April 25th, 2011 by Alexander Becker

Trove: diesen Namen sollten Sie sich merken. Denn Trove ist eine neue personalisierte Nachrichten- und Informations-Maschine. “Our goal: to aggregate the Web’s most interesting stories from a wide swath of sources, then give our users the power to customize what they see and how they see it”, heißt es in dem About-Text. Hinter dem Projekt steht die Washington Post.

Gespeist wird die Maschine aus tausend von Blogs und Nachrichten-Quellen. “Trove harnesses smart, flexible technology that learns from the choices you make. Some have called it “Pandora for news,” and the serendipity in its suggestions, pulled from around 10,000 sources, makes Trove a powerful tool for information discovery”, schreibt Washington Post-CEO Donald E. Graham in seinem Welcome-Letter.


Video: So funktioniert Trove

Trove basirt auf zwei Säulen: Zum einen legen die Nutzer eigene Nachrichten-Channels mit ihren Lieblings-Themen an. Zum anderen verfeinern die Nutzer ihren eigenen News-Filter ständig, in dem sie immer zwei Meldungen gezeigt bekommen und sich dann für eine entscheiden müssen. Mit Hilfe dieses Entweder- Oder-Verfahrens lernt der Algorithmus immer besser den einzelnen Nutzer zu verstehen und kann ihn so mit immer paßgenaueren News beliefern.

Ein erster Test zeigt: Die Bedienung ist nicht gerade intuitiv. Heißt: Es dauert einen Moment bis man sich in die Trove-Logik eingearbeitet hat. Dann liefert der Dienst jedoch tatsächlich recht schnell immer bessere Ergebnisse.

April 11th, 2011 by Alexander Becker

Endlich: Das Warten hat ein Ende. Nach dem ich es vergangen Woche noch beschrien habe, gibt es endlich einen Rivva-Nachfolger. Er hört auf den Namen Newshype und ist noch in der Closed-Beta-Phase.

Ich konnte das neue Portal schon einmal testen und muss gestehen: ich bin froh. Der Aggregator hat potential. Er ist nicht so schlicht wie Rivva, scheint dem Betrachter aber tatsächlich einen gewissen Überblick über den aktuellen Diskussionsstand in der Blogophäre zuverschafft.
Neuer Blog Aggregator Newshype

Allerdings setzt das neue Angebot weniger auf einen schnellern auf-einen-Blick-Überblick, sondern auf ein Ressort-Kozept. Die Inhalte werden in die Rubriken Politik, Gesellschaft, Kultur, Medien, Technik, Wissenschaft, Recht, Unterhaltung, Mode und Sport eingeordnet. „Das klingt ausgewogen“, findet Andre Vatter. „Abweichend ist hingegen auch die Hierarchisierung der gefundenen Einträge, die offenbar rubrikintern geschieht; zumindest ist nicht ersichtlich, welcher deutsche Top-Blogpost gerade richtig heiß und themenübergreifend diskutiert wird.“

Allerdings laufen die Ressorts noch nicht. So soll der Server überlastet sein.

Ich muss Andre nur bedingt Recht geben. Mir hat vor allen der Blick auf die Startseite mit ihrem ersten Themen-Überblick viel Spaß gemacht. Zu jedem angerissenen Blog-Posting wird angezeigt, wie viele Links die Story hat und wie oft sie via Twitter erwähnt wird. Allerdings ist es tatsächlich nicht ersichtlich, warum gerade eine bestimmte Storys dort zu finden sind. So sind einige Texte bereits von Freitag.

Hinter dem Projekt stecken die Köpfe von Netzfeuilleton.de. Sie versprechen: „Newshype will die meist verlinkten und meist diskutierten Artikel der deutschen Blogosphäre sammeln und damit Debatten zwischen Blogs abbilden. Dazu crawlen wir aktuell über 2000 Seiten und zugehörige Tweets.“

Auch wenn auf die Macher noch viel Arbeit wartet, hat das Angebot das Zeug dazu, zu einer wichtigen Anlaufstelle in der Blogophäre zu werden. Der Blog-Community fehlt seit dem Ende von Rivva eine Seite, die einen Überblick über die wichtigsten Diskussionen liefert. Newshype könnte diese Lücke schließen. Allerdings ist noch unklar, was die Macher anders als Rivva-Mastermind Frank Westphal machen wollen, dass ihnen nicht auch schon bald die Puste ausgeht. Hoffentlich haben Sie einen langen Atem.

März 22nd, 2011 by Alexander Becker

Was passiert wirklich im Atomkraftwerk Fukushima Daiichi? Wie gefährlich ist die Lage, welche Informationen sind wirklich relevant? Bei der medialen Bewertung der Lage im japanischen Horror-AKW und der tatsächlichen Arbeit der Helfer und Techniker müssen oftmals Korrespondenten wissenschaftliche Zusammenhänge erklären, für die man eigentlich ein abgeschlossenes Physikstudium benötigte.

Bei Katastrophen wie dem möglichen AKW-GAU zeigt sich immer wieder, wie unzureichend das gepflegte Halbwissen des normalen Deutschen Journalisten ist. Besonders hart fällt der Vergleich vieler Medienberichte mit den Inhalten von Experten und begeistern Laien aus, die ihr Wissen via Weblog mit interessierten Lesern teilen.

Die Katastrophe von Fukushima ist die große Stunde der Wissenschaftsblogs. Denn im Angesicht der zum Teil zweifelhaften Berichterstattung vieler Medien können die Blogger so richtig ihre natürlichen Vorteile ausspielen: Enthusiasmus, Fachwissen, ein funktionierende weltweites Experten-Netzwerk und die Unabhänigkeit alles zu berichten, was man für erzählens- oder erklärenswert hält.
Fukushima: Die Stunde der Science Blogs

Ein wunderbares Beispiel für die Kraft und Tiefe eines Fukushima-Blog-Postings liefert das Physikblog.eu. André Goerres und Andreas Herten liefern einen der besten Texte über “die Probleme bei Fukushima I”. In ihrer Einleitung schreiben sie: “Das Problem an der ganze Chose: Ereignisse und damit Meldungen überschlagen sich, Emotionen sind im Spiel und das ganze wird mit einer Prise Fehlinformationen gewürzt. Heraus kommt ein Brei aus gefährlichem Halbwissen und politischen Meinungen, die eine sachliche Diskussion erschweren.”

Eine weitere Top-Adresse ist das ScienceBlogs-Netzwerk. Allein ein Blick auf die Top fünf der meistgelesenen Texte zeigt, wo die gerade die Nutzer-Interessen liegen.
Fukushima: Die Stunde der Science Blogs

1. Quellen und seriöse Links zum Fukushima-Kraftwerk-Störfall
2. 9/11, Weltuntergang 2012 und das Beben in Japan
3. Der “Supermond” und das Erdbeben in Japan
4. Die Redaktionsschmelze im deutschen Presse-Fall-Out
5. Zwei untaugliche Argumente zur Fukushima-Debatte

Wenn Sie also einen möglichst genauen Überblick über die Lage in Fukushima haben wollen, behalten Sie die wichtigsten Wissenschaftsblogs im Auge.

Oktober 6th, 2009 by Sabrina Panknin

Heute gibt es hier das Interview mit Martin Meyer-Gossner, Director Sales & Marketing, zum Thema Web Manager, Digital Natives und Social Media in Unternehmen:

Oktober 6th, 2009 by Sabrina Panknin

Der eher lustig anmutende Begriff PubSubHubbub, kurz und wesentlich einfacher auszusprechen PuSH, geistert seit einigen Monaten durch das Web. Doch was ist eigentlich PuSH?

PubSubHubbub ist ein Protokoll zur Echtzeitübertragung neuer Feedinhalte vom Publisher (Feedanbieter) zum Subscriber (Feedabonnenten). Der Subscriber wird dabei mittels eines sog. Hubs automatisch über neue Feedinhalte (z.B. Blogposts) informiert, und muss diese, anders als bei RSS/Atom, nicht extra abfragen.  Ziel ist die Übertragung in Realtime, das heißt, dass genau wie bei Twitter neue Inhalte direkt nach ihrer Veröffentlichung an alle Abonnenten verteilt werden.

Realtime Web: Was ist PubSubHubbub?

Die folgende Präsentation veranschaulicht simpel die Funktionsweise von PuSH:

Sehr ausführlich hat man sich an dieser Stelle mit PubSubHubbub auseinander gesetzt:

September 18th, 2009 by Sabrina Panknin

Am Mittwoch, d. 16.09.2009, lud Dr. Benedikt Köhler, als stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Social Media, in die Räume von ethority zur Mitgliederversammlung 2009 der AG .

Ziel der Mitglieder der AG Social Media ist die Etablierung von Standards für die Vermessung und Erforschung von Weblogs und weiterer Social Software.

Ganz oben auf der Tagesordnung stand die Neuwahl des Vorstands. Die AG Social Media bestätigte ihren bisherigen Vorstand und erweiterte ihn um zwei neue Vorstandsmitglieder: Eric Hofmann und Oliver Berger.

Alles Weitere gibts im Pressecho!

Februar 5th, 2009 by David Nelles

Welche Bedeutung hat eigentlich die Veränderung der Mediennutzung  in den Industrienationen  für professionelle Kommunikatoren. Der britische Online Dienstleister RealWire stellt in einem Clip (via bad pitch blog) sehr anschaulich dar, wie sich die berufliche Wirklichkeit für PR Agenturen und Unternehmenskommunikation durch Social Networks, Foren und Weblogs verändert hat.


The Online Media from RealWire on Vimeo.

März 22nd, 2006 by Administrator

Der Tanz mit dem UnbekanntenDr. Tim Fischer über die Einsatzmöglichkeiten von Weblogs im
Reputation Management: „Weblogs stellen ein relatives neues Phänomen interaktiver Online Kommunikation dar. Die ehemals als elektronische Tagebücher konzipierten Webseiten zeichnen sich durch eine hohe Dynamik und Akzeptanz bei den Internetnuztern aus. Große und fachspezifische Communities bilden sich, um regelmäßig Blogs zu lesen oder selber in einem Blog zu schreiben. Vereinzelte Blogs haben bereits Kultstatus erreicht; andere Blogs konnten Politiker zu Fall bringen, Unternehmen in die Krise stürzen und zu kontroversen Diskussionen führen. Blogs stellen insbesondere an die Marken- und Reputationsführung von Unternehmen eine besondere Herausforderung dar.“ Der Vortag geht daher auf die Besonderheiten von Blogs vs. anderen Online-Kommunikationsformen ein. Dabei zeigt Dr. Fischer insbesondere auf, wie Blogs zu einer Erhöhung der Aufmerksamkeit und zur Markenbildung beitragen können. Im Abschluss gibt er Hinweise auf das Management von Blogs und der Blogosphäre.
Dr. Tim Fischer, Vice President Global Marketing Süd-Chemie AG/Geschäftsbereich Catalytic Technologies und Dozent an der Ludwigs-Maximilians-Universität. Dazu ist er mit Prof. Dr. Drs. h.c. Arnold Picot Mitherausgeber des neuen Buchse “Weblogs professionell herausgegeben�?.Tim Fischer gehört zu den Referenten des 2. Ethority Reputation Management & Word of Mouth Marketing-Konferenz

November 7th, 2005 by Sten Franke

USA

Laut einer aktuellen Studie des Pew Internet and American Life Projekts sind mehr als die Hälfte (57 Prozent) der 12- bis 17-jährigen Internet-Nutzer pro-aktiv im Netz unterwegs. Schon 20 Prozent publizieren in eigenen Weblogs. Auch das Herstellen eigener Websites und der Austausch von Fotos, Videos, Bilder und Musik-Remixes sind sehr stark verbreitet. Fast 90 Prozent der befragten US-Teens surfen regelmäßig im Internet. Nach dieser Analyse nutzen die Jugendlichen weit häufiger und aktiver das Internet als die Erwachsenen. Am eifrigsten dabei sind Mädchen. 38 Prozent von ihnen nutzen das Web um eigenen Content auszutauschen. Dagegen nutzen lediglich 29 Prozent der Jungen das Internet zu diesem Zweck.

Deutschland

In einem aktuellen deutschsprachigen WOMM Projekt mit dem Hintergrund der Wahrnehmung von Trendmarken stellten wir fest, dass der Anteil der Publikationen in Weblogs bei rund 8 Prozent und der der Beiträge in Foren bei 75 Prozent liegt (Rest: Message Boards und sonstige Webseiten). Aussagen in Weblogs sind jedoch breiter angelegt und mit Erfahrungsberichten (z.B. Reviews in Ciao.com oder Dooyoo.de) vergleichbar. Sie beziehen viel stärker die Aspekte der Umwelt und der persönlichen Vorlieben mit ein. Hingegen sind Forenbeiträge sehr themenfokussiert und prägnant. Ca. 27 Prozent der validierten Weblogbeiträge wurden von Teenangern verfasst.

Mai 31st, 2005 by Sten Franke

Chinesische Weblogs   Kampagne gegen JapanDas Portal Sohu.com berichtet, dass chinesische Website-, Foren- und Weblog-Betreiber ab sofort ihren Internetauftritt bei den Behörden anmelden müssen, ansonsten drohe die Sperrung der Webseiten. Es heißt, die Regierung versuche die Kontrolle über die Online-Aktivitäten in China zurückzuerlangen. Offiziell gehe es um die Eindämmung von Internet-Kriminalität. Ob hierbei nun die Eindämmung der Produktpiraterie oder die Kontrolle der Meinungsäußerung eine übergeordnete Rolle spielt, wird sich zeigen.

Laut Sohu.com sind mometan rund 120 Millionen Chinesen online. Vor allem die Zahl der chinesischen Weblogs ist im vergangenen Jahr enorm angestiegen. So wurden Weblogs insbesondere genutzt, um die anti-japanischen Proteste über das Internet zu organisieren.

Weblogs bieten hierfür eine besonders vorteilhafte Ausgangsposition, denn durch Vernetzung und RSS Feeds werden Informationen besonders schnell transportiert und lassen sich so mit einem viralen Effekt verbreiten. Die durch die Vernetzung entstehende Linkpopularität katapultiert etablierte Weblogs bei Suchmaschinen wie Google.com oder auch Sohu.com in die Top-Listings.