März 16th, 2012 by Mathias Buerk

Dave Kerpen
Heute stellen wir 5 Fragen an Dave Kerpen, Mitbegründer und CEO bei likeable Media, Autor und Speaker auf diversen Events. In seinem Buch “Likeable Social Media: How to Delight Your Customers, Create an Irresistible Brand, and Be Generally Amazing on Facebook (and other social networks)” verrät er die besten Maßnahmen für Word-of-Mouth Marketing im Social Web.
Dave Kerpen’s Homepage
likeable Media
1. Welche 5 Zahlen in den Social Media beeindruckten dich kürzlich am meisten?
- 11.7 Millionen – die Anzahl der monatlich aktiven Pinterest User, die Pinterest zu einer rasant wachsenden Plattform macht: so schnell wurde die Grenze der 10 Millionen Nutzer noch nie erreicht.
- 75% – der prozentuale Anteil an Facebook Likes, den ihr neues Produkt “Reach Generator” zu erreichen verspricht. Dieses Werbemittel verbucht Gewinne, indem es Marken ermöglicht, ihre Fans direkt im News Feed zu erreichen (wobei die Fangewinnung bei den meisten bereits mithilfe der Facebook Ads stattfindet) und ist in höchstem Maße interessant für die Mehrheit aller Großfirmen.
- 50 Millionen – die kürzlich veröffentlichte Anzahl täglich aktiver Twitter User. Twitter ist und bleibt die zweitwichtigste Social Platform für Marken weltweit, außerhalb Chinas.
- 250 Millionen – die Anzahl registrierter Weibo Nutzer, ein Chinesisches Social Network im Stile von Twitter, das vom öffentlich gehandelten Unternehmen Sina betrieben wird.
- 66% – Das ist der Rabatt, den ich bei der Gilt Groupe bekomme – Dank meines Klout Scores. Eine Promotion bewirkt einen Rabatt entsprechend des persönlichen Klout Scores. Diese Art der Werbung ist nicht nur Justin Biebers Chance auf „Free Swag“, sondern könnte zudem ein Zeichen dessen sein, was uns im Social Commerce noch bevorsteht.
2. Social Media Trends – Was ist deiner Meinung nach das “Next Big Thing”?
- Der nächste Hit werden Plattformen sein, die unsere Interessen widerspiegeln. Der Erfolg von Pinterest zeigt eindrucksvoll, dass sich Nutzer gerne mit Gleichgesinnten austauschen – und zwar in solch einem Ausmaß, dass interessensbasierte Daten möglicherweise praktikablere Indikatoren für Social Commerce sein werden als soziale Empfehlungen. In anderen Worten: würden Sie etwas kaufen, wenn es ihrem Cousin, seines Zeichens Golfanfänger, auf Facebook gefällt? Oder schlagen Sie eher zu, wenn ein regelmäßiger Golfer – wie Sie es auch sind – etwas auf Pinterest pinnt und Sie diesem folgen? Am aussagekräftigsten wird letztendlich wahrscheinlich die Kombination von sozialen und interessensbasierten Beziehungen sein.
3. Wird die Nutzung von Smartphones Social Media verändern?
- Die Veränderung der Social Media durch Mobile Devices ist bereits in vollem Gange. Die Hälfte der knapp 900 Millionen Facebook User nutzen das Soziale Netzwerk auf ihrem Smartphone. Designer und Entwickler müssen dies unbedingt berücksichtigen, wenn sie Produkte auf den Markt bringen. Das beste Produkt ist immer: einfach und mobil bedienbar.
4. Welches ist dein Favorit in Sachen Social Media Tools?
- Mein Favorit ist Buffer. Mit Buffer kann ich bequem meine Tweets, Facebook Posts und LinkedIn Updates vorausplanen und sie mit minimalem Aufwand verbreiten.
5. Wird Facebook’s „like” von G+ auf die Probe gestellt?
- Google Plus und sein +1 werden Facebook und sein „Gefällt mir” aufgrund von Googles Vorreiterstellung in der Websuche herausfordern. Aber letztendlich wird somit ein gesunder Wettbewerb entstehen und beide Plattformen müssen ihre Produkte optimieren – sowohl für die Kunden als auch für die Inserenten. Im Großen und Ganzen wird sich aber Facebook’s „like” – und vielleicht sogar Pinterests “Pin – im Vergleich zum +1 durchsetzen.
März 14th, 2012 by Mathias Buerk
Der Sprung auf den chinesischen Social Media Markt gelingt nicht ohne weiteres. Mit über 500 Millionen Internetnutzern kann man schnell den Überblick über die Entwicklung dieses riesigen Marktplatzes verlieren. Zudem erschweren die hohen Zensurbestimmungen in China den Zugriff auf Google, Facebook, Twitter, Amazon, und vielen weiteren Plattformen. In vielen anderen Ländern sind sie die Marktführer, in China spielen sie allerdings nur eine untergeordnete Rolle, da sie so schwer zugänglich sind. Und nicht zuletzt scheint die Sprachbarriere für viele Europäer und Amerikaner schier unüberwindbar zu sein.
Unsere Global Scalability erleichtert die Überwindung dieser Barrieren. Mithilfe des reichen Spektrums unserer Muttersprachler in über 70 Sprachen kann ethority auch in Chinas Social Web vordringen und die jeweiligen Entwicklungen analysieren.
Im ersten Schritt werfen wir einen Blick auf die in China vorhandenen Social Media Plattformen. Hier bietet das neue ethority Social Media Prisma einen klaren Überblick über 171 Networks, die je nach Kategorie angeordnet sind, und gibt gleichzeitig Aufschlüsse über das Chinesische Social Media Verhalten. Die Anzahl der Plattformen in jeder Kategorie zeigt uns ihre jeweilige Relevanz. Im Vergleich zur deutschen Version erschließt sich hier eine komplett neue Welt.
In China gibt es viele Kopien der uns bekannten Plattformen. Einerseits bewirken die strengen Kontrollen der chinesischen Regierung eine ganz eigene Welt der Social Media. Das große Interesse am Social Web wird aber keineswegs beeinträchtigt. Andererseits entsteht so auch ein ganz neuer Markt. Da die Türen des chinesischen Marktes geschlossen sind bekommen chinesische Plattformen indirekt die Möglichkeiten zu Optimierung, Wachstum und die Chance auf einen großen Anteil des weltweiten Internetmarktes. Daher sind 3 der 10 weltweit wertvollsten Social Media Unternehmen chinesisch.
Da das Social Web weltweit in einem rasanten Tempo wächst und gedeiht, wird sich im Laufe der Zeit natürlich auch das neue Social Media Prisma dementsprechend verändern und anpassen. Wir freuen uns über Ihre Kommentare! Das Prisma finden Sie hier.
März 12th, 2012 by Sten Franke
Es gehört zu den Standard-Sätzen der 2.0-Revolution, dass die Weisheit der Vielen bzw. User-Generated-Conent fast immer die Arbeit vieler vermeintlicher Profis schlägt. Vor allem was Bewertungen betrifft. Ob nun Hotels, Internet-Shops oder CDs und Technik-Produkte: Alles können die aufgeklärten Web-Nutzer bewerten und kritisieren. Das dies einen besonderen Mehrwert für andere Nutzer liefert, ist längst Konsens.
Mit unseren Gridmaster bieten wir beispielsweise ein Tool an, mit dem sich unter anderen auch die Stimmungen und Meinungen von Nutzerbewertungen analysieren lassen. Ich bin mir also absolut über den immensen Wert von Mundpropaganda und User-Kritiken bewusst.

Das neue UGC-Angebot des Guide Michelin
Seit gestern frage ich mich aber, ob Nutzerbewertungen immer der Weisheit letzter Schluss sind. Denn, was ist wenn wir es mit einem Feld zu tun haben, in dem vornehmlich nur echte Experten eine seriösen Bewertung vornehmen können? Die Gourmetküche könnte so ein Fall sein.
Seit kurzen ist es jetzt möglich, dass auf der Webseite des Guide Michelin auch Laien die einzelnen Restaurants in vier Kategorien mit einen bis fünf Punkte bewerten. Das Besondere an dem System von Michelin ist allerdings, dass es 48 Stunden dauert, bis die Gourmet-Redaktion die Bewertungen freischaltet.
Die Wirtschaftswoche berichtet nun: „24 Stunden nachdem in Frankreich die Webseite online gegangen ist, zeigt sich: Die Meinungen gehen weit auseinander. Ob es gewollt bösartige oder nur Spaßeinträge sind – die Bewertungen gehen bei einzelnen Restaurants selbst in der höchsten Kategorie mit drei Sternen, von denen es zehn Restaurants im Postleitzahlbereich 75000 Paris gibt, finden es die einen dort lausig, die anderen großartig. Wem man glauben mag, kann sich der Nutzer dann selber überlegen.“
Der Wiwo-Autor wirft nun die Frage auf, dass diese die „Crux“ und die „Vorzüge dieses Verfahrens“ zeige. Einige Nutzer sind in knappen, wenig erklärenden Worten begeistert und anderen schreiben nur kurz ihre Abneigung nieder. Der Leser kann sich so kaum ein Bild machen. Bei Gourmet-Kritiken ist es wie mit Kunst-Kritiken: Jeder hat seine Meinung, doch eine echte Objektivität ist kaum möglich. Das sollte man tatsächlich vielleicht den Profis überlassen.

Beispiel für die sehr knappen Nutzer-Kommentare
Andererseits ist die Bewertung von vielen Amateur-Gaumen nicht doch ehrlicher, als von einem verwöhnten Restauranttester, der schon alles geschmeckt hat?
Wie schon gesagt, ich bin mir nicht sicher. Gibt es vielleicht wirklich Gebiete, bei denen der User-Generated-Content und die Weisheit der Vielen an ihre Grenzen stößt und ist die neue Seite von Guide Michelin ein solcher Fall? Was meinen Sie?
PS. Auch in Deutschland will der Guide Michelin bald Nutzerbewertungen zulassen.
März 7th, 2012 by Sten Franke
Wir predigen das schon länger, doch mittlerweile ist die Botschaft auch in den meisten Unternehmen angekommen. Sie erkennen, dass die eigenen Social Media-Aktivitäten, auch die der Mitarbeiter, ein großer Daten-Schatz sind, der in den meisten Fällen noch lange nicht gehoben, geordnet und analysiert ist.
Neuste Untersuchungen stützen diese These. So kommt eine neue Untersuchung von Iron Mountain zu dem Schluss, dass die meisten europäischen Unternehmen nach wie vor nicht wissen, wie sie mit Daten aus sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter oder XING umgehen sollen. „Zwar sind sich 94 Prozent (europaweit 86 Prozent) der in der Studie befragten deutschen Unternehmen darüber bewusst, dass Kommunikation über Social Media-Kanäle unter Umständen als formaler Geschäftsvorgang einzuordnen ist“, heißt es in dem Papier. „Gleichzeitig sehen sich aber 72 Prozent der deutschen Unternehmen (europaweit 63 Prozent) nicht in der Lage, die in sozialen Netzwerken ausgetauschten Daten und Informationen entsprechend zu erfassen“. Die Autoren glauben, dass auch deshalb rund 90 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern die Nutzung sozialer Netzwerke am Arbeitsplatz verbieten würden.
Das hat allerdings kaum eine Auswirkung darauf, dass immer mehr Menschen in Deutschland Social Media Angebote nutzen. Eine aktuelle Auswertung von Statista zeigt, wie regelmäßig mittlerweile die User bei ihren Lieblingsnetworks vorbei surfen:
Bei ihrer Analyse der Situation malen die Kollegen von Iron Mountain ein sehr negatives Bild. So glauben sie, dass Facebook & Co. die meisten Unternehmen vor vergleichbare Schwierigkeiten stellen würden, wie damals, als E-Mail Einzug in die Geschäftswelt hielt. Dieses Beispiel ist allerdings nur teilweise stichhaltig. Denn auch wenn die Einführung der E-Mail viele Firmen vor einige Probleme stellte, handelt es sich bei Ihnen um Datensätze mit denen die Companys analysetechnisch recht wenig anfangen können.
Die Daten und Informationen, die uns die sozialen Netzwerke liefern können, sind um ein vielfaches wertvoller. Mit Social Media Monitoring & Intelligence Tools ( z.B. dem gridmaster) lassen sich Tweets oder Postings umfangreich analysieren und mit den gewonnenen Daten weiter arbeiten.
Bei Iron Mountain hält man die von Social Media Plattformen erzeugten Daten für derart groß und unstrukturiert, dass sie deshalb nur schwer zu kontrollieren seien. Auch hier muss ich wieder widersprechen und auf unseren gridmaster verweisen. Allerdings hat die Studie recht, wenn sie anmerkt, dass die Unmittelbarkeit und Formlosigkeit in sozialen Netzwerken das Risiko für Datenschutzverletzungen oder die unbeabsichtigte Veröffentlichung vertraulicher Informationen erhöhen würde.
März 5th, 2012 by Sten Franke
Ich lege mich jetzt schon fest: Die meisten Marketing-, PR- und Social Media-Manager wissen noch gar nicht, was alles mit der Umstellung der neuen Unternehmensseiten von Facebook auf sie zu kommt.
Schon heute stehen sieben Dinge fest:
1. Das Community-Management wird sich erheblich verändern. Denn Kunden- und Fan-Kommentare fallen weniger Bedeutung zu, weil sie künftig nicht mehr direkt im News-Feed erscheinen. Es wird also nicht mehr so wichtig, Kritik schnell und geschickt zu moderieren. Das bedeutet aber…
2. Es wird wesentlich schwerer, eine lebendige Interaktion mit den Fans herzustellen. Die Community-Manager müssen noch mehr auf die Marken-Fans eingehen und sich noch mehr Mühe geben, sie zu begeistern.
3. Dem eigenen Content-Management kommt eine noch viel wichtigere Bedeutung zu. Denn die eigenen Postings sind spätestens jetzt das wichtigste Werkzeug, um mit Fans und Kunden zu kommunizieren.
4. Dadurch, dass die Fangates wegfallen, wird es künftig schwerer, Erstbesucher einer Unternehmensseite gleich in Fans umzuwandeln.
5. Dafür kommt dem Aufmacher-Bild der neuen Timeline eine extreme Bedeutung zu. Denn die große Optik sind das Erste, was Besucher – ob nun Fans oder Fremde – sehen.
6. Die Unternehmen werden nicht umhinkommen, ständig die Aufmacheroptik zu wechseln. Sollten über Wochen die Fans ständig dasselbe Bild sehen, wird es sie schnell langweilen.
7. Die Timeline ist die große Chance für alte Marken effektiv die Traditions-Karte zu spielen. Ob die New York Times oder die Neue Züricher Zeitung. Jetzt können diese alten Verlage umfangreich mit ihrer Geschichte punkten.
In Anbetracht dieser sieben Punkte, sind diese fünf neuen Facebook-Seiten mit die ersten Favoriten für eine überzeugende Umsetzung der neuen Timeline für Unternehmen.
Red Bull

Besser kann man wohl die Aufmacher-Optik nicht nutzen
Coca Cola

Setzt auch innerhalb der großen Optik auf die Geschichten seiner Fans
New York Times

Die Redaktion beklatscht seine Leser – so sieht es zumindest aus
Neue Züricher Zeitung

Die NZZ setzt auf den Faktor Tradition
Dove

Konsequent wird auch bei Facebook auf das Konzept, nur auf Real-Models zu setzen, weiter ausgebaut
März 2nd, 2012 by Mathias Buerk
In unseren heutigen „5 am Freitag“ haben wir die Ehre, Lon Safko (@lonsafko) zu interviewen. Er ist Erfinder vom „Ersten Computer der ein menschliches Leben rettet“ (Steve Jobs) und von unzähligen Hardware- und Software-Lösungen für körperlich Behinderte. 18 seiner Erfindungen und über 30.000 Artikel von ihm befinden sich beim Smithsonian Institute in Washington. Ebenso ist er Autor von Werken wie „The Social Media Bible“, das sowohl im Bereich Marketing als auch Business auf Platz #1 bei Amazon lag und in vier Sprachen erhältlich ist. Lon Safko gründete darüber hinaus 14 erfolgreiche Firmen und ist als Speaker auf Events zu sehen.
1. Welche 5 Zahlen beeindruckten dich kürzlich am meisten?
i. Natürlich beeindruckt mich die Zahl der Facebook-User immer, insbesondere jetzt. wo sie auf die 1 Mrd. zugeht.
ii. Myspace ist immer noch da und wächst mit über 200 Mio. Mitgliedern
iii. Twitter wächst noch enorm mit ihren 106 Mio. Nutzern die es aktiv benutzen.
iv. China überrascht mich. Ihr QZone hat 190 Mio. Mitglieder und RenRen 170 Mio. Das überrascht mich weil Facebook dort immer noch blockiert ist und sie 1,3 Mrd. Einwohner haben! Ich dachte die beiden größten Netzwerke hätten größere Mitgliederzahlen.
v. Die Anzahl an Leuten, die sich selbst „Social Media Guru“ nennen.
2. Social Media Trends – was ist deiner Meinung nach das “Next Big Thing”?
Es ist was mein nächstes Buch behandeln wird: “The Fusion Media Bible“. Wenn du dich selbst einen „Social Media Expert“ nennst, dann verkündest du der Welt, dass du zurückgelassen wurdest. Fusion Marketing ist der nächste Schritt der unsere 6.000 Jahre traditionelles Marketing, die aufregenden digitalen Marketing Tools des Internets und Social Media in ein einziges nahtloses Set von Tools integriert, das jedes Ziel, dass du dir steckst bewältigen wird. Fusion Marketing bedeutet, alle deine Kampagnen, Strategien zur Umsetzung, Tools und Taktiken als eine integrierte Marketing Strategie zu betrachten. Hast du einen V.P. für Social Media, warum hast du dann keinen V.P. für Billboards?
Traditionelle, Digitale und Social Media sind alles nur Medien; Technologie, die es uns erlaubt miteinander zu kommunizieren.
3. Wird die Nutzung von Smartphones Social Media verändern?
Das hat es bereits. Nielsen gab 2011 bekannt, dass in den USA zum ersten Mal die Zahl von Fernsehen von 98% auf 96% fiel. Wir bewegen uns rasant auf Mobile zu was unsere Nachrichten, Fernsehsendungen, Filme und soziale Verbindungen betrifft. Der Rest der Welt beschleunigt dieses Phänomen, da sich der Großteil der Weltbevölkerung keinen Desktop, Laptop oder Tablet PC und Breitband-Internet leisten kann, aber ein Smartphone. Smartphone Marketing wächst exponentiell und schlaue Marketing-Leute müssen heute Mobile einbeziehen.
4. Wird Google+ Facebook ernsthaft Konkurrenz machen?
Ich denke schon. Es erinnert an die Schlacht zwischen Apple und Windows in den 80ern und 90ern. Wenn du an 24$ Mrd. kontextueller Werbung einen Anteil hast, wird es Krieg geben. Sowohl Google als auch Facebook haben Features und Leistungen in den vergangenen drei Jahren voneinander geklaut. Das ist auch Teil eines Trends, in dem Technologien integriert werden, wie Google‘s Hangouts z.B. Skype Video Chats und Twitter Chats ähnelt. Wenn du ein Budget hast, wie Google und Facebook es haben, dann kannst du es dir leisten, die besten Features voneinander abzukupfern. Und das ist nur der Anfang der Schlacht.
5. Social Commerce – was erwartest du in der Zukunft?
Absolut! Wir haben die Kraft von “Bewertungen ” und „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch…“, was technisch nicht Social Commerce ist, aber sein Anfang und es beeinflusst Einkäufe sehr stark. Wir werden mehr der NFC (Near Filed Communication oder „Tap-&-Go“ Bezahl-Systeme) sehen. Europa ist den USA wieder weit voraus, die NFC einzuführen. Das Smartphone wird eines Tages die Kreditkarte ebenso ersetzen wie die Kreditkarte die persönlichen Schecks ersetzte.
Februar 27th, 2012 by Sten Franke
Wir wollten wissen: Wie spricht das Web über Joachim Gauck? Das Ergebnis überrascht. Denn im Gegensatz zu den meisten Medien, steht die Netzgemeinde dem nächsten Bundespräsidenten sehr skeptisch gegenüber.
Die Analyse mit Hilfe unserer Gridmaster-Technologie zeigt: Nur 10,1 Prozent aller Social-Media-Gespräche sind positiv. Wir zählten insgesamt 3.254 Facebook-Postings (Reichweite: 489.432) und 27.630 Tweets (Reichweite: 1.543.332). Von der Tonalität her, waren 18,4 Prozent negativ und der überwiegende Teil von 71,5 Prozent neutral.
Februar 24th, 2012 by Mathias Buerk
Heute beantwortet Henrik von Scheel unsere 5 am Freitag. Henrik ist Mitglied des Board of Directors bei ethority. Darüber hinaus ist er im Advisory Board bei EMEA von Google und Managing Partner und Senior Vice President von Venture Capital der 3i Capital Group. Davor war er Board Member bei IBM Venture Capital Group und verantwortlich für die Entwicklung strategischer Partnerschaften und potentieller Märkte. Des weiteren war Henrik von Scheel Gast-Dozent an der Copenhagen Business School und Co-Autor von “Applying Real-World BPM in an SAP Environment”.
Mit über 15 Jahren Erfahrung hat Henrik von Scheel die Re-Organisation von Strategien, Prozessen und Technologien von verschiedenen Fortune 500 Unternehmen geführt. Henrik ist beachtet für seine professionelle Führung im E-Commerce und Social Commerce, als Trend Spotter, Autor, Redner und Investor.
1. Welche aktuellen 5 Zahlen über Social Media beeindruckten dich am meisten?
#1. Die erhöhte Bedeutung, Social Media Data zu verstehen, da “Big Data” bis 2017 mit $50 Mrd. ein riesen Geschäft ist.
# 2. 63%: Prozentsatz von CMO’s, die ROI als Standard für Leistung bis 2015 sehen, derzeit messen weniger als 50% aller Unternehmen ROI
# 3. +27 Übernahmen von Social Media Monitoring Tools in 2011.Was passiert in 2012?
# 4. Ein 2012 Social Media Monitoring Benchmark führt ethority an #1 von 26 führenden globalen Anbiertern auf.
#5. 10 Mio – Pinterest ist die schnellste eigenständige Social Media Platform, die 10 Mio. monatliche Besucher erreicht hat.
2. Social Media Trends – was ist dein “next big thing”?
Meiner Meinung nach gibt es zwei Key Trends in Social Media Intelligence. Erstens die Fähigkeit Social Media Data mit Online Sales zu verknüpfen um den ROI zu messen, dessen Leistung zu verbessern und die Verkaufszahlen mit Predictive Analytics vorherzusagen. Zweitens die vier neuen Kräfte in dem neuen Kunden zentrierten Business Model, das die Balance zwischen dem neuen Marketing Trichter und Kundenbemächtigung wiederherstellt.
3. Social Commerce auf Facebook – dafür oder dagegen?
Ich erinnere mich daran, als E-Commerce und Social Media Monitoring totgesagt wurde bevor es richtig abging. Jetzt ist es das Gleiche mit Social Commerce, es gibt nur ein dafür. Über eine Milliarde Menschen oder 70% der Internet-User auf Facebook – eine Kunden-Platform die nicht ignoriert werden sollte. Es ist einfach, also nehme Teil und ernte die Früchte des Pionier-Vorteils oder warte ein paar Jahre und stoße hinzu wenn es etabliert ist.
4. Die neue Timeline auf Facebook – besser oder schlechter als davor?
Kurz und einfach – I love it!
5. Wird die Nutzung von Smartphones Social Media verändern?
Das hat es bereits. 38% der Internet-Nutzer haben ein Smartphone. Sie nutzen soziale Netzwerke stärker als die ohne Smartphone. Durchschnittlich installieren die Nutzer 25 Apps auf ihren Smartphones, nutzen aber nur 12. Die meist gebrauchten Apps sind für soziale Netzwerke.
Februar 21st, 2012 by Sten Franke
Diese Forschungsergebnisse haben das Zeug dazu schon bald zum Basiswissen Social-Media Marketing bzw. Viral Marketing zu gehören. Thales Teixeira und zwei Kollegen haben es sich zum Ziel gesetzt das Erfolgsgeheimnis zu entschlüsseln, was ein Viral-Video erfolgreich macht. Warum teilen Nutzer bestimmte Clips viel häufiger als andere Filme? Noch immer ist die Produktion von Viral-Videos ein echtes Risiko-Geschäft, denn die Aufmerksamkeit und Begeisterungsfähigkeit der Zuschauer ist ein flüchtiges und undurchschaubares Wesen – bis jetzt.

Mit Hilfe von Eye-Tracking-Analyse und mit einer speziellen Software, die Gefühlsregungen in Gesichtern lesen kann, beobachten die drei Wissenschaftler ihre Probanden beim Ansehen von Netz-Videos. Ihre Ergebnisse wurden in der Harvard Business Review veröffentlicht.
Meine wichtigsten Erkenntnisse:
- Die Nutzer wollen in den kurzen Filmen keine Logos sehen. Tatsächlich lösen Brands und Marken-Symbole einen gewissen Umschaltreflex aus. Die Lösung dieses Dilemmas liegt darin, die Logos nur sehr sparsam einzusetzen. Wichtigste Regel: Ein Film oder eine Geschichte muss immer noch funktionieren, auch wenn man das beworbene Produkt oder die Marken-Zeichen rausnimmt.
- Die Forscher haben herausgefunden. Das beste Mittel gegen Zuschauer-Langeweile ist es möglichst früh die Gefühle Freude und Überraschung zu erzeugen, dass wiederspricht den alten Lehrsätzen aus der Werbebranche. Denn in Jahrzehnten von TV-Ads ist die klassische, gelernte Dramaturgie, dass erst am Ende eines Clips der Höhepunkt bzw. die große Überraschung kommen soll.
- Aber auch auf die emotionale Abwechslung kommt es an. Videos, die konstant nur eine emotionale Farbe bedienen, konnten die Probanden wenig begeistern, selbst wenn sie frühzeitig Freude oder eine Überraschung präsentieren konnten. Erfolgreiche Clips müssen eine gewisse emotionale Achterbahnfahrt bieten.
- Die Nutzer teilen nur Videos, die sie überraschen aber nicht schocken. Heißt: Übertriebene Gewalt oder Sexualität hielt die Testteilnehmer davon ab, die Videos zu teilen. Das Gegenbeispiel sind die Evian-Rollerbabies. Kein Sex, keine Gewalt, sondern nur harmlose Babys, aber die Nutzer haben den Clip begeistert geteilt.
- Diese Regeln bringen jedoch nichts, wenn man nicht die richtige Zielgruppe erreicht, die die Videos auch bereit sind zu teilen. Denn die Forscher fanden heraus, dass nur besonders extrovertierte und stärker egozentrierte Menschen bereit sind Videos zu teilen. Deshalb ist es wichtig, die Filme so zu platzieren, dass man genau diese Zielgruppe erreicht. Bzw. die Videos an Orten zu präsentieren, an denen auch andere Grupper eher bereit sind die Ads zu teilen. Ideal ist beispielsweise Facebook, wo Likes und Shares zur Basis des Netzwerkes gehören.
ethority entwickelte mit der gridmaster Social Media Monitoring Technologie eine geeignete Lösung, um den Erfolg und die Verbreitung von Viral Videos oder Online Campaigns zu tracken, Zielgruppen zu segmentieren oder aber geeignete Plattformen und Influencer zu identifizieren.
PS: Make your influence count – TODAY. I have been nominated as candidate to the “next top 100 European personalities influence” the digital industry over the next 12 month. You have until the 21 February to vote on my candidacy. Make a difference and click on the link and select vote. http://nextberlin.eu/person/sten-franke/ Thank you, much appreciated!
Februar 20th, 2012 by Sten Franke
Schon bald wird es kaum noch eine Social Media Marketing Aktion bzw. Kampagne geben, deren ROI nicht gemessen wird. Neueste Untersuchungen von King Fish Media lassen meiner Meinung nach nur diesen Schluss zu.
Die auf Kommunikation spezialisierte Agentur hat herausgefunden, dass bislang nicht einmal die Hälfte der Unternehmen den ROI ihrer jeweiligen Social Media Kampangnen messen. Dabei gibt es längst Social-Media-Intelligence bzw. Monitoring-Tools – wie den gridmaster – mit denen sich der Return on Investment einfach analysieren lässt. Unabhängig davon kann man den kostenlosen ethority Social Media ROI Calculator nutzen.
Von den Unternehmen, die den ROI ihrer Kampagnen gemessen haben, sagte ein Drittel, dass die Aktionen so wie geplant bzw. wie erwartet verlaufen sind. Bei 13 Prozent lagen die Ergebnisse sogar über den Erwartungen.
Besonders interessant ist nun die letzte Gruppe, denn ihr gehört die Zukunft. So haben die Analysten von King Fish Media herausgefunden, dass 29 Prozent aller Befragten mittlerweile einen positiven ROI nachweisen müssen, um auch im kommenden Jahr ihr Social Media Budget bewilligt zu bekommen.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Studie sind:
1. Social Media ROI Tracking wird zukünftig eine viel höhere Relevanz bekommen, denn immerhin verzichtet noch über die Hälfte aller Befragten auf eine ROI-Analyse.
2. Zum anderen lässt sich erahnen, dass weit mehr als die jetzigen 29 Prozent einen valide gemessenen und positiven ROI vorweisen müssen, um auch für neue Kampagnen entsprechende Budgets einzuplanen.
3. Die Zeiten, in denen der Erfolg von Social Media Kampagnen nur anhand der Anzahl von Fans/Friends/Follower oder einfach pi mal Daumen bewertet werden, gehen vorbei.
Das ist auch gut so, denn von einer guten ROI-Messung und Analyse profitieren alle. Die Nutzer, weil die Kampagnen viel besser auf ihre Bedürfnisse zugeschnitten werden und die Unternehmen, weil sie ihre Budgets effizienter einsetzen können.
PS: Make your influence count – TODAY. I have been nominated as candidate to the “next top 100 European personalities influence” the digital industry over the next 12 month. You have until the 21 February to vote on my candidacy. Make a difference and click on the link and select vote. http://nextberlin.eu/person/sten-franke/ Thank you, much appreciated!
Februar 17th, 2012 by Mathias Buerk

Sten Franke
Sten gründete 2006 die ethority-Unternehmensgruppe (40+ Mitarbeiter) und entwickelt Social Media Intelligence Technologien (gridmaster Social Media Monitoring & Commerce Technologie), Marketing-Tools, -Strategien, Kommunikationskonzepte und Forschungsprojekte für Social Media. Die in Hamburg ansässige ethority betreut in diesem Bereich mehr als 50 Bluechips und Brands weltweit.
1. Social Media Monitoring im Jahr 2012: Aus Deiner Sicht ein „must-have“ oder nur ergänzend zu einer bestehenden Strategie?
Social Media Monitoring gehört längst in einigen Unternehmen und Organisationen zu den Standard-Tools zum Zuhören bzw. oder neudeutsch „Social Media Listening“. Viele Firmen beginnen nach den ersten Erfahrungen im Zuhören jetzt auf höherwertige Lösungen beim Social Media Monitoring zu setzen, um einen „Status Quo“ zu evaluieren und danach mittels eines Prototypen ein Data-Set zu entwickeln, welches strategischen Input liefert – Social Media Intelligence.
Für die aktive Einbindung von Social Media Maßnahmen in Marketing, Kommunikation, CRM, dem sogenannten „Act & Engage“, ist es wichtig zu untersuchen, was diese Maßnahmen bringen. Vor allem vor dem Hintergrund des ROI (Return on Investment) und der Frage, welche Werte und Indikatoren (KPIs) man tatsächlich tracken sollte. Deshalb haben wir im Sommer 2011 mit unserer gridmaster Social Media Monitoring Technologie das KPI- und ROI-Tracking, als einer der ersten Social Media Intelligence Provider in Europa, eingeführt.
2. Welche Trends im Social Commerce siehst du als am vielversprechendsten?
Der Trend über den momentan viel gesprochen ist das Thema Data. Die Koppelung von Social Media Data, Scorings & Predictions (gridmaster) mit der E-Commerce Plattform, dem CRM-System, aber auch mit dem Shop selbst. Der Social-Shopper bekommt sicherlich zukünftig je nach Grad seiner sozialen Vernetzung auf Plattformen besondere Rabatte bei Shops (oder Finanz-Credits) plus einen Gutschein, wenn er seinen Kauf bzw. dessen Bewertung mit seiner Community teilt. Die Bedeutung von Social Commerce Scoring Tools nimmt sicherlich zu. Klout ist hier Vorreiter. Customer Ratings & Reviews in Onlineshops etablieren sich als nachhaltiger Faktor für die Steigerung der Sales um bis zu 67% (Link Bazaarvoice.de) – Kundenrezensionen zu Produkten in den Shops (z.B. bei Otto.de) und auf Social Commerce Shopping Seiten (www.shopsquad.com).
Video Reviews (Hauling) zu Produkten werden Einzug halten und durch ihre Authentizität und Glaubwürdigkeit das Vertrauen in Produkte und Kaufentscheidungen extrem steigern. Augmented Reality Apps mit Commerce-Anbindung für virtuelle Anproben und Demos sind auf dem Vormarsch. Alle diese Elemente sind natürlich über Sharingmechanismen mit Social Media verbunden.
3. ROI in Social Media – ein kontrovers diskutiertes Thema. Wie schätzt du die aktuelle Debatte ein?
Die Schlüsselfrage – Wer bezahlt die Rechnung? Natürlich, wir wollen alle wissen was uns Social Media bringt. Daher ist das ROI-Thema zurecht ein Vieldiskutiertes. Unser ROI-Calculator ist ein guter Ansatz, die geleistete Arbeit messbar zu machen. Die monetären Auswirkungen auf Customer Support, Produktentwicklung, Innovation Research, Brand-Awareness, Employer-Branding etc. lassen sich natürlich auch bestimmen.
4. Was begeistert dich täglich an Social Media?
Social Media hat die Welt wie wir sie sehen und erleben absolut bereichert. Neue Freunde oder Gleichgesinnte zu finden, globale Kontakte zu pflegen, Karrierechancen zu maximieren oder einfach nur die Freude über ein gewonnenes Fußballspiel der Lieblingsmannschaft mit anderen zu teilen, nie war das einfacher. Unsere Art zu kommunizieren und zu interagieren ist von einer besonderen Nähe und Transparenz gekennzeichnet. Und das Schöne daran, jeder kann mitmachen!
5. Facebook oder Google+? Wie wertvoll ist Twitter ?
Jede Plattform hat ihre Vorteile: Facebook nutze ich mehr privat, Google+ und Twitter nutze ich vorrangig für den Job.
Zum Schluß noch in Hinweis eigener Sache: Make your influence count – TODAY. I have been nominated as candidate to the “next top 100 European personalities influence” the digital industry over the next 12 month. You have until the 21 February to vote on my candidacy. Make a difference and click on the link and select vote. http://nextberlin.eu/person/sten-franke/ Thank you, much appreciated!
Februar 17th, 2012 by Mathias Buerk
Helene Fritzsche analyierte als SOMEMO in ihrer MBA Master Thesis, welche Kriterien die verschiedenen Social Media Monitoring Tools erfüllen. Es zeigte sich, dass “ethoritys gridmaster® fast alles bietet, was ihr Framework berücksichtigte. Die einzige Limitierung ist, dass Foto- und Video-Dateien nicht analysiert werden, was keiner der Anbieter momentan kann.“ Von 26 globalen Social Media Monitoring Tools bot der gridmaster von ethority das meiste bei einem nur durchschnittlichem Preis.
Ein weiterer Schluss, der aus dieser Studie gezogen werden kann ist, dass kostenlose Basic Listening Tools keine angemessene Qualität bieten. Hier liegt es an dem Auftraggeber, selber die erhobenen Daten zu sortieren und die Analyse vorzunehmen. Falls Sie ein professionelles Social Media Monitoring durchführen wollen, sollten Sie sich ein professionelles Tool holen. Eine Übersicht über die Ergebnisse der Analyse finden Sie hier.
Februar 15th, 2012 by Mathias Buerk
„Es geht ums Geschäft” ist eine Aussage, wenn man entweder mit Unbeteiligten nicht genau über etwas sprechen möchte oder Emotionen außen vor bleiben sollen. Aber haben Emotionen wirklich nichts mit geschäftlichem zu tun? Heute gehen wir dieser Fehlannahme von Managern nach, die nicht auf Social Media Marketing setzen:
9. Love Brand? Emotionen haben in meinem Business nichts zu suchen. Bei mir zählen Fakten.
Ashkan Karbasfrooshan zitiert aus dem Film „Der Pate“: „It’s not personal, it’s business“. Aus seiner Erfahrung erzählt er, dass entgegen dieser Annahme alles persönlich sei. Auch wenn es bei ihm mehr darum geht, wie man sich für seine Firma einsetzt oder für seinen Job, Erfolg gründet auf Emotionen und Hingabe.
Eric Tsytsylin von Millward Brown betrachtet es dagegen von der neuro-biologischen Seite. Ganze Hirn-Regionen sind dem Ausdruck, der Erfahrung und der Verarbeitung von Emotionen gewidmet, sodass es einleuchtet, dass Emotionen vielen Entscheidungen und Verhaltensweisen zu Grunde liegen. Er kommt allerdings zu dem Schluss, dass Emotionen nicht durch Marketing, sondern durch die Produkte selbst den Kunden und die Marke verbinden sollten.
Surajit Sen Sharma verneint dies nicht, für ihn sind Emotionen dennoch ein wesentlicher Bestandteil jeden Marketing-Mixes, um die Kundenloyalität zu erhöhen. Diese Emotionen sollten ebenso wie rationale Gründe den Kunden zum Kauf eines Produktes überzeugen. Diejenige Marke, die nun den Kunden auch emotional überzeugt, hat hier den Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren Konkurrenten.
So betrachtet ist es also in einem umkämpften Produktsegment unerlässlich für jede Firma, ihre Kunden emotional anzusprechen, ihre Marke zu einer Love Brand zu machen. Dies geht über Social Media Marketing einfacher als über Zeitungsannoncen oder Werbe-Spots, da hier der Kunde von sich aus einen Dialog eingeht. Hier wird er persönlich angesprochen, er wird wahrgenommen, und so entstehen Emotionen, die stabiler sind als Preis- oder Leistungsschwankungen. Und noch dazu kann das Unternehmen ihre Kunden so besser kennenlernen und daraus ihre Produkte besser auf ihre Zielgruppe abstimmen. Social Media Marketing ist eine große Bereicherung für jeden wirtschaftlich aktiven Akteur, egal ob B2B oder B2C, ob multi-nationaler Konzern oder mittelständischer Betrieb.
Februar 9th, 2012 by Mathias Buerk
Manch einer denkt sich, Social Media sei nur etwas für ein paar wenige Computer-Freaks. Deren Annahme, warum Unternehmen NICHT Social Media nutzen sollten, lautet dementsprechend:
8. Analysen? Ich weiß, was meine Kunden denken. Dafür brauche ich kein „Monitoring“ oder Analysen von irgendwelchen Nerds.
Wissen Sie wirklich, was Ihre Kunden denken? Ist es die volle Wahrheit, oder nur ein Bruchteil dessen, was sie wirklich über Sie reden? Mit der Automated Sentiment Analysis gibt es beispielsweise ein Tool, welches kostengünstig viele Emotionen erheben kann, die Ihre Firma betreffen. Micheal Burwen, seines Zeichens Business Analyst, der die Palo Alto Management Group mit gründete und ihr vorsaß, sieht darin gar das Ende der klassischen Marktforschung. So weit wollen wir nicht gehen. Allerdings gibt es durchaus viele Gründe, warum „Monitoring“ oder Analysen von Nerds für Sie sinnvoll sind.
Da ist zum einen die schnelle Geschwindigkeit, mit der die Daten erhoben werden können. Zusätzlich ist die Erhebung von Kundenmeinungen global und losgelöst von geographischen Grenzen. So haben Sie also schnell viele Daten, die von höchst unterschiedlichen Kunden stammen. Die News Direct schrieb gestern darüber. Diese schnelle Geschwindigkeit kann die rapide Verbreitung von Informationen im Netz gut verfolgen.
So kann also in den Social Media mindestens eine gute Ergänzung zur klassischen Marktforschung gesehen werden. Compass Healthcare Marketers gehen in ihrem Blog darauf ein, wie sich diese beiden Methoden miteinander verbinden lassen. So können Marketer damit eine solide Basis für das Wissen über Kundenbedürfnisse, Gefühle und Meinungen gegenüber einem Produkt oder einer Marke erlangen. Es lassen sich Hypothesen daraus gewinnen, die mit der traditionellen Marktforschung validiert oder falsifiziert werden können. Und nicht zuletzt lassen sich hiermit neue Erkenntnisse gewinnen, die von den geschlossenen Fragebögen der Marktforschung unentdeckt blieben.
Sind Sie nun davon überzeugt, dass Sie aus Social Media Monitoring viele Vorteile gewinnen können? Dann sehen Sie sich nach einem seriösen Partner um, der auf Sie als Kunden individuell eingeht und so nur für Sie relevante Daten erhebt, analysiert und interpretiert sowie Ihnen darüber berichtet. Wir geben Ihnen gerne detailliertere Auskunft über unsere Service, also kontaktieren Sie uns bei Interesse!
Februar 3rd, 2012 by Nelli Ranck
Am heutigen Freitag ist Sebastian Krüger von ProSiebenSat.1 Digital bei uns zu Gast.

Zur Peson: Der studierte Germanist ist seit 2011 Social Media Manager bei ProSiebenSat.1 Digital. ProSiebenSat.1 Digital verantwortet die interaktiven Produkte rund um die Sendermarken – von Online über Teletext bis zu mobilen Applikationen, ausserdem liegt das Games-Geschäft im Verantwortungsbereich von ProSiebenSat.1 Digital.
1. Social Media Monitoring in 2012: Aus Ihrer Sicht zwingend erforderlich oder nur zusätzliches Tool in einer Strategie?
Social Media Monitoring ist für jedes Unternehmen 2012 ein wichtiges Thema. Wichtig ist hier jedoch zu schauen, mit welchen Erwartungshaltung und welchen echten Ergebnissen ein solches Monitoring betrieben werden kann. Die ProSiebenSat.1 Media AG verfügt über diverse Tools um den Markt, unseren Zuschauer und die Bedürfnisse unserer Werbekunden zu erfassen. Social Media Monitoring ist hier ein weitere sinnvoller Baustein, der jedoch angepasst auf die Social Media Strategie der Gruppe genauestens abgestimmt werden muss, um in seiner Wertigkeit auch eine Aussagerelevanz für unser weiteres Vorgehen zu erzielen.
2. Wo sehen Sie die wichtigsten Trends im Social Commerce?
Wir setzten stark auf Videoadvertising im Social Web und schauen natürlich nach weiteren Wegen, wie wir fernab vom klassischen Social Media Traffic, kommerzielle Erfolge aus unserer Social Media Performance ziehen können. Hierbei haben wir mit unserem exklusivem Zugang zu Stars und Formathighlights eine gute Ausgangslage die wir 2012 nutzen werden.
3. Wie bewerten Sie die aktuelle Debatte rund um das Thema ROI im Social Media?
Ich sitze schon seit langem auf diversen Konferenzen und habe mich immer gewundert, warum manche Unternehmungen im Social Web betrieben wurden – da die Frage nach dem ROI so gut wie nie gestellt wurde. Für uns war von Anfang an klar, das Social Media ein Business werden muss. Aus diesem Grund haben wir ein KPI-System entwickelt, welches aufzeigt ob unsere Aktivitäten erfolgreich sind. Wir haben den ROI im Blick und erwirtschaften mit Social Media selbstverständlich auch Gewinne. Warum andere diese Frage jetzt erst stellen, ist mir persönlich nicht klar.
4. Was fasziniert Sie an Social Media besonders?
Die Schnelligkeit und die Dynamik im Geschäft – ich lerne jeden Tag neue Ideen kennen, sehe Redakteure mit leuchtenden Augen von ihren aktuellen Kampagnen erzählen und bekomme direktes Feedback vom Kunden. Ein schlicht faszinierendes Medium.
5. Ihr Favorit: Facebook oder Google+? Welchen Wert hat Twitter für Sie?
Mein persönlicher Favorit? FB plus G+ plus Twitter
Ich nutze alle Dienste, je nach Aufgabenlage und Interessensansatz…. Twitter ist für uns 2012 ein wichtiger Partner, wie wir gerade bei “The Voice of Germany” zeigen.
6. Social Media Manager bei ProSiebenSat.1 Digital GmbH – wie können wir uns das vorstellen? Wie sieht Ihr Tagesablauf aus?
Typisch gibt es nicht. Generell bin ich für die komplette strategische Steuerung der Social Media Aktivitäten unserer Gruppe zuständig. Es ist also kein 9 to 5 Job. Ich stehe am Morgen auf und checke kurz über die üblichen Kanäle ob in der Nacht ein Shitstorm über uns gerollt ist
Ist das nicht der Fall fahre ich in aller Ruhe gegen halb neun ins Büro, hab 1,5 Stunden am Rechner und arbeite mich durch meine Mails. Zwischen 10 und 18 Uhr setzt i.d.R. der übliche Meetingmarathon ein und im Anschluss wird an Präsentationen, Angeboten, Kampagnen oder technischen Projekten gearbeitet…
















