November 5th, 2010 by Sabrina Panknin

Zum Wochende was zum Lachen. Nur wir wissen ja alle, in jedem Witz steckt auch ein Quentchen Wahrheit. ethority wünscht allen ein schönes Wochenende!

Gefunden bei Techcrunch:

Bist du iPhone, Android oder Blackberry?

August 24th, 2009 by Alexander Becker

Diese Studie bestätigte alle Social Media-Berater und schreckte gleichsam Nutzer wie Politiker auf: Im Auftrag des Verbraucherministeriums wurden eine Untersuchung durchgeführt, die herausfand, dass sich 36 Prozent aller Unternehmen mittlerweile auch in soziale Netzwerken informieren. 80 Prozent dieser Firmen schauen sogar vor einem Vorstellungsgespräch, wie sich die Bewerber bei Facebook, StudiVZ & Co. darstellen.

Florian Schütz von der Personensuchmaschine Yasni kommententierte darauf hin völlig richtig: „Diese Fakten zeigen, wie wichtig aktives Online-Reputationsmanagement ist…“.

Interessant ist allerdings, was die Politik aus der Diskussion macht: Sie stellt sich auf die Seite der Nutzer. So sagt die Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner: „Ich fordere die Betreiber auf, Möglichkeiten zur Selektion einzurichten, damit jeder Nutzer frei entscheiden kann, wem er seine Daten zugänglich machen will.“ Weiter fordert sie, dass die Rechte an Privatfotos nicht auf den Anbieter von Web-Portalen übergehen dürfen, sobald man sie ins Internet stellt. Suchmaschinen sollten außerdem auf soziale Netzwerke keinen Zugriff haben und auch Löschungen der Nutzer nicht dürften nicht umgangen werden.

Online Reputation: Politik will Nutzern helfen

Alle wichtigen Fakten der BMELV-Studie über Unternehmen, die zur Personalauswahl im Internet recherchieren:

- Fast 80 Prozent der Unternehmen nutzen das Internet bereits vor der Einladung zum Vorstellungsgespräch.

- Bei einem Viertel der Unternehmen kommt es vor, dass Bewerber wegen Informationen aus dem Internet nicht eingestellt werden. Für 56 Prozent kann jemand aber auch genau wegen der Informationen aus dem Internet interessanter werden.

- Ablehnend bewerten potentielle Arbeitgeber negative Aussagen über die Arbeit oder das Arbeitsumfeld (76 Prozent). Ebenfalls negativ ist es, wenn private Inhalte auf den Internetseiten von den Aussagen in der Bewerbung abweichen (49 Prozent) (Glaubwürdigkeit). Positiv sind für fast zwei Drittel der Internet nutzenden Unternehmen Hobbies und soziales Engagement. Auch sehr private Bilder, (etwa „Partybilder“) sind für fast die Hälfte der Unternehmen negativ, 43 Prozent bewerten dies neutral.

August 20th, 2009 by Johannes Junghänel

Im Rahmen seiner Masterarbeit „Portable Privacy“ an der HTW Berlin führte Kai Uhlemeyer eine der bis dato umfangreichsten quantitativen Umfragen zum Thema „Privatsphäre im Netz“ im deutschsprachigen Raum durch.

Die Ergebnisse:
Grundsätzlich zeigt sich, dass 82% der Befragten eine eigene Definition von Privatsphäre besitzen. Die Mehrheit dieser Personen beschreibt Privatsphäre im Zusammenhang mit dem Recht „in Ruhe gelassen“ zu werden, in Bezug auf das Netz zeigt sich, dass viele Personen ihre Daten nur dann veröffentlicht sehen wollen, wenn dies ausdrücklich von ihnen gewünscht wird.

Die Privatsphäre erscheint in der heutigen Zeit, die durch die Nutzung zahlreicher Darstellungsformen der eigenen Persönlichkeit geprägt ist, als eines der höchsten Güter. So geben 98,2% der Befragten an, dass ihnen Privatsphäre im Allgemeinen wichtig bzw. sehr wichtig ist. Dies ist in Bezug auf den oftmals sehr freizügigen Umgang mit den eigenen Daten eher verwunderlich. Und auch ein klarer Trend zeichnet sich ab: 86% geben an, dass das Thema „Privatsphäre“ im Zeitalter des Internets in Zukunft mehr an Bedeutung gewinnen wird und damit zunehmend in den Vordergrund einer öffentlichen Diskussion rückt. Die leichte Flaute im öffentlichen Diskurs wird sicherlich bald wieder vorbei sein, spätestens sobald einer der großen Anbieter wieder eine AGB-Änderung ankündigt.

Die ständige Konstruktion von Identität und Vergangenheit im Netz zeigt, dass diese mit einer erhöhten Offenlegung persönlicher Daten einhergeht. Dies sehen die Teilnehmer der Studie ähnlich, sodass 93,5% der Aussage zustimmen, das Internet mit all seinen Facetten würde die Offenlegung persönlicher Daten ihrer Nutzer beschleunigen. Hier sei angemerkt, dass die Nutzung Sozialer Netzwerke, Social-Bookmarking-Dienste, Blogs etc. die Datenverbreitung fördert.  Auch wenn UGC nicht direkt persönliche Daten preisgibt, so lassen sich doch Rückschlüsse auf  Verhalten, Vorlieben, Netzwerkstrukturen etc. des Users ziehen. Dieser Umstand resultiert allerdings aus der Tatsache, dass teilweise allzu leichtfertig mit der Angabe persönlicher Informationen umgegangen wird. Diesem Umstand würden laut Umfrage 95,2% eher zustimmen.
Auch auf Seiten der Anbieter von Internetdiensten werden laut Umfrage zu viele Daten archiviert, so sind 92,9% der Meinung, dass Internetdienste mehr persönliche Daten als nötig erheben. Sind jedoch die oftmals unentgeltlich angebotenen Möglichkeiten einem gewissen Trade-Off, Leistungen gegen Einschränkungen, unterzogen? Dies würden die Befragten nur bedingt unterschreiben, so sind nur 38,7% der Ansicht, dass die neuen Möglichkeiten, die durch das Internet geboten werden, im Gegenzug eine Einschränkung der Privatsphäre bedingen.

Bei der Frage, ob jeder Nutzer selbst darüber entscheidet, welche Informationen im Netz preisgegeben werden, sind sich die Teilnehmer nicht ganz einig. Mit einer knappen Mehrheit von 52,6% zeichnet sich ab, dass Nutzer genau dies eben nicht entscheiden können.
Im Zuge der Diskussion über die Privatsphäre im Netz und ob diese eingeschränkt wird oder nicht, darf jedoch nicht vergessen werden: Das Internet mit all seinen Facetten steht für Öffentlichkeit, Transparenz und Partizipation. Wo Freiheit aufhört und Transparenz Menschen in dieser einschränkt, muss wiederkehrend erörtert und diskutiert werden.

Allgemeines zur Studie:
Insgesamt nahmen an der Umfrage 1661 Personen im Alter von 13 bis 73 Jahren teil. Dabei wurden  45 Fragen zu Themen der Demographie, Lebensumstände im Allgemeinen, Internetnutzung, Privatsphäre, dem Umgang mit persönlichen Daten und Inhalten etc. behandelt. Zu beachten ist, dass diese online durchgeführte Umfrage keinen repräsentativen Schnitt durch die Bevölkerung darstellen kann. Vielmehr muss davon ausgegangen werden, dass die Teilnehmer in einem erhöhten Maße Medienkompetenz und -affinität aufweisen und damit höchst sensibel auf das Thema „Privatsphäre“ reagieren.

Der erste Teil der umfangreichen Umfrage steht mit sämtlichen Grafiken und Rohdaten unter der Creative Commons Lizenz hier zum Download und zur Ansicht zu Verfügung.