März 21st, 2011 by Alexander Becker
Die Online-Kommunikation zwischen Marken und Konsumenten ist ein weitgehend junges Phänomen. Früher sprachen die Verbraucher bevorzugt via Brief mit den Produzenten.
Ein wunderbares Beispiel wie die Kommunikation damals lief, dokumentiert die Seite Zuschauerpost.de. Webmaster Axel Schneider hat alle Exemplare der Hörzu, immerhin Deutschland ältester TV-Programmzeitschrift, gesammelt und hat die gesamte Leserpost von 1947 bis heute online gestellt. Entstanden ist so ein großartiges Arichiv über die Nöte, Vorlieben und Meinungen der deutschen TV-Zuschauer in den vergangenen über 50 Jahren.

Ob Derrick, Schwarzwaldklinik oder die frühen Tatortfolgen. Die archivierten Leserbriefe ergeben ein wunderbares Sittengebilde längst vergangener Popkultur-Jahrzehnte.
Seine Motivation die Zeitschrift und vor allem die Lesepost zu sammeln erklärte der Webmaster vor Jahren der Hörzu selbst: “Es faszinierte mich, dass es diese Zeitschrift schon so lange gibt und wie sich gerade an den Leserbriefen Zeit- beziehungsweise Mediengeschichte ablesen lässt.”
Die interessante Erkenntnis des studierte Kommunikationsdesigners: “Früher waren die Leute zum Beispiel viel kritischer. Als das Medium noch neu war, hat es weit mehr Wellen geschlagen. Heute passiert es eher selten, dass sich jemand mal so richtig aufregt.”
Im Umkehrschluss würde das bedeuten, dass die Nutzer im Web im Moment – solange das Medium Internet noch jung ist – viel Kritischer wären, als in der Zukunft.
Heißt: So viele kritische Social Media-Stimmen wie heute, wird es bald nicht mehr geben. Allerdings ist es ja auch gut möglich, dass ein Grund, warum die Konsumenten-Meinungen, die ihrem Frust via Facebook oder Twitter los werden, zurückgehen, weil die Unternehmen lernen zuzuhören und so besser auf die Bedürfnisse ihrer Konsumenten eingehen.
März 22nd, 2006 by Administrator
Dr. Tim Fischer über die Einsatzmöglichkeiten von Weblogs im
Reputation Management: „Weblogs stellen ein relatives neues Phänomen interaktiver Online Kommunikation dar. Die ehemals als elektronische Tagebücher konzipierten Webseiten zeichnen sich durch eine hohe Dynamik und Akzeptanz bei den Internetnuztern aus. Große und fachspezifische Communities bilden sich, um regelmäßig Blogs zu lesen oder selber in einem Blog zu schreiben. Vereinzelte Blogs haben bereits Kultstatus erreicht; andere Blogs konnten Politiker zu Fall bringen, Unternehmen in die Krise stürzen und zu kontroversen Diskussionen führen. Blogs stellen insbesondere an die Marken- und Reputationsführung von Unternehmen eine besondere Herausforderung dar.“ Der Vortag geht daher auf die Besonderheiten von Blogs vs. anderen Online-Kommunikationsformen ein. Dabei zeigt Dr. Fischer insbesondere auf, wie Blogs zu einer Erhöhung der Aufmerksamkeit und zur Markenbildung beitragen können. Im Abschluss gibt er Hinweise auf das Management von Blogs und der Blogosphäre.
Dr. Tim Fischer, Vice President Global Marketing Süd-Chemie AG/Geschäftsbereich Catalytic Technologies und Dozent an der Ludwigs-Maximilians-Universität. Dazu ist er mit Prof. Dr. Drs. h.c. Arnold Picot Mitherausgeber des neuen Buchse “Weblogs professionell herausgegeben�?.Tim Fischer gehört zu den Referenten des 2. Ethority Reputation Management & Word of Mouth Marketing-Konferenz



