Juli 13th, 2011 by Alexander Becker
Der Text ist nicht gerade politisch korrekt, dafür gibt es aktuell wohl kaum ein Schaubild, das schneller und besser erklärt wo die Stärken der einzelnen Social-Media-Plattformen liegen.
Bis auf Quora dürften alle oben genannte Plattformen bestens bekannt sein. Quora befindet sich gerade noch in der Closed-Beta-Phase und bezeichnet sich selbst als „a continually improving collection of questions and answers created, edited, and organized by everyone who uses it.“ Klingt spannend.
Juni 28th, 2011 by Alexander Becker
Ob für Twitter oder Facebook: Fast so wichtig wie der Inhalt eines Postings ist der richtige Zeitpunkt. Es macht kaum einen Sinn eine noch so gute Geschichte, einen Linktipp oder ein Statement dann via Microblogging-Dienst oder Social Network abzusetzten, wenn kaum einer der anvisierten Zielgruppe das Posting mitbekommt.
Sowohl für Twittter wie auch für Facebook gibt es mittlerweile recht gutes statistisches Material für den richtigen Veröffentlichungs-Zeitpunkt. Für das US-Network hat Kissmetrics gerade das Like-Verhalten der Facebook-Nutzer untersucht. Demnach sollte man lediglich 0,5 Posts pro Tag veröffentlichen, um die möglichst höchste Anzahl an Likes pro Posting zu erzielen.
Weitere Resultate: Der ideale Zeitpunkt für ein Posting ist um die Mittagszeit und am besten reagieren die Nutzer offenbar samstags.
Für Twitter ist es weit schwerer solche absoluten Aussagen zu treffen. Allerdings gibt es für den Microblogging-Dienst ein höchst praktisches Tool, dass die beste Posting-Zeit individuell ermittelt. So kann das Tool Tweriod berechnen, wann die eigenen Twitter-Follower am aktivsten sind. Damit lassen sich wiederum einfache Rückschlüsse anstellen, wann die beste Zeit für eigene Postings ist. Es gilt die Regel: Je mehr Follower gerade aktiv sind, desto höher ist die Wahrscheinlickeit, dass die eigenen Nachrichten gelesen und weiterverbreitet werden.
Robert Basic testete das Tweriod bereits und schreibt über das Angebot: “Wozu man das brauchen kann? Einmal aus Spaß an statistischen Spielereien. Und zum anderen zur Veröffentlichung von Tweets, um möglichst viele “wache” Follower zu erreichen. Tweets zeigen eine ziemlich kurze Halbwertszeit auf, viele sind schon nach 1 Stunde vergessen, im gesamten Twitter-Strom von 150 Mio Tweets pro Tag.”
Juni 1st, 2011 by Sten Franke
Für kurze Zeit sprach niemand mehr im deutschen Web über Ehec. Am gestrigen Dienstag gab es kurz nach neun nur noch ein Thema: den Freispruch für Jörg Kachelmann. Nach über einem Jahr ist die Frage, ob der Wettermoderator seine ehemalige Lebensgefährtin vergewaltigt hat, noch immer nicht beantwortet. Klar ist aber: die Beweise belegen dies nicht, also heißt es „im Zweifel für den Angeklagten“.
Die meisten Prozess-Beobachter der klassischen Mainstream-Medien kommentierten das Urteil des Landgerichts Mannheim mit einer gewissen Befriedigung. Sie begrüßten den Richterspruch und hielten ihn für richtig. Das sahen die Zuschauer von n-tv genauso. In einer ersten Umfrage, eine Stunde nach Verkündung des Freispruchs, hielten 83 Prozent die Entscheidung für richtig.
Aber wie reagierte das Social Web? Ethority analysierte mit seinem Social Media Monitoring Tool „gridmaster“ das Gesprächsaufkommen. Das Ergebnis lässt sich in einem Satz zusammenfassen: Das Web begrüßt den Freispruch von Kachelmann und Alice Schwarzer nervt.
Bei einem ersten Blick auf die Ergebnisse zeigt sich, dass aufgeschlüsselt nach Tonalität nur 14 Prozent aller Facebook- und Foren-Nutzer, Twitterer und Blogger positiv über den Kachelmann-Komplex sprechen. 66 Prozent sprechen in einem neutralen Ton und 20 Prozent äußern sich negativ. Die Personen, die sich ablehnend zu Wort melden, regen sich allerdings weniger über den Angeklagten auf, als vielmehr über Alice Schwarzer, die für die Bild die Verhandlungen beobachtete und sich bis zum Prozess-Schluss weniger mit der juristischen, sondern vielmehr mit der moralischen Schuldfrage beschäftigte.
Eine weitere Erkenntnis der Kurzstudie ist, dass der Fall Kachelmann bei Twitter mit 2513 zwar den größten Buzz erzeugte, die Reichweite mit 238.950 Kontakten aber hinter Facebook mit 276.012 anstehen musste. Der Facebook-Buzz lag bei 1259. Die mit Abstand höchste Reichweite erzielten allerdings die Blogs mit 301.007 Kontakten. Dagegen lag das Buzzvolumen in der Blogosphäre bei nur 1330.
Eine Analyse der am häufigsten verwendeten Wörter zeigt, dass neben den erwarteten Begriffen wie „Kachelmann“, „Mannheim“ oder „Prozess“ auch eine erstaunliche Häufung des Wortes „Verständnis“ zu finden ist.
Ob das Verständnis allerdings so weit reicht, dass der Meteorologe auch bald wieder als Wettermoderator im TV arbeiten kann, bleibt abzuwarten. Unsere Analyse zeigt allerdings, dass das Social Web relativ wenige Ressentiments gegen den Schweizer hegt. Für den Wiederaufbau der eigenen Reputation ist dies eine solide Ausgangsposition.
Mai 20th, 2011 by ethority - Social Media Intelligence Team
Top Twitter-Links:
Rundumerneuerung von Xing
Xing-Nutzer erwarten im Juni eine Reihe von Änderungen. Nicht nur das Design der Seite erstrahlt dann in neuem Glanz, auch eine neue Informationsarchitektur und weitere Detailverbesserungen werden von Grund auf neu konzipiert. Ziel ist es, das Netzwerk noch klarer und intuitiver zu gestalten.
Lady Gaga stellt neuen Follower Record auf Twitter auf
Die Sängerin ist somit die erste Twitter-Nutzerin, die die 10 Millionen-Follower-Marke geknackt hat. Ihr Tweet an die Massen: “10MillionMonsters! I’m speechless, we did it! Its an illness how I love you. Leaving London smiling.”
Studie deckt auf: Social Media ROI von 100, 200, und sogar 1000 Prozent
Social Media Marketing gewinnt in Unternehmen mehr und mehr Zuspruch. Die Zahlen der Studie sprechen für sich: Das Entwickeln einer Social Media Strategie sowie das Messen des ROI gehören zu den Hauptherausforderungen im Social Media Marketing.
Highlight der Woche
Facebook Mania: Israelisches Ehepaar benennt Kind nach dem „Like“-Button
Die Liebe zu Facebook scheint bei diesem Ehepaar keine Grenzen zu kennen. Ob der Name in ein paar Jahren noch „gefällt“ bleibt jedoch abzuwarten.
Fundstück der Woche
Infografik: Social Media Demografie
Demografie-Vergleich zwischen Facebook-, Twitter- und LinkedIn-Usern.
Infografik: Kosten und Nutzen im Social Media Marketing
Zwar sind Facebook, Twitter und Co. kostenlos, Social Media Marketing kostet jedoch:
Mai 13th, 2011 by ethority - Social Media Intelligence Team
Top Twitter-Links:
Neue Funktion: Facebook-Seiten können jetzt auf Fotos markiert werden
Bisher können allerdings Seiten der Kategorie „Brands & Products“ sowie „People“ auf Fotos markiert werden. Der neuen Funktion wird ein hoher Stellenwert zugewiesen. Markiert ein Nutzer beispielsweise eine Marke auf einem seiner Bilder, so erscheint dies auch auf der Facebook Seite, ist somit auch für andere Nutzer sichtbar und kann zur Generierung neuer Fans genutzt werden.
Neuer Trend im auf Facebook, Twitter und Co.: „Foodtography“
Immer mehr User veröffentlichen Fotos ihrer Mahlzeiten. Die Gründe hierfür variieren hierbei von der Selbstdarstellung bis hin zum Führen eines „Esstagebuchs“. Übrigens: am meisten werden Süßspeisen dicht gefolgt von Gemüse fotografiert.
Datenpanne bei Facebook
Jahrelang konnten Werbekunden möglicherweise auf die Daten von Facebook-Nutzern zugreifen. Facebook hat bereits Maßnahmen zur Schließung der Sicherheitslücke getroffen. Den Nutzern wird empfohlen ihr Passwort zu ändern.
Strategiewandel: Pepsi setzt auf Social Media Marketing
Wer kennt sie nicht, die bekannten Pepsi-Spots in der Werbepause des Super Bowl. Doch damit soll jetzt Schluss sein. Seit 23 Jahren wird es in der nächsten Saison keinen Spot mit Justin Timberlake, Britney Spears und Co. mehr geben. Der Werbeetat wird stattdessen in Social Media Aktivitäten des Unternehmens fließen.
Highlight der Woche
Kampf der Giganten: Facebook gegen Google
Wie am Donnerstag bekannt wurde, beauftragte Facebook eine Agentur, die Google-kritische Artikel in Umlauf bringen sollte. Ein Agenturmitarbeiter, der sich weigerte Unwahrheiten über die Suchmaschine zu verbreiten, ließ den geheimen Deal platzen.
Fundstück der Woche
Video: A World Without Facebook
Viele beeindruckende Zahlen und Fakten des Netzwerks sind hier in Videoform dargestellt:
A World Without Facebook from Kelly Lacy on Vimeo.
125 Jahre Coca-Cola Jubiläumsspot
Coca-Cola feiert 125-jähriges Jubiläum mit gelungenem Coke-Spirit Imagefilm. Auf den digitalen Plattformen, wie der Coca-Cola Facebook Seite gibt es dazu 125 Gründe, um an eine bessere Welt zu glauben.
Mai 2nd, 2011 by Alexander Becker
Am gestrigen Morgen ist dem Sprecher von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Steffen Seibert, ein peinlicher Fehler passiert. Er ließ im Namen der Bundeskanzlerin verlauten: “#Kanzlerin: Obama verantwortlich für Tod tausender Unschuldiger, hat Grundwerte des Islam und aller Religionen verhöhnt.” Seibert verwechselte US-Präsident Barack Obama mit dem getöteten Terroristen Osama Bin Laden.
Aus dem peinlichen Fehler und den daraus resultierenden Reaktionen lassen sich allerdings drei interessante Rückschlüssen ziehen.
1. Twitter ist endlich auch in Deutschland ein ganz ernsthafter Kanal
Groß war die Aufregung unter der Hauptstadtpresse, als Seibert anfing zu twittern und die Journalisten damit zwang einen weiteren potentiellen Nachrichtenkanal auf den Schirm zu behalten. Heißt: Sie mussten Twitter ernstnehmen. Genau das machen sie mittlerweile. Deshalb auch die harschen Reaktionen auf den Vertipper. Nur über etwas, dass man wirklich ernst nimmt, kann man sich entsprechend aufregen.
2. Die Zeit der Spielerei ist vorbei. Auch Twitter muss professionell angegangen werden.
Wenn also selbst eher innovationskritische Politikjournalisten Twitter nutzen, um seriös informiert zu werden, habe die Follower auch einen gewissen Anspruch, dass man sich größtmögliche Mühe gibt, seine Leser fehlerfrei zu bedienen. Bei Privatnutzern ist das wurscht. Aber bei einem Regierungssprecher sollte immer ein Schlussredakteur die Tweets gegenlesen.
Für Unternehmen und andere Profi-Nutzer bedeutet das auch, dass die Zeit des gedankenlosen Rumspielens auf Twitter und anderen Social Media-Plattformen vorbei ist. Spätestens jetzt ist es an der Zeit den Microbloggins-Dienst professionell anzugehen.
3. Man darf Fehler machen, sollte sie aber nicht versuchen zu vertuschen.
Trotz allem professionellen Bemühen passieren Fehler. Wichtig ist, wie man mit ihnen umgeht. Seibert ging wie folgt vor. Er schrieb erst “Korrektur: bin Laden verantwortlich für tod tausender unschuldiger.”. Löschte später aber den Ursprungs-Tweet und die Korrektur, um nur noch den richtigen Tweet: “#Kanzlerin: Osama bin Laden verantwortlich für Tod Tausender Unschuldiger, hat Grundwerte des Islam und aller Religionen verhöhnt.” stehen zu lassen.
Das ist die falsche Vorgehensweise. Gerade bei Social Media gilt: Möglichst viel Offenheit. Wenn also Fehler passieren, entschuldigen und korrigieren. Aber nicht ständig alles wieder löschen. Die Nutzer wollen mit authentischen Menschen kommunizieren und echte Menschen sind nicht perfekt. Denn genau das macht sie – auch in Social Medien – besonders sympathisch.
Mai 2nd, 2011 by Alexander Becker
Noch immer betreiben selbst vermeintliche Experten Social Media, indem sie einfach irgendwan irgendwas in “Twitter oder Facebook reinschreiben”. Das ist oftmals amüsant, hilft bei einer professionellen Kommunikation aber immer nur bedingt weiter.
Denn das Hauptziel der meisten Social Media-Kommunikation lautet immer: möglichst viele Nutzer erreichen. Das Funktioniert, indem man seine Postings so aufbereitet, dass sie einfach zu lesen sind, den Nutzer nicht langweilen und trotzdem eine seriöse Botschaft transportieren und indem man sie dann platziert, wenn sie von möglichst vielen Menschen gelesen und im Idealfall weiterverbreitet werden.
Mit der richtigen Länge eines Facebook-Postings beschäftigt sich Buddy Media und Jochen Hencke: “‘In der Kürze liegt die Würze’, dieses Sprichwort scheint wohl auch bei Facebook-Statusupdates zu gelten. Laut einer Untersuchung von Buddy Media, weisen Posts mit einer Länge bis zu 80 Zeichen eine 27 Prozent höhere Interaktionsrate auf, als längere”, schreibt Hencke. “Am erfolgreichsten sind die Posts übrigens, wenn sie an einem Donnerstag oder Freitag”.
Mit der richtigen Uhrzeit beschäftigt sich dagegen Robert Basic. Der Blogger stellt deshalb das Tool Tweriod vor. Das Angebot kann bereichnen, wann die eigenen Twitter-Follower am aktivsten. Damit lassen sich dann wiederum einfache Rückschlüssen anstellen, wann die beste Zeit für eigene Postings ist. Es gilt die Regel: Je mehr Follower gerade aktiv sind, desto höher ist die Wahrscheinlickeit, dass die eigenen Nachrichten gelesen und weiterverbreitet wird.
Basic schreibt über das Tool: “Wozu man das brauchen kann? Einmal aus Spaß an statistischen Spielereien. Und zum anderen zur Veröffentlichung von Tweets, um möglichst viele “wache” Follower zu erreichen. Tweets zeigen eine ziemlich kurze Halbwertszeit auf, viele sind schon nach 1 Stunde vergessen, im gesamten Twitter-Strom von 150 Mio Tweets pro Tag.”
April 21st, 2011 by ethority - Social Media Intelligence Team
Top Twitter-Links:
Wahlkampf 2.0: Obama zu Besuch bei Facebook
Bei einer von Facebook per Video übertragenen Diskussionsrunde stand der US-Präsident Rede und Antwort auf Useranfragen zum Thema der geplanten Haushaltskürzungen. Sein Auftritt diente vor allem der Aktivierung von jungen und energetischen Wählern.
ZDFonline: mit diesen Zwei twittert man besser
ZDFonline gehört zu den beliebtesten Twitter-Accounts überhaupt. Marco Bereth und Michael Umland hatten sich schon 2009 den Account bei Twitter gesichert. Ihr Erfolgsrezept: Sie setzen bei ihren Tweets vor allem auf den Dialog mit den Followern.
Google stellt Video-Dienst endgültig ein
Anfang Mai ist es soweit: das Hochladen von Clips ist über Google Videos nicht mehr möglich, sondern erfolgt ausschließlich über YouTube. Bereits vorhandene Videos werden ebenfalls gelöscht.
Highlight der Woche
Angry Birds im Oster-Look
Passend zum Osterfest gibt es nun auch eine Oster-Spezialausgabe der beliebten App:
Wir wünschen euch allen ein Frohes Osterfest und ein paar schöne erholsame Tage!
Fundstück der Woche
The Back of a Webpage
Wer schon immer wissen wollte, wie die Rückseite einer Website ausschaut, hier des Rätsels Lösung:
Neuer Old-Spice Spot: Der Mann, der aus dem Treibsand kam
Sehenswerte neue Kampagne für “Old Spice Danger Zone”
April 8th, 2011 by ethority - Social Media Intelligence Team
Top Twitter-Links:
Fan-Boom auf Leo Messi’s Facebook Page
Unglaublich aber wahr: Bereits 7 Stunden nachdem der Weltfußballer seine Facebook Page eröffnete, konnte diese knapp 7 Millionen Fans verzeichnen.
Sat. 1-Panne: Fake-Rangnick sammelt „Gefällt mir“
Nachdem Sat.1-Reporter Wolff-Christoph Fuss während des Champions-League-Spiels am Dienstag behauptete, der neue Schalke 04 Trainer mache es seinem Vorgänger Felix Magath gleich und habe eine eigene Facebook Page, kam es auch hier zu einem starken Fanzuwachs – in kürzester Zeit stieg die Zahl von 1.600 auf 11.800. Dumm nur, dass die Page offenbar ein Fake ist.
Hornbach-Spot räumt ab
Der Spot von Hornbach „Wie viel Wahnsinn steckt in dir?“ hat es tatsächlich geschafft und setzt sich mit Abstand gegen die Konkurrenz durch. Bei der Verleihung des Werbefilmpreises „Die Klappe“ hat der schon im Vorfeld viel verlinkte Spot 4 von 5 goldene Klappen abgeräumt.
Highlight der Woche
„Kommen bald Unternehmensseiten à la Facebook auf Twitter?“
Den Unternehmen dürfte dies gefallen, denn diese Änderung würde nicht nur den Gestaltungsspielraum erweitern, sondern auch ein spezifischeres Targeting ermöglichen. Wir sind gespannt:
Fundstück der Woche
Internetic (Technologic Remix)
“Tweet it, rate it, like it, star it, digg it, tag it, zip – email it …” Wer errät, wie es weitergeht? Schaut selbst:
April 5th, 2011 by Alexander Becker
Eine gute Nachricht für Unternehmen, Twitter-Freunde und Social Media-Enthusiasten. Nach Informationen des britischen Branchendienstes Marketingmagazine.co.uk plant das 140-Zeichen-Start-up schon bald Branded-Fanseiten anzubieten.
„The pages would work in a similar way to Facebook Pages, providing brands with their own space to deliver content and encourage Twitter users to follow them“, schreiben die Werbeexperten mit Verweis auf Personen, die mit den Projekt vertraut sein sollen.
Angeblich arbeitet Twitters Chief Executive Dick Costolo, and Adam Bain, President of Revenue, bereits unter Hochdruck an dem Projekt.

Bislang sehen die Markenseiten bei Twitter so aus…
Die Idee hat tatsächlich einen gewissen Charme. Um Marketer glücklich zu machen, müssten die Pages dem Facebook-Angebot sehr stark ähneln. Heißt: Anstatt Freund von einer Seite zu werden, müssten die Zwitscherer der Marke Folgen. Die Seiten würden wie beim Social Network die Möglichkeit erhalten, dass man sie über kleine Apps erweitert sowie, dass man Videos und Bilder integrieren kann.

… schon bald könnten sie aber mehr so aussehen
Der besondere Clou eines solches Angebotes wäre allerdings die Möglichkeit, dass im Zentrum der Fanseite eine Art Twitter-Seach stehen würde, die alle Tweets zur Marke sammeln könnte. So könnte das Unternehmen an zentraler Stelle mit allen seinen Fans, Freunden und potentiellen Neukunden kommunizieren. Eine schnellere Brand-Kommunikation wäre heute kaum Denkbar.
Als Möglichen Starttermin nennt das Marketingmagazin die etwas schwammige Formulierung „schon bald“. Sicher meinen die Engländer jedoch sagen zu können, dass das neue Angebot erst einmal in den USA online gehen würde.
Als Grund, warum die Twitter einen solchen Service überhaupt ausrollen sollte, nennen die Marketing-Experten, die Suche von Twitter nach neuen Werbe-Einnahmen. Neben den potentiellen Werbeeinnahmen, könnte sich die Zwitscher-Company, anders das Social Network, die Einrichtung einer Brand-Seite im Facebook-Style gut bezahlen lassen.
April 1st, 2011 by ethority - Social Media Intelligence Team
TOP TWITTERLINKS:
Europäischer Gerichtshof entscheidet: Auch Tiere haben ein Recht auf Privatsphäre im Internet
Jetzt ist es offiziell! Den Usern wird geraten, ihre Fotos schnell zu sichern und zu archivieren, bevor sie unwiederbringlich aus dem Netz gelöscht werden. Facebook Alternative ist ein eigenes Profil für die geliebten Hausmitbewohner. Dr. Benedikt Köhler, selbst Katzenbesitzer, ist positiv überrascht: “Aus privater Sicht begrüße ich die Entscheidung. Ich mag es schließlich auch nicht, wenn Bilder meiner Katze im Web einfach so verbreitet werden.“
„Gefällt mir“ bei Facebook – „+1“ bei Google
Durch den neuen +1-Button möchte Google die Suchergebnisse eines Nutzers stärker mit seinem Freundeskreis verknüpfen. Einzelne Suchergebnisse und Inhalte können nun durch einen Klick auf „+1“ hervorgehoben werden.
Reaktion auf den +1-Button von Google: Facebook führt +2 Button ein
Der Kampf um den „Gefällt mir“-Button geht in die nächste Runde. Nachdem Google gestern die neue +1-Funktion präsentierte, reagierte Facebook unverzüglich: von nun an kann man nicht nur „liken“ sondern auch „pluszweien“.
FullyFollow.Me – Neuer Service für Social Networks
FullyFollow.Me macht’s möglich – User können von nun an ihre Accounts bei Twitter, Facebook und LinkedIn zu einem einzigen Account verknüpfen. Das Besondere daran: ein Klick genügt und die User können die neusten Aktivitäten ihrer Freunde verfolgen.
Behind the Scences at Facebook
MTV Zuschauer in den USA erhielten am vergangenen Mittwoch Einblicke in die Vorgänge des weltweit größten sozialen Netzwerks. Die Videos der Doku sind nun auch online verfügbar:
Highlight der Woche:
Aprilscherze 2.0
Die Aprilscherze eroberten das Netz. Bei Twitter waren sie der Trend des Tages und auch Google setzte am Tag der Scherze verstärkt auf Witze. Googles beliebtester Scherz: das Finger Work-Out „Chromericse“, das ein schnelleres Surfen auf dem Browser Google Chrome versprach.
Fundstück der Woche:
Infografik: 20 Fakten über YouTube
Schon gewusst? YouTube belegt Platz 3 der meistbesuchten Websites weltweit. Alle weiteren Fakten zum Video Sharing Portal gibt es hier:
März 29th, 2011 by ethority - Social Media Intelligence Team
Wir freuen uns über die große Resonanz an unserem heutigen Gewinnspiel zum „Social Media Marketing Kit“.
Das Los hat entschieden: Annika V. M @Rabbit_Runz hat gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!
Wir wünschen viele interessante Stunden und Gespräche auf der re:publica 2011 sowie viel Freude mit der Social Media Tasse und dem Mousepad. Um Dir den Gewinn so schnell wie möglich zukommen zu lassen, schick uns bitte Deine Kontaktdaten per Direct Message an Twitter @ethority. Vielen Dank!
An alle, die nicht gewonnen haben ein großes Dankeschön und Ihr könnt Euch auf weitere Aktionen freuen!
März 28th, 2011 by Alexander Becker
Diesen Dialog hätte sich kein Sketchschreiber besser ausdenken können. Am vergangen Freitag wurde das gezwitscher von Regierungssprecher Stefan Seibert auf einmal das große Thema in der Bundespressekonferenz.

Ausgangspunkt und Aufreger war der Umstand, dass der Merkel-Kommunikator via Twitter eine USA-Reise der Kanzlerin angekündigt hatte . Einige Journalisten waren daraufhin von scheinbar existentiellen Fragen getrieben, die ein äußerst fragwürdiges Licht auf ihr Berufsbild und ihren Willen werfen, sich neuen technischen Begebenheiten anzupassen.
Die wichtigsten Fragen im Überblick:
1. Ist Twitter überhaupt sicher?
2. Muss man sich jetzt bei Twitter anmelden um über den Terminplan der Kanzlerin auf dem Laufenden zu bleiben?
3. Hat der Regierungssprecher vor, via Twitter auch zu Antworten oder ist überwiegend nur mit Einbahnstraßen-Staftsments zu rechnen?
4. Ist das so gewollt, dass auch normale Menschen den Nachrichten des Sprechers folgen, mit ihm versuchen zu kommunizieren und er sogar antwortet?
Die Diskussion ist teilweise so skurril, dass ich sie zum Teil komplett von der Seite der Bundesregierung kopiert haben (Danke an Wiegold für den Link und einen ersten Text-Auszug).
FRAGE: Herr Dr. Steegmans (Regierungsprecher), muss ich mir in Zukunft einen Twitter-Account zulegen, um über relevante Termine der Bundeskanzlerin informiert zu werden? Ich beziehe mich konkret auf die Ankündigung des Regierungssprechers, dass die Bundeskanzlerin in die USA reist.
SRS DR. STEEGMANS: Im Informationsgeschäft wissen Sie: Viel hilft viel.
Ich glaube nicht, dass wir bislang Ihnen gegenüber mit Informationen geizig gewesen sind und dass jemand, der von Ihnen an eine Information herankommen wollte, am Ende überrascht wurde, dass wir irgendwelche anderen Kanäle bevorzugt bedient hätten. Als professioneller Kunde unseres Hauses gehen wir natürlich davon aus, dass Sie alle bei Twitter eingeloggt sind. Sagen wir es umgekehrt: Wir fänden es nicht schlecht, wenn Sie bei uns Kunde wären.
ZUSATZFRAGE: Diese Twitter-Nachrichten haben einen Nachrichtenwert. Sie sind auch durchaus schon in Mitteilungen aufgegangen. Der Nachrichtendienst Twitter ist nicht sicher. Ich habe vorhin im Internet nachgeschaut. Es gibt zahlreiche Beispiele für Fälschungen von Schauspielern, so Beispiel Martina Gedeck bis hin zum Dalai Lama. Kann ich davon ausgehen, dass das, was dort getwittert wird, wirklich sicher ist? Das kann ja durchaus Folgen haben.
Wenn es mir gestattet ist, darf ich einen Satz des ehemaligen Bundesinnenministers zitieren, der in einem Interview sagte: “Wer mit Twitter seine stündlichen Bewegungen der Öffentlichkeit mitteilt, kann nicht erwarten, dass der Staat ihn vor der Erstellung von privaten Bewegungsprofilen schützt.” Es ist also auch eine Frage der Sicherheit. Ist die Sicherheit in diesem Fall gewährleistet?
SRS DR. STEEGMANS: Das, was technisch möglich ist, haben wir gewährleistet. Wir wissen um die Risiken des Internets. Sollte irgendjemand Zweifel haben, ob eine Twitter-Nachricht des Regierungssprechers echt ist, empfehle ich einen kurzen Anruf beim CvD. Grundsätzlich ist unsere Erfahrung, dass dieser Twitter-Dienst sehr gerne angenommen sind. Da wir nicht nur ein Presseamt, sondern auch ein Informationsamt der Bundesregierung für alle Menschen in Deutschland sind, hielten wir es für richtig, diesen Weg zu wählen.
FRAGE: Herr Dr. Steegmans, ich wüsste gerne, wann die Mitteilung über den Besuch der Bundeskanzlerin offiziell vom Bundespresseamt mitgeteilt worden ist.
SRS DR. STEEGMANS: Ich müsste das nachschauen. Da einer der Chefs vom Dienst jetzt zuschaut, bitte ich herzlich um eine SMS. Ich bin auch nicht sicher, ob dieser Weg hundertprozentig sicher ist. Aber ich habe Vertrauen darin, dass ich schnellstmöglich Datum und Uhrzeit per SMS geliefert bekomme.
ZUSATZFRAGE: Die Frage ist: Kann es sein, dass außer über Twitter über diese USA-Reise im Juni nirgendwo berichtet wurde? Das ist ja eine andere Qualität. Wenn Herr Seibert twittern will, weil er Zeit hat, ist das alles gut und schön. Aber das geht ja bis hin zu der Frage, wozu man dann noch Chefs vom Dienst braucht, wenn Herr Seibert die Termine twittert.
SRS DR. STEEGMANS: Sie wollen doch in Wahrheit wissen, ob es eine Benachteiligung ist, dass eine Information möglichweise statt über den CvD-Verteiler über Twitter herausgegangen ist. Nein, diese Auffassung teilen wir nicht.
ZURUF: Ich will wissen, ob es Termine nur über Twitter bei Ihnen gibt oder ob das ein ergänzendes Angebot ist.
SRS DR. STEEGMANS: Das ist ein ergänzendes Angebot. Die Information an sich war auch auf Anfrage im Bundespresseamt schon vorher erhältlich. Aber wir haben, weil es eine tagesaktuelle Berichterstattung gab, auch noch diesen Weg gewählt.
ZURUF: Wenn ich korrigieren darf: Das stimmt nicht. Es wurde dementiert. Es gab irgendwann einmal eine Meldung. Das Bundespresseamt hat durch Herrn Seibert erklärt: Es gibt noch keine Vereinbarung über den Besuch. Der nächste Info-Schritt war das Twittern von Herrn Seibert, und danach gab es keine Informationen mehr. Deswegen meine Frage: Ist Twitter ein offizielles Mitteilungsorgan des Regierungssprechers, der Bundeskanzlerin, der Bundesregierung oder eine Ergänzung?
SRS DR. STEEGMANS: Zum Zeitpunkt dieses “irgendwann einmal”, an das ich mich auch noch erinnere, gab es noch keinen Informationsstand, der mitteilenswert gewesen wäre. Zum Zeitpunkt der Twitter-Nachricht von Steffen Seibert war die Information belastbar, die Entscheidung gefallen. Zu diesem Zeitpunkt war die Information auch auf Anfrage bei uns abrufbar. Insofern erkenne ich keinen Widerspruch.
Ich habe eben schon einmal gesagt, was den Informationsgehalt der Twitter-Nachrichten angeht: Wer immer Zweifel hat, dass irgendetwas nicht stimmt, kann sich in Minutenschnelle rückversichern. Dementsprechend wüsste ich kein Problem oder keinen Widerspruch zu nennen, den wir an irgendeiner Stelle auflösen müssten.
FRAGE: Ich möchte meine Einschätzung dazu in eine Frage kleiden, die in die gleiche Richtung der Frage geht: Es ist schon eine wichtige Unterscheidung. Wurde im Bundespresseamt geprüft, ob man offizielle Mitteilungen, offizielle Einschätzungen und Mitteilungen über Termine über den Internetnachrichtendienst Twitter oder zeitgleich über die bisherigen Wege per Mail oder per Fax verteilt?
Für uns ist per Mail von Vorteil, weil für die Agenturen ‑ in die Richtung geht sicher auch die Frage der Kollegen ‑ schon eine wesentliche Rolle spielt, ob man als Korrespondent täglich 24 Stunden lang den Twitter-Nachrichtendienst verfolgen sollte. Das ist sicher unbenommen so; da haben Sie wahrscheinlich recht. Dennoch: Ist die Informationspflicht des Bundespressamtes sozusagen darüber dann gewährleistet? Oder überlegt man sich, nicht auch in Zukunft die Parallelität sicherzustellen?
SRS DR. STEEGMANS: Was die Parallelität angeht, so bemühen wir uns grundsätzlich immer, den Kreis, von dem wir glauben, dass er unserer Erfahrung nach auf Anfrage oder aufgrund von Gepflogenheiten von uns bedient werden muss, selbstverständlich mit Informationen zu bedienen. Wir denken aber auch, dass es ein gewisses Spannungsverhältnis zwischen einem Informationsangebot und einer Informationslieferung gibt.
Sie werden es umgekehrt von uns auch kennen, dass wir manchmal Ihnen gegenüber Informationen auf Anfrage herausgeben ‑ beispielsweise telefonisch ‑, den großen Verteiler aber erst in Anspruch nehmen, wenn wir das Informationsangebot auch umfassender zusammengestellt haben ‑ beispielsweise nicht nur Tage, sondern auch Uhrzeiten und Orte nennen können ‑ und Sie anschließend über den großen Verteiler beliefern.
Ich denke, dieses Spannungsverhältnis kann eine Medienlandschaft auch ertragen. Es ist auch nicht so, dass, wenn eine Agentur bei mir anruft und etwas erfragt, ich anschließend von mir aus hingehen und alle anderen Nachrichtenagenturen mit der Begründung anrufen und sagen müsste: Aus Gründen der Chancengleichheit müsst ihr über die Information, die der Kollege XY gerade abgefragt hat, natürlich auch informiert sein.
Ich glaube, es würde Ihnen auch nicht umgekehrt gefallen. Ich finde, dass wir deshalb gut beraten sind, dass diejenigen, die sich für Twitter interessieren, Twitter abonnieren, dass diejenigen, die glauben, dass es für eine solide Information ausreicht, auf die E-Mail-Verteiler des Bundespressamtes zugreifen, selbstverständlich nur dort angemeldet sein können und dass diejenigen, die es vorziehen, über die Informationen, die wir aktiv von uns aus versenden, minutiös auf dem Laufenden zu sein und ihrer Praxis weiter frönen und per Telefon fragen, ob es etwas Neues gibt. Wir werden dafür bezahlt. Wir machen das gerne.
FRAGE: Herr Dr. Steegmans, als älterer Mensch, der mit diesen neumodischen Kommunikationsformen nicht so vertraut sind, eine grundsätzliche Frage: Hat es irgendwann einmal vonseiten des Bundespressamtes einen Hinweis darauf gegeben, dass nun auch über Twitter wichtige Informationen verbreitet werden und man sich möglicherweise als Kunde oder Follower ‑ ich weiß nicht, wie das dort heißt ‑ anmelden müsste?
SRS DR. STEEGMANS: Meinem Kenntnisstand nach ja. Ich reiche aber gerne nach, ob Sie auf dem Verteiler waren. Ich bin mir sehr sicher, dass wir es schon allein aus Eigeninteresse gemacht haben.
FRAGE: Noch ein Versuch, Herr Dr. Steegmans. Halten Sie es konkret für diesen Termin wirklich für angemessen ‑ auch vor dem Hintergrund, dass Präsident Obama wenige Tage vorher zwar seinen ersten offiziellen Staatsbesuch in Europa absolviert, aber nicht nach Deutschland kommt ‑, dies mit zwei verkürzten Sätzen per Twitter der Öffentlichkeit mitzuteilen?
SRS DR. STEEGMANS: Ich erkenne jedenfalls kein Problem darin.
FRAGE: Herr Dr. Steegmans, in dieser Woche hat sich Herr Seibert auf Twitter ‑ ich nenne es einmal so ‑ einen kleinen Schlagabtausch mit Volker Beck geliefert. Ist geplant, dass der Regierungssprecher künftig immer einmal wieder reagieren wird? Es kann ja jeder twittern. Ich habe Sie so verstanden, dass Sie über Twitter auch Bürger und nicht nur uns Journalisten erreichen wollen. Wird das wirklich ein richtiges Kommunikationsmittel des Regierungssprechers werden, um die Regierungspolitik in die Bevölkerung zu kommunizieren?
SRS DR. STEEGMANS: Erstens sage ich ganz frei, dass ich Sie nicht nur als Journalistin, sondern auch als Bürger erreichen möchte.
Zweitens glaube ich, dass wir dort die Ausnahme erlebt haben, die die Regel bestätigt. Es kann immer wieder vorkommen. Es hängt von der Situation ab.
Ich darf Ihnen umgekehrt sagen, dass wir nach diesen Gelegenheiten nicht ausdrücklich suchen. Aber wenn sich die Gelegenheit ergibt, dass über einen solchen schnellen Informationsaustausch an einen recht großen interessierten Kundenkreis Informationen weitergereicht werden können, werden wir das weiter tun. Wir leben in einer Informationsgesellschaft. Wir wissen um die Herausforderungen, dass verschiedene Generationen verschiedenartig mit Technik und Informationswegen umgehen. Wir halten uns im Bundespressamt seit Jahren regelmäßig auf dem Laufenden, was das Nutzerverhalten von elektronischen Medien und speziell dem Internet über die Jahre angeht, wie es sich entwickelt, was es für Zu- und Abneigungen gibt und wo technische Verbraucherschwierigkeiten liegen. Ich glaube aber, dass wir in Zeiten, wo sich insbesondere jüngere Menschen nachweislich weniger für Politik interessieren, gut beraten sind, neue und unkonventionelle Wege zu beschreiten.
FRAGE: Herr Dr. Steegmans, wird es eine neue Gepflogenheit, dass man Reisepläne Land für Land telefonisch im Bundespressamt abfragt? Wie kommt man zu der Möglichkeit, zu erfahren, wann die Bundeskanzlerin beabsichtigt, wohin zu reisen?
SRS DR. STEEGMANS: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ich, wann immer ein Korrespondent ein politisches Feld bearbeitet, regelmäßig angerufen und gefragt werde, was demnächst ansteht: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass, wann immer jemand etwas gehört hat, er oder sie bei mir anruft und das verifiziert oder darum bittet, kurz Bescheid zu geben, wenn sich etwas weiteres ergibt. Das ist mein Tagesgeschäft. Ich würde das nicht als neue Entwicklung betrachten, sondern ich glaube, das ist die Grundlage unserer Arbeit; Ihrer wie meiner.
ZUSATZ: Wieder etwas gelernt. ‑ Danke!
FRAGE: Herr Dr. Steegmans, nehme ich es richtig wahr, dass Sie dafür werben, dass wir Kunden oder Abonnenten von Twitter werden? Sie haben ganz bewusst zwischen Informationsangebot und Informationslieferung unterschieden. Heißt das, Sie wollen einen Mehrwert für diesen Dienst zurückbehalten? Nur dann lohnt es sich ja, Abonnent zu werden.
SRS DR. STEEGMANS: Nein. Da hätten Sie mich ausdrücklich falsch verstanden, Herr Leifert. Ich habe gesagt: Wenn Sie das Gefühl haben, dass möglicherweise hin und wieder über Twitter irgendetwas verbreitet wird, was Sie noch nicht wussten, dann glaube ich, dass Sie ein Eigeninteresse haben ‑ also nicht meinem Interesse folgen, sondern ein Eigeninteresse haben ‑, dass Sie sich diesen zusätzlichen Informationskanal erschließen. Die Entscheidung, ob Sie das tun oder nicht, liegt ausschließlich bei Ihnen. Ich habe ausdrücklich kenntlich gemacht, dass Sie dort nahezu keine Information erhalten ‑ ich will nicht ausschließen, dass dort irgendwann einmal ein Adjektiv gebraucht wird, das wir an der einen oder anderen Stelle so nicht gebraucht haben ‑, die Sie nicht auch auf anderem Weg erhalten könnten.
Umgekehrt glaube ich, dass es Informationen gibt, die nicht ausschließlich zuerst über Medienverteiler, sondern auch in der Direktkommunikation zur Verfügung gestellt werden dürften.
FRAGE: Abweichend von der normalen Praxis, kann ich Sie einfach darum bitten, in Ihrem Amt vielleicht noch einmal die verschiedenen Aspekte prüfen zu lassen, die damit einhergehen? Denn wenn man diese Kommunikationswege geht ‑ da schließe ich mich sicherlich den anderen Agenturkollegen an ‑, dann greift das tief in unsere Arbeitsabläufe ein. Wenn es da ein Sicherheitsproblem gibt, dann hilft der Hinweis “wenn Sie Zweifel haben, können Sie ja anrufen” uns als Agenturen nicht weiter. Denn wenn das eine autorisierte Verbreitungsquelle des Bundespresseamtes ist, dann werden wir “zuschlagen”, und dann werden wir im Zweifelsfall auch mit einer falschen Meldung “zuschlagen”. Das kann nicht im Interesse Ihres Ministeriums sein. Da berufe ich mich ausdrücklich auch auf das, was der Kollege zur Sicherheitsfrage gesagt hat. Ich denke, man sollte dazu sicherlich die verschiedenen Aspekte nachuntersuchen.
SRS DR. STEEGMANS: Sie wissen aber auch, dass nicht einmal ausgeschlossen werden kann, dass auch Internetseiten gehacked werden, obwohl dort unsererseits auch sehr viel Aufwand getrieben wird, um das sicherzustellen?
ZURUF: (ohne Mikrofon; akustisch unverständlich)
SRS DR. STEEGMANS: Das stimmt. Ich nehme die Anregung auch sehr gerne mit. Was die Zuverlässigkeit der Technik angeht, kann ich von hier aus jetzt keine abschließende Bewertung vornehmen. Was die Zuverlässigkeit der Information angeht, habe ich einen einfachen Weg aufgezeigt, wie man da auf der sicheren Seite sein kann. Ich glaube, dass auch in einem sehr schnellen Nachrichtengeschäft die zwei Minuten für ein Telefonat allemal noch drin sind.
FRAGE: Herr Steegmans, ich habe die Ankündigung, dass Herr Seibert twittert, verpasst. Könnten Sie mir sagen, seit wann er das macht? Macht nur er das, oder twittern Sie auch?
SRS DR. STEEGMANS: Es sind ein paar Wochen; ich habe jetzt das genaue Startdatum nicht da. Die Kollegen sind dran. Es sind Pi mal Daumen ein paar Wochen.
Ich mache das nicht. Wir sind an dieser Stelle der Linie erlegen, dass es vernünftig ist, dass es ein authentischer Absender ist. Dann finde ich es auch konsequent, dass das der Regierungssprecher macht und nicht der Stellvertreter.
FRAGE: Offen ist ja noch die Frage, ob die Sicherheitsanforderungen überprüft wurden. Hat Herr Seibert das gemacht, weil er ein junger tougher Typ sein will? Wurde das durch diesen ganzen BND-, BKA- und sonstigen Apparat “durchgerattert”, und am Ende stand, das können wir machen, da können wir auch Regierungs-, Kanzlertermine herausgeben, das ist eine sichere, seriöse Quelle, oder ist das einfach nur mal aus Lust und Laune heraus erfolgt?
SRS DR. STEEGMANS: Die technischen Abläufe, soweit wir die Informationen von unseren Geräten aus einspeisen, sind so weit sicher, dass wir sichergehen können, dass nicht irgendwie umgekehrt, während wir Informationen einspeisen, fremde Daten in unser Netz gelangen. Das ist die Sicherheitstechnik, die sich in unserem Zuständigkeitsbereich befindet.
Dann haben wir die Sicherheitstechnik, über die die Informationen auf die Nutzermasken kommen. Diese Sicherheitstechnik befindet sich per definitionem nicht in unserem Zugriffsbereich. Da auch Staatsoberhäupter anderer Staaten diese Technik nutzen, ist es, glaube ich, ein eingeführtes politisches Medium. Da wir die Einführung dieses Mediums für uns vorbereitet haben und wir in dieser Vorbereitungsphase nicht auf eine offenkundige Anzahl von Missbrauchsfällen mit unabsehbaren Folgen gestoßen sind, glaube ich, dass man ein solches kommunikatives Medium auf jeden Fall nutzen kann.
März 25th, 2011 by ethority - Social Media Intelligence Team
TOP TWITTERLINKS:
Echo-Verleihung Top-Thema bei Twitter
Die Verleihung des Echo-Preises war am gestrigen Abend, was die kommunikative Wirkung betrifft, ganz klarer Sieger. In Spitzenzeiten (21:00-22:00) thematisieren 45% der fernsehbezogenen Tweets diese Sendung.
Value of a Fan Studie
Die Studie wurde von Millward Brown und der World Federation of Advertisers veröffentlicht. Laut Studie sind die Investitionen im Social Media Bereich gestiegen und es werden die wichtigsten Grunderwartungen der Fans aufgezeigt:
http://www.marketing-boerse.de/
R.I.P. Liz Taylor
Am Mittwoch verstarb Liz Taylor im Alter von 79 Jahren, auch 2 Tage nach dem Ereignis gibt es immernoch zahlreiche Twitterer, die ihr gedenken. Im TV-Programm wird sie ebenfalls gewürdigt die nächsten Tage gewürdigt:
Google jetzt mit eigenem Online-Magazin
Obwohl Think Quarterly ohne große Vorankündigung auf den Markt gebracht wurde, ließen es sich die Twitterer im Nachhinein nicht nehmen, ordentlich Buzz zu produzieren.
Highlights der Woche:
dmexco Night Talk Hamburg
Am Mittwoch gab es beim dmexco Night Talk in Hamburg einen Vorgeschmack auf die diesjährige dmexco in Köln am 21. und 22. September. ethority ist zum 3. Mal dabei und wird neben Innovationen aus dem Bereich Social Media Monitoring und Social Media Strategy auch das neue Socialmedia-Prisma vorstellen. Wir freuen uns schon!
Fundstück der Woche:
S.N.A.K. – Tastatur für Social Media Junkies
Für alle Social Media Junkies gibt es jetzt die passende PC Tastatur – Social Network Access Keybord (S.N.A.K.) mit den wichtigsten Facebook Funktionen als Hot Key!

A Brief Cartoon History of Social Networking 1930-2011
März 25th, 2011 by ethority - Social Media Intelligence Team
Die Echo-Verleihung hat in ihren Quoten besonders in der jüngeren Zielgruppe, enttäuscht. Das sagen zumindest die Leistungswerte der Formate: nur 11,5% in der relevanten Zielgruppe. Wenn man aber den Schritt von Lean-Back-Metriken hin zu Lean-Forward-Metriken macht, wird die Wirkung der Formate deutlich.
Zum Beispiel lässt sich anhand des Feedbacks auf Twitter zeigen, welche Formate es schaffen, ihr Publikum zu aktivieren. Welche Formate ihre Zuschauer in Mitsprecher verwandeln. Die Verleihung des Echo-Preises mag zwar, was das passive Einschaltverhalten betrifft enttäuscht haben, was die kommunikative Wirkung betrifft, war dieses Format am gestrigen Abend ganz klarer Sieger. In Spitzenzeiten (21:00-22:00) thematisieren 45% der fernsehbezogenen Tweets diese Sendung.
Diese Maße sind insbesondere im Kontext der derzeitigen Evolution des klassischen passiven Fernsehens in Richtung Hybrid-TV und HbbTV von großer Bedeutung. In Zukunft werden wir uns wohl daran gewöhnen, neben den klassischen Einschaltquoten auch einen Blick auf die Buzzquoten der Fernsehformate zu werfen.
Wenn Sie mehr über die Erhebung von Lean-Forward-Metriken (nicht nur) für TV-Formate wissen möchten – unser Research-Team steht Ihnen gerne zur Verfügung.




















