fact, every day 500,000 new users come online for the first time. Content is exploding. There was more content on YouTube in 2006 than on the Web in 2000. This represents a significant shift in what we think of as media, or put another way, what and how people get information. Taken together, we are experiencing changes to the dynamics of how we process information to form opinions.
News cycles can start from anywhere today. News and conversations are not just local/regional, they are global. Single blog posts can have as much power as major news stories. People are publishers, content providers and decision-makers. There are additional and new news cycles, and a proliferation of outlets for information. There is a rapid and continuing democratization of information.
This global information technology infrastructure enables individuals to connect and converse using all kinds of social media. They are forming new communities, their own communities, sharing information in ways they care about and make sense to them. These communities shape debates, impact perspectives and perceptions. The numbers and connectedness are of such a magnitude that public opinion and perceptions can be influenced and changed by “each other,” not controlled by others (and, I think this is a good thing, by the way).
2. The Value of Personal: I personally believe social media is contributing to a significant change that take us from what I call the “traditional, rational, objective, institutional” perspective to a more “subjective, emotive, personalized and human” perspective.
The move from “objective,” fact-based, third party reporting and commentary (traditional media/advertising/controlled messages/interruptions) to individual, “subjective,” and “crowd sourced” perceptions is very powerful. Perceptions are no longer just reality. They are real. The “new facts” are based on real interactions and experiences that people share with each other. Perceptions (“my real experience and my views) gain legitimacy and value and become a part of the larger community’s “facts.” For more on the importance (and inherent value) of perceptions in social media check these links.
If you are not persuaded by the trend data, directions and changes occurring, I would pose this question, rhetorically. I call it the customer question.
3. Connecting with Customers: Since when did any business not want to connect with its customers? Seriously, what is the issue here? Do we need to justify using today’s efficient, effective and readily available technology to spend 30 minutes or couple hours a day connecting with real customers?
No one has yet to explain to me why they should not use social media as a way to connect with their customers. We could leave this point hang and let it stand on its own. I think it speaks volumes.
However, lets flesh it out a bit. Connecting and communicating with customers is about more than merely meeting customers’ expectations today. Social media is an ideal tool to reach customers more quickly, efficiently, frequently and cost effectively.
Even more importantly than its efficiency and cost-effectiveness, social media is an ideal tool to listen, learn and engage in real conversations with customers. Does someone need to justify that?
Here is an example: If a conversation occurs in a Minneapolis Starbucks about the new Dell mini, I can’t hear it, nor be informed by it. On the other hand, if that same conversation starts in Minneapolis (or China) with a post on a blog, Twitter, Friendfeed, Facebook or wherever, not only can I listen and learn, I can act and join the conversation.
We can immediately take the information and do what we need to – fix something, thank the customer for positive feedback, correct misinformation, whatever might be relevant. It’s like having Dell customers from anywhere in the world walking the halls of our offices in Round Rock, TX. How cool is that? But the result is better than cool. The immediacy of online listening means we can continuously build a better business based on real time customer input.
One further thought, beyond listening and learning, I’d also highlight the benefits of engaging in online conversations using social media. If your customers are connecting with each other, why not join them? At a minimum you are forming a relationship, and more broadly, a community. There are all kinds of benefits to deeper and interactive relationships. One of my colleagues likes to say, “we used to host, prepare and serve the dinner party. Social media allows us to come to the party, join the conversation in a more relaxed manner and be part of it.”

Die drei angeführten Gründe treffen den Nagel auf den Kopf: die Verschiebung des Mediennutzungsverhaltens der Konsumenten, der immense Wert authentischer Kommunikation und schließlich die direkte Verbindung zum Kunden. Genau diese Tatsachen sprechen das entscheidene Plädoyer für einen festen Platz von Social Media im Marketingmix
Dieses Plädoyer sollte Marketer auch hierzulande aufhorchen lassen. Alle drei Gründe sind nämlich keine Spezifika die nur in USA gelten, die Entwicklungen gelten genauso in Deutschland.
Die Veränderung der Mediennutzung der Konsumenten birgt dabei weniger Gefahren, sondern vielmehr noch nie vorhandene Möglichkeiten. Nie war es einfacher seinem Kunden zuzuhören und mit ihm in einen direkten und persönlichen Dialog zu treten – kosteneffizient und mit wesentlich weniger Streuverlusten. Doch sollte man nicht vergessen, dass Dell diese Erkenntnis nicht wie Manna vom Himmel gefallen ist, denn Dell musste auch erstmal durch die Dell Hell gehen, um die jetzigen Einsichten zu erlangen. Wer das ganze Interview lesen möchte, kann das hier machen.

Dezember 7th, 2008 by David Nelles

Die Entwicklung rund um Social Media und dessen Einsatz im Bereich des Marketings gewinnt immer mehr an Relevanz im Marketingmix. Doch scheint es auf den ersten Blick fast so, als ob die US-Marketer im Bereich Social Media mutiger sind. Auf den zweiten Blick gibt es jedoch auch in Deutschland gelungene Beispiele für den Einsatz von Social Media Marketing. Langnese und Tchibo sind zwei gute Beispiel dafür, dass Social Media auch in deutsche Marketing Departments immer mehr an Gewicht gewinnt. Doch das Gros der Werbetreibenden in Deutschland bestechen immer noch durch vornehme Zurückhaltung in dem Bereich Social Media Marketing.

Woran mag diese vorherrschende Zurückhaltung deutscher Werbetreibender liegen? Um diese Frage zu beantworten, bietet sich ein näherer Blick auf die konsumentengenerierten Kommunikationsplattformen an. Die digitalen Kommunikationsplattformen versetzen den einzelnen Nutzer in die Lage, Inhalte zu produzieren sowie zu veröffentlichen und mit anderen Usern unmittelbar zu kommunizieren. Was bedeutet dieser Umstand jedoch für die Marketer in diesem Umfeld? Ganz einfach: die Markenbotschaft, die in diesen Kanälen gesät wird, entzieht sich der direkten Kontrolle der werbetreibenden Unternehmen. In diesen Medien übernimmt der User zu einem großen Teil die Kontrolle über die Markenkommunikation. Der Prosument ist letztendlich der Multiplikator von Markenbotschaften und nicht mehr die Marketingkampagnen in den klassischen Holz- bzw. Bewegtbildmedien. Ich denke, diese Verschiebung der Machtpositionen zu Gunsten der Prosumenten schreckt viele deutsche Unternehmen vor einem verstärkten Engagement in Social Media immer noch ab.

Dabei ist diese Angst zum größten Teil unbegründet. Marketer müssen eigentlich nur zu einem direkten Dialog mit ihrer Zielgruppe und ihren Kunden zurückfinden. In Social Media geht es um die direkte Kommunikation mit dem Kunden. Die Kunden sind immer öfters auch Nutzer von Social Networks, Besucher von Produktbewertungsportalen und Forennutzer und damit gleichzeitig auch Markenbotschafter. Marketer müssen mit diesen Multiplikatoren auf den jeweiligen Plattformen in einen transparenten Dialog treten. Siemüssen die Prosumenten mit authentischen Botschaften informieren und schließlich der Zielgruppe durch ihre Social Media Strategien einen echten Mehrwert geben.
Aber wo oder mit was soll ein Marketer im Bereich Social Media zuerst beginnen? Was muss zu Beginn jeglicher Social Media Initiative passieren? Will ich als Unternehmen mit meinem Kunden sprechen, muss ich erst einmal meinen Kunden zuhören. Daher muss ein Social Media Monitoring der erste Schritt zu einer umfassenden Kommunikationsstrategie im Social Media sein. Und doch ist eine leistungsfähige Monitoring-Lösung, um dem Kunden zuhören zu können, nur ein Eckpfeiler einer umfassenden Social Media Strategie. Lee Oden stellt eine Reihe von Eckpeilern für solche umfassende Kommunikationsstrategie in Social Media vor:

•    Audience – Listen and understand your audience and how they communicate/interact on the social web. What types of social networks, media sharing and assets do they engage? What are their goals for doing so?
•    Objectives – It’s important to consider both the goals of the company as well as the audience you’re trying to reach. Marketing on the social web is about giving to get. Knowing what your community wants is key in reaching your own organization’s goals because you’re going to give it to them.
•    Strategic Plan – What approach will you take to meet the needs and interests of your audience in order to meet your own?  Will you engage influencers, will you energize brand advocates or will you create demand by offering non-branded resources?
•    Tactics – What social media marketing tactics and corresponding technologies will you use to implement the plan?  Blogging, microblogging, social networks, video, forums, blogger relations and outreach. There are many to consider.
•    Tools – What specific tools will you use to efficiently monitor, communicate, create and promote social content? WordPress, Facebook or MySpace, Twitter, YouTube, etc. Again, there are many to consider.
•    Metrics – How will you measure success according to the objectives you’ve identified? What tools will you employ and at what point will you take benchmark measurements as well as interval measurements? Who will you report results to in the organization and will there be success metrics that you can share with the community you’re engaging?

Mit seinen Vorschlägen liegt Lee meiner Meinung nach völlig richtig. Die bei deutschen Marketern sicherlich noch vorherrschende Angst vor einem Kontrollverlust darf nicht dazu führen, dass diese Medien durch Marketer ignoriert werden. Ein solches Verhalten würde dann zwangsläufig zu einem Kontrollverlust führen. Social Media ist schließlich kein temporäreres Phänomen, sondern eine nachhaltige Veränderung des gesellschaftlichen Kommunikationsverhaltens. Nur ein proaktives und strategisches Vorgehen im Bereich Social Media kann eine Kontrollverlust in dem Bereich der Markenkommunikation verhindern. Dabei können die aufgeführten Strategieeckpfeiler von Lee eine gute Orientierung geben. Schließlich darf sich ein Marketer nicht die Frage stellen, ob er sich im Bereich Social Media engagieren sollte, sondern, wie lang er es sich leisten kann auf ein solches Engagement zu verzichten.

November 30th, 2008 by David Nelles

Es gibt sicherlich Gründe für Unternehmen, die gegen den Einsatz von Social Media sprechen. Frei nach Patricia Skinner habe ich hier einmal ein paar Gründe zusammengetragen:

  • Das Unternehmen braucht keine Öffentlichkeit.
  • Das Unternehmen hat etwas Schreckliches zu verbergen.
  • Das Unternehmen hat Angst vor seiner Kundschaft.
  • Die Zielgruppe des Unternehmens ist ausschließlich jünger als 10 Jahre oder älter als 100 Jahre.
  • Das Unternehmen hat zu viele Kunden.
  • Das Unternehmen ist Konkurs.

Sollten diese Umstände auf eine Unternehmung zutreffen, sollte man als Marketing- oder Kommunikationsverantwortlicher lieber die Finger von Social Media lassen. Doch Unternehmen sollten unbedingt Social Media nutzen, wenn:

  • das Unternehmen seine Verkaufszahlen nachhaltig verbessern möchte.
  • das Unternehmen eine der wirksamsten Marketingspielarten nutzen will – das Word of Mouth Marketing.
  • das Unternehmen die wandelnde Mediennutzung der Konsumenten und seiner Zielgruppe antizipieren       möchte, um nicht den Anschluss zu verpassen.
  • das Unternehmen daran interessiert ist, Marken-Evangelisten und Multiplikatoren von ihrem Produkt zu überzeugen.
  • das Unternehmen für sein Produkt mehr Aufmerksamkeit direkt bei ihrer Zielgruppe erzeugen will.
  • das Unternehmen durch den digitalen Dialog mit der Zielgruppe sein Produkt verbessern und nachhaltig seine Reputation stärken möchte.

August 29th, 2008 by David Nelles

Zum Wochenausklang werde ich einmal über ein Produkt schreiben, welches exemplarisch für innovatives Social Media Marketing ist. Der Brand heißt Lovebunnies und wird mit dem Slogan: Love Bunnies – The World’s First Face Book Sex Toy auf der markeneigenen Hompage präsentiert. Was kann man sich denn nun unter einem Facebook Sex Toy vorstellen. Grundsätzlich handelt es sich bei einem Lovebunny um ein Spielzeug für die Erwachsenenwelt aus Silikon. Der Anbieter dieses putzigen Häschens ist ein großer britischer Online Sexshop The LoveHoney, der sich bei der Markteinführung seines neusten Produkts ein Social Network zu Nutze gemacht hat. Der Facebook User kann nun mit Hilfe der Lovebunnies Applikation auf Facebook die Patenschaft für einen einsamen Gummi-Mümmelmann übernehmen und dann mit seinem imaginären Bunny mit anderen Bunnies auf der zuckerbergschen Plattform flirten. Schließlich kann ein solcher Bunnyflirt dazu führen, dass sich sogar Bunnynachwuchs einstellt. Hat man sich während der ganzen Bunnyliebe in seinem Bunny verliebt, kann sich der begeisterte User sein Gummibunny nach Hause liefern lassen, inklusive dem selbst erfundenen Geburtsnamen und einer Patenschaftsurkunde.

LoveHoney beschreibt die Funktion wie folgt:

How to get a personalised Love Bunny Facebook sex toy
1 Log in to your Facebook account
2 Click here to Install the free Love Bunnies Facebook Application
3 Create and name your own Facebook Love Bunny – flirt with other Bunnies and have fun
4 Follow the link on Facebook to buy your unique personalised Love Bunny vibrator for real!


The Love Bunnies Facebook Application
Choose a colour for your Love Bunny, give your Bunny a name and you’re ready to play! You can move your Love Bunny around the Facebook Bunny World Warren, change your Bunny’s mood to show how you’re feeling, and send flirty messages to other Love Bunnies. At any time you can click to buy your Love Bunny vibrator for real.


Buy Your Personalised Love Bunny Vibrator
Your unique Love Bunny is delivered direct to your door in a presentation rabbit hutch box, complete with its unique Bunny birth certificate.

Anscheindend hört das Verständnis für das Web 2.0 der Marketer von HoneyLove aber nicht bei Facebook auf. Der Onlineshop hat auch einen eigenen Youtube Channel zu bieten. Dort stellt er auf witzige und charmante Art und Weise seine Produkte vor und dabei natürlich auch die Lovebunnies:

Diese Kampagne ist meiner Meinung und besonders der meiner Kollegen nach komplett gelungen. Zumindest die Applikation auf Facebook ist gut durchdacht und bringt anscheinend, nach den Reaktionen meiner Kollegen zu urteilen, sehr viel Spaß. Dabei ist es den Verantwortlichen von LoveHoney gelungen ein relativ schwer zu bewerbendes Produkt, durch ein innovatives Social Media Marketing bei den Konsumenten ins Gespräch zu bringen. Man kann sich nur wünschen, dass andere Markenartikler ähnlich gute Kampagnen in diesem Bereich durchführen werden.

März 17th, 2006 by Alexander Becker

Am 3. April launcht Coca-Cola für seine Marke Coca-Cola light ein eigenes Internet-Radio. Dazu der e-Market-Newsletter: „Das Podcast läuft im Rahmen der Live life-Kampagne und ist dementsprechend gefüllt mit Musik und Berichten ‘über die leichten, unbeschwerten Momente im Leben’ Die Sendungen sind zirka 15 Minuten lang und sollen insgesamt zwölf Wochen online sein. Alle vierzehn Tage werden sechs neue Episoden ins Netz gestellt. Die User können sich ebenfalls einbringen und eigene Berichte einsenden.“ Mit dieser Aktion macht das Cola-Marketing vieles Richtig. Die Idee ist jung, innovativ und trendy und bietet den Usern/Kunden dazu die Möglichkeit sich selbst einzubringen. Dazu hoffen die Macher, dass das Web via Mund-zu-Mund-Propaganda dafür sorgt, dass sich die Nachricht vom coolen Cola-Podcast schnell verbreitet.