Februar 19th, 2010 by Katja Gutzeit
TOP 4 TWITTERLINKS
t3n.de veröffentlichte diese Woche die aktuellen Zahlen zu Social Networks in Deutschland. Wie nicht anders zu erwarten, führt Facebook seinen Aufwärtstrend fort, während studiVZ verliert.
Welches sind die besten Karriereseiten deutscher Unternehmen? Dieser Frage widmete sich spiegel.de und berichtete über den Bewerberfang im Internet.
Die Nutzung von Applikationen auf dem Mobiltelefon stützt sich laut Flurry’s Januarreport auf 5 wesentliche Kategorien: Games, Entertainment, Social Networking, News und Lifestyle. Mehr dazu konntet ihr diese Woche bei mashable.de nachlesen.
Bilder sagen manchmal mehr als bloße Worte: Coke erklärt Social Media in einer sehr anschaulichen Powerpoint-Präsentation.
BLOGARTIKEL DER WOCHE
Kann die Freundesliste zum Reputationskiller werden?
Oder anders: Können Kontakte, Follower oder Freunde in diversen Social-Media-Netzwerken die eigene Online-Reputation nachteilig beeinflussen? Was Michael Reuter, Micheal Praetorius und Christoph Elzer in der Isarrunde dazu zu sagen haben, könnt ihr euch hier anschauen:
ZITAT DER WOCHE
“… on one end we’re leaving lights on when we’re going on a holiday, and on the other we’re telling everybody on the Internet we’re not home.”
SOCIAL MEDIA FUNDSTÜCK DER WOCHE
Ein Maskottchen, das es faustdick hinter den Ohren hat. Da hat es doch einfach so mir nichts, dir nichts ein Cheerleader vernascht und das vor laufender Kamera:
Februar 12th, 2010 by Katja Gutzeit
TOP 4 TWITTERLINKS
Brain Solis zeigte diese Woche die Top 3 Social Networks in den wichtigsten Märkten für Social Networking.
Mashable widmete diesen Beitrag im Hinblick auf Google’s Initiative, das Web schneller zu machen, dem YouTube Speed Dashboard.
Wurde euch auch schon einmal der Zugang zu einem Account in einem Social Network gesperrt, ohne dass ihr auch nur ansatzweise vorgewarnt wurdet? In diesem Blogbeitrag werden 9 Dinge aufgezeigt, die ihr vorsorglich vermeiden solltet.
Facebook hat nicht nur die Grenze der 400 Mio. User insgesamt überschritten, sondern kann mittlerweile auch auf 100 Mio. User monatlich verweisen, die Facebook mobil nutzen.
SOCIAL MEDIA FUNDSTÜCK DER WOCHE
iphonemeter.com bietet eine iPhone-„Statistik“, mit der die geografische Verbreitung des iPhones sehr schön überschaubar wird.
BLOGARTIKEL DER WOCHE
Werbung: Google, YouTube, Pepsi und der Super Bowl
Der Super Bowl ist das größte Sport-Ereignis der USA und hat sich im Laufe der Jahre zu eines der wichtigsten Werbe-Events entwickelt. Aber wer kann sich diese sündhaftteueren Werbeplätze tatsächlich leisten?
ZITAT DER WOCHE
Google Buzz war diese Woche in aller Munde. Einige User haben ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und es entstanden Wortspiele wie verbuzzelt, buzzteln, Buzzibär oder Buzzhaltestelle. Daher auch dieses Zitat:
November 18th, 2009 by Sabrina Panknin
User Generated Content spielt eine große Rolle in Social Media. Diese Aussage ist für diejenigen, die täglich in diesem Feld zutun haben, keine große Überraschung. Viele Marken und Unternehmen sind davon noch nicht recht überzeugt. Die Ergebnisse der Studie „The state of search“ der Digital Marketing Agentur 360i könnten vielleicht Abhilfe schaffen:
Die Google-Suche nach Brand-related Keywords in drei exemplarischen Social- Media- Kanälen Youtube, Twitter und Facebook hat ergeben, dass 77 % aus User Generated Content bestehen, nur der Rest gehört zum Markting der Unternehmen:

Faktisch sieht die Verteilung bei den einzelnen Marken folgendermaßen aus (Top 10 von 100):
| Advertiser | Advertiser Owned Listings | Non-Advertiser Owned Listings | Total Listings |
| Burger King Holdings | 2 | 15 | 17 |
| L´Oreal | 0 | 15 | 15 |
| Viacom | 0 | 14 | 14 |
| Coca-Cola Co. | 6 | 8 | 14 |
| U.S. Government | 1 | 10 | 11 |
| McDonalds Corp. | 0 | 10 | 10 |
| Johnson & Johnson | 6 | 4 | 10 |
| Capital One Financial Corp. | 0 | 9 | 9 |
| Estee Lauder CDS | 0 | 9 | 9 |
Entnommen aus: SerachWhitePaper, 360i, Seite 15
Dieser Umstand spricht für sich und für ein aktives Engagement auf Social-Media-Kanälen, um sich mit Usern auszutauschen, von Ihnen zu lernen und auch, um von Ihnen zu profitieren. Bieten sie doch die perfekte Plattform um das Branden gemeinsam mit den Usern zu gestalten!
Hier die gesamte Studie:
360i_SearchWhitePaper09_111709
Oktober 8th, 2009 by Nicole Pingel
Branding-Maßnahmen geben einer Marke ein Gesicht, eine Identität. Sie sind ein essentieller Teil des Marketings. Das Branding wirkt auf den Rezipienten wie der berühmte erste Eindruck: Wird es positiv wahrgenommen, entstehen Markenfans, kommt es allerdings nicht gut an, entwickelt sich schnell eine Anti-Haltung gegen Marke und Produkt. Im schlimmsten Fall werden sie gar nicht erst wahrgenommen.
In Zeiten der klassischen Werbe- und Marketing-Maßnahmen stellte das Branding eher einen Nebeneffekt dar. Die heutigen Social Media Kanäle bieten allerdings vollkommen neue Möglichkeit einer Marke eine positive, klar definierte und ausdrucksstarke Identität zu verleihen.
Die User schaffen die Reichweite, nicht das Medium!
Zu den wichtigsten Schlagwörtern im Bereich Social Media gehören Awareness und Popularity. Um diese zu steigern kann Social Media für Marken zur Geheimwaffe werden. Denn Unternehmen können von der prägnantesten Eigenschaft des Social Web profitieren: Der extremen Vernetzung und Kommunikation unter den Usern. Wie schnell eine gebrandete Website an Reichweite gewinnen kann, zeigt zum Beispiel der Branded Channel von Fanta auf MySpace. Dem User werden eine Reihe an Widgets und Downloads angeboten, als Dank dafür hat er die Möglichkeit die Marke Fanta (in Gestalt von „Todd und seiner Band“) als Freund zu adden oder gleich das eigene Profil ins Fanta Design zu tauchen. Somit trägt der Brand Fan freiwillig die Markenbotschaft an die eigenen Freunde weiter, die somit verstärkt und von einer vertrauten Person auf die Marke aufmerksam gemacht und im besten Fall in der Folge selbst zu Brand Fans werden.

Marken werden zu Freunden
Aufgrund der Mechanismen die im vorangegangen Punkt beschrieben wurden, verliert die Marke als „böse Werbeschleuder“ ihren Schrecken. Durch den quasi persönlichen Kontakt zwischen User und Marke verringert sich die Distanz zwischen beiden. Gleichzeitig entwickelt sich eine Art Vertrauen, welches der User dem Brand entgegen bringt, den er als einen persönlichen Freund auserkoren hat.
Es geht nicht um Produkte und Konsumenten, sondern um Brand Engagement
In Zeiten des Social Web gibt es sie nicht mehr: DIE Zielgruppe und DEN Konsumenten. Der User fühlt sich am ehesten bereit eine Verbindung mit einer Marke einzugehen, wenn er sich in seiner Individualität angesprochen fühlt. Außerdem möchte er selbst aktiv werden, er erwartet einen Mehrwert aus der Verbindung mit der Marke. Aus Vertrauen, Dialog und geschaffenem Mehrwert entsteht so ein engagierter Brand Fan, dessen Begeisterung Unternehmen um ein Vielfaches mehr Wert sein sollte als ein Bannerklicks auf einer Homepage.
Ohne Zweifel ist ein langfristiges und konsumentenfreundliches Branding eine sanftere Form der Werbung. Eine Marke zeigt Präsenz und generiert Awareness ohne dabei (potenzielle) Kunden durch aufdringliche und stumpfe Werbebotschaften zu verschrecken.
Fazit: Marken, fangt an das Branding mit euren Usern zu leben!
Oktober 7th, 2009 by Sabrina Panknin
Heute wird das Interview mit Stefan Zilch, Sales Director D-A-CH von MySpace, gezeigt zu Themen wie Spotify, Streaming und Social Media Overload:
September 9th, 2009 by Alexander Becker
Viele von uns behaupten schon lange, dass dem Social Gaming die Zukunft gehört. Doch belegen ließ sich diese Behauptung nur schwer – bis jetzt. Denn FarmVille aus der US-Spiele-Schmiede Zynga macht aus dieser Zukunfts-Theorie eine handfeste, gegenwärtige Erfolgsgeschichte.

Hitliste der am schnellsten wachsenden Facebook-Apps
Die Bauern-Simulation FarmVille ist die aktuell am schnellsten wachsende Facebook-App. Alleine innerhalb einer Woche fand das Spiel 4,21 Millionen neue Spieler. Seit Juni überzeugte das Game bereits über 37,7 Millionen Nutzer. Bereits in wenigen Tagen wird FarmVille demnach die magische 40 Millionen Nutzer-Grenze überschreiten.
Ziel des Spiels ist es, eine möglichst große und florierende Farm aufzubauen. Ab einen bestimmten Level kann man den eigenen Bauernhof jedoch nur noch vergrößern, wenn man acht Nachbarn hat. Das heißt: Jeder Spieler ist darauf angewiesen möglichst viele Facebook-Kontakte zum Mitspielen zu bewegen. Ein eingebauter viraler Effekt, der einer der beiden Hauptgründe für die unheimliche Erfolgsgeschichte ist. Der zweite Grund: Das ist einfach, aber nicht eintönig.

Das Wachstum der vergangenen 90 Tage
Ein weiterer Effekt, der sich höchst praktisch auf die Leistungsdaten des Games auswirkt ist, dass die Spieler mindestens einmal pro Tag auf ihrer Farm nach dem rechten sehen müssen. So generiert Zynga gigantische Klick- und Visitzahlen. Nach Berechnungen des Branchen-Blogs Insidesocialgames.com erreichte Zynga über Facebook im Juni 2009 über 40 Millionen Unique Users und 484 Millionen Page Impressions. Die daraus resultierenden Werbeeinnahmen beziffern die Experten alleine für Juni auf mehrere Millionen Dollar.
Bedenkt man jedoch, dass sich alleine die FarmVille-Zugriffszahlen seit Juni von sechs Millionen auf rund 40 Millionen Unique Visitors steigerten, lässt sich gut erahnen was für beeindruckende Umsätze Zynga mittlerweile einfahren müsste.
Im Windschatten von FarmVille konnte Zynga mit Mafia Wars sogar auch den zweiten Platz der Hitliste der am schnellsten Wachsenden Facebook-Apps belegen.
August 18th, 2009 by Alexander Becker
Mit der Entscheidung von StudiVZ sich für Open Social-Apps zu öffnen, schlägt das Portal zwei Fliegen mit einer Klappe: Die Berliner erweitern ihr Angebot und erschließen neue Einnahmefelder.
Es ist ein nicht zu unterschätzender Aspekt in der Konzeption und Zulassung von externen Apps auf Social Networks, das die Entwickler der Zusatzprogramme die Portale an ihren Einnahmen beteiligen müssen. In Zeiten, in denen sich die Werbeeinnahmen, nicht wie noch vor zwei Jahren prognostiziert entwickeln, ist dies ein angenehmer Nebeneffekt. Für Facebook sind die Provisionen aus den tausenden von Mini-Programmen, die über das US-Portal laufen, längst ein wichtiges Standbein. Dazu verzeichnen die US-Amerikaner noch weiter gute Einnahmen mit den Millionen von virtuellen Geschenken, die sich die Facebook-Nutzer gegenseitig schicken.
Diesen Trend haben mittlerweile auch einige US-Stars entdeckt und bieten eigene Geschenk-Serien an. Aktuelles Beispiel hierfür ist die neue Kollektion virtueller Portal-Präsente von Britney Spears.
Diese Plattform-Geschenke fallen unter den Fachbegriff der Virtual Goods. Allerdings machen sie nur einen geringen Teil dieses Begriffes aus. Hauptsächlich fasst man vor allem virtuelle Güter aus dem Spiele-Bereich unter dem Schlagwort zusammen.
Sieht man sich eine Liste der beliebtesten Facebook-Apps (Screenshot) an, wird schnell klar, dass es sich bei einem Großteil von ihnen um Games handelt, die sich mittels Virtuel Goods finanzieren.
Der Markt der virtuellen Güter ist ein echter Wachstumsmarkt. In Asien sollen im vergangenen Jahr über fünf Milliarden Dollar umgesetzt worden sein. Für die USA prognostiziert Piper Jaffray Einnahmen von über 600 Millionen Dollar.
Da es rund ein bis zwei Jahre dauert, bis die US-Trends nach Deutschland kommen, ist es nun höchste Zeit für die VZ-Gruppe den Aufbau von externen Apps zu Fördern. Nur so, können auch sie von dem Wachstumsmarkt der Virtual Goods profitieren.
August 16th, 2009 by Alexander Becker
Wenn es stimmt, dass alles, was in den USA passiert, mit ein- bis zwei-jähriger Verspätung auch zu uns kommt, dann sollten sich unsere einheimischen Firmen jetzt schon darauf einstellen, ihren Claim in den wichtigsten Social Networks abzustecken. Denn trotz aller allgemeinen Zweifel: Werbung in den großen Netzwerken boomt.
Der Beweis: Laut einer AdAge-Studie fahren 83 der 100 größten US-Werbekunden Kampagnen bei Facebook. Darunter solch namhafte Companies wie Johnson & Johnson, Nike oder AT&T.
Die Kunden scheinen verrückt nach Social Network-Werbung zu sein. “Every client wants to talk about Facebook,” zitiert FT.com den Werbeexperten Ed Montes von Havas Digital.
Für Montes ist das besondere an den Werbemöglichkeiten bei Facebook & Co., dass die Kunden nicht nur stumpf Banner kaufen, sondern ihre Kampagnen diskreter und lebendinger in die Plattform integriert können und sogar versuchen ihre Kunden zu motivieren und mit ihnen zu kommunizieren. “Facebook is trying to build a platform where consumers and marketers can interact in innovative ways“. Weiter sagt Montes. “The personalised consumer relationships that you can develop on Facebook are the future of online marketing.”
Passend zu der AdAge-Studie zitiert Hugo E. Martin aus einer Untersuchung von Agency2co.uk: “Statistics show that social media (CTR 7%) is twice as effective as email (CTR 3.9%) and 35 times more effective than banners (CTR 0.2%).“
August 13th, 2009 by Sabrina Panknin
Im Bereich der Social Media Networks gibt es sehr viele Möglichkeiten, sich zu präsentieren und mitzuwirken. Allerdings läuft man schnell Gefahr, den Überblick zu verlieren, wenn man zu viele Angebote nutzt. Hier ein paar Anregungen, um der Überforderung, die das Social-Media-Angebot mit sich bringen kann, entgegen zu wirken:
1. Sorgfältiges Auswählen
Es ist jedem nur zu empfehlen, sich und Neues auszuprobieren. Allerdings nur für eine gewisse Zeit. Nicht alle Formen von sozialen Netzwerken sind geeignet für einen selbst. Darum sollte man sich auf einige wenige festlegen, um diese effektiv nutzen und adäquat pflegen zu können. Wie sagt man im Volksmund: Man kann nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Deshalb ist es grundlegend, sich vor Augen zu führen, wie und in welchem Maße man bestimmte Plattformen sinnvoll nutzen möchte bzw. auch kann. Hat man dort ein Profil erstellt, weil die Plattform auf einschlägigen Blogs angepriesen wurde? Fühlt man sich dadurch angehalten, Teil von etwas zu sein, dessen persönlichen Nutzen noch nicht ganz eindeutig ist?! Hier zählt einmal mehr: Qualität statt Quantität. Eine begrenzte und gut ausgewählte Anzahl von Social Networks hilft, den Überblick nicht zu verlieren.
2. Fokussierung
Wenn nun die Entscheidung getroffen ist, welche Social Networks im eigenen Ermessen am Wichtigsten sind, muss man sich darüber klar werden, was man mit welcher Plattform erreichen möchte: Möchte man mit seinem XING-Profil hauptsächlich beruflich kommunizieren, während Facebook genutzt wird, den Kontakt zu ehemaligen Freunden und Bekannten wiederherzustellen und zu halten? Bedient man sich Twitter, um schnell und einfach Nachrichten an seinen Bekanntenkreis zu verschicken oder ermöglicht es einen effektiven Informationsaustausch mit Personen im gleichen beruflichen Umfeld? Begrenzen Sie ihre Aktivitäten auf einen Zweck und es wird Ihnen leichter fallen, damit umzugehen.
3. Abgrenzung
Um einer Überforderung entgegen zu wirken, ist es sehr hilfreich, sich Grenzen hinsichtlich der Zielgruppen zu setzen. Beispielsweise könnte der Facebook-Account als Plattform dienen, ausschließlich mit Freunden, Verwandten und Bekannten zu kommunizieren, während XING vornehmlich den beruflichen Kontakten zur Verfügung steht. Somit muss man sich keine Sorgen machen, ob eine Nachricht oder ein Foto, die/das man postet, zu persönlich oder etwa unangebracht wäre. Setzen Sie die jeweilige Zielgruppe fest, um sich nach ihr orientieren zu können.
Weitere Tipps sind zu finden bei:
August 7th, 2009 by Sabrina Panknin
Wie treue Leser des ethority Blogs bereits festgestellt haben, gibt es einige Erneuerungen, u.a. auch neue Autoren. Eine davon bin ich, Sabrina Panknin – neue Mitarbeiterin in der PR und Unternehmenskommunikation bei ethority. Nachdem ich bereits zwei Artikel zu aktuellen Entwicklungen veröffentlicht habe, möchte ich mich heute kurz persönlich vorstellen und erzählen wie ich zu ethority gekommen bin.
Ursprünglich aus der „klassischen” PR kommend, beschäftige ich mich schon einige Zeit mit dem Einfluss des Web 2.0 auf die PR-Arbeit und dem Nutzen von Social Media im Allgemeinen. Aus zahlreichen Gesprächen mit PR-Professionals und Artikeln in einschlägigen Blogs wusste ich, dass immer mehr Unternehmen sich der Bedeutung von Social Media bewusst werden und bestrebt sind, das erforderliche Know-how aufzubauen.
So erschien es nur logisch, Social Media auch im Rahmen meiner beruflichen Veränderung einzusetzen. Unter anderem begann ich zum Thema PR und Social Media zu twittern. Das fiel Dr. Benedikt Köhler, Digital Director Strategy & Research von ethority, auf, der mich über mein bei Twitter verlinktes XING-Profil kontaktierte und zu einem Gespräch bei ethority einlud.
Das Gespräch war erfolgreich und so freue ich mich auf meine neuen Aufgaben als PR-Managerin bei ethority.
Ein Interview zum Thema Job- und Mitarbeitersuche bei Twitter mit Dr. Benedikt Köhler und mir gibt es auf dem Personalberater-Blog.
Juni 8th, 2009 by Benedikt Köhler
Ich bin nun wirklich nicht dafür bekannt, besonders zurückhaltend zu sein, wenn es um das Thema Microblogging und die damit verbundenen Veränderungen des kommunikativen Substrats unserer Gesellschaft geht. Aber wenn ich die Twitter-Predigten lese, die zur Zeit in den US-Magazinen nahezu täglich erscheinen, wird mir schon etwas komisch zumute. War der US-Journalismus tatsächlich in den letzten Jahren und Jahrzehnten so langweilig, dass die Redakteure und Journalisten jetzt plötzlich beim Betrachten und Verfassen von 140-Zeichennachrichten merken, dass sie noch am Leben sind? Oder stecken ganz andere Gründe dahinter?
Das jüngste Beispiel liefert das Magazin Time, das nicht nur Twitter auf die Titelseite gebracht hat, sondern darüber hinaus dem Phänomen ein mehrstimmiges Artikelfeuerwerk unter der Sammelbezeichnung “10 Ways Twitter Will Change American Business” widmet. Okay, so ganz stringent sind die Artikel dann auch nicht unter diesen Titel zu bringen, sondern es handelt sich hier eher um einen Rundumschlag, der im Grunde genommen nur eine Quintessenz besitzt: Twitter Will Change Everything. Was genau wird sich verändern? Vor allem wird sich Twitter zu einem Medium entwickeln, in dem Marken definiert und gelebt werden, Marktforschung betrieben wird, Waren gekauft werden und Gemeinschaften gepflegt werden. Hier nun die 10 Veränderungen aus dem Artikel mit meinen Anmerkungen:
1. Hyperlokales Marketing: In Verbindung mit GPS-Koordinaten oder simplen Ortsangaben verwandelt sich Twitter in eine geosensitive Suchmaschine, die vor allem für Kleinunternehmen eine große Chance darstellt. Also: Restaurants, Modeläden, Diskotheken oder Galerien sollten schleunigst das Microbloggen anfangen, denn laut Douglas A. McIntyre winken große Vorteile: “The hyper-local marketing aspects of Twitter have the potential to move billions of dollars of business to and from retailers based on targeted marketing.”
2. Außenwerbung 2.0: Twitter kann auch dazu dienen, die gute alte Plakatwerbung zu reanimieren bzw. ihr ein schickes crossmediales Kostüm zu verpassen. Die Idee, Twitter als Validierungsinstrument für die Rezeption von Plakaten oder Zeitungswerbung zu verwenden, halte ich für wenig überzeugend. In Deutschland haben wir die MA Plakat der ag.ma, die diesen Zweck hervorragend erfüllt. Aber: Plakate sind klassische one-way-Kanäle. Vielleicht kann hier durch das Microblogging, das ja zunehmend über mobile Endgeräte läuft, etwas mehr Interaktivität Eingang finden. Ich sehe in der Kreuzung von Außenwerbung, Microblogging und Geocaching ein spannendes Werbeumfeld mit großem Engagement- und Wachstumspotential.
3. Microbörse: Das hört sich schon überzeugender an. Twitter als globales 24/7-Parkett für Börsendiskussionen, -gerüchte, -analysen und -daten. Mit StockTwits gibt es schon einen ersten Dienst, der in diese Richtung geht. Es werden sicher noch einige mehr dazukommen. Aber damit wächst auch die Gefahr des bewussten Verbreitens von Falschinformationen um die Kurse im eigenen Sinn zu manipulieren.
4. Tweets are a Blogger’s best friends: Dieser Punkt ist wichtig. Microblogging wird aufgrund seiner Geschwindigkeit und Vernetzung – es geht nicht nur um Reichweite, sondern darum, wie schnell man eine Reichweite aufbauen kann – zu einem Scharnier zwischen den unterschiedlichen Mediengattungen. Twitter vernetzt Onlinemagazine, Blogs, Forendiskussionen, Social Networks und Multimediaseiten und kann auf diese Weise spannendere Geschichten erzählen als es auf einem einzelnen Kanal möglich ist. Vielleicht kann man hier tatsächlich von einer Demokratisierung des Traffic sprechen: “Twitter also democratizes traffic, because on Twitter, traffic does not have to be paid for.” Ich bin gespannt, wie lange das der Fall sein wird.
5. Marktforschung: Das Vorurteil, dass man in 140 Zeichen keine Marktforschung betreiben kann, habe ich z.B. in meiner netnographischen Studie über Weißweinpräferenzen auf Twitter widerlegt (hier als pdf). Die Ausführlichkeit kann hier durch die Pointiertheit des Schreibens mehr als ausgeglichen werden. Zudem hat man es hier nicht mit abstrakten und hypothetischen Zielgruppen zu tun, sondern mit gelebten Gemeinschaften, ihren kulturellen Besonderheiten, Ritualen, Traditionen, Symbolen etc. Doch mit der Analyse dieses zum Teil sehr privat und ideosynkratisch genutzten Mediums wachsen auch die Anforderungen an einen verantwortungsvollen Umgang mit diesen halböffentlichen Daten. Die entsprechenden Ethik-Richtlinien für die Onlineforschung müssten wahrscheinlich noch einmal hinsichtlich dieses Mediums näher unter die Lupe genommen werden.
6. Rettungsring für TV und Print: Auch hier zeigt sich die Scharnierfunktion des Microbloggens. Die ausführlichen Meldungen, Hintergründe, Zusammenfassungen stehen in der Zeitung, auf der Webseite oder sind als Video verfügbar – über Twitter wird aber das interessierte Publikum auf diese Inhalte gelenkt. Die Microblogger als digitale Schäfer oder Viehhirten. Da Links auf Twitter (noch nicht?) gekauft werden können, hat dies vielleicht sogar den Effekt, dass es einen echten Wettbewerb um die beste Qualität gibt. Wer eine Nachricht am besten aufbereitet, bekommt die meisten Retweets.
7. Bezahlen in 140 Zeichen: Werden sich Dienste wie TwitPay durchsetzen, mit deren Hilfe man kleinere Geldbeträge von Twitterer zu Twitterer transferieren kann? Die positive Seite: Durch Micropayments können Gelttransaktionen wieder in echte soziale Beziehungen verwandelt werden. Die negative Seite: Twitter könnte sich in einen riesigen globalen Schwarzmarkt verwandeln: “One of the results of this kind of vast and unregulated system for transferring cash and credit is that it could create a sort of black market in goods and services, which would be hard for the government to track and tax.”
8. Veränderung der Telekommunikation: Wird Twitter das Verschicken von SMS verdrängen? Da man seine Statusmeldungen über das Browser-Interface verschicken kann, bekommen die Mobilfunkanbieter gar nicht mehr mit, wer wieviele Nachrichten verschickt und noch dazu ist das Microbloggen in der Regel günstiger als das SMSen. Wenn die ersten Handys statt einer SMS-Funktion eine Twitter-Funktion eingebaut haben – wer wird dann noch SMS nutzen? [Oder MMS, eine längst veraltete Technologie, demnächst auch auf Ihrem iPhone, SCNR]
9. Sirene 2.0: Das Radio hatte sich in den 1930er Jahren als Propaganda-, aber auch Schnellwarninstrument durchgesetzt. Ein echtes Massenmedium, das eine Echtzeitansprache einer großen Menschenmasse ermöglichte. Diese Grundfunktion der Warnung vor Katastrophen spielt bis heute eine Rolle. Nur: In Notfällen kann die Bevölkerung jetzt nicht mehr nur über TV, Radio oder Sirenen (siehe Abbildung) informiert werden, sondern auch per Tweets direkt aufs Handy. Die bisherigen Katastrophentweets zu Erdbeben, Terroranschlägen und Flugzeugabstürzen haben gezeigt: Die Notfallwarnung über Microbloggingnetzwerke ist mit Abstand der schnellste Kanal. Durch die engmaschige Netzwerkstruktur ist es gar nicht nötig, dass jeder eine Warnung weitergibt. Wenn das nur ein Bruchteil meiner Twitterkontakte tut, wird mich die Warnung erreichen. Aber das funktioniert auch in die andere Richtung. In Verbindung mit GPS wird Twitter zum kostengünstigen persönlichen Notfallmelder.
10. Micro-Fundraising: Der letzte Punkt des TIME-Artikels betrifft die Möglichkeiten, über Twitter Spenden zu sammeln. Der Autor Douglas McIntyre sieht hier das Potential für eine Restrukturierung des Non-Profit-Sektors, denn “if social or political groups on Twitter want the government to get a feel for the power of their movements, they can encourage government agencies, Congress or the White House to follow them as they collect money and work to effect social change.”
Fazit: Ich halte es für wenig wahrscheinlich, dass sich Twitter – warum ist immer nur von diesem einen Dienst die Rede und so selten z.B. von seinem Open-Source-Bruder laconica? – für alle diese 10 Aspekte als eine brauchbare Plattform herauskristallisieren wird. In vielen Fällen wird es in der jüngsten Zukunft mit Sicherheit eine neue Plattform geben, die dafür noch besser geeignet ist. Aber dass das Microblogging zumindest das Potential besitzt, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft sowie die darin bestehenden Kommunikationsstrukturen auf mehr als nur eine Weise zu verändern, dürfte nach Lektüre des TIME-Artikels deutlich werden.
Ob man nun diesen Tendenzen zustimmt oder nicht – die Diskussion im angelsächsischen Sprachraum ist der deutschen mittlerweile meilenweit voraus. Denn während man dort schon konkrete Tendenzen, ihre Vorteile und Risiken diskutiert, sehen viele Meinungsmacher in Deutschland in Twitter nicht viel mehr als eine weitere Klowand, an die man irrelevante Dinge schmieren kann. Schade eigentlich.
[Abbildung: Sirene von MdE, CC-Lizenz, Quelle: Wikipedia]
Juni 5th, 2009 by Benedikt Köhler
Als ich am Mittwoch von meinem Vortrag zum Thema “Katholisch 3.0″ (Programm) in Berlin nach Hause geflogen bin, habe ich die Wartezeit mal wieder damit überbrückt, in einer der Zeitschriften zu blättern, die am Flughafen Tegel ausgelegt sind. Eines der Features handelte vom Radfahren als Fitnessübung. Und darin fand ich einen Kurzdialog zwischen einem Fitnesstrainer und einem Radfahr-Novize. Der Fitnesstrainer empfahl (das ist alles sinngemäß aus der Erinnerung wiedergegeben), mehrmals in der Woche in die Pedalen zu treten, um ein gutes Fitness-Niveau zu erreichen. Darauf fragte der Radfahrer, wie lange er dieses Training durchhalten muss. Und der Trainer antwortete: das ganze Leben lang.
Genau dasselbe gilt auch für Social-Media-Aktivitäten. Immer wieder kommt die Frage, wie lange eine Social-Media-Kampagne denn laufen muss, um die Reputation oder das Markenimage zu verbessern und einen Ruf als dialogfähiges Unternehmen zu gewinnen. Die Antwort lautet auch hier: das ganze Leben lang.
Social-Media-Kanäle wie Blogs, Microblogs, Foren oder Social Networks zeigen ihre wahre Stärke nicht schon nach wenigen Tagen Kampagnenlaufzeit, sondern entwickeln ihre Dynamik erst mit der Zeit. Dann aber können immer wieder exponentielle Wachstumsabschnitte auftreten, nämlich wenn die Freundesfreunde aktiv werden.
Aber auch aus einer anderen Perspektive ist ein nachhaltiges Vorgehen bei Social Media sinnvoll: Man hat es hier mit “Freunden” und Gemeinschaften zu tun. Gewachsene soziale Strukturen, die man nicht einfach nach dem Ende einer Werbekampagne wegwerfen darf. Lieber sollte man sich Gedanken darüber machen, welchen Mehrwert man diesen Gemeinschaften auch nach dem Ende einer Kampagne bieten könnte – und damit meine ich keine einfallslosen Newsletter!
Wer jetzt enttäuscht ist, weil er sich unter dem Titel Social Media Fitness etwas anderes vorgestellt hat, findet vielleicht auf diesen Seiten einige spannende Anregungen. Aber das ist ein ganz anderes Thema.
April 2nd, 2009 by Nicole Pingel
Auf großen Messen wie der re:publica hofft man in der Regel auf große Erkenntnisse zu stoßen. Aber auch die kleinen Innovationen können von hier aus ihren Weg zum Erfolg antreten.
Eine kleine technische Neuheit, die zur re:publica einen ihrer ersten großen Auftritte hat, ist das Poken.
Ein Poken ist ein kleiner USB-Stick, der es ermöglicht bei der Berührung eines anderen Pokens einen Datenaustausch zu starten. Getauscht werden dabei digitale Visitenkarten, die man zuvor über die zugehörige Website erstellen kann. Mit selbiger ist es schließlich möglich sich automatisch ein neues Online-Netzwerk aufzubauen, sobald man das Pokendevice an den PC angeschlossen und die Daten synchronisiert hat. Allerdings ist man nicht gezwungen sich an das offizielle Poken-Netzwerk zu halten, denn es ist auch möglich Schnittstellen zu anderen Social Media-Plattformen wie Facebook, Xing oder auch Twitter zu gestalten. Der Vorteil dessen ist es, dass die Suche nach Personen in Sozialen Netzwerken und dadurch auch das Vernetzen mit neuen Kontakten stark vereinfacht wird. Auf diese Weise verschwimmen die Grenzen zwischen Offline und Online Networking langsam.
Und so sehen sie aus, die kleinen Netzwerker:

Die frischen Poken-Besitzer von der re:publica scheinen die Idee ganz positiv aufzunehmen.

Mann wird sehen, ob sich die Poken durchsetzen werden. Ich finde die dahinter stehende Idee auf jenen Fall sehr gut, frage mich aber, ob die kleinen USB-Sticks mit Gesichtern dem (Geschäfts-) Alltag trotzen können, da man sie vermutlich leicht verliert und die kindliche Aufmachung sicher auch nicht jedermanns Sache ist.
Dezember 16th, 2008 by Alexander Becker
Hier die Fakten: 2006 betrug noch der US-Markanteil von Nike rund 48 Prozent. Zwei Jahre später, 2008, erhöhte sich die Zahl auf 61 Prozent. In einem so hart umkämpften Segment wie Sportartikel, grenzt diese Steigerung fast schon an Magie. Leidenschaftlich diskutieren die US-Marketing-Experten nun, wie es der Lifestyle-Marke nur gelang, solch ein brillantes Ergebnis einfahren konnte.
Ein Argument, dass in der Diskussion immer stärker in den Vordergrund drängt, trägt den Namen Nikeplus. Immer mehr Kenner der Szene glauben, dass der Einfluss des Nike-eigenen Social Networks kaum hoch genug zu bewerten ist. Der ehememalige Nike-Marketing-Berater Ted Mininni schreibt: „There’s no doubt that social marketing has had an impact at Nike. Question is, how much?“
Mit dem Erfolg des von Nikeplus.com beschäftigt sich auch „Business Week“ und fragt, ob Nike mit seiner Community eine Blaupause für andere Marken-Networks kreierte? Doch kaum einer anderen Company, die auch ein eigenes Online-Netzwerk startete, gelang solch ein Erfolg. „It was never about how can we convert some percentage of users (to buy Nike shoes)”, sagt Stefan Olander, Nikes global director of consumer connections. It was about creating a social network for dedicated runners. . .“.
Mininni fasst die Ergebnisse des „Business Week“-Artikels zusammen:
„According to the Business Week article:
- The use of social networks has grown 38% in the past year, per comScore.
- A recent McKinsey survey found that many companies are struggling with Web 2.0 technology.
- McKinsey also cited that only 21% of nearly 2000 executives surveyed were satisfied with available software to launch blogs or create social media.“






