November 19th, 2009 by Katja Gutzeit
“Yes we can”-Obama schockierte am vergangenen Wochenende mit dem Ausspruch: “I Have Never Used Twitter” (via @BreakingNews). Der amerikanische Präsident, der seinen US-Wahlkampf mit Hilfe von Social Media – sehr erfolgreich – bestritten hat, gab nun vor einer Gruppe chinesischer Studenten in Shanghai bekannt, keinen einzigen der mittlerweile über 400 Tweets auf seinem Twitter-Stream (2,7 Mio. Follower) geschrieben zu haben. Aber überraschen dürfte es nicht, dass andere mit den Social Media Aktivitäten beauftragt wurden, denn das Repertoire ist auch ein Jahr nach seinem Wahlkampf immer noch sehr umfangreich. So sind beispielsweise auch Accounts auf Facebook (knapp 7 Mio. Fans) und MySpace (knapp 1,9 Mio. Freunde) – um nur einige zu nennen – zu betreuen. Zudem lässt auch ein Großteil der Tweets auf ein delegiertes Twittern schließen, denn wer zitiert sich schon selbst?
Auch Arnold Schwarzenegger hat einen sehr bekannten und reichweitenstarken Twitter-Account (1,4 Mio. Follower). Die auf TwitPic veröffentlichten Fotos sind zwar alles andere als Eigenporträts, aber aufgrund der oftmals unscharfen Aufnahmen dennoch relativ authentisch. Dass er den Twitter-Account vollständig selbst betreut, ist allerdings anzuzweifeln, zumindest wenn man davon ausgeht, dass er ebenfalls auf Facebook und MySpace aktiv ist. Was ihn aber von Obama unterscheidet, ist, dass die Tweets tendenziell aus seiner Perspektive geschrieben werden, womit der Twitter-Stream wesentlich realer erscheint. Somit wäre die Aussage, keinen einzigen seiner Tweets selber geschrieben zu haben, aus dem Munde von Schwarzenegger sehr viel überraschender.
Dass Obama oder Schwarzenegger selbst twittern, ist aus Sicht der Follower vielleicht wünschenswert, aber wohl kaum der Grund für das Followen. Auch wenn die Tweets teilweise sehr interessant sind, wird das Mitlesen nicht das Hauptanliegen der User sein. Mit der Followerschaft derartiger Twitter-Streams werden eher politische Sichtweisen oder der Beitritt einer Bewegung verbunden, womit es relativ egal ist, wer nun twittert.
Februar 20th, 2009 by David Nelles
Kleine Jungs und ältere Damen – das Erfolgsgeheimnis der WII
Obama und seine Helfer. Wieviel Social Media Professionals benötigt man um US Präsident zu werden
Zeitung und Web 2.0 – die New York Times zeigt wie gut das zusammen passt
>> netzökonom
Es wurde lang genug philosophiert. Auf gehts Marketer zeigt was ihr könnt
Blogging leicht gemacht. Eine kleine Anleitung für den guten Start
Fisch beim Metzger kaufen? Wie Social Media die Agenturlandschaft vergrößert
Don Alphonso – der Name ist Programm
Februar 3rd, 2009 by David Nelles
Was bedeutet eigentlich die Wahl des neuen US-Präsidenten Barack Obama für Marketer? Ganz einfach, es ist eine Anleitung für die erfolgreiche Nutzung von Social Media für die Bereiche Marketing und CRM. Transponieren wir einfach einmal die Wahlkampfkampagne von Obama in eine crossmediale Marketingkampagne.
Schon von Anfang an nutzte Obama sehr erfolgreich die nutzergenerierten Kanäle um die Kundschaft für seine Wahl zu mobilisieren. Nachdem die Kampagnen nun mit überwältigen Erfolg abgeschlossen sind, geht Obamas Change aber einen entscheidenden Schritt weiter. Seit Lyndon Johnson baute bis dato jede US Aministration auf Permanent Campaigning. Obama verabschiedete sich von dieser Strategie und antizipiert so die Veränderung der Mediennutzung seiner Kundschaft. Regelmäßige Befragungen einer Fokusgruppe , um Feedback für ein politisches Programm zu erhalten, gehören somit der Vergangenheit an. Das Team um Obama entschied sich für die Strategie des Permanent Dialogue, denn Obama tritt in den direkten Dialog mit seinem Kunden um die Kundenpartizipation bei der Produktentwicklung zu nutzen. Dieser Weg ist durch Social Media erst gangbar geworden. Diese Entwicklung zeigt, dass es Obama mit dem Kundendialog in Social Media nicht nur darum geht die Wahlkampagne für sich erfolgreich zu gestalten, sondern er will mit seiner Kundschaft über die Kampagne hinaus im Dialog bleiben. Diese Vorgehensweise macht Sinn, um die Kundenloyalität bzw. –bindung langfristig zu garantieren. Um den fortwährenden Dialog mit der Zielgruppe zu garantieren wurde zeitgleich mit der Amtseinführung der Internetauftritt des weißen Hauses mit einer eigenen Crowd Sourcing Lösung und einem Weblog zu einer Dialogplattform umgestaltet. Das Team um Obama setzt damit auf einen permanenten Dialog mit seinen Shareholdern und das völlig zurecht. Peter Snyder (CEO NMS) bringt es auf den Punkt:
In a Pew post-election study, 51% of respondents said they expect the President and his administration to communicate with them “directly.” Not through broadcast speeches to the nation. Not through the media. Not through the briefings by the White House Press Secretary. If the majority of the coalition that elected Barack Obama expects him to directly speak and consult with them, what do you think they will expect of their mobile phone service, automaker or cable/broadband provider? What will this mean for what employees and shareholders expect from CEOs? It will be awfully hard to hide behind spokespeople, exec VPs and assistants blocking calls if the president of the United States has more contact with your employees than you do.
Wenn 51 % der von PEW befragten US- Amerikaner von ihrem Präsidenten einen direkten Dialog erwarten der jenseits von Pressekonferenzen und Interviews in den klassischen Medien stattfindet, werden mindestens diese 51% der US- Bürger dieses auch von ihrer Telefongesellschaft, Energielieferanten oder Pay-TV Anbieter erwarten. Die US Regierung hat ungefähr 213.000.000 Kunden (wahlberechtigte US Bürger) mit denen sie voraussichtlich über die nächsten 4 Jahre in den Dialog bleiben will. Die Obama Administration hat aber für ihre Social Media Marketing Strategie die beste Ausgangsvorrausetzung. Die Social Media Strategie konnte während des Wahlkampfs Millionen von Leads in den diversen Kommunikationskanälen generieren – ein unschätzbare Vorteil in Bezug auf den weiteren Erfolg der Obama Administration. Der Erfolg dieser Social Media Strategie kann ein Gradmesser dafür sein, wie erfolgreich Social Media Marketingkampagnen auch im privatwirtschaftlichen Sektor sein können.
Die Obama Administration beweißt mit ihrer Strategie des permanenten Dialogs, dass sie die Verbindung zwischen Marketing und Social Media verstanden hat. Der Erfolg führt nur über einen nachhaltigen Dialog mit der Zielgruppe.
The permanent dialogue will touch every industry and consumer brand. From YouTube (comments enabled, we hope) to live-streaming video via platforms like Qik, from blogs to micro-communication tools like Twitter and text messages, consumers are creating, sharing, interacting with and seeking out content about anything and everything at a staggering pace. If you aren’t listening to that dialogue, you better start.
Pete hat Recht: Der Kundendialog in den digitalen Medien, der zum Erfolg von Obamas Strategie geführt hat, ist der gleiche Dialog, der immer wichtiger für den Erfolg von privatwirtschaftlicher Marken wird. Diese markenrelevanten Gespräche werden nicht abebben, sondern sie werden noch viel stärker zunehmen.
Sicherlich sind Wahlen, und im besonderen Maße die letzte Wahl in den USA, stark mit Emotionen aufgeladen. Diese Emotionen waren natürlich ein Katalysator für den immensen Erfolg der Change Kampagne. Der Erfolg dieser Kampagnen hat auch gezeigt, dass Social Media zu einer sehr relevanten Plattform mit vielen 100.000.000 Millionen einzelnen Medien geworden ist. Crossmediale Kampagnen und weiterführender Kundendialog darf deshalb nicht länger ignoriert werden. Marketer müssen also ihren Kunden in den Social Media folgen, um mit ihren Zielgruppen in einen offenen und authentischen Dialog zu treten – yes you can.
Januar 23rd, 2009 by David Nelles
Die 40 besten Twitter-Brands:
>> Mashable.com
Neuer eBook Reader aus Deutschland?
>> Netzwertig.com
Social Web im Tourismus – Autoren gesucht!
>> Schmidtmitdete.de
Blog indiziert! (Die Kommentardiskussion dort ist ebenfalls lesenswert)
>> Spreeblick.com
…und wenn dadurch das Interesse an Jura ein wenig geweckt wurde:
>> Rappender Jurist
>> aber die Konkurrenz schläft nicht
Alles geht Online…jetzt auch schon die Finanzverwaltung:
>> Deutsche-Startups.de
Wie? Keine Links zum neuen US-Präsidenten? – Doch doch: Generation Obama
>> Web-Strategist.com
der offizielle White House Blog:
>> Whitehouse.gov/blog
Wünsche ein schönes Wochenende!
Januar 20th, 2009 by David Nelles
Starbucks macht es, Tchibo setzt es auch ein und nun auch der zukünftige 44. Präsident der Vereinigten Staaten. Crowd Sourcing heißt das Zauberwort und bei Barack Obama ist es die Plattform citizens briefing book. Auf dieser Plattform werden die Bürger der USA dazu aufgefordert Verbesserungsvorschläge in alle Politiktfelder einzubringen. Von wirtschaftspolitischen Themen über sozialpolitische Anliegen bis zur Außenpolitik – auf der präsidentiellen Crowdsourcing Plattform können Bürger ihre Reformvorschläge äußern und sie von anderen Usern bewerten lassen. Mittlerweile sind bereits über 44.000 Ideen von Usern auf dieser Plattform formuliert worden, auf die schon über 120.000 User mit ihrem Voting reflektiert haben.
Die momentan populärste Idee auf der Obama-Plattform ist die Forderung nach der Legalisierung von Marihuana. Auf Platz 2 der populärsten Ideen folgt die Forderung, dass die USA zum grünsten Land der Erde wird. Ob die populärste Idee nun wirklich die Politik der USA verbessern wird, wage ich zu bezweifeln. Die Entwicklung einer solchen Plattform passt trotzdem haargenau in die Kommunikationsstrategie von Barack Obama. Von Anfang an gehörte Social Media für das Beraterteam um Obama zu einem der zentralen Tools in der Ansprache von Wählern. Aus diesem Grund ist die Entwicklung der aktuellen Plattform nur der logische Schritt in der Social Media Strategie von Obama.
Nicht nur der neue amerikanische Präsident versucht seine Kundschaft in die Produktentwicklung und Serviceoptimierung zu integrieren. Die freie Wirtschaft entdeckt auch immer häufiger den Vorteil von Kundenfeedback bzw. von CRM im Bereich von Social Media. Natürlich stehen hier an erster Stelle Dell, aber auch Otto, Tchibo und Fiat kommunizieren mit ihren Usern um erfolgreiche um marktfähige Produkte zu generieren. Der Vorteil eines solchen Vorgehens ist in diesen Medien nur allzu naheliegend. Es gibt kaum ein besseres Umfeld, um auf direkte Art und Weise mit seiner Zielgruppe und Kunden zu kommunizieren. Ich bin überzeugt davon, dass Social Media und CRM in Zukunft Hand in Hand gehen werden.
Oktober 23rd, 2008 by David Nelles
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August 27th, 2008 by David Nelles
ethority hat rund 90.000 User-Meinungen aus Weblogs, Online-Foren und Newssites über die beiden US-Präsidentschaftskandidaten analysiert. Bei dieser Analyse wurden Beiträge aus dem deutsch-, englisch- und spanischsprachigen Raum ausgewertet. Das Ergebnis zeigt, dass der demokratische Kandidat Barack Obama im prozentualen Anteil der Gesamtgesprächsaufkommen in diesen Medien vor seinem republikanischen Konkurrenten liegt. Doch schneidet der Republikaner McCain im Bezug auf die Tonalität im deutsch- und spanischsprachigen Raum nicht deutlich schlechter ab als Obama. Im englischsprachigen Raum werden die beiden Kandidaten dagegen deutlich positiver bewertet.
Selten wurde so ausgiebig und intensiv in Deutschland über eine US-Präsidentschaftswahl gesprochen, wie über den aktuellen Wahlkampf in den USA. Ein zentraler Grund hierfür liegt sicherlich in der intensiven Nutzung beider Wahlkampflager von Web 2.0 Angeboten wie Weblogs, Online-Foren und Social Networks. Doch welche Wahlkampfthemen werden im Web 2.0 häufig besprochen und wie reflektieren die Internetnutzer diese Themen? Wie hoch ist das Gesamtgesprächsaufkommen im Web 2.0 – der so genannte Buzz – im Bezug auf die beiden Kandidaten? Gibt es in verschiedenen Sprachräumen Unterschiede in der Wahrnehmung beider Kandidaten und deren politischen Visionen?
Diese Buzz-Analyse zeigt, dass die US-Wahlkampfmanager den im Umbruch befindlichen gesellschaftlichen Medienkonsum antizipieren. Die nutzergenerierten Kommunikationskanäle werden besonders in den USA, aber auch im deutsch- und spanischsprachigen Raum intensiv zu politischen Diskussionen rund um die bevorstehende US-Präsidentschaftswahl genutzt. Die veränderte Mediennutzung sollte auch deutsche Wahlkampfmanager auf den Plan rufen. Wollen die großen deutschen Parteien auch zukünftig ihre Wählergruppen erreichen, müssen sie den digitalen Kommunikationskanälen einen festen Platz in ihren Wahlkampfstrategien einräumen. Die digitale und nutzergenerierte Kommunikation bildet eine bisher noch nicht da gewesene Partizipationsmöglichkeit. Internetnutzer bewegen sich heute jenseits der Reichweitengrenzen klassischer Medien wie Print oder TV. War es in der Zeit vor dieser digitalen Kommunikation nur sehr schwer außerhalb klassischen Medien, Familie und Freundeskreis seine politische Meinung zu bilden, erweitert sich das willensbildende Forum durch YouTube & Co. exponentiell.



Standard Podcast [13:08m]: 

