März 26th, 2012 by Sten Franke
Die einheimischen Medien haben ein neues Web-Lieblingsthema: Pinterest. Seit einigen Tagen beschäftigen sich immer mehr mit dem Bilder-Netzwerk der Stunde. Das ist schon eine schöne Entwicklung, welche das riesige Potential der Web-Pinnwand aufzeigt und in meinen Augen auch zurecht zu einem Hype-Thema mutiert. Allerdings greifen sich die meisten nur einen kleinen Ausschnitt der aktuellen Nachrichten auf. Fasst man alle Berichte zusammen, entsteht ein höchst spannendes News-Mosaik.
Die dpa beschäftigte sich erst einmal mit der Frage, welche unzähligen rechtlichen Fallstricke bei Pinterest lauern. “Die meisten deutschen Juristen kommen zu dem Schluß, dass Pinterest gegen das Urheberrecht verstößt”, zitiert die Agentur den Anwalt Carsten Ulbricht. Eine Abmahnwelle sehe er derzeit aber nicht. Zumal das Prinzip gelte: Wo kein Kläger, da kein Richter.
Unabhängig dieser Bedenken bleibt die Web-Pinnwand ein echtes Social-Media-Phänomen. Innerhalb kürzester Zeit avancierte die Bilder-Pinnwand zu einem Top-Thema der Web-Welt. Die wenigsten wissen jedoch tatsächlich worüber sie überhaupt reden. Deshalb hier der 3. Teil (1. Teil, 2. Teil) der Pinterest-Story mit weiteren Fakten zur Nutzung und Demografie.
- Die Foto-Seite lockte in den USA schon 17,8 Millionen Besucher. Seit dem vergangenen Mai bedeutet dies laut Focus Online einen Zuwachs um den Faktor 44.
- Nach einer Studie von Shareaholic leitet Pinterest inzwischen mehr Nutzer auf andere Seiten als Twitter oder Google+.
- Der Boom könnte sich schon bald auszahlen. Denn offenbar sollen Wagnisfinanzierer inzwischen bereit sein, für eine Bewertung jenseits der Milliardengrenze zu investieren.

Quelle: MDGadvertising.com
Februar 29th, 2012 by Sten Franke
Pinterest ist ein echtes Social-Media-Phänomen. Innerhalb kürzester Zeit avancierte die Bilder-Pinnwand zu einem Top-Thema der Web-Welt. Die wenigsten wissen jedoch tatsächlich worüber sie überhaupt reden. Deshalb hier der 2. Teil (1. Teil) der Pinterest-Story mit den wichtigsten Fakten zur Nutzung und Demografie.
- Bei 28,1 Prozent aller Nutzer liegt das jährliche Einkommen bei über 100.000 US-Dollar
- Durchschnittlich verbringen die Nutzer 15,8 Minuten bei Pinterest. Bei YouTube dem traditioniellen Führenden in dieser Kategorie liegt dieser Wert bei 16,4 Minuten. Facebook kommt auf 12,1 Minute

Die Grafik erschien bereits bei Mashable
- Die wichtigste Nutzerschicht sind die sogenannten „Facebook-Moms“ – junge, internetaffine Mütter. So haben 50 Prozent aller Nutzer Kinder
- 68,2 Prozent aller Nutzer sind weiblich
- 97 Prozent aller Facebook-Fans von Pinterest sind weiblich
- Die größte Altersgruppe ist zwischen 25 und 34 Jahre alt
- Die größte Marke bei Pinterest ist Nordstrom mit 9.276 Followern
- Pinterest kommt mittlerweile auf 136 Millionen Vistitors pro Tag
- Pinterest bringt schon heute mehr Referral-Traffic als LinkedIn, Google+ und YouTube zusammen
- Die Nutzerin mit den meisten Followern ist Jane Wang. Der Mutter eines der Pinterest-Gründer folgen 25.333.963 Mitglieder
- Von Mai 2011 mit ein paar unter hunderttausend Besuchern steigerten die US-Amerikaner den Traffic auf rund 12 Millionen Unique Users pro Monat
- Ein Fünftel aller Nutzer schauen einmal täglich auf der Web-Pinnwand vorbei
>> Siehe auch Pinterest in Zahlen – Nutzer, Wachstum und Erfolg der Social Media Pinnwand
Juli 8th, 2011 by ethority - Social Media Intelligence Team
Wie viele Internetnutzer gibt es in Deutschland? Auf den ersten Blick klingt das nach einer sehr einfachen Frage. Aber die Antwort darauf hängt davon ab, wen man fragt. Ich habe in der folgenden Grafik die Aussagen zum Umfang der Internetbevölkerung der wichtigsten Onlinestudien in Deutschland miteinander verglichen:

Onliner in Deutschland
Die Zahlen variieren doch sehr deutlich: Am wenigsten Internetnutzer weist das US-Marktforschungsunternehmen Nielsen aus: Hier sind es nur 46,5 Mio. Onliner in Deutschland. Auf der anderen Seite haben wir die von TNS Infratest identifizierten 52,7 Mio. Onliner aus dem gerade wieder in einer neuen Auflage erschienenen (N)Onliner Atlas. Zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Wert liegen 6,2 Mio. (13%)!
Woher kommen diese Unterschiede? Der Teufel steckt hier mal wieder im Detail. Genauer: In den jeweiligen Definitionen von Onlinenutzung oder sogar den Formulierungen der Fragen danach, wenn es sich um Befragungen handelt. So trackt zum Beispiel Nielsen die monatliche Zahl der Onlinenutzer mit einem Nutzerpanel, während die ARD-ZDF-Onlinestudie in Telefoninterviews nach der „gestrigen Internetnutzung“ fragt – damit wird auch jemand, der vor 6 Wochen einmal aus Versehen auf seinem Computer auf das Internetexplorer-Symbol geklickt hat, zum Onliner.
Leider findet man die Definitionen oft nur sehr versteckt auf den Webseiten oder in den Pressemitteilungen. Und wenn die Zahlen dann in den Massenmedien auftauchen, sind die Fußnoten schon längst auf dem Weg verloren gegangen. Dabei sind diese Informationen unverzichtbar, um die Daten richtig zu interpretieren und eine realitätsnahe Vorstellung davon zu entwickeln, was wir hier unter dem Label “Onliner” oder “Internetnutzer” eigentlich gezählt haben.
Daten-Quellen:
- Nielsen: „Deutsche Top-Marken im Internet und Onlinenutzerprofil: Mai 2011“, 17.6.2011
- ComScore: „comScore Releases Overview of European Internet Usage for May 2011“, 6.7.2011
- Google: Doubleclick AdPlanner
- AGOF: Internet Facts 2011-03, 30.6.2011
- ARD-ZDF-Onlinestudie: Internetnutzer in Mio., 4.7.2011 – siehe dazu auch meinen Blogpost zur Veränderung der Soziodemographie des Internets bis 2020
- (N)ONLINER Atlas, 7.7.2011
September 11th, 2009 by ethority - Social Media Intelligence Team
Google hat leise, still und heimlich eine neuen Service gelauncht: Die Google Internet Stats. Wie gewohnt im minimalistischen Layout und mit sehr schnellem Interface. Google ist durch den User Generated Content, u.a. in Form von 77 Milliarden Suchanfragen im Monat, zu einer „Datenbank der Wünsche” geworden.
Nun bietet die Suchmaschine auch expertengenerierte Daten und Statistiken.

Die Seite verspricht nach eigener Aussage „[that the service] brings together the latest industry facts and insights together in one place”. Google bündelt hier also Daten und Statistiken aus dem Netz in kurze und prägnante Aussagen und stellt diese zur allgemeinen Verfügung, klassifiziert in fünf Schwerpunktbereiche:
Macro Economic Trends
Technology
Consumer Trends
Media Consumption
Media Landscape
Die einzelnen Schwerpunkte sind jeweils eingeteilt in Unterkategorien: So kann man unter dem Punkt “Technology” statistische Zahlen und Fakten aus den Bereichen Broadband, Devices, Mobile und Speed einsehen.
Grundlage und Input gibt es unter anderem von B2Bonline.com, BusinessWeek, Commission of the European Communities, Comscore, The Economist, eMarketer, Enders Analysis, Eurostat, Financial Times, Forrester, Google Insights for Search (natürlich!), HarvardBusiness.org, Hitwise, Internetworldstats.com, KMPG, Mindshare, New York Magazine und PriceWaterhouseCoopers.
Hier stellen sich nun die Fragen: Was sind Googles Ziele? Möchte Google eine Art von „Statistischem Bundesamt” auf der Online-Ebene werden? Zu beachten ist, dass die Auswahl der Zahlen und der Statistiken es Google ermöglichen, die eigene subjektive Sicht als Realität darzustellen, die auch noch durch Zahlen und Daten belegt werden kann. Der Knackpunkt ist: Sind wohl auch Google-kritische Zahlen dabei?!
Der unauffällige Launch der Seite wirft außerdem die Frage auf, ob sich diese Angebot in einer (ausbaufähigen) Testphase befindet. Darauf könnte auch die Verwendung der UK-Domain hindeuten?!
Auf jeden Fall ist es wert, Google Internet Stats weiterhin zu beobachten.
Dezember 10th, 2008 by ethority - Social Media Intelligence Team
Google präsentiert die meistgesuchten Begriffe – „Wer kennt wen“ ist in den Top 10
Im Google-Watchblog wurden heute die am häufigsten benutzten Suchbegriffe präsentiert. Das Ganze nennt sich Google Zeitgeist, wobei „Zeitgeist“ auch im amerikanischen Englisch so korrekt ist.
Für Deutschland sind das in der folgenden Reihenfolge die Begriffe eBay, YouTube, Wetter und GMX.
Eine sehr interessante Liste ist auch die mit den Begriffen, welche die höchsten Zuwachszahlen verzeichnen, also Suchbegriffe, die immer häufiger verwendet werden.
Hier finden sich 5 Social Networks in den Top 10. Am schnellsten wächst der Suchbedarf demnach bei „Wer kennt wen“. Facebook belegt Platz 3 gefolgt von SchülerVZ, StudiVZ und Jappy auf den Plätzen 4, 5 und 6. Von der letzten Community hab ich bisher wenig gehört. Nach kurzer Recherche ist Jappy vornehmlich ein Portal für Singles, welches die Webseite Singletreffen.net 2002 (damals noch Jappy.tv) abgelöst hat.
Zurück zu Wer-kennt-wen:
Bei den weltweiten Top 10, der am schnellsten wachsenden Begriffe ist „Wer kennt wen“ sogar auf dem achten Platz. Dies ist eine sehr beeindruckende Entwicklung. Quelle
Betrachtet man nun die aktuellen Zahlen der IVW für November, dann sieht man, dass das Wer-kennt-wen Netzwerk sogar erstmals mehr Page Impressions aufweisen kann als der Branchenprimus StudiVZ (4,0 Milliarden vs. 3,9 Milliarden). Auf dem ersten Platz bei den Page Impressions im Bereich Social Networks ist jedoch immer noch SchülerVZ mit 4,9 Milliarden.
Bei den Visits ist StudiVZ dann doch noch vor allen Mitbewerbern mit 166 Millionen Besuchen, hier hat Wer-kennt-wen deutlich weniger (128 Millionen).
Alleine die Page Impressions sind nun auch nicht so sonderlich aussagekräftig, da einfache Foto-Klick-Strecken jedes Mal für einige Page Impressions sorgen können.











