Oktober 30th, 2009 by Susanne Zornow
TOP 4 TWITTERLINKS
1. The Google Story als Video
Die Google-Geschichte von 1995 bis 2009 in 2 Minuten
2. Something to think about: Social Media Friends, an Oxymoron?
Nance Rosen über den Freundschaftsbegriff in Social Media: Connections, Friends und Followers
3. Facebook und MySpace verhandeln über gemeinsame Inhalte
Die Nachricht machte diese Woche die Runde. Als mögliche gemeinsame Inhalte werden die Bereiche Musik und Video anvisiert.
4. Bei den Webevangelisten: Die Geschichte des Internets an einem Tag
Noch einmal Web-Historie: in 24 Stunden vom ARPA-Net bis zur Pressekonferenz von Vodafone
Der Blogartikel der Woche
Schäuble, Merkel und die neue Web-Öffentlichkeit
Alexander Becker über Politikerpräsentationen in Social Media: kleine Peinlichkeiten und ihre Wirkung im Netz
Social-Media-Fundstück der Woche
Der Social Web Counter ist eine Flash-Anwendung von Gary Hayes, mit der er die Entwicklung des Social Web in Echtzeit darstellt
Gefunden bei: www.personalizemedia.com
Via: www.basicthinking.de
Zitat der Woche:
„However, privacy on the social Web is an oxymoron of sorts.“
Brian Solis über gelöschte Twitter Feeds. Bis dato waren gelöschte Nachrichten weiterhin über Twitter Search auffindbar, diese Funktion wurde nun geändert: gelöscht ist gelöscht- zumindest bei Twitter.
Oktober 8th, 2009 by Sabrina Panknin
Die Chicago Tribune veröffentlichte im Rahmen einer Kooperation mit Comscore die aktuellen US-amerikanischen Nutzerzahlen und Geschäftsmodelle von MySpace (64,2 Mio), Facebook (92,2 Mio) und Twitter (20,8 Mio). Auffällig dabei ist, dass nur Facebook sein ungebremstes Wachstum auf dem internationalen Markt fortsetzt, während Twitter und MySpace eher stagnieren.

Oktober 8th, 2009 by Nicole Pingel
Branding-Maßnahmen geben einer Marke ein Gesicht, eine Identität. Sie sind ein essentieller Teil des Marketings. Das Branding wirkt auf den Rezipienten wie der berühmte erste Eindruck: Wird es positiv wahrgenommen, entstehen Markenfans, kommt es allerdings nicht gut an, entwickelt sich schnell eine Anti-Haltung gegen Marke und Produkt. Im schlimmsten Fall werden sie gar nicht erst wahrgenommen.
In Zeiten der klassischen Werbe- und Marketing-Maßnahmen stellte das Branding eher einen Nebeneffekt dar. Die heutigen Social Media Kanäle bieten allerdings vollkommen neue Möglichkeit einer Marke eine positive, klar definierte und ausdrucksstarke Identität zu verleihen.
Die User schaffen die Reichweite, nicht das Medium!
Zu den wichtigsten Schlagwörtern im Bereich Social Media gehören Awareness und Popularity. Um diese zu steigern kann Social Media für Marken zur Geheimwaffe werden. Denn Unternehmen können von der prägnantesten Eigenschaft des Social Web profitieren: Der extremen Vernetzung und Kommunikation unter den Usern. Wie schnell eine gebrandete Website an Reichweite gewinnen kann, zeigt zum Beispiel der Branded Channel von Fanta auf MySpace. Dem User werden eine Reihe an Widgets und Downloads angeboten, als Dank dafür hat er die Möglichkeit die Marke Fanta (in Gestalt von „Todd und seiner Band“) als Freund zu adden oder gleich das eigene Profil ins Fanta Design zu tauchen. Somit trägt der Brand Fan freiwillig die Markenbotschaft an die eigenen Freunde weiter, die somit verstärkt und von einer vertrauten Person auf die Marke aufmerksam gemacht und im besten Fall in der Folge selbst zu Brand Fans werden.

Marken werden zu Freunden
Aufgrund der Mechanismen die im vorangegangen Punkt beschrieben wurden, verliert die Marke als „böse Werbeschleuder“ ihren Schrecken. Durch den quasi persönlichen Kontakt zwischen User und Marke verringert sich die Distanz zwischen beiden. Gleichzeitig entwickelt sich eine Art Vertrauen, welches der User dem Brand entgegen bringt, den er als einen persönlichen Freund auserkoren hat.
Es geht nicht um Produkte und Konsumenten, sondern um Brand Engagement
In Zeiten des Social Web gibt es sie nicht mehr: DIE Zielgruppe und DEN Konsumenten. Der User fühlt sich am ehesten bereit eine Verbindung mit einer Marke einzugehen, wenn er sich in seiner Individualität angesprochen fühlt. Außerdem möchte er selbst aktiv werden, er erwartet einen Mehrwert aus der Verbindung mit der Marke. Aus Vertrauen, Dialog und geschaffenem Mehrwert entsteht so ein engagierter Brand Fan, dessen Begeisterung Unternehmen um ein Vielfaches mehr Wert sein sollte als ein Bannerklicks auf einer Homepage.
Ohne Zweifel ist ein langfristiges und konsumentenfreundliches Branding eine sanftere Form der Werbung. Eine Marke zeigt Präsenz und generiert Awareness ohne dabei (potenzielle) Kunden durch aufdringliche und stumpfe Werbebotschaften zu verschrecken.
Fazit: Marken, fangt an das Branding mit euren Usern zu leben!
Oktober 2nd, 2009 by Sabrina Panknin
Nach einer kurzen dmexco-bedingten Pause an dieser Stelle nun wieder der Weekender:
TOP 4 TWITTERLINKS
1. Preview: “You can check out Google Wave right here”
Eine kommentierte Screenshot-Tour durch das lang ersehnte Google Wave.
2. Zwei-Klassen-Gesellschaft in Social Media: Facebook vs. Myspace
Studien sollen erwiesen haben, dass Facebook-Nutzer allgemein finanziell besser gestellt sind als MySpace User. Und nicht nur das: Die Analysen geben auch Aufschluss darüber, in welchem Umfeld man lebt?!
3. Google Wave Preview
RWW gibt einen Gesamtüberblick über Google Wave und berichtet über 100.000 Einladungen Google Wave vorab zu testen, was für viel Aufregung sorgt (z.B. bei Twitter)
4. Statistik: Business and Social Media
Hier gibts graphisch aufbereitete Analysen zum Thema Social Media und der Nutzung im Business.
Der Blogartikel der Woche
Social Media Marketing & Erfolgsmessung von Social Media Kampagnen: Die Präsentation
Dieser Vortrag wurde von unserem Director Digital Strategy and Research Dr. Benedikt Köhler auf der dmexco 2009 gehalten. Aufgrund der hohen Nachfrage gibt es hier die gesamte Präsentation zum Anschauen:
Social-Media-Fundstück der Woche
created on Many Eyes
Zitat der Woche:
„Es ist Deutschland hier“
Guido Westerwelle auf die Frage eines internationalen Journalisten, warum er auf eine auf Englisch gestellte Frage auf Deutsch antworten würde. Westerwelles Weigerung sorgte im Netz für Belustigung, ganz neu der Twitteraccount @westerwave , auf dem ein fiktiver Guido uns seine englischen Sprachkünste beweist.
April 16th, 2009 by Nils Maier
Hier sind nun die Videos von unserem zweiten Treffen des Social Media Club Hamburg vom 19.3.09.
1. Social Media Club Hamburg 19.03.09 Nils Maier – Einführung (link)
2. Social Media Club Hamburg 19.03.09 Benedikt Köhler – Branded Communities (link)
3. Social Media Club Hamburg 19.03.09 Stefan Zilch – myspace – „Social Brands: Wie Marken zu Freunden werden“ Teil 1 (link)
4. Social Media Club Hamburg 19.03.09 Stefan Zilch – myspace – „Social Brands: Wie Marken zu Freunden werden“ Teil 2 (link)
5. Social Media Club Hamburg 19.03.09 Oliver Berger Announcement (link)
6. Social Media Club Hamburg 19.03.09 Nils Maier Schlußwort (link)
Vielen Dank auch hier noch mal an Proximity und Lars Schlossbauer, die uns diese tolle Location gestellt haben. Wir freuen uns alle schön auf das nächste Event.
Das Programm für den Social Media Club Hamburg ist in unserem Wiki zu finden (link).
Die Einladungen zu den Treffen organisieren wir über die Xing Gruppe (link). Also, einfach beitreten und ihr werdet regelmäßig informiert.
Wer noch Fragen hat kann sich gerne an uns wenden hamburg (at) socialmediaclub.org
März 12th, 2009 by Nicole Pingel
Nachdem schon Musiker hauptsächlich mit Hilfe von MySpace berühmt geworden sind wie die Arctic Monkeys und Lily Allen, ist nun der wahrscheinlich erste ganzheitliche Social Media Star geboren. Kutiman ist der Name des israelischen Musikers, der zurzeit Mittelpunkt eines Internethypes ist.
Was ist das Besondere an ihm? Er mischt ausschließlich Video- und Audioschnipsel von YouTube Videos zusammen und was daraus entsteht, sind wider Erwarten melodiöse Musikerlebnisse in mehreren unterschiedlichen Musikstilen.
Kutiman hat bereits ein Album mit selbst eingespielter Musik veröffentlicht. Den Produzenten für dieses Projekt hatte er vor ein paar Jahren auch schon über MySpace kennengelernt. Der tatsächliche Durchbruch gelang ihm aber erst jetzt. Zu Beginn dieses Monats launchte der Musiker die ThruYou-Website, auf der seine Mash-Ups zu sehen und zu hören sind. Trotz der eher sporadisch eingerichteten Homepage soll sie laut techcrunch-Blog bereits über eine Million Mal geklickt worden sein. Seine Myspace-Seite wird in naher Zukunft den 200.000sten Besucher empfangen. Und auch auf Twitter wird vielfach über ihn gesprochen.

Wie kam es zu diesem Hype? Kutiman kreiert seine Musik aus Usergenerated Content, was läge da näher, als dass sie auch über diesen Kanal bekannt wird. Er profitierte also offensichtlich vom öffentlichkeitswirksamen Zusammenspiel zwischen Mundpropaganda und Social Media Tools. Alles begann mit drei Freunden, die ein paar E-Mails mit dem Link zu ThruYou verschickten. Von diesem Zeitpunkt an entfalteten die Musikstücke – über verschiedene Social Media Plattformen verbreitet – eine Eigendynamik und Viralität, die Kutiman scheinbar selbst übermannt haben. Zumindest hat er die offenbar sehr aufwendige Betreuung seines Twitter-Streams schon vor ein paar Tagen an einen Freund abgegeben.
Dieses Beispiel zeigt erneut, wie schnell in Zeiten des Web 2.0 Trends und Stars geborenen werden – einzig und allein durch virtuelle Mundpropaganda. Nun stellt sich die Frage, ob Kutiman von jetzt an auch mit seiner selbstgeschriebenen Musik erfolgreich sein wird. Aber wie man sich selbst erfolgreich vermarktet, dürfte er ja nun verstanden haben.
Februar 19th, 2009 by David Nelles
Tatsache ist: Facebook wächst viel schneller als der große Konkurrent MySpace, denn in Bezug auf die Unique User rückt Facebook dem Mitbewerber MySpace immer dichter auf die Pelle. Das schnelle Wachstum ist nur die eine Seite der Medaille, die andere Seite ist die Verweildauer – eine Metrik die sicherlich nicht zu unterschätzen ist. In den USA liegt MySpace in dieser Disziplin weit vor dem Konkurrenten aus Palo Alto und es macht auch nicht den Eindruck als ob sich dieser Umstand auf absehbare Zeit ändern wird. Im Monat Januar konnte das News Corp Netzwerk MySpace ein deutliches Wachstum der durchschnittlichen Verweildauer der User verbuchen. Laut Erhebung der amerikanischen Internet Analysten ComScore, verbrachte jeder MySpace User im kalten Januar 4,4 Stunden auf den MySpace Seiten. Das ist im Vergleich zum Vormonat ein Zuwachs von 15 %, im Vergleich zum Vorjahr konnte MySpace sogar ein Zuwachs von über 31 % vorweisen.
Facebook liegt in diesem Vergleich aber erheblich dahinter. Es verbrachte jeder Facebook User im Dezember 2008 nur 176, 6 Minuten in dem zuckerbergschen Netzwerk. Das ist für Facebook im Vergleich zum Vorjahr ein minimales Wachstum von ca. 3 %.
Die ComScore Daten für Deutschland sehen da etwas anders aus. Hier liegen die drei deutschen Netzwerke im Bereich der Verweildauer weit vorne, zumindest im letzten Herbst. Überraschend ist hier, dass im Oktober des vergangenen Jahres die Lokalisten mit durchschnittlichen 275 Minuten vor StudiVZ mit 251,5 Minuten durchschnittlicher Verweildauer sowie Werkenntwen.de mit 251,3 Minuten liegen.
MySpace und Facebook fallen in Deutschland laut ComScore noch etwas ab, zumindest für MySpace erscheint mir dieser Umstand aber nur allzu logisch. Ist doch das Angebot von MySpace in der DACH Region im Gegensatz zu dem Angebot der Seite in den USA noch limitiert. Das Angebot an Entertainment für die deutschen MySpace User wird sich aber in Zukunft sicher vergrößern. Es stehen neben MySpace Music Deutschland auch ein paar sehr interessante Web TV Angebote bei dem deutschen Ableger des News Corp Netzwerks in den Startlöchern. Diese Erweiterungen werden neben zusätzlichen Usern auch die Verweildauer auf den MySpace Seiten im deutschsprachigen Raum nach oben verbessern.
Die Verweildauer in Kombination mit der Anzahl der registrierten Nutzern ist ein wichtiger Indikator für den Erfolg eines Social Networks und gleichzeitig ein gutes Argument für Marketer auf der jeweiligen Plattform aktiv zu werden. Die hohe Verweildauer des einzelnen Users kann aus Vermarktungssicht in eine Korrelation mit einem potentiellen Brand Engagement gesetzt werden. Diese Beziehung kann aber nur dann hergestellt werden, wenn Marketer in diesem Bereich die richtigen Tools einsetzen und dem User einen echten Mehrwert für ein Engagement geben, schließlich muss der ROI für den User stimmen. Marketer haben durch eine längere Verweildauer der User, auch eine größere Chance den User in die Markenkommunikation zu involvieren.
Dabei dürfen die Verantwortlichen Werber aber nicht der Versuchung erliegen dem Umfeld Social Media völlig unpassenden Erfolgsdeterminanten überzustülpen. Erfolg, wie er von performancebasierten Online – Marketing Modellen aus den guten alten Zeiten des Dotcom Booms definiert wurde, ist im Umfeld von Social Media Plattformen weitgehend unbrauchbar. Hier führt der Erfolg über Customer Engagement und nicht über Klicks. Erfolg drückt sich in den nutzergenerierten Kanälen nicht mehr über eine zu trackende Conversion Rate aus, sondern Erfolg definiert sich vielmehr in den Größen Brand Loyality, Brand Awareness oder Brand Image. Diese im ersten Moment monetär schwer zu greifenden Kennziffern führen zu Kaufentscheidungen der User. Doch wo der User letztendlich das Produkt erwirbt, befindet sich außerhalb des zu trackenden Bereiches.
Zusammenfassend zeigt sich, dass in den USA MySpace seinen Usern anscheinend mehr bietet, um sie länger auf den Seiten zu binden. Facebook scheint in Bezug auf den Entertainmentfaktor nicht so sonderlich attraktiv zu sein. Wahrscheinlich überfordert Facebook seine User mit den Hundertausenden von Applikationen, welche nur zu einem kleinen Teil unterhaltend sind. Für den Erfolg eines Social Media Angebots sind zwei Dinge entscheidend: die Masse der registrierten User und eine hohe Verweildauern der User. Verweildauer ist ein guter Indikator dafür, wie intensiv sich die einzelnen User mit diesem Angebot auseinandersetzen und sie ist damit auch ein Argument für die Markenkommunikation in diesem Umfeld. Schließlich sollten Marketer in diesem Umfeld ihren Schwerpunkt auf den Dialog mit den Usern setzen und sich von der Erfolgsmessung 1.0 des klassischen Online Marketings trennen.
Februar 17th, 2009 by David Nelles
Okay, Social Media im Einsatz für Marketing und PR ist nichts Neues. Auch für den Bereich des Customer Relation Managements und für den Wahlkampf scheint Social Media ein sehr effizientes Medium zu sein. Nun schützt Social Media sogar auch gegen Salmonellen. Die US. Food and Drug Aministration (kurz FDA) versucht ganz aktuell via Twitter, Youtube, MySpace und Blogs potentiell kontaminierte Lebensmittel zurückzurufen. Im Mittelpunkt dieser Rückrufaktion steht eine der zentralen Säulen der US–amerikanischen Esskultur: die Erdnussbutter. Das Ausmaß dieser Rückrufaktion der kontaminierten Lebensmittel ist immens. Bis heute wurden mehr als 2.100 Produkte vom Markt genommen. Richard Stapelton, der Verantwortliche der US Bundesbehörde Health and Human Services Department, begründet die Nutzung on Social Media in diesem Fall wie folgt:
When the [peanut product] recall issue broke, it immediately occurred to us to spread the message through social media, which we feel is a much better way than using traditional media…
Die US Behörde geht damit sicherlich den richtigen Schritt. Social Media hat mittlerweile die Reichweite und die Geschwindigkeit, um auch solche Themen schnell und effizient an die jeweilige Zielgruppe heranzuführen. Wie schnell sich Informationen in Social Media verbreiten können, zeigte sich in letzer Zeit schon des Öfteren, sei es nun bei der Notwasserung einer US Airways Maschine oder beim Brand des CCTV Hochhaus in Bejing. Social Media Kanäle, wie Twitter, sind meistens schneller als die klassischen Medienkanäle und eignen sich ganz hervorragend um Information schnell und breit zu streuen. Dieses bedeutet aber nicht, dass in Fällen wie bei dieser Rückrufaktion die klassischen Medien außen vor gelassen werden sollten. Wichtig ist nur, dass möglichst alle verfügbaren und reichweitenstarken Medien genutzt werden sollten. Mittlerweile gehören dazu in jedem Fall auch die Plattformen der nutzergenerierten Medien. Aus diesem Grund macht der Einsatz von Social Media zur Eindämmung von Epidemien sicherlich Sinn. Auch Rick Turoczy steht dem Einsatz von Social Media Tools in diesem Bereich sehr positiv gegenüber:
Hopefully, this is just the first step – rapidly disseminating information – of many for incorporating Web 2.0 technologies into these agencies. With continued adoption, one can easily imagine the possible advances in protecting the populous from disease before it happens – like employing technology similar to Google’s flu trends combined with social graph information. And that’s only one example.
Januar 8th, 2009 by David Nelles
Nachdem thestrategyweb.com bereits ausführlich über die Ergebnisse der Studie Community Monitor 2008 der Unternehmensberatung Brain-Injection und der Cologne Business School berichtet hat, möchte ich mich auf die in der Studie vorgestellten Erlösmodelle der einzelnen Networks konzentrieren. Die Ergebnisse dieser Studie zeigen erneut ein ernüchterndes Bild. Banner sind im Bereich Social Networks immer noch das vorherrschende Marketingtool, dabei scheint den Marketern der dort werbenden Brands es völlig egal zu sein, wie unwirksam solche Werbemittel im Umfeld von Social Media sind. MySpace & Google haben schließlich schon einschlägige Erfahrung gemacht, beispielsweise sind die Klickraten der Banner Werbung beim Social Network Dickschiff kontinuierlich in den Keller gerutscht:
The ads’ so-called click-through rate plummeted from one in 100—a decent return by Web standards—in 2006 to one in 1,000 in 2007. “Users became more or less desensitized to the advertising,” says Seremet, a veteran of Take-Two Interactive (TTWO) and now president of video game publisher Green Screen. “You won’t make money on it.”
Über diese Entwicklung war Google nicht sonderlich glücklich, schließlich hatte sich das Internet Imperium aus Mountain View (CA) andere Zahlen versprochen, als es sich 2006 für knapp 900.000.000 $ die alleinigen Vermarktungsrechte für das News Corp. Netzwerk sicherte.
Trouble is, Google pays News Corp. for that right even when the ads don’t generate much, if any, revenue. “We have found that social-networking inventory is not monetizing as well as expected,” said Google Chief Financial Officer George Reyes…
Diese Entwicklung ist sicher kein Spezifikum für MySpace, sondern gilt auch für das Gros der Netzwerke. Ich gebe den Studienautoren recht, wenn sie meinen:
Wir vermuten einen Grund darin, dass die Werbeindustrie länger braucht, um sich auf die neuen Gegebenheiten und Möglichkeiten der Werbung im Web 2.0 einzustellen.
Richtig vermutet. Marketer müssen im Umfeld von Social Media erst einmal lernen zuzuhören. Nachdem sie Jahrzehnte lang nur reden durften, müssen sie in Social Media mit den Kunden in den Dialog treten. Invitational Ads als Banner können dabei sicher ein probates Mittel sein, um den User bzw. Kunden auf eine Brand Community etc. zu lotsen, aber der Dialog mit dem Konsumenten steht dabei immer im Mittelpunkt.
Bei dieser Untersuchung fehlt aber ein zentraler Untersuchungsgegenstand, wenn es um Erlösmodelle geht. Die Brand Communities, Fanpages oder vzlisch Edelgruppen hätten in jedem Fall auch Gegenstand der Analyse sein sollen. Es gibt schließlich schöne Beispiele die verdeutlichen, wie wichtig und sinnvoll diese Werbeform im Bereich Social Media ist. Die DACH Version von MySpace sei hier angeführt, an erster Stelle stehen für mich dabei die Gruppen von Jägermeister und das Niveacamp von Beiersdorf.
Auch StudiVZ hat in diesem Bereich Erfolge zu verbuchen. Die Edelgruppe von Brands4Friends ist eine der erfolgreichsten Brand Communities auf StudiVZ. Dieses belegt, wie gut und erfolgreich die Branded Communities auf Social Networks als dialogorientiertes Marketingtool funktionieren.
Ich bin deshalb der Ansicht, dass die Studie mit ihrer Auswahl an untersuchten Erlösmodellen von Social Networks dabei einen entscheidenden Punkt vergessen hat, denn die Zukunft von Erlösmodellen liegt sicherlich auch im Bereich von Brand Communities.
Erlösmodelle, wie z.B. Mitgliedsbeiträge, sind sicherlich keine Erfolgsmodelle für die großen Netzwerke. Für Nischenprodukte wie die Businessnetzwerke á la Xing oder Linkedin gestaltet sich das anders. Die User sind dort durch einen sehr konkreten Mehrwert, den sie aus der Nutzung erwarten, auch bereit einen entsprechenden Beitrag zu leisten. Der Mehrwert bei Facebook & Co. ist dagegen viel zu defus.
Interessant ist, dass dem gegenüber immerhin 26 % der untersuchten Netzwerke ihren Kunden die Integration von Shops anbieten. In dieser Entwicklung liegt auch noch einiges an Potential. Ein gutes Beispiel von Social Media E-Commerce ist z.B. Brands4Friends, aber auch edrugsearch.com. Die amerikanische Suchmaschine für Arzneimittel hat sehr großen Erfolg mit der Implementierung einer Community gehabt. Ob nun zuerst das Shopping und dann das Netzwerk eingebaut wird oder umgekehrt ist unwichtig, denn das Resultat bleibt das gleiche. Communities und E-Commerce können eine erfolgreiche Beziehung sein. Der Ex StudiVZ Chef Markus Riecke meinte zu dieser Verbindung:
Dort lässt sich Online-Marketing leicht ansetzen, denn das Nutzerinteresse deckt sich exakt mit dem Angebot.
Daher können Shops in Zukunft sicherlich auch ein Erlöstreiber der großen Netzwerke werden.
Um es noch einmal zusammenfassen: Meiner Meinung nach liegen die Gewinntreiber für die Social Networks zukünftig in den Branded Communities und in ihrer Verknüpfung mit dem E-Commerce. Diese beiden Werbeformen sind zumindest am ehesten dazu geeignet ein erfolgreiches Marketing im Umfeld von Social Media zu generieren, um dadurch auch rentable Erlösmodell für Social Networks darzustellen. Der zukünftige Erfolg der grossen Communities wird aber sicher weniger im Bereich der ausschließlichen Bannerwerbung noch in den Mitgliedsbeiträgen zu finden sein.
Oktober 28th, 2008 by David Nelles
Nachdem im Sommer die Candy Girls auf MySpace als Web-Soap ihre Runden drehten, hat das studiVZ nun auch seine eigene Web-Soap. Die Pietshow wird präsentiert von msn und soll aus dem Leben einer Studenten WG in Berlin berichten. Diese studiVZ/msn WG besteht aus Nick und Piet, die frisch nach Berlin gezogen sind und mit Melanie und Jessy zusammen wohnen. Die Einleitung der geschalteten Edelgruppe lautet wie folgt:
Ein großer Philosoph sagte mal: „Das Leben ist grausam und schön“. Das wollen wir erst mal sehen! Ich werde hier acht Wochen lang mein Leben dokumentieren. Wieso? Weil mein bester Freund Nick und ich grade nach Berlin gezogen sind und keine Ahnung haben, was hier auf uns zukommt. Erstmal ein Loch in der Wand. Dann zwei Frauen. Und dann wird’s meta. Klingt komisch, ist aber so.
Ich bin wirklich gespannt, ob dieses Konzept für msn aufgeht. Das gezeigte Bildmaterial erinnert doch stark an die Abschlussklasse (VIVA) und für dieses Format gibt es schließlich auch eine Nachfrage – zielgruppengerechtes Führen der Kamera natürlich inklusive.
Oktober 6th, 2008 by David Nelles
Das neue Angebot des amerikanischen Netzwerkriesen MySpace und der Musikindustrie scheint ordentlich zu brummen. Letzte Woche erreichte das Online Music Joint Venture mit seinem Angebot MySpace Music Zugriffszahlen im Milliarden-Bereich. Seit dem 25. September wurden über das neue Musikportal über eine Milliarde Songs mittels Streams durch die User abgerufen.
Beeindruckende Zahlen für einen Service, der eigentlich erst seit 14 Tagen im Netz steht. Für dieses Portal holten sich die MySpace Verantwortlichen wichtige Partner an Bord. MySpace bleibt wohl bei MySpace Music mit 60 % Hauptanteilseigener der Online Jukebox, doch die restlichen 40 % liegen in den Händen der wichtigsten Musiclabels, wie zum Beispiel EMI, Sony BMG Music Entertainment, Universal Music Group, Warner Music Group und The Orchard.
Das Businessmodell sieht wie folgt aus:
Labels make more money every time a song is streamed. 20 billion or so song streams are initiated per month on MySpace today (many of them from auto-plays when profiles are loaded). That number is going to go way, way up. Streams are calculated based on complicated contracts that look at full plays and partial plays, so it’s nearly impossible to determine fees that will be paid to labels. But it’s certainly likely to be in the tens of millions of dollars annually, and possibly a lot more.
Labels also get a cut of ad revenue brought in to the joint venture, and when ringtones and downloads are sold they get a piece of that, too.
Some of this money may even make its way to the artists.
Indie labels are in a great position, too. They don’t have equity but they get paid for streams and downloads. And they have all the tools and promotion features that the big labels have. It appears to be an even playing field, and I’m already finding some great music from artists I’ve never heard of.
Was die Vermarktung von Online Marketing Angeboten betrifft, waren die Verantwortlichen sehr fleißig. MySpace Music konnte bisher McDonalds, Sony Pictures, State Farm und Toyota als Werbepartner gewinnen und dabei wird es sicherlich nicht bleiben. Die ersten Zugriffszahlen und das zukunftsweisende Geschäftsmodell werden sicherlich noch mehr Markenartikler dazu bewegen auf dem neuen Musikportal aktiv zu werden. Möglichkeiten gibt es sehr viele, z.B. von der einfachen Display Werbung bis zu gesponserten Gratisdownloads.
Das Fundament dieses Joint Ventures ist beeindruckend, denn MySpace Music vereint das reichweitenstärkste Social Network, das gleichzeitig eines der beliebtesten Music- Communities weltweit ist, mit den wichtigsten Major Labeln. Diese Marktmacht wird itunes in Zukunft sicherlich seine momentane Marktposition streitbar machen.
Leider ist dieses neue Angebot bisher nur in den USA voll nutzbar. In der ersten Stufe können die Nutzer via Stream ihre Lieblingstücke kostenlos anhören und in Playlists zusammenstellen. Diese Playlisten können die User dann mit Mediaplayern auf ihre Websites stellen oder in MySpace Profile integrieren. Im zweiten Schritt können die User dann DRM freie MP3 Dateien über Amazon kaufen und schließlich auch Konzerttickets und Merchandising der jeweiligen Künstler erstehen.
Dieses neue Angebot scheint für alle teilnehmenden Parteien eine WinWin Situation zu sein. MySpace schafft mit diesem Projekt eine aussichtsreiche Möglichkeit seine Community stärker zu monetarisieren und scheint auf den ersten Blick einen Weg gefunden zu haben seine Reichweite aus ökonomischer Sicht umzusetzen.
Die Majorlabels haben die Möglichkeit ihre Produkte der größten Music- Community weltweit vorzustellen und dabei eine gewaltige Menge an potentiellen Buzz für ihre Künstler zu generieren. Das produzierte Word of Mouth Marketing zahlt sich für die Musikindustrie in direkter Weise aus, denn die Musiclabels verdienen an jedem abgespielten Stream. Zur Abrechnung von Streams gesellt sich dann noch ein Anteil an den Werbeeinahmen von Myspace Music. Scheint also ein lohnendes Geschäft für die Labels zu sein.
Schließlich hat der User die Möglichkeit völlig kostenfrei seine Musik zu genießen. Der Musikfan greift mit MySpace Music sicherlich auf die größte gratis Musikbibliothek zurück, die es momentan im Netz gibt.
MySpace Music ist einer der spannendsten und vielversprechensten Business Ideen im Bereich der Social Media. Es scheint so, als hätten sich zwei Notwendigkeiten gefunden, um ihre gemeinsame Chance zu nutzen.
Ein Social Network, welches nach Wegen sucht seine immense Reichweite in bare Münze umzusetzen, und eine Industrie die nach neuen Wegen sucht mit ihrem Produkt wieder Geld zu verdienen. Diese beiden Notwendigkeiten bündeln sich schließlich in dem viel versprechenden Projekt MySpace Music. Die Idee klingt spannend und innovativ. Ich bin wirklich gespannt wann man dieses Angebot auch in Deutschland nutzen kann. Bis dahin bleibe ich wohl noch ein treuer itunes Kunde.

