Februar 1st, 2012 by Mathias Buerk
Heute wollen wir uns der nächsten Fehlannahme widmen, weshalb Unternehmen Social Media NICHT nutzen sollen:
7. Wettbewerber? Ich habe keine Wettbewerber. Meine Produkte sind unschlagbar, das weiß jedes kleine Kind und sogar Google.
Wer in wirtschaftlichen Krisen als Unternehmen überleben will, muss sein Produkt auf dem Markt platzieren. In jeder Branche gibt es verschiedene Kräfte, die den Erfolg von Unternehmen bedingen. Als eine Gefahr für den Erfolg identifizierte Prof. Micheal Porter neue Wettbewerber. Kein Unternehmen kann es sich leisten, nur auf den Kunden zu warten. Der Kunde wartet vielmehr darauf, dass sie auf ihn zukommen, Sie müssen ihn nur finden. Dieser Wandel in der CRM ist hier ausführlich besprochen. Auch wenn ein Produkt die höchste Qualität hat heißt das noch lange nicht, dass sich deshalb der Kunde dafür entscheidet. Gemäß Jerome McCarthy hat schon 1960 neben dem Produkt der Preis, die Distribution und die Werbung ausgemacht, wie gut es sich verkauft. Auch wenn es sozusagen außer Konkurrenz ist, kommt es darauf an, ob es sich der Kunde leisten kann, wo es verkauft wird und wie und wo der Kunde darauf aufmerksam gemacht wird. Es ist „last, but not least“ die Werbung, welche die Kaufentscheidung bestimmt.
Brian Solis, einer der führenden Social Media-Propheten weltweit, sagt in seinem Buch „Engage!“, dass in den sozialen Medien ein Darwinismus herrscht, der alle Formen von Marketing und Service betrifft. Man müsse sich engagieren oder man unterliegt. Das bedeutet, wenn Sie nicht in den sozialen Netzwerken aktiv sind, wird Ihre Kundschaft Sie verlassen. Auch wenn Ihr Produkt besser ist, über sein Produkt wird in den sozialen Netzwerken geredet, Freunde empfehlen es. Über die sozialen Netzwerke bietet sich eine optimale Gelegenheit, mit dem Kunden in Dialog zu treten. Nirgends kommen Sie näher an ihn heran, und diese Nähe ermöglicht es, beständige Beziehungen zum Kunden aufzubauen. Tun Sie es nicht, tut es Ihr Konkurrent. Also entscheiden Sie sich, und nutzen Sie die sozialen Netzwerke, um Ihre herausragende Position zu verfestigen! Holen Sie sich positives Feedback von Ihren Kunden, lassen Sie ihre Kunden weitere Kunden generieren!
November 30th, 2011 by Nelli Ranck
Heute sind wir bei der nächsten These unseres Artikels Wann Sie in Social Media NICHT aktiv werden sollten! angelangt:
6. Strategie? Meine Strategie heißt: Ich muss nicht jeden Trend mitmachen. Das war in den letzten 20 Jahre erfolgreich und gilt auch für die nächsten 20 Jahre.
Warum ist eine Social Media Strategie heutzutage unerlässlich? Warum sollte grundsätzlich jedes Unternehmen, das im Social Web aktiv werden möchte oder es bereits ist, über eine fundierte SoMe Strategie verfügen?
Laut einer McKinsey Studie, haben Unternehmen, die eine Social Media Strategie entwickelt haben, einen positiven ROI.
Dass sich eine Social Media Strategie lohnt, kann man auch am Beispiel erfolgreicher, global agierender Unternehmen wie z.B. Starbucks, Coca Cola oder Red Bull beobachten. Letzteres ist mit einem globalen Marktanteil von ca. 70 Prozent der weltweite Marktführer bei Energydrinks und verfügt über eine klar definierte Social Media Strategie.
Umso erstaunlicher ist es, dass es auch im Jahr 2011 den meisten Unternehmen eine bis ins Detail ausgearbeitete Social-Media-Strategie fehlt. Interessante Ergebnisse lieferte diesbezüglich die Studie Social Media Governance 2011, eine Gemeinschaftsstudie der Universität Leipzig, des Magazins pressesprecher und Fink & Fuchs PR, die Kompetenzen, Strategien von Unternehmen, Behörden und Non-Profit-Organisationen für den Bereich Online-Kommunikation im Social Web zum Thema hatte. Laut dieser Studie verfügen zwar Zwei Drittel der deutschen Unternehmen über Social-Media-Kommunikationsstrategien, allerdings meist nur für einzelne Plattformen (43,8 Prozent), nur 20 Prozent für das Gesamtunternehmen. Zudem fehlt in den meisten Unternehmen die Voraussetzungen für eine Social Media Governance.
Was ist entscheidend für eine funktionierende Strategie im Social Web ?
“Know Your Voice, Time Your Content, Know Your Audience, Solve Problems, Be True” – laut Mashable sind dies die wesentlichen Komponenten.
“Erfahrung sammeln, das Image erkunden, Ziele definieren, Zielgruppen und Kanäle wählen, Struktur und Abläufe festlegen, Inhalte definieren, Demokratie wagen, Ergebnisse und Dienstleister kontrollieren” - diese sieben Schritte empfiehlt Sonja Salmen, Professorin für E-Strategie & Electronic Business an der Hochschule Heilbronn, Social Media Einsteigern und rät jedem Unternehmen, soziale Netze in die Marketing- / Kommunikationsstrategie zu integrieren.
Oktober 13th, 2011 by Alexander Becker
Eigentlich haftet Ausschnittsdiensten, die Print-Produkte nach den Nennungen bestimmter Namen und Themen durchforsten, etwas arg Altmodisches an. Doch diesmal hat die Medienbeobachtung Ausschnitt eine spannende kleine Untersuchung angestellt. Die Berliner haben 55 öffentlich (36 deutschsprachige,19 ausgewählte englischsprachige) verfügbare Social Media-Guidelines auf der Basis einer klassischen Inhaltsanalyse untersucht.
Laut Studie sind dies die wichtigsten Ergebnisse:
• Unternehmen wünschen sich Angestellte, die im Social Web „ehrlich“, „authentisch“, „respektvoll“, „höflich“ und „transparent“ auftreten.
Häufig fordern Firmen zudem ihre Mitarbeiter dazu auf, ihren „gesunden Menschenverstand“ einzusetzen.
• 53% der Unternehmen nutzen Social Media-Guidelines nicht nur, um Rahmenbedingungen für die Kommunikation in Social Media festzulegen, sondern auch, um eindeutige Inhaltsempfehlungen zu geben.
• Arbeitgeber fordern Verbindlichkeit. Fast zwei Drittel aller Regeln sind für Mitarbeiter bindend.
• 62% der Arbeitgeber bitten um Identifikation der Arbeitnehmer im Netz.
• Ein Drittel aller Arbeitgeber droht bei Nichtbeachtung der Social Media-Guidelines mit Konsequenzen. Diese können von der Löschung der Beiträge bis hin zur Kündigung des Arbeitsverhältnisses reichen.
• Zwei Drittel der Unternehmen wünschen keine öffentlichen Kommentare zu ihren Social Media-Guidelines.
Allerdings schränken die Analyse-Experte ihre Ergebnisse selbst ein. Denn aufgrund der eingeschränkten öffentlichen Verfügbarkeit von Social Media-Guidelines und der daraus resultierenden relativ geringen Fallzahl, „sind die vorliegenden Ergebnisse als Tendenz zu verstehen“. Auch bei den Branchen gibt es keine repräsentative Verteilung. So stammt die Mehrheit der untersuchten Social Media-Guidelines von weltweit tätigen Konzernen. Etwa die Hälfte von ihnen stammt aus Industrie, Handel und der IT-Branche.
Weitere Infos zu der Studie gibt es unter Ausschnitt.de/socialmediaguidelines
September 15th, 2011 by Alexander Becker
Eine neue Untersuchung von Chadwick Martin Bailey analysiert, wie Facebook-Fans einer Marke wirklich ticken.
Die Amerikaner befragten 1.491 Personen über 18 Jahre. Leider bezieht sich die Studie nur auf die USA. Heißt: Die Ergebnisse lassen sich nicht komplett auf Deutschland übertragen.
Die neun wichtigsten Ergebnisse:
1. 52 Prozent aller Befragten verbrachten pro Woche mehr als eine Stunde bei Facebook
2. Im Vergleich zu anderen Sozialen Netzwerken interagieren die Nutzer mit Marken bei Facebook wesentlich häufiger, als bei anderen Networks. Facbook kommt auf einen Wert von 34 Prozent und Twitter dagegen nur auf 4 Prozent
3. 78 Prozent aller Nutzer, die Freunde von einer Marke bei Facebook werden, befreunden sich insgesamt mit weniger als zehn Brands. Das heißt: das Engagement scheint real zu sein
4. 58 Prozent befreunden sich mit einer Marke, weil sie Kunde von ihr sind
5. 77 Prozent aller Fans einer Marke lesen auch deren Postings
6. 76 aller Marken-Fans haben noch nie eine Marke entfreundet
7. 56 Prozent aller Marken-Fans empfehlen eher eine Marke an ihren realen Freundeskreis weiter, nachdem sie bei Facebook auch ein virtueller Freund der Marke geworden sind
8. 45 Prozent der Facebook-Zeit verbringen die Nutzer im Newsfeed
9. 69 Prozent wollen von bestimmten Marken mehr hören bzw. lesen als von anderen
Hier eine Präsentation mit den wichtigsten Ergebnissen der Untersuchung:
Juni 23rd, 2011 by Alexander Becker
Fragt man viele Web-Worker nach der Bedeutung von Apps, dann hörte man lange Zeit eine ähnlichen Argumentation, wie sie die Unions-Parteien bei der Atomenergie verwendeten: beide sprachen von einer „Brückentechnologie“. Die Web-Worker wollen meistens nicht glauben, dass das Konzept der kleinen spezialisierten Applikationen, die man auf seine Mobilgeräte lädt und die meistens nur eine Funktion haben, tatsächlich eine langfristige Zukunft hat. Sie glauben fast immer, dass sich nach einem kurzen Boom eher browserbasierte Konzepte wie HTML 5 durchsetzen werden.
Diese Übergangsphase läuft nun seit 2008 und die App-Nutzung nimmt noch immer kräftig zu. Möglicherweise ist es an der Zeit, die eigene Meinung zu revidieren. Denn zumindest die Kommunikationsexperten glauben, dass die Bedeutung von Applikationen noch zunehmen wird. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Marketagent.com. „Beim Blick in die Zukunft erwarten in fünf Jahren 84% der Befragten bereits eine hohe oder eher hohe Bedeutung“, heißt es in der Untersuchung. Kaum ein Experte geht von einem zeitlich befristeten Höhenflug aus, der nach einer „Dekade der Apps“ wieder abflaut? „Die direkte Frage danach, also ob es sich bei diesem Instrument also um einen kurzfristigen Hype handelt oder ob der Einsatz von Apps zu nachhaltigen Veränderungen im Marketing-Mix führen wird, beantwortet die Studie dann wieder relativ klar: Mehr als drei Viertel der befragten Kommunikationsprofis sehen nachhaltigen Veränderungen in ihrer Branche, nur 2,8% meinen, dass die Nutzung von Apps im Marketing eine vorrübergehende Erscheinung darstellen.“
Die aktuelle Einschätzung sieht allerdings noch ein wenig anders aus. Bislang schätzt fast nur die Hälfte (49,7%) der Befragten die Bedeutung von Apps im Marketing als hoch oder eher hoch ein.
Interessant ist auch, welche Einsatzgebiete sich – laut Umfrage – am besten anbieten. Die Kommunikationsprofis gaben mit über zwei Drittel Kundenbindung und die Verbesserung von Kundenbeziehungen (68,5%) an, gefolgt von Imagepflege (53,7%). Dann kommt das Erschließen neuer Kunden-/Käufergruppen (48,6%) und die Abgrenzung vom Mitbewerb (47,5%). „Eine Absatz- oder Umsatzsteigerung stellt dagegen nur für ein Viertel (25,6%) einen echten Anlass für den App-Einsatz dar.“
Juni 17th, 2011 by Administrator
Forsa hat in seiner Umfrage festgestellt, dass sich 19 Prozent der Bevölkerung Sorgen wegen Ehec machen. Die Researcher von ethority wollten wissen: Wie gehen Fans, Follower und Community-Mitglieder im Social Web mit Ehec um? Erstes überraschendes Ergebnis: das Bakterium ist erst mit deutlicher Verzögerung im Social Web ankommen – dann aber mit vielen Fragen und Kritik. 13 Prozent der User sprechen dezidiert über ihre Sorgen und Ängste.

Die meisten Posts sind jedoch neutral, heißt die User diskutieren Übertragungswege, stellen Ferndiagnosen und fragen nach Rezepten gegen das Bakterium. Im Monitoring finden sich aber auch positive Beiträge, beispielsweise wenn sich User freuen, dass Gemüse billiger geworden ist oder dass die Infektionsrate zurückgeht. Die negativen Beiträge betreffen überwiegend die Politiker, die Forschungsinstitutionen und das Krisenmanagement.

Eine Möglichkeit für die Politik hier zu punkten:
Seriöse Experten informieren im Auftrag der Politik auf den Plattformen, auf denen die User in Krisenzeiten am aktivsten sind – Gutefrage.net, Wer-weiss-was.de und was-wir-essen.de. Konkrete Antworten und weiterführende Informationen in „Echtzeit“ und „vor Ort“ können das Image der viel Gescholtenen deutlich verbessern.
Benedikt Köhler (COO, ethority) zu den Ergebnissen: “Besonders überraschend ist die Ungleichzeitigkeit in den medialen Reaktionen. Als Erstes haben die Massenmedien über das Thema berichtet. Nach ein bis zwei Tagen Verzögerung ist das Thema bei den Usern angekommen, was man an dem deutlichen Anstieg der Google-Suchabfragen zum Thema erkennt. Und natürlich wurden diese Meldungen auch auf Twitter- oder Facebook immer wieder gepostet.
Auf diesen Kanälen wurde der nutzergenerierte Themensturm aber erst mit der “Freisprechung” der Gurke und der Verdächtigung von Sprossen als Übertragungsweg viral. Im Sekundentakt wurden neue Sprossen-Wortspiele erfunden und oft hunderte Male retweetet. Das Thema EHEC ist mit der Sprosse zu einem echten Mem geworden, das sich selbständig durch die Netzwerke verbreitet.”
Juni 1st, 2011 by Sten Franke
Für kurze Zeit sprach niemand mehr im deutschen Web über Ehec. Am gestrigen Dienstag gab es kurz nach neun nur noch ein Thema: den Freispruch für Jörg Kachelmann. Nach über einem Jahr ist die Frage, ob der Wettermoderator seine ehemalige Lebensgefährtin vergewaltigt hat, noch immer nicht beantwortet. Klar ist aber: die Beweise belegen dies nicht, also heißt es „im Zweifel für den Angeklagten“.
Die meisten Prozess-Beobachter der klassischen Mainstream-Medien kommentierten das Urteil des Landgerichts Mannheim mit einer gewissen Befriedigung. Sie begrüßten den Richterspruch und hielten ihn für richtig. Das sahen die Zuschauer von n-tv genauso. In einer ersten Umfrage, eine Stunde nach Verkündung des Freispruchs, hielten 83 Prozent die Entscheidung für richtig.
Aber wie reagierte das Social Web? Ethority analysierte mit seinem Social Media Monitoring Tool „gridmaster“ das Gesprächsaufkommen. Das Ergebnis lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Das Web begrüßt den Freispruch von Kachelmann und Alice Schwarzer nervt.
Bei einem ersten Blick auf die Ergebnisse zeigt sich, dass aufgeschlüsselt nach Tonalität nur 14 Prozent aller Facebook- und Foren-Nutzer, Twitterer und Blogger positiv über den Kachelmann-Komplex sprechen. 66 Prozent sprechen in einem neutralen Ton und 20 Prozent äußern sich negativ. Die Personen, die sich ablehnend zu Wort melden, regen sich allerdings weniger über den Angeklagten auf, als vielmehr über Alice Schwarzer, die für die Bild die Verhandlungen beobachtete und sich bis zum Prozess-Schluss weniger mit der juristischen, sondern vielmehr mit der moralischen Schuldfrage beschäftigte.
Eine weitere Erkenntnis der Kurzstudie ist, dass der Fall Kachelmann bei Twitter mit 2513 zwar den größten Buzz erzeugte, die Reichweite mit 238.950 Kontakten aber hinter Facebook mit 276.012 anstehen musste. Der Facebook-Buzz lag bei 1259. Die mit Abstand höchste Reichweite erzielten allerdings die Blogs mit 301.007 Kontakten. Dagegen lag das Buzzvolumen in der Blogosphäre bei nur 1330.
Eine Analyse der am häufigsten verwendeten Wörter zeigt, dass neben den erwarteten Begriffen wie „Kachelmann“, „Mannheim“ oder „Prozess“ auch eine erstaunliche Häufung des Wortes „Verständnis“ zu finden ist.
Ob das Verständnis allerdings so weit reicht, dass der Meteorologe auch bald wieder als Wettermoderator im TV arbeiten kann, bleibt abzuwarten. Unsere Analyse zeigt allerdings, dass das Social Web relativ wenige Ressentiments gegen den Schweizer hegt. Für den Wiederaufbau der eigenen Reputation ist dies eine solide Ausgangsposition.
Februar 26th, 2011 by Sten Franke
Morgen Nacht ist es wieder soweit, die Academy Awards werden zum 83. Mal verliehen. Wir dürfen gespannt sein, wer am Ende die schöne Trophäe in den Händen hält. Als Cineasten und Kinogänger hat uns natürlich brennend interessiert, wie die Nutzer über die Nominierten denken.
Das Ergebnis unserer im Februar durchgeführten Analyse der Social Media Nutzermeinungen liefert einige Überraschungen. Bei den Filmen gibt es den Nutzern zufolge ein spannendes Kopf-an-Kopfrennen zwischen „Black Swan“ (17%), True Grit (14%) und Inception (13%). Die Abstände sind hier so knapp, dass man bis zum Öffnen des Briefumschlags gespannt sein kann. Ich hätte erwartet, dass The King’s Speech stärker thematisiert wird und in der Gunst der Nutzer weiter oben steht. Aber letztendlich bilden wir nur ab, was die Community denkt. Am Ende entscheidet die Jury!
Bei den Regisseuren ist das Bild schon deutlicher: Hier liegt Darren Aronofsky mit 31% der Nennungen deutlich vor David Fincher (23%) und David O. Russel (18%) – zumindest dürfte den Usern zufolge der Vorname des Siegers mit einem „D“ beginnen.
Bei den besten Schauspielern ist das Rennen sogar noch knapper als bei den Filmen: Der Vorsprung von Jeff Bridges vor James Franco (beide 24%) beträgt nur wenige Hundert Nennungen. Und zu Jesse Eisenberg sind es auch nur 4% Abstand. Am allerdeutlichsten ist Bild bei den weiblichen Hauptrollen: Hier ist Natalie Portman mit 45% der Nennungen die klare Favoritin der Cineblogger und –kommentatoren. Annette Bening (17%) und Michelle Williams (15%) sehen aus dieser Entfernung nicht einmal das Tutu der Spitzenreiterin.
Benedikt dazu: „Am Montag heißt es dann nach einer langen Oscar-Nacht früh ins Büro zu gehen, denn wir wollen so schnell wie möglich die von uns erhobenen Daten mit den Ergebnissen der Jury vergleichen und nachsehen, wie sich der Buzz während der Oscar-Nacht entwickelt hat. Die Ergebnisse gibt es dann selbstverständlich in unserem Blog zu lesen.“
Die Analyse wurde im Februar 2011 mit unserer Social Media Monitoring-Technologie durchgeführt. Untersuchungsgegenstand waren Social Media Kanäle wie Blogs, Foren und Twitter in den Sprachen Deutsch und Englisch. Die Vollerhebung brachte als Grundgesamtheit über 40.000 Äußerungen zu den vier Oscar-Kategorien hervor. Die Filter der von uns eingesetzten gridmaster-Technologie ermöglichen uns, nur die relevanten Nennungen von Oscar-nominierten Schauspielern und Filmen zu berücksichtigen.
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März 9th, 2010 by Nicole Pingel
Brand Experience ist ein oft unterschätzter Faktor in der direkten und indirekten Kommunikation zwischen Unternehmen und (potenziellen) Kunden. Dabei steht Unternehmen heute ein großes Potenzial zur Erweiterung der Brand Experience offen: das Social Web.
Eine Studie von Razorfish ergab, dass 65% der befragten Konsumenten schon einmal eine Digital Experience hatten, die ihre Meinung über eine Marke umfassend verändert hat.
Auch die Erkenntnis, dass knapp die Hälfte aller Studienteilnehmer Fan oder Freund einer Marke auf Facebook oder MySpace sind, zeigt, dass der heutige User Werbebotschaften und Unternehmensnachrichten durchaus aufgeschlossen gegenüber steht – so lange er selbst die Entscheidungsmacht darüber inne hat, welche er empfängt.
Das legt die Vermutung nahe, dass in Zukunft das Schaffen von Brand Experience klassische Werbemaßnahmen immer weiter verdrängen könnte.
Wie lässt sich nun eine wirkungsvolle Brand Experience aufbauen?
Die bereits etwas ältere Studie von J. Joško Brakus et al.* “Brand Experience: What is it? How is it measured? Does it affect loyalty?” nennt vier Erfahrungsdimensionen, in denen sich Brand Experience auswirkt: sensory, behavioral, affective, intellectual.
Die Brand Experience wächst dabei in ihrer Intensität, je mehr Dimensionen der Erfahrung angesprochen werden.
Übersetzt würde das für ein Social Media Engagement heißen: Eine Kampagne entfaltet dann ihre volle Wirkungskraft, wenn alle vier Dimensionen angesprochen werden:
Sensory – Die Sinne
Keine Frage: Eine Kampagne muss sich von anderen abheben, um im digitalen Zeitalter die Aufmerksamkeit der Nutzer auf sich ziehen zu können. Dabei muss je nach Zielgruppe abgesteckt werden, wie auffällig eine Kampagne optisch gestaltet werden kann, ohne abschreckend zu wirken. Wichtig ist aber: Gesicht zeigen. Während im Social Web ein unternehmensinternes Wording für den Kundenkontakt zu Gunsten der Authentizät und Glaubwürdigkeit immer mehr an Bedeutung verliert, ist das Corporate Design das Aushängeschild einer Marke, das in Erinnerung bleibt – und bleiben sollte.
Affective – Die Gefühle
Die Erfahrung zeigt: Kampagnen, die Gefühle auslösen sind oft die, denen die meiste Aufmerksamkeit zu Teil wird. Viele werden jetzt vermutlich an schockierende Werbe-Clips wie diesen von einem Modeunternehmen denken oder an Werbung mit Kleinkindern und Babys wie der bekannte Evian-Clip.
Aber auch hier muss die Botschaft zur Marke passen. Beispielsweise ist ein Gefühl, das zu beinahe jeder Marke passt, wohl die Neugier. Wenn es gelingt mit einer Kampagne dieses Gefühl anzusprechen, ist bereits viel gewonnen.
Behavioral – Das Verhalten
Marken, die den User zu Aktionen anregen, haben im Social Web die Nase vorn. Denn hier dreht sich alles um Interaktion. Die Bandbreite an Möglichkeiten ist auch hier vielfältig: Viral Clips über Brand Events, die offline stattfinden und online begleitet werden oder Gewinnspiele einer Marke – all das kann User dazu führen, sich aktiv mit dem Unternehmen oder der Marke auseinander zu setzen. Das verstärkt die Brand Experience und auch den Erinnerungseffekt an den Initiator. Mission erfüllt.
Intellectual – Der Geist
Der Kunde im Web 2.0 ist kein passiver Empfänger von Werbebotschaften mehr. Er sucht nach geistiger Stimulation. Je nach Marke können also auch anspruchsvollere Inhalte in Betracht gezogen werden. Möglich ist es auch Gewinnspiele zu gestalten, in denen ein höherer geistiger Anspruch erfüllt werden muss. Jedoch sollten auch solche Maßnahmen stets in Hinblick auf die Zielgruppe geplant werden.
Welche Vorteile bietet eine Intensivierung der Brand Experience für ein Unternehmen?
Die Brand Experience Studie kommt zu dem Schluss, dass sich Markenerfahrung direkt auf Kundenloyalität und Kundenzufriedenheit auswirkt. Zudem entsteht aber auch ein indirekter Effekt, der sich sogar stärker auswirkt: Brand Experience hat einen Einfluss auf die Wahrnehmung der Markenpersönlichkeit und schafft so viele Möglichkeiten für das aktive Branding.
Die Ergebnisse von Razorfish gehen sogar noch einen Schritt weiter: Digital Brand Experience generiert Kunden. Aus der Befragung ging hervor, dass nahezu 100% der Befragten, die online mit einer Marke vernetzt sind, es seit dem Kontakt mit der Marke für wahrscheinlicher halten ein Produkt dieser Marke zu kaufen oder es an Freunde und Bekannte weiter zu empfehlen.
Es wird deutlich: Es gibt mehr als einen guten Grund für Unternehmen, sich zukünftig mit dem Thema Brand Experience im Web stärker auseinander zu setzen
* Eine Zusammenfassung der Studie ist hier zu fnden. Die komplette Studie ist im Journal of Marketing im Mai 2009 erschienen
Oktober 28th, 2009 by Alexander Becker
Diese UK-Studie sorgt für aufsehen: Die IT-Beraterfirma Morse hat untersucht, wie viel Arbeitszeit für Social Networking bei Twitter, Facebook & Co. draufgeht. Die Experten kommen zu dem Schluss, dass diese ganze Web 2.0-Plattformen ein “Schwarzes Loch für die Produktivität” seien. Insgesamt sollen Angestellte durch ihre privaten Web-Aktivitäten pro Tag 40 Minuten ihrer Arbeitszeit verlieren. Auf das Jahr gerechnet geht also eine ganze Woche für Chaten, Posten und Twittern drauf.
Die Briten befragten dazu 1460 Personen und konnten sogar genau berechnen, dass sich die Kosten für die britische Wirtschaft damit auf 1,5 Milliarden Euro belaufen würden. Morse empfiehlt deshalb, dass alle Arbeitgeber klare Angestellten-Regeln für den Umgang mit Social Media-Angeboten aufstellen sollen.
Ein ähnlich großes Problem konnte die Studie nur streifen: Die Kosten, die Unternehmen entstehen, wenn Angestellte aus versehen via Twitter oder Blogs Firmen-Internas veröffentlichen. Die so verursachten Schäden können die Experten noch nicht einmal Schätzen. Aber auch hier ist Ihre Empfehlung klar: Jedes Unternehmen braucht klare Social Media-Guidelines, die festlegen was, wann und wie ein Angestellter Zwitschern oder Posten darf.
Oktober 12th, 2009 by Alexander Becker
Es ist die Gretchen-Frage des Web 2.0: Wie kann man mit Social Communitys Geld verdienen? Obwohl erst wenige Verlage im Segment der Netzwerke so richtig Aktiv sind, hat sich trotzdem der Verband Deutscher Verleger dieser Frage angenommen und mit Unterstützung von der Adtellingence eine Studie zu diesem Thema durchgeführt. Das White Paper „Monetarisierung von Social Networks im Internet – Geldverdienen mit Vitamin B!“ soll „umfassend“ alle „bestehende und künftige Geschäftsmodelle für Social Networks“ analysieren. Bei dieser Beschreibung haben die Macher sicher ein wenig geflunkert. Trotzdem sind sie zu interessanten Ergebnissen gekommen.
Hier die wichtigsten Resultate:
• Social Networks werden ihre Dominanz im Internetbereich weiter ausbauen
• „Gewinnen“ werden dabei die Innovationsführer, die gleichzeitig und frühzeitig
geeignete Erlösmodelle und innovative Features eingeführt haben
• Für bestimmte spezialisierte Social Networks werden Freemium und pay-as-you-go-
Modelle attraktive Erlöschancen bieten
• Für die großen Social Networks wird Werbung langfristig die wichtigste Säule bleiben
• Vor allem durch sozio-psychographisches Targeting können Werbekunden
interessante Zielgruppen geliefert und bereits heute attraktive Umsätze erzielt
werden.
• Letztlich bietet sich Targeting auch zur Optimierung des gesamten Social Networks
an – die Entscheidungsfindung, welchem Nutzer welche Inhalte (News,
Entertainment & Games) und Informationen geliefert werden, kann durch Targeting
deutlich effizienter gestaltet werden.
Bei der besonderen Erwähnung von sozio-psychographisches Targeting, muss jedoch darauf hingewiesen werden, dass Adtelligence.de genau darauf spezialisiert ist. Neben den interessanten Ergebnissen hat dieser Punkt ein gewisses Geschmäckle.
April 8th, 2009 by Alexander Becker
Die Unternehmen sprechen von mehr Zusammenarbeit mit ihren Kunden. Ein neues verbales Wir-Gefühl ist der aktuelle Trend in Deutschlands Werbeslogans. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie „Werbetrends 2009“ von Slogans.de und dem Trendbüro.
„Das „Wir“ setzt sich als Erfolgsprinzip in der Werbesprache durch. Die Forderung nach mehr Partizipation und Verantwortungsgefühl zeigt sich an der Häufung von Begriffen wie “gemeinsam”, die von 1,8% in 2004 auf 7,4% in 2008 zugenommen haben. In diesem Zuge kehrt auch die englische Sprache als internationales Bindeglied zurück. Das englische Wort “We” gehört dieses Jahr erstmals zu den Top-15 der meistverwendeten Wörter in deutschen Werbeslogans“, heißt es in der Pressemitteilung zur Studie.
Trendbüro-Chef Peter Wippermann ergänzt: „Kooperation und Offenheit spielen zukünftig eine zentrale Rolle in der Beziehung zum Kunden. Das Wir gewinnt. Auch in der Werbesprache.“
Auch die Zeit von „Geiz ist Geil“ und anderen Billig-Kampagnen ist nach Meinung der Studie vorbei: „Die Produktqualität rückt wieder ins Zentrum der Werbeversprechen.
Eine weitere wichtige Entwicklung in der Werbesprache ist der Verweis
auf Qualität“, verraten die Macher. Sie sehen eine Rückbesinnung auf Authentizität, Güte und ein Preis-Leistungs-Prinzip. „Der Anteil an Markenslogans mit konkreten Qualitätsversprechen ist von 9,5% in 2004 auf 28,8% in 2008 stark angestiegen. Zu beobachten ist außerdem, wie Unternehmen ihre Kommunikation auf die Turbulenzen der Finanzkrise anpassen: die einen durch eine verstärkt vernünftige, rationale Tonalität, die Leistungsversprechen an Effizienz koppelt. Die anderen durch das Versprühen von zuversichtlichem Optimismus mittels innovativer, spaßorientierter Wortkreationen.
Slogans.de und das Trendbüro untersuchten 5.196 Markenslogans aus 35 Branchen, die zwischen Anfang 2004 und Ende 2008 neu eingeführt wurden.
Die Studie gibt es bei Slogans.de
Hier lässt sich schon einmal das Inhaltsverzeichnis und das Vorwort einsehen.
Mai 30th, 2006 by Administrator

Der Ruf deutscher Marken im arabischen Web – „Boykott deutscher Firmen und Produkte nach Al-Qaida Aufruf. Im Zusammenhang mit den Mohammed-Karikaturen rief das Terrornetzwerk Al-Qaida im März die Moslems in aller Welt zu einem Wirtschaftsboykott der europäischen Länder namentlich Dänemark, Frankreich, Norwegen und Deutschland auf. Gridpatrol hat nun mit seinem Analysten-Team, zu dem auch Islam-Experten gehören, und seiner hoch entwickelten Web-Mining Technologie „Gridmaster“ das arabische Web, bzw. 103507 Dokumente des öffentlich zugänglichen Internets, nach Erwähnungen der bekanntesten deutschen Marken, Meinungsbildern und Nennungen im Zusammenhang mit Boykott untersucht.
Mit 222 Nennungen war Aspirin die Marke mit den meisten Boykottaufrufen, gefolgt von Adidas mit 164 Aufrufen und BMW mit 146 Aufrufen.
Die gesamten Studie gibt es hier
Die Pressemitteilung dazu gibt es hier
Die Süddeutsche Zeitung über Gridpatrol
Mai 23rd, 2006 by Alexander Becker
Ein rasant wachsender Markt: Mittlerweile verbreitet sich bereits sechs Prozent aller Word of Mouth via E-Mail, Instand Messanger, Blogs oder online Chat-Rooms. Zu diesem Ergebnis kommt die April-Auswertung der Marktforscher der Keller Fay Group. Laut ihrer Untersuchung läuft 92 Prozent aller Word of Mouth noch offline (71 Prozent im „face to face“-Kontakt und 21 Prozent über das Telefon. Die wirklich interessanten Zahlen sind jedoch: „The survey also revealed a key aspect of what consumers are referencing when talking about brands in their conversations:
- 41% referenced something heard or seen in the media
- 15% referenced an ad
- 8% referenced editorial or entertainment content
- 5% referenced information given at the point of purchase
- 4% referenced a coupon or other promotion







