Januar 20th, 2009 by David Nelles
Starbucks macht es, Tchibo setzt es auch ein und nun auch der zukünftige 44. Präsident der Vereinigten Staaten. Crowd Sourcing heißt das Zauberwort und bei Barack Obama ist es die Plattform citizens briefing book. Auf dieser Plattform werden die Bürger der USA dazu aufgefordert Verbesserungsvorschläge in alle Politiktfelder einzubringen. Von wirtschaftspolitischen Themen über sozialpolitische Anliegen bis zur Außenpolitik – auf der präsidentiellen Crowdsourcing Plattform können Bürger ihre Reformvorschläge äußern und sie von anderen Usern bewerten lassen. Mittlerweile sind bereits über 44.000 Ideen von Usern auf dieser Plattform formuliert worden, auf die schon über 120.000 User mit ihrem Voting reflektiert haben.
Die momentan populärste Idee auf der Obama-Plattform ist die Forderung nach der Legalisierung von Marihuana. Auf Platz 2 der populärsten Ideen folgt die Forderung, dass die USA zum grünsten Land der Erde wird. Ob die populärste Idee nun wirklich die Politik der USA verbessern wird, wage ich zu bezweifeln. Die Entwicklung einer solchen Plattform passt trotzdem haargenau in die Kommunikationsstrategie von Barack Obama. Von Anfang an gehörte Social Media für das Beraterteam um Obama zu einem der zentralen Tools in der Ansprache von Wählern. Aus diesem Grund ist die Entwicklung der aktuellen Plattform nur der logische Schritt in der Social Media Strategie von Obama.
Nicht nur der neue amerikanische Präsident versucht seine Kundschaft in die Produktentwicklung und Serviceoptimierung zu integrieren. Die freie Wirtschaft entdeckt auch immer häufiger den Vorteil von Kundenfeedback bzw. von CRM im Bereich von Social Media. Natürlich stehen hier an erster Stelle Dell, aber auch Otto, Tchibo und Fiat kommunizieren mit ihren Usern um erfolgreiche um marktfähige Produkte zu generieren. Der Vorteil eines solchen Vorgehens ist in diesen Medien nur allzu naheliegend. Es gibt kaum ein besseres Umfeld, um auf direkte Art und Weise mit seiner Zielgruppe und Kunden zu kommunizieren. Ich bin überzeugt davon, dass Social Media und CRM in Zukunft Hand in Hand gehen werden.
Dezember 22nd, 2008 by David Nelles
Verärgerte Mütter versetzen Johnson & Johnson Marketer in Angst und Schrecken
Procter & Gamble haben in Sachen Performance im Social Network Advertising noch viel Luft nach oben.
Wer hätte das gedacht – dem Wahlkampfteam um Barack Obama fehlt es tatsächlich an Verständnis für Online Reputation
CNN fällt auf eine nutzergenerierte Falschmeldung rein und verursacht einen Apple Kurssturz
Exxon wird ohne sein Wissen das Social Media Steuerruder aus der Hand genommen.
Tomatenpflücker Mindestlohn. Burger King Mitarbeiter wird bei seinen anonymisierten Social Media Aktivitäten enttarnt.
Wegen Facebook Bildern ins Gefängnis. US- Staatsanwalt durchforstet Netzwerk Profile
Das Baby Camp Einladungschaos bei Blogger – Johnson & Johnson die Zweite. Johnson and Johnson to bloggers: Hurry up and get dis-invited
Burger Kings Whoppervirgins bekommen auf Twitter eine Eigendynamik
Gebärmutterhalskrebsimpfung – Oglivy verscherzt es sich mit deutscher Blogosphäre
Neben diesen Negativ-Beispielen gibt es aber sicherlich auch Unternehmen oder Personen die sich im Bereich Social Media besonders positiv hervorgetan haben:
Von Dell Hell zu Ideastorm – Dank Richard Binnheimer versteht Dell Social Media
Comcast muss nicht mehr sterben – Frank Eliason und Comcast Care kommt bei den Kunden an
Feuermelder Twitter – Ford hat Monty Scott
Der bekannteste Coffeeshop der Welt hört zu – starbucksidea.com verbindet Kunden und Produktmanager.
Wer noch andere besonders gelungene oder mißlungene Social Media Gehversuche 2008 kennt, darf diese in den Kommentaren gerne ergänzen.
Oktober 21st, 2008 by David Nelles
Was hat Kaffee mit Social Media CRM zu tun. Im Fall von Starbucks sehr viel. Die Mutter aller Coffee Shops bietet seit März diesen Jahres der Usergemeinde eine eigene Kommunikationsplattform an. Auf mystarbucksidea.com können Starbucksfans in direkten Kontakt mit anderen Starbucksgängern und der Marke in Kontakt zu treten. Diese Plattform ermöglicht es dem Kaffeeliebhaber, seine Vorschläge im Bezug auf die Verbesserung des Starbucksangebots im Starbucksforum vorzustellen und seine Vorschläge durch die Usergemeinde bewerten zu lassen.
„We engage in millions of conversations with our customers everyday, and those conversations and ideas have helped shape the company we are today. With the launch of MyStarbucks.com, we are extending the Starbucks community online and creating a dynamic forum for us to capture and act upon our customers’ best ideas.”so der CEO von Starbucks Howard Schultz zu dieser Initiative.
Die momentan beliebtesten Verbesserungsvorschläge sind bei den Usern:
1. Great conversation at Starbucks? < >
2. Punch card system? < >
3. Stop trashing empty cards < >
4. Birthday Brew < >
5. Free Wi-Fi Internet < >
6. Starbucks VIP Card < >
7. Lower your prices < >
Ich persönlich finde ja im Bezug auf Starbucks Punkt 7 für den Entscheidenden. Sorry, aber Starbucks ist einfach viel zu teuer. Das sei aber nur am Rande erwähnt.
Durch mystarbucks.com versetzt sich der amerikanische Kaffeeriese in die Lage, seinen Kunden direkt zu zuhören. Für einen nachhaltigen wirtschaftlichen Erfolg ist es unerlässlich, sich dem Kundenfeedback zu stellen, sei es nun negativ oder positiv. Ein solches Feedback ist für eine Produkt bzw. Angebotsoptimierung unverzichtbar. Social Media macht CRM direkter und schneller. Waren früher die klassischen und trägen Tools der Marktforschung nötig, um die Meinung des eigenen Kunden zu erfahren, lässt sich durch den Einsatz von Social Media die authentische Kundemeinung direkt erfassen und umsetzen. Neben dem direkten Kundenfeedback bietet eine solche CRM Plattform noch viel mehr. Ein solches Tool kann das Brand Involvement des einzelnen Nutzers steigern und dadurch einen wichtigen Faktor in der langfristigen Kundebindung einnehmen. Wenn der einzelne User den Eindruck gewinnt, dass er einen Einfluss auf die Gestaltung seines Lieblingsprodukts hat, wird er diesem Brand sicherlich treu bleiben. Es geht darum, den Kunden durch Konversation an die Marke zu binden. Eine Kommunikationsplattform in den nutzergenerierten Medien bietet für die Kommunikation zwischen der Marke und dem Kunden das optimale Medium. Auch wenn der US Kollege Pete das Angbot von Starbuck etwas kritischer beäugt, aus der deutschen Perspektive ist der Starbucksansatz sehr weit vorraus.



