Juni 16th, 2010 by Sabrina Panknin

Social Media als Zukunft der Marktforschung: ethority beim 45. BVM  Kongress

Am 17 und 18. Juni findet in Bonn der 45. Kongress der Deutschen Marktforschung unter dem Motto „Mehr Macht den Konsumenten“ statt. Im Fokus stehen das Web 2.0 und die Vernetzung als Zukunft der Marktforschung sowie Markenmanagement, Marketing und Kommunikation.

Der BVM-Kongress 2010 setzt sich mit neuartigen Ansätzen, ihren Potenzialen für Marken und Produkte und Marktforschung sowie ihren möglichen Grenzen auseinander und präsentiert dazu Fallstudien und methodenkritische Beiträge.

Benedikt Köhler von ethority eröffnet am 18.06 das Kongressfinale mit 10 Thesen zur Frage, warum Marketing und Marktforschung sich in einer Phase radikalen Umbruchs befinden.

Zusätzlich präsentiert sich ethority für Gäste des Kongress und Besucher im Maritim Hotel Bonn und lädt am Stand zu Fachgesprächen und Networking ein.

Weitere Highlights sind mit Sicherheit die Beiträge zur Open Innovation und Crowdsourcing-Facetten sowie die Vorstellung des Best Case Rittersport – wie Konsumenten das Comeback des Jahres 2009 mitkreieren.

Das gesamte Programm gibt es hier.

Mai 25th, 2010 by Sabrina Panknin

Mein Name ist Oliver Schulz, ich bin seit dem 1. Mai 2010 bei ethority in Hamburg und schreibe hier in den nächsten Monaten meine Diplomarbeit zum Thema „Weiterempfehlungen in Social Media – Wert von reellen und virtuellen Freundschaften“.

Da die Ergebnisse meiner Arbeit in Auszügen auch hier im Blog von ethority veröffentlicht werden, möchte ich mich heute bereits kurz vorstellen und erzählen, wie ich eigentlich zu dem Thema und zu ethority gekommen bin.

Ich studiere Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Leuphana Universität Lüneburg, bin 26 Jahre alt und schätze mich glücklich noch dem letzten Diplom-Jahrgang unserer Uni anzugehören. Im Laufe meines Studiums hatte ich die einmalige Gelegenheit eine spannende Zeit als Erasmus-Student in Istanbul zu verbringen sowie sehr interessante Praktika in Hamburg und Stuttgart zu absolvieren.

Fachlich habe ich mich im Studium und bei meinen Praktika bisher in Richtung Marktforschung und Online-Marketing orientiert und stand nun vor der großen Frage, worüber ich eigentlich meine Diplomarbeit schreiben möchte. In den letzten Monaten kam ich zu dem Entschluss, diese unbedingt im Bereich Social Media bzw. Word-of-Mouth schreiben zu wollen. Aufgrund meines großen Interesses an sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter und deren Möglichkeiten und Auswirkungen auf die Gesellschaft sowie der Lektüre zahlreicher Blogs und Artikel in einschlägigen Fachzeitschriften wurde mir klar, dass  dieser Bereich immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Gestatten – Oliver Schulz, neuer Diplomand bei ethority

Um leichter einen Bezug zur Praxis zu finden, wollte ich meine Diplomarbeit gerne in Kooperation mit einer Agentur oder Unternehmen schreiben und erinnerte mich dabei an ethority, dessen Social Media Monitoring Tool ich noch von meinem Praktikum bei OTTO kannte. Ich informierte mich also über ethority und beschloss einfach mal telefonisch anzufragen, ob man Interesse an einer solchen Zusammenarbeit hätte. Lange Rede, kurzer Sinn: Wie es aussieht war man an meinem Diplomthema interessiert, denn nun sitze ich hier, schreibe diesen Artikel und freue mich auf die anstehende Zeit als Diplomand bei ethority.

Zum Zweck der Untersuchung werde ich in einigen Wochen eine Online-Erhebung starten und würde mich sehr freuen, wenn mich viele  als Teilnehmer der Online-Befragung (oder per Verlinkung an Interessierte) bei meiner Diplomarbeit unterstützen würden. Dies ist auch der Grund, wieso ich vorerst nicht zu viele Worte über die genaue Problemstellung und Ziele der Arbeit verlieren möchte, um potentielle Probanden vorab nicht allzu sehr zu beeinflussen.

Ich hoffe, ich konnte Interesse wecken und vielleicht ein wenig neugierig auf die Ergebnisse machen.

Man findet mich auf Twitter und Xing.


Januar 27th, 2010 by Sabrina Panknin

Corporate Social Media: PR und Marktforschung

PR: Social Media wird von vielen als eine Art Teildisziplin der PR und Kommunikation verstanden. Diese Relation ist einfach nachzuvollziehen, denn die ursprüngliche Aufgabe der PR ist ein wichtiges Merkmal eines Engagement in Social Media: Das Kommunizieren.

Oft fällt die Pflege der Social-Media-Kanäle in den Bereich der PR, doch ein vollständiges Bild des Unternehmens ergibt sich nur dann, wenn das ein oder andere Mal auch Mitarbeiter außerhalb der PR integriert werden, z.B. zum Schreiben eines Blogposts.

PR 2.0 ist keine neue Art der der Kommunikation, sie bedeutet nur neue Tools und Möglichkeiten. Auch macht sie die PR, wie wir sie kennen, nicht überflüssig, sondern ergänzt sie nur. In einigen Jahren wird die PR sogar nicht mehr durch solche verschiedenen Begriffe „aufgeteilt“ werden müssen.

Was sich allerdings durch das Web 2.0 ändern wird: Nicht mehr nur Mitarbeiter der PR  repräsentieren und vertreten das Unternehmen, sondern alle Mitarbeiter, die im Netz mit dem Unternehmen in Verbindung gebracht werden können. Durch z.B. Social Network Profile wird eine Zuordnung sehr viel einfacher, also gilt:

die Mitarbeiter werden zu Botschaftern des Unternehmens!

Auch über diesen Bereich könnte man viel mehr und ausführlicher schreiben, wer aber auf der Stelle mehr über klassische PR und PR 2.0 erfahren möchte, ist bei PR-Doktor immer gut aufgehoben.

Marktforschung: Bei der Social-Media-Marktforschung werden authentische Gespräche im Internet identifiziert, erhoben und ausgewertet. Damit grenzt sich die Social-Media-Marktforschung von klassischen Onlinebefragungen im Internet ab. Social Media Research steht in einem ergänzenden Verhältnis zur klassischen qualitativen Marktforschung.

Ziel ist es,  vom Gesagten auf das tatsächlich Gemeinte zu schließen -  und das direkt anhand der relevanten Diskussionen der betroffenen Zielgruppe und nicht anhand einer Stichprobe.

Die klassische Zielgruppe existiert im Netz nicht mehr.

Vielmehr ist es mittels der Social-Media-Marktforschung möglich herauszufinden, wo sich Kunden aufhalten, worüber sie sich unterhalten, was ihnen gefällt oder eben nicht. Im Internet setzen sich Millionen von Verbrauchern täglich mit Produkten und Marken auseinander. Dabei bleiben sie nicht stumm, sondern denken laut über ihre Erfahrungen. Das Web 2.0 bietet unzählige Plattformen, auf denen sich Nutzer in Gruppen und Gemeinschaften zusammenfinden, um sich über bestimmte Unternehmen, Marken oder Produkte auszutauschen.

Sie sind betroffene Zielgruppen, da sie mit Produkten und Marken agieren.

Mit einem Social Media Monitoring ist es nun möglich, die Bedeutung der Gespräche zu analysieren. Einseitiges Monitoring reicht hier nicht aus, um adäquat die Bedingungen zu erfüllen, wichtig ist eine Betrachtung in Echtzeit. Die Nutzung isolierter Social Media Tools (nicht-vollerhebendes Monitoring und manuelle Recherche) können in ihrer Suche vieles nicht erfassen und schließen damit vieles aus.

Einen Überblick über die 12 wichtigsten Marktforschungstrends gibt es hier, verfasst von unserem Director Digital Strategy & Research Dr. Benedikt Köhler:

www.ethority.de

Fazit:

Es gibt grundsätzlich viele Möglichkeiten, Social Media für die externe Arbeit seines Unternehmens zu nutzen (Anregungen gerne in den Kommentaren). Im ersten Schritt ist die Bereitschaft, Social Media überhaupt einzusetzen, ein Schritt in die richtige Richtung. Mit professioneller Beratung, Anleitung und Engagement führt es mit Sicherheit auch zum gewünschten Erfolg.

Um es einmal mit Seth Godins treffenden Worten zu sagen:

„It’s a process, not an event.

Dating is a process. So is losing weight, being a public company and building a brand.

On the other hand, putting up a trade show booth is an event. So are going public and having surgery.

Events are easier to manage, pay for and get excited about. Processes build results for the long haul.”

November 2nd, 2009 by Sabrina Panknin

Die Fachmesse für Marktforschung fand auch in diesem Jahr im M,O,C im sonnigen München statt. Marktforschung 2.0 stand diesmal für viele Besucher und Aussteller im Vordergrund, so dass viele interessante Gespräche geführt und Kontakte geknüpft werden konnten.

Ein Einblick in den Messealltag von ethority:

ethority auf der Research & Results: Marktforschung pur in München

Auch die Messeparty im „Lenbach“ war eine Klasse für sich. Die historische neo-barocke Ausstattung gepaart mit modernen Einflüssen sorgte für ein besonderes Ambiente und für eine noch bessere Party.

Wir freuen uns bereits auf nächstes Jahr – gleiche Zeit, gleicher Ort!

Oktober 22nd, 2009 by Nicole Pingel

Auch wir sind dabei! ethority bald auf der Research & Results

Die neue Messe für digitales Marketing dmexco, hat noch nicht lange ihre Tore geschlossen, da steht schon die nächste wichtige Messe ins Haus: die Research & Results 2009. Die Fachmesse für Marktforschung findet auch in diesem Jahr wieder im M,O,C, in München statt und zwar am 28. und 29. Oktober. Erneut wird parallel zur Messe ein Kongress stattfinden, dessen Programm durch Workshops mit vielen interessanten Themen und Podiumsdiskussionen das Gesamtpaket Research & Results abrundet.

Auch wir von ethority werden als Aussteller wieder mit von der Partie sein und allen Interessenten Einblicke in die Welt der modernen Marktforschung liefern.

Mit dem gridmaster System stellen wir ein Monitoring System vor, welches in der Lage ist, Kunden- und/oder User-Meinungen aus den Weiten des Webs zu extrahieren und zu kategorisieren. Das Ergebnis einer solchen Datenerhebung kann für viele Unternehmensbereiche von Interesse sein: CRM, Social Media Marketing, Reputationmanagement – den Einsatzmöglichkeiten sind kaum Grenzen gesetzt. Der große Vorteil im Vergleich zu klassischen Marktforschungsansätzen? Keine Beeinflussung der Meinungsäußerungen durch künstlich geschaffene Forschungsumgebungen und -umstände, denen die Probanden ausgesetzt werden.

Das ethority-Team lädt sie recht herzlich zu weiterführenden Gesprächen rund um das Thema MaFO 2.0 und wie sie für Unternehmen von Nutzen sein kann an unseren Messestand ein.

Besuchen Sie uns in Halle 2, Stand 199. Wir freuen uns auf Sie!

Juli 8th, 2009 by Administrator

Von der Gutenberg Festung zum digitalen Kontinent
“Die wahre Entdeckungsreise besteht nicht darin, dass man neue Länder sucht, sondern dass man mit neuen. Augen sieht,” schrieb Marcel Proust lange bevor das Internet auch nur im Bereich des Vorstellbaren war. Aber dieser Aphorismus passt meiner Meinung nach sehr gut zur Lage der Social Media und des Internets in der Gegenwart. Denn eine wichtige Frage lautet: Sind Social Media und das Internet überhaupt immer noch so etwas wie “neue Länder”, in denen man sich auf Entdeckungsreise begeben kann? Oder ist die dahinter steckende Leitmetapher des Internets als Raum, der von Datenautobahnen durchzogen wird, bereits eine veraltete Denkfigur?

Das Internet als neuer Kontinent – eine veraltete Metapher

Viele denken das Internet immer noch als neuen Kontinent. Ganz prominent Papst Benedikt XVI, der zum diesjährigen Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel zur “Missionierung des Digitalen Kontinents” aufgerufen hat. Oder die vielen Artikel der Süddeutschen Zeitung, FAZ oder Zeit, in der die Autoren ganz klar eine Haltung des “outside-looking-in” einnehmen und auf die “digitalen Eingeborenen” wie auf einen exotischen Stamm blicken (inklusive aller Überlegenheitsgefühle und Stereotypen dieser “Staranwälte der Gutenbergära”).

Der digitale Kontinent wird nicht von Early Adopters bevölkert, sondern von der Early Majority

Auf der anderen Seite: Ein Blick auf die wichtigsten Zahlen für diesen Bereich ergeben ein ganz anderes Bild. Die Internetdurchdringung liegt mittlerweile auch in Deutschland zwischen 67% (ARD/ZDF-Onlinestudie 2009) und 76% (ACTA 2008). Ein unerforschter digitaler Kontinent mit 50 Millionen Einwohnern? Wenn man auf die jüngeren Generationen blickt, sind die Zahlen noch beeindruckender: 71% der 7 bis 10jährigen, 93% der 11 bis 14jährigen und sogar 99% der 15 bis 17jährigen Deutschen nutzen das Internet, hat der BITKOM gerade festgestellt. Wer hier von einer exotischen Minderheit spricht, hielt vermutlich auch Das Kursbuch für eine Massenpublikation. Der digitale Kontinent wird nicht von Early Adopters bevölkert, sondern von der Early Majority – vielleicht sogar immer stärker auch von der Late Majority, wenn man sich vergegenwärtigt, dass mittlerweile bereits 25% der Über-60jährigen laut ARD-ZDF-Onlinestudie 2008 daran (sehr) interessiert sind, aktiv Beiträge zu verfassen und ins Internet zu stellen.

Schleift die Gutenberg-Festung!

Die öffentliche Diskussion in Deutschland wird aber von Skeptikern beherrscht, die unter der “digital divide” keine zu bekämpfende Ungerechtigkeit verstehen, sondern eine Grenze, die unter allen Umständen verteidigt werden muss. Die Gutenberg-Festung. Der zentrale Punkt ist: Sie bräuchten, wie oben in dem Proust-Zitat gesagt, “neue Augen”, um diese Wirklichkeit (It’s the reality, stupid!) zu erkennen. Genau darum geht es in der netnographischen Methode der Internet- und Marktforschung, die immer mehr Unternehmen mit Erfolg einsetzen: Dinge sehen und vor allem verstehen, die den Polemikern und Skeptikern verborgen bleiben:

  • unzählige digitale Kulturtechniken und Alltagspraktiken
  • neue Formen der sozialen Gemeinschaftsbildung
  • Wünsche, Leidenschaften und Deutungsmuster der “digitalen Stämme”
  • digitale Marktplätze, auf denen mündige Konsumenten ihre positiven, aber auch negativen Erfahrungen mit Produkten, Marken und Unternehmen berichten
  • zunehmend flüssige und unscharfe Verknüpfungen zwischen den Online- und Offlinewelten
  • das allmähliche Verschwinden von Mittelsmännern und Gatekeepern aller Art

Wir brauchen neue Augen, um die Netzgesellschaft zu verstehen

Kurz, es geht bei diesen “neuen Augen” darum, tiefer zu blicken und das, was in Blogs und Microblogs, auf Social Networking Plattformen und in den Tausenden Foren und Communitys passiert, richtig zu verstehen. Methodologisch steht ein neues Aufblühen der interpretativen Tradition der Sozialforschung von Max Weber über Erving Goffman bis zu Anselm L. Strauss kurz bevor. Praktisch geht es um nichts weniger als um eine Rückkehr auf den Boden der Tatsachen.

Abbildung: Timothy O’Sullivan: Die Humboldt Berge, Nevada, Wagen und Kamera

Mai 10th, 2005 by Administrator

Vespa mit eigenen Corporate WeblogVespaBlogs.com ist die zukünftige Heimat von zwei neuen Weblogs. Geschrieben werden sie von Vespabesitzern. Der Starttermin soll im zweiten Quartal 2005 liegen.“ Mit diesen zugleich spannenden, wie dürren Sätzen kündigt Piaggio USA den Start ihres ersten Firmen-Blogs für die Marke Vespa an.
Der Grund warum die italienischen Rollerbauer auf das neue Medium Weblog setzten: „Unserer Marktforschung hat herausgefunden, dass unsere Klientel heavy Online-User sind. So haben bereits 65 Prozent aller US-Motorroller-Käufer, zumindest einmal die Firmen-Webseite besucht. Mit unserem Blog hoffen wir einen möglichst transparenten Peer-to-Peer Diskussion zu ermöglichen, zu beheimaten und möglicht in Echtzeit viel Kunden-Feedback zu erhalten.“
Thematischen sollen sich die beiden Blogs dadurch abgrenzen, dass eines hauptsächlich Lifestyle-Themen, wie Tips, Trips und Links präsentiert und das andere seinen Focus in erster Linie auf Reisen und Routen richtet.
Als Autoren setzten die Italiener tatsächlich auf Fans. Interessierte können sich über die momentane Testseite mit den Organisatoren in Verbindung setzten.